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Marktbericht 17:55 Uhr

Marktbericht positiv mit Portrait Janet Yellen Präsidentin FED

Euphorie an den Börsen

Yellen ebnet Weg für Weihnachts-Rally

Vorzeitige Bescherung an den Aktienmärkten: Die Aussicht auf eine anhaltende Geldflut der US-Notenbank hat weltweit für ein Kursfeuerwerk gesorgt. Der Dax machte einen Riesensprung auf über 9.800 Punkte. Es gab nur Gewinner.

Die als "Weihnachtsmann" verkleidete Fed-Präsidentin Janet Yellen versetzte die Anleger in Freudenstimmung. Die Wall Street setzte ihren gestrigen Höhenflug fort. Der Dow und der S&P 500 zogen in den ersten zwei Handelsstunden um rund 1,2 Prozent an.

Das trieb auch die europäischen Börsen weiter an. Der Dax beendete den Xetra-Handel um 2,8 Prozent höher bei 9.811 Punkten. Der EuroStoxx50 sauste um über drei Prozent auf 3.147 Zähler nach oben.

Fed lässt sich mit der Zinswende Zeit

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Börse 17.00 Uhr

"Kurz vor Heiligabend ist der Weihnachtsmann an den globalen Aktienmärkten angekommen", sagte Marktstratege Stan Shamu vom Broker IG. Fed-Präsidentin Yellen signalisierte am Mittwochabend, dass die Fed die Aufgabe der geldpolitischen Straffung sehr geduldig angehen werde. Diese Worte sorgten für Erleichterung unter den Investoren. Die Notenbanker hätten offensichtlich mit der Zinswende keine Eile, meinte ein Aktienstratege.

Ifo-Index steigt weiter

Zusätzlichen Schub am deutschen Aktienmarkt brachte am Vormittag der Ifo-Index, der sich den zweiten Monat in Folge aufhellte. Er kletterte im Dezember auf 105,5 Punkte. Der gesunkene Ölpreis sorgt für mehr Optimismus in der deutschen Wirtschaft, hieß es.

US-Frühindikatoren besser als erwartet

Rückendeckung kam ebenfalls von der US-Konjunktur. So stieg der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren im November etwas stärker als erwartet- um 0,6 Prozent. Volkswirte hatten einen Anstieg von 0,5 Prozent vorausgesagt. Zudem sank die wöchentliche Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 6.000 auf 289.000. Dagegen verlor die US-Industrie in ihrer Schlüsselregion Philadelphia deutlich an Fahrt. Der viel beachtete Philly-Fed-Index schrumpfte von 40,8 auf 24,5 Zähler. Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang auf 27,0 Punkte gerechnet.

Dollar steigt, Rubel fällt immer tiefer

Die näher rückende Zinswende in den USA treibt den Dollar an. Der Euro rutscht unter 1,23 Dollar und notiert am Abend bei 1,2280 Dollar. Derweil ging der Rubel wieder auf Talfahrt. Er verlor zeitweise sechs Prozent gegenüber dem US-Dollar.

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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US-Dollar in Euro: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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US-Dollar in Russischer Rubel: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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Putin plant Maßnahmen gegen den Rubel-Verfall

Auf der traditionellen Jahresend-Pressekonferenz machte Russlands Präsidentin Wladimir Putin das Ausland für die Wirtschaftskrise in seinem Land verantwortlich. "Die aktuelle Situation wurde ganz klar durch äußere Faktoren verursacht", sagte er. Er kündigte zugleich Gegenmaßnahmen gegen den Rubel-Verfall an. "Sollte sich die Lage ungünstig entwickeln, müssen wir unsere Pläne ändern." Putin deutete an, die Staatsausgaben angesichts sinkender Einnahmen aus den Ölexporten zu drücken und so ein Haushaltsloch zu vermeiden. Der Kremlchef versicheerte, die Währungsreserven der Zentralbank und die Polster der Regierung seien solide.

Schweiz führt wegen flüchtender Russen Strafzins ein

Viele Russen flüchten aus Angst vor einem weiteren Rubel-Verfall in ausländische Währungen wie zum Beispiel den Schweizer Franken. Aus Sorge vor einem zu starken Franken führt deshalb die Schweizer Nationalbank Anfang des Jahres (22. Januar) erstmals einen Strafzins ein. Ab einem Guthaben von zehn Millionen Franken wird ein Negativzins von 0,25 Prozent erhoben. Notenbank-Präsident Thomas Jordan gab zu, dass vor allem die Zuspitzung der Lage in Russland die Notenbank zu dem Schritt bewogen habe.

