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Marktbericht 20 Uhr

Marktbericht neutral

Wer siegt, Google oder Amazon?

Wall Street sticht Dax aus

Stand: 26.05.2017, 20:04 Uhr

Das kann der Dax nicht bieten: Die US-Börsen bleiben trotz Minus in Sichtweite zum Rekord. Und die Wall Street liefert ein spannendes Spiel frei haus: Den Schlagabtausch von Google und Amazon.

Google- und Amazon-Apps

Börse 19.00 Uhr: Amazon und Alphabet gleichauf

Es geht um die Frage: Wer schafft zuerst den Sprung auf 1.000 Dollar? Die Amazon-Aktie hat nur ein klein bisschen bessere Chancen, das Papier konnte gestern zeitweise 999 Dollar auf ihr Preisschild schreiben, heute blieb sie nur ein paar Cent darunter.

Bei der Google-Mutter Alphabet liegt der bisherige Höchstpreis bei 996,39 Dollar. Die beiden machen es also spannend

Da kommt der Gesamtmarkt eher langeweilig rüber: Nach sechs Gewinntagen in Folge gönnen sich die großen US-Aktienindizes eine Verschnaufpause. Dow Jones und S&P 500 pendeln mit geringen Schwankungen um ihr Vortagesniveau. Hier fängt jetzt der Feiertagsmodus an, der den Handel hierzulande seit zwei Tagen bremst. In den USA ist Montag frei - da ist manch Investor schon im langen Wochenende.

Dow Jones: Kursverlauf am Börsenplatz Dow Jones Indizes für den Zeitraum Intraday
Kurs
21.080,28
Differenz relativ
-0,01%
S&P 500: Kursverlauf am Börsenplatz S&P Indizes für den Zeitraum Intraday
Kurs
2.415,82
Differenz relativ
+0,03%
Nasdaq 100: Kursverlauf am Börsenplatz NASDAQ Indizes für den Zeitraum Intraday
Kurs
5.788,36
Differenz relativ
+0,17%

Schwacher Start der US-Wirtschaft

Aufgemerkt haben Anleger noch bei den neuen Zahlen zum US-Wirtschaftswachstum, die in der zweiten Schätzung besser ausfielen als in der ersten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte demnach im ersten Quartal um annualisiert 1,2 Prozent zum Vorquartal zu - ein ordentlicher Aufschlag gegenüber der ersten Schätzung von 0,7 Prozent. Aber doch ist es das schwächste Quartal seit einem Jahr. Die größte Volkswirtschaft der Welt verliert deutlich an Schwung. Gleichwohl dürfte es für die US-Notenbank keinen Grund geben, den Zinserhöhungspfad zu verlassen, so die Einschätzung der Helaba.

ARD-Börsenstudio Radio Hörfunk Frankfurter Börse Dorothee Holz

Börse 15.00 Uhr: US-Wirtschaft stärker gewachsen

Die Fed fasst zwei weitere Erhöhungen für 2017 ins Auge. Bevor es dazu kommt, wollen die Währungshüter aber Signale für eine Festigung des Aufschwungs sehen. Analyst Andre Bakhos vom Anlageberater Janlyn Capital geht davon aus, dass Anleger nach der vorherigen Gewinnserie heute im Handelsverlauf Kasse machen. Außerdem könne sich jederzeit wieder Anlass zur Sorge wegen der geopolitischen Lage bieten.

Dax mit passablem Minus

Dax
Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
12.611,64
Differenz relativ
-0,14%

Der Dax geht am Ende des Tages mit einem Minus von 0,2 Prozent aus dem Handel und schließt bei 12.602,18 Punkten. Auf Wochensicht ist es ein Minus von 0,3 Prozent. Seit dem Rekordhoch vor anderthalb Wochen und dem anschließenden Rücksetzer ist das Börsenbaroemter kaum mehr von der Stelle gekommen.

Es herrscht - neben der feiertagsbedingten Lethargie - eine gewisse Unentschlossenheit. "Börsianer wollen weder kaufen noch verkaufen", sagt Fondsmanager Thomas Altmann vom Frankfurter Vermögensberater QC Pertners. "Alle haben Sorgen, dass sich die politische Situation in den USA und in Korea jederzeit zuspitzen kann. Andererseits will niemand die Party am Aktienmarkt zu früh verlassen."

Euro und Pfund schwächeln - Footsie auf Rekord

Der Euro zieht zum Wochenschluss zunächst an bis auf 1,1235 Dollar. Allerdings fällt er am Nachmittag nach Bekanntgabe des US-Wirtschaftswachstums wieder zurück und sinkt bis auf 1,1159 Dollar. Derewil schwächelt das britische Pfund, weil oppositionelle linke Labour-Partei laut Umfragen zu den anstehenden Parlamentswahlen aufgeholt hat. Die Schwäche der Währung belebt die britischen Exportfirmen, und damit den Aktienmarkt. Der FTSE 100 - oder "Footsie" - erklimmt vorübergehend ein Rekordhoch von 7552,43 Punkten.

Der zeitweise Dollarverfall kommt wiederum dem Goldpreis zugute. Die Feinunze Gold steigt bis auf 1.268 Dollar.

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
1,1159
Differenz relativ
+0,06%
Gold in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
1.264,03
Differenz relativ
-0,23%
Öl (Brent): Kursverlauf am Börsenplatz Deutsche Bank für den Zeitraum Intraday
Kurs
51,90
Differenz relativ
-0,62%

Opec - Erholung beim Ölpreis

Öl (WTI): Kursverlauf am Börsenplatz Deutsche Bank für den Zeitraum Intraday
Kurs
49,67
Differenz relativ
-0,64%

Die Ölpreise erholen sich etwas von den Preisrückgängen, die die Opec-Entscheidung ausgelöst hatte. Das Öl-Kartell entschied gestern, die Öl-Förderbremse auf gleichem Niveau um neun Monate zu verlängern. Das ist zwar dazu gedacht, den Ölpreis hoch zu halten. Doch hatten Investoren auf eine längere und deutlichere Drosselulng der Opec gehofft. Die Preise für das Nordsee-Öl Brent und die amerikanische Sorte WTI sind daraufhin um rund fünf Prozent gesunken, die US-Sorte WTI sank sogar unter 50 Dollar.

Erdölförderanlage

Börse 06.00 Uhr Der Ölpreis im Bann der Opec

Banken unter Druck

Unter den Aktien standen heute vor allem Banken unter Druck. So verloren die Papiere der Deutschen Bank zeitweise drei Prozent. In der Russland-Affäre des US-Präsidenten fordern mehrere Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus von Deutschlands größtem Geldhaus Aufklärung darüber, ob Kredite an Trump von der russischen Regierung garantiert wurden. Doch auch Commerzbank, UniCredit und Société Générale verloren mehr als zwei Prozent. Belastend wirkte laut Händlern die weiter schwelende Bankenkrise in Italien.

Deutsche Bank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
16,22
Differenz relativ
-1,25%
Commerzbank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
9,29
Differenz relativ
-0,63%

Sind deutsche Autos "böse"?

Nach der Kritik Trumps am deutschen Handelsüberschuss warfen die Anleger Autowerte aus ihren Depots. Im Dax gehörten neben den Banktiteln BMW, VW und Daimler zu den größten Verlierern. US-Präsident Donald Trump im Gespräch mit EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und EU-Ratspräsident Donald Tusk gesagt haben: "Die Deutschen sind böse [bad], sehr böse."

Bankenskylinf von Frankfurt

Börse 20.15 Uhr: Bank- und Autoaktien verlieren

Und weiter: "Schauen Sie sich die Millionen von Autos an, die sie in den USA verkaufen. Fürchterlich. Wir werden das stoppen." Die coole Reaktion der Bundesregierung: "So ein Leistungsbilanzüberschuss ist weder gut, noch ist er böse. Er ist das Ergebnis des Zusammenspiels von Angebot und Nachfrage auf den Weltmärkten."

BMW ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
84,40
Differenz relativ
-0,19%
Daimler: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
65,14
Differenz relativ
-0,46%
Volkswagen VZ: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
137,60
Differenz relativ
+0,22%

Oder sind es die US-Autos?

Man muss sich schon wundern: Gerade heute meldet das CAR-Institut: Der Marktanteil deutscher Autobauer ist in den USA seit 2013 kontinuierlich gesunken. Und viel gewichtiger: Autos "made in Germany" können sich nur 7,3 Prozent des amerikanischen Marktes sichern. Ami-Schlitten in Deutschland kommen dagegen auf sage und schreibe 18,8 Prozent.

VW hat dreimal Stress

VW sorgt auch selbst für Schlagzeilen. Der Konzern scheitert mit seiner Eil-Klage vor dem Verfassungsgericht gegen die Beschlagnahme von Dokumenten im Dieselskandal. In Italien wurde eine Sammelklage gegen den Autkonzern angenommen. Und auch aus den USA kam eine Negativmeldung: Die Wolfsburger hatten sich wegen des Dieselskandal verpflichtet, E-Autos zu fördern. Doch der Plan ist nach dem Geschmack der US-Behörden nicht ausgereift genug.

Ist auch GM böse?

General Motors: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
29,69
Differenz relativ
+1,02%

Die US-Konzerne bekommen auch ihr Fett weg: So ist der größte US-Automobilhersteller jetzt in den USA wegen angeblicher Manipulationen der Abgaswerte bei Dieselwagen verklagt worden. In derselben Klage wird auch die deutsche Zulieferfirma Bosch beschuldigt: Sie soll als "aktiver Handelnder" an den angeblichen Tricksereien beteiligt gewesen sein.

BaFin hat Linde im Visier

Linde: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
171,60
Differenz relativ
+0,15%

Bei Linde hat die Finanzaufsicht BaFin Untersuchungen wegen möglicher Verstöße von Veröffentlichungspflichten wieder aufgenommen. Es geht um doe Praxair-Fusion und den Vorstandswechsel bei Linde. Die Frage ist, ob kursbewegende Nachrichten zu spät veröffentlicht wurden. Spannend wird auch der nächste Donnerstag, wenn der Linde-Aufsichtsrat über die umstrittene Fusion mit Praxair entscheidet. Es könnte zum Eklat kommen, das Kontrollgremium ist gespalten.

Datet ProSieben Jochen Schweizer?

ProSiebenSat.1 Media: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
38,30
Differenz relativ
+0,09%

Gerüchteweise ist Dax-Konzern ProSieben an dem Anbieter von Erlebnisgutscheinen, Jochen Schweizer, interessiert. Die beiden sind laut Manager Magazin in Gesprächen darüber. Die beiden Parteien äußern sich aber nicht dazu.

United Internet startet Offerte für Drillisch

United Internet hat heute das Übernahmeangebot für Drillisch offiziell gestartet. Drillisch-Aktionäre können ihre Aktien bis einschließlich 23. Juni, 24 Uhr, zu einem Preis von 50,00 Euro andienen. Aktien von United Interned kosteten heute erstmals seit Januar 2016 wieder mehr als 49 Euro - zumindest vorübergehend.

Übernahmefantasie bei Manz schwindet

Derweil schwindet die Übernahmefantasie beiim Maschinenbauer Manz, weil die chinesische Shanghai Electric doch kein Pflichtangebot vorlegen will. Man werde weiterhin 19,67 Prozent an Manz halten, hieß es.

GFT sieht viel Sicherheitspotenzial in Blockchain

Die designierte Chefin des IT-Dienstleisters GFT setzt große Hoffnung in die Software-Technologie "Blockchain". "Blockchain kann eine Kettenreaktion verhindern, die durch einen hohen Grad an Automatisierung in Systemen ausgelöst werden kann", sagte Marika Lulay der dpa, die Ende Mai die Führung des auf die Finanzbranche spezialisierten IT-Dienstleisters übernimmt. Nach Einschätzung von Lulay bringt die Technologie ein hohes Maß an Sicherheit.

Sharp rechnet mit Rückkehr in die Gewinnzone

Bei Sharp zahlt sich der Sparkurs des neuen taiwanischen Eigentümers Foxconn aus. Für das laufende Geschäftsjahr bis März 2018 rechnen die Japaner erstmals seit vier Jahren wieder mit einem Nettogewinn, und zwar mit 59 Milliarden Yen (473 Millionen Euro), deutlich mehr als erwartet. Sharp erwägt nun, in das Chipgeschäft des angeschlagenen Industriekonzerns Toshiba zu investieren.

Viele Aktien auf Allzeithoch

Während der Dax sich vom Rekordhoch wieder entfernt hat, ist es einigen Nebenwerten heute aktuell: so bei den Aktien von CTS Eventim oder im TecDax beim Bausoftware-Hersteller Nemetschek. Im SDax zogen Hypoport-Aktien an.

bs

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Hallo Allzeithoch!

Diese Aktien sind in Rekordlaune

SAP: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 10 Jahre

SAP

Seit Jahren ist die SAP-Aktie im Aufwärtstrend. Anfang Mai markierte sie ein Rekordhoch bei 95,51. Nach einer kleinen Korrektur nimmt sie jetzt wieder Anlauf auf das Allzeithoch.

Dax-Chart realtime

Tagestermine am Diensttag, 30. Mai

Unternehmen:
Ryanair: Jahreszahlen, 7 Uhr
Nordex: Hauptversammlung, 10 Uhr
Carl Zeiss Meditec: Hauptversammlung, 10 Uhr
Deutsche Pfandbriefbank: Hauptversammlung, 10 Uhr
RIB Software: Hauptversammlung, 13 Uhr
Novartis: Investorentag

Konjunktur: Frankreich: BIP Q1 (vorläufig), 8:45 Uhr EU: Geschäftsklima 05/17, 11:00 Uhr
Deutschland: Verbraucherpreise 05/17, 14 Uhr
USA: Persönliche Einkommen und Ausgaben 04/17, 14:30 Uhr
USA: Case-Shiller-Index 03/17, 15 Uhr
USA: Verbrauchervertrauen 05/17, 16 Uhr
Sonstiges:
China: Feiertag, Börse geschlossen
Sonstiges:
Europa: Rede von EZB-Chef Draghi, 17 Uhr, Brüssel
USA: Rede von Fed's Williams, 