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Börsentrend 17:45 Uhr

Nach den satten Gewinnen der Vorwoche

Zögerlicher Wochenauftakt

Zwei Prozent hat der Dax in der vergangenen Woche zugelegt. Nach einer solchen Rally brauchen die Anleger offenbar eine Verschnaufpause - und nehmen Gewinne mit. Daran können auch überraschend gute Aufträge für die US-Industrie nichts ändern.

Der Dax weitet bis zum Handelsende seine Verluste bis auf 0,32 Prozent aus und schließt bei 7.833 Punkten. Das sind nur wenige Punkte über seinem Tagestief von 7.831 Zählern. Am Vormittag kam es zu einem kurzen Aufbäumen, das das Börsenbarometer kurz bis auf ein neues Fünf-Jahres-Hoch von 7.872 Punkten trieb. Die meiste Zeit des Tages pendelt der Leitindex aber um den Schlusskurs vom Freitag bei 7.857 Punkten.

Nach Handelsbeginn an der Wall Street drehen die Kurse dann ins Minus. Damit folgen sie dem Dow Jones-Index, der von den schwachen Zahlen zu den noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufen leicht unter Druck gerät. Zuvor hatten stärker als erwartet gestiegene Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter und positiv aufgenommenen Caterpillar-Zahlen für eine freundliche Eröffnung gesorgt. Bei Börsenschluss in Frankfurt notiert der Dow bei 13.893 Punkten, 2,5 Punkte unter seinem Stand vom Vortag.

Zu den Aussichten für den Dax bleiben die meisten Börsianer zuversichtlich: "Wenn es diese Woche gute Konjunkturdaten aus den USA gibt und Unternehmen in der Berichtssaison gute Ausblicke liefern, kann die psychologische Marke von 8.000 Punkten genommen werden", prophezeit Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank. Der Experte vernimmt an den Börsen einen "Dreiklang der Glückseligkeit" aus reichlich Liquidität, anziehender Konjunktur und einem Mangel an Alternativen.

Der Euro hält sich oberhalb der Marke von 1,34 Dollar und damit nahe an seinen Rekordwerten. Bei Börsenschluss notiert er bei 1,3440 Dollar. Damit hat der Euro seit vergangenem Sommer etwa 14 US-Cent zugelegt.

Caterpillar überzeugen trotzdem

Die Aktien von Caterpillar steigen an der Wall Street gegen den Trend leicht an. "Wir sind ermutigt von den jüngsten Verbesserungen bei den Konjunkturindikatoren, bleiben aber vorsichtig", sagte Caterpillar-Chef Doug Oberhelman. Vor allem in den USA und China hatte es zuletzt Signale für ein stärkeres Wachstum gegeben. Damit kann sich das Unternehmen Hoffnung machen, bald wieder mehr Traktoren und Bulldozer zu verkaufen.

Volkswagen gefragt

Den Rang des absatzstärksten Autoherstellers der Welt muss Volkswagen weiter Toyota überlassen, doch der Aktie des Wolfsburger Konzerns tut das keinen Abbruch. Dank einer Kaufempfehlung durch Kepler und einer Heraufstufung des von den Analysten als fair bewerteten Kurses von 144 auf 203 Euro hat die VW-Aktie gegen den Trend weiter zugelegt. Analyst Michael Raab sieht VW gut positioniert in einem Branchenumfeld, das vor allem von den Verkäufen in Amerika und Asien abhänge.

Versorger leiden unter Analysten und Streikdrohungen

Eine Herabstufung durch die Analysten von JP Morgan drückt am Nachmittag auf den Kurs der Eon-Aktie. Die Experten haben das Ziel auf 13 Euro gesenkt und das Versorger-Papier auf "Underweight" eingestuft. Zudem droht Eon ein unbefristeter Streik von rund 30.000 Beschäftigten. Sie fordern 6,5 Prozent mehr Geld. Doch die Aktie von RWE schwächelt ebenfalls. Ihr fairer Wert wurde von der Société Générale von 32 auf 25 gesenkt.

Siemens weiter auf Schlankheitskur

Siemens: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
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Nach dem Verkauf von Osram will Siemens sich jetzt offenbar auch von seinem Geschäft in der Wassertechnik trennen. Nach einem Reuters-Bericht soll die US-Investmentbank Goldman Sachs im zweiten Quartal ein Verkaufsverfahren starten. Weder die Bank noch Siemens wollten den Bericht aber bislang kommentieren. Die Aktie reagiert nicht.

SocGen beflügelt EADS

Im MDax kommt besonders die EADS-Aktie kräftig voran. Die französische Großbank Société Générale (SocGen) hat das Kursziel für EADS von 38,00 auf 40,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Zu Beginn des neuen Jahres habe er seine Beurteilung der Luftfahrt- und Rüstungsindustrie überprüft und eine erste Prognose für das Jahr 2015 mit eingearbeitet, schrieb Analyst Zafar Khan in einer Branchenstudie vom Montag. Den zivilen Bereich schätze er weiterhin als attraktiv ein.

Metro näher am Ziel

Etwas schwächer notiert die Metro-Aktie. Dabei hat Media-Saturn-Mitgründer Leopold Stiefel seine Anteile von knapp drei Prozent an die Konzern-Mutter Metro verkauft. Mit nun 78 Prozent an der Elektronik-Kette nähert sich Metro dem Ziel, 80 Prozent an der Kette zu halten. Die würde Metro brauchen, um den weiteren Gründer Erich Kellerhals zu entmachten. Der Kaufpreis von angeblich 230 Millionen Euro belastet die Metro-Aktie aber etwas.

Fusionsfantasien bei Immobilienaktien

Immobilienaktien steigen in MDax und SDax am Montag überdurchschnittlich. Gagfah legen zwischenzeitlich um mehr als drei Prozent zu. Auch Deutsche Wohnen, ebenfalls im MDax notiert und die Papiere der SDax-Vertreter IVG, Prime Office und Patrizia gewinnen teils deutlich. Nach einem Bericht des "Manager-Magazins", das sich auf eine aktuelle Studie beruft, gibt es im Sektor neue Übernahme-Spekulationen. Am konkretesten sei ein Angebot von Deutsche Wohnen für Gagfah.

Auf und Ab der Solar-Aktien

SMA Solar: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
24.40
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Nach dem Kurssturz am Freitag ist die Solarworld-Aktie heute nach einer unberechenbaren Achterbahnfahrt deutlich ins Plus gedreht. Größter Verlierer im TecDax ist dagegen die Aktie des Wechselrichterherstellers SMA Solar aus Kassel.

Ryanair: Prognose hoch, Aktie runter

Nach guten Geschäften im dritten Geschäftsquartal hat Ryanair seine Prognose angehoben und erwartet nun einen Gewinn im Geschäftsjahr 2012/2013 von rund 540 Millionen Euro, bis zu 50 Millionen Euro mehr als bislang. Die Aktie gerät trotzdem leicht unter Druck. Marktbeobachter machen dafür Zugeständnisse verantwortlich, die Ryanair an die Wettbewerbsbehörden machen will. Im Gegenzug für die Übernahme des Konkurrenten Aer Lingus will Ryanair einen großen Teil von dessen Streckennetz an zwei Mitbewerber abgeben.

Loewe taucht immer tiefer ab

Loewe: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
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Kräftig bergab geht es mit der Aktie des TV-Herstellers Loewe. Sinkende Erlöse, Kosten für die Restrukturierung sowie Abfindungen an ausscheidende Mitarbeiter haben dem Unternehmen im Geschäftsjahr 2012 einen operativen Verlust von 29 Millionen beschert, nach 10,5 Millionen im Vorjahr. Gleichzeitig ist der Umsatz um neun Prozent auf rund 250 Millionen Euro gesunken.

Datagroup besser als erwartet

Die IT-Firma Datagroup aus dem Entry Standard der Frankfurter Börse hat im Geschäftsjahr 2011/12 den Umsatz um 35 Prozent auf 146,2 Millionen Euro gesteigert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um 58,7 Prozent auf 9,6 Millionen Euro. Trotzdem ging der Jahresüberschuss auf 2,5 Millionen Euro von 3,4 Millionen im Vorjahr zurück. Der Grund: im Geschäftsjahr 2010/2011 profitierte die Firma von einem steuerlichen Sonderertrag.

Stand: 28.01.2013, 17:45 Uhr

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Historischer Vergleich

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Tagestermine am Montag, 1. September

Unternehmen:
Deutsche Börse: Handelsstatistik August
Peugeot: Absatz August 2014
Renault: Absatz August

Konjunktur:
China: HSBC PMI Verarbeitendes Gewerbe, August, 3:45 Uhr
Deutschland: BIP Q2/14 (endgültig) und Defizitquote
Griechenland: BIP Q2 endgültig, 11:00 Uhr

Sonstiges:
USA: Labor Day, Börsen geschlossen

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