GM und Audi stoppen Autoverkauf in Russland

Angesichts des immer weiter sinkenden Rubels stoppen einzelne Autobauer die Verkäufe in Russland. Dazu zählen die Opel-Mutter General Motors und Audi. Je schwächer der Rubel, desto weniger verdienen die Autohersteller mit den Autos umgerechnet in US-Dollar oder Euro. Auch Apple hat auf den Rubel-Verfall reagiert und den Online-Verkauf seiner iPhones und iPads gestoppt, um die Preise anzupassen.

Braucht die Deutsche Bank die Postbank noch?

Deutsche Bank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Im Dax gab es am Donnerstag nur Gewinner. Besonders gefragt waren Conti und die Deutsche Bank. Die Aktien des Geldinstituts verteuerten sich um fast vier Prozent. Der Vorstand der Deutschen Bank diskutiert laut dem "Manager Magazin" über einen drastischen Konzernumbau. Dabei könnte auch die erst vor wenigen Jahren übernommene Postbank auf den Prüfstand kommen. Der Aufsichtsrat habe den neuen Strategiechef Stefan Krause damit beauftragt, die Diskussion zur Strategie zu moderieren. "Denkverbote" solle es nicht geben.

Oracle schiebt SAP an

Der SAP-Konkurrent Oracle hat dank eines starken Cloud-Geschäfts seinen Umsatz deutlich gesteigert. Davon profitieren die Aktien von SAP. Grund für den guten Lauf bei Oracle im vergangenen Quartal war ein kräftiges Wachstum im Cloud-Geschäft. Die nach der Schlussglocke an der Wall Street vorgelegten Zahlen ließen die Oracle-Aktien im nachbörslichen Geschäft um fünf Prozent steigen.

SAP
SAP: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Oracle: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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BASF: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Allianz wird Teile von Fireman's Fund los

Allianz: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Die Allianz legte 2,5 Prozent zu. Der Versicherer schließt das Kapitel Fireman's Fund in den USA ab. Die Allianz verkauft das Geschäft des US-Schadensversicherers mit wohlhabenden Privatkunden für 293 Millionen Euro an die Schweizer Rivalen Ace. Das Fireman's-Geschäft mit Firmenkunden will die Allianz in ihre Industrieversicherungssparte integrieren. Fireman's Fund war mehrere Jahre lang ein Sorgenkind des Allianz-Konzerns.

Daimler erhöht Rückstellungen

Daimler: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Auf der Überholspur befanden sich auch die Autoaktien. BMW und VW stiegen um rund drei Prozent. Nur Daimler keuchte ein bisschen hinterher mit einem Plus von zwei Prozent. Der schwäbische Autobauer stockt wegen Ermittlungen der EU-Kartellbehörden über mutmaßliche Preisabsprachen im Lkw-Geschäft seine Rückstellungen um 600 Millionen Euro auf. Dies werde sich auf das Ergebnis im vierten Quartal auswirken, warnte Daimler. An der Gewinnprognose für das Gesamtjahr rütteln die Schwaben jedoch nicht.

Goldman belastet Adidas

Adidas: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Schwächer als der Markt entwickelt sich die Adidas-Aktie. Goldman Sachs hat Adidas-Aktien zum Verkauf empfohlen und das Kursziel recht drastisch von 73,40 auf 49,40 Euro gesenkt. Die zunehmende Schwäche in Russland gepaart mit den anhaltenden Investitionen in den USA dürften die Ergebnisse des Sportartikel-Herstellers im kommenden Jahr kräftig belasten, schrieb der zuständige Analyst. Mit Gewinnwachstum sei daher nicht zu rechnen.

Springer gründet Gemeinschaftsfirma mit Ringier

Aus dem MDax ragten positiv Stada und Brenntag mit Kurszuwächsen von knapp Prozent heraus. Die Papiere von Axel Springer legten knapp drei Prozent. Der Medienkonzern hat mit Ringier ein Gemeinschaftsunternehmen in der Schweiz gegründet. Ringier bringt alle seine Zeitschriften-Titel und die Westschweizer Zeitung "Le Temps" ein, Springer steuert sein gesamtes Schweizer Geschäft bei. Der Deal soll 2015 über die Bühne gehen.

Stada: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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25.92
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Axel Springer: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Brenntag: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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United Internet will QSC-Netz kaufen

Der Webkonzern United Internet prüft nach Angaben des "Manager Magazins" den Kauf des Netzes der QSC AG. Gespräche auf Vorstandsebene liefen bereits seit Längerem, schreibt das Magazin in seiner neuen Ausgabe. Vor einer Entscheidung müsste man sich aber noch über den Preis einigen. Die Titel von United Internet erreichen ein Rekordhoch. Die QSC-Aktien sprangen um 21 Prozent nach oben.

United Internet: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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37.28
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QSC
QSC: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Jenoptik: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Jenoptik macht Mut für 2015

Zwiespältige Nachrichten servierte Jenoptik am frühen Nachmittag: Wegen der Verschiebung eines Auftrags senkte der Technologiekonzern zum zweiten Mal binnen weniger Wochen seine Jahresproignose. Der Umsatz werde nur noch bei 580 bis 590 Millionen Euro liegen, das Ebit bei knapp 50 Millionen Euro. Der für dieses Jahr erwartete Großauftrag verschiebt sich ins neue Jahr. Deshalb werde Jenoptik 2015 kräftig wachsen - auf 650 bis 690 Millionen Euro beim Umsatz. Das beruhigt die Anleger. Die Aktie zog um fast sechs Prozent an.

Kurssprung bei Paragon

Paragon: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Paragon rechnet für das Geschäftsjahr 2015 mit einem deutlichen Wachstumsschub. Demnach werde bei einem Konzernumsatz von etwa 95 Millionen Euro eine unbereinigte Ebit-Marge von rund zehn Prozent angestrebt. Diese Prognose liege am oberen Rand der bisherigen Vorhersage. Die Prognose werde gestützt durch einen deutlich gestiegenen Auftragsbestand. Die Aktie schoß zweistellig in die Höhe.

Reges Interesse an LED-Sparte von Philips

Philips: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra EU Stars für den Zeitraum Intraday
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23.80
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Der Elektronikkonzern Philips hat laut einem Pressebericht vier Interessenten für sein Geschäft mit LED-Bauteilen aufgetan. Wie die Zeitung "Het Financieele Dagblad" schreibt, hätten die Finanzinvestoren Bain, Carlyle, Apollo sowie KKR zusammen mit CVC vorläufige Gebote abgegeben. Philips-Aktien legen zu.

Rubelkrise trifft Immofinanz

Immofinanz: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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Die österreichische Immofinanz warnt ihre Anteilseigner angesichts der Rubel-Krise vor sinkenden Gewinnen. Der Verfall der russischen Währung könnte sich "im Laufe der nächsten Quartale deutlicher als bislang in unserem operativen Ergebnis niederschlagen". Daher sei auch offen, ob die Aktionäre wie zuvor angekündigt für das laufende Geschäftsjahr 2014/15 eine Dividende zwischen 15 und 20 Cent bekämen.

Amgen erhöht Dividende

Amgen: Kursverlauf am Börsenplatz Nasdaq für den Zeitraum Intraday
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Der weltgrößte Biotechkonzern Amgen erhöht die Quartalsdividende deutlich. Für das erste Quartal 2015 sollen je Aktie 79 US-Cent ausgeschüttet werden. Das seien 30 Prozent mehr als in jedem der vorangegangenen vier Quartale. Von Bloomberg befragte Analysten hatten dies erwartet.

nb

Stand: 18.12.2014, 17:55 Uhr

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Tagestermine am Freitag, 19. Dezember

Unternehmen:
Zalando: Aufnahme in den SDax
Analytik Jena: Jahreszahlen
Blackberry: Q3-Zahlen, 13:00 Uhr

Konjunktur:
Japan: Zinsentscheid der Bank von Japan
Japan: Frühindikatoren für Oktober, 06:00 Uhr
Deutschland: Gfk-Konsumklimaindex für Januar, 08:00 Uhr
Deutschland: Erzeugerpreise im November, 08:00 Uhr
Deutschland: Leistungsbilanz Euro-Zone im Oktober, 10:00 Uhr

Sonstiges:
Deutsche Börse: Großer Verfallstag an der Börse (Hexensabbat)
EU: Abschluss des EU-Gipfels in Brüssel

Darstellung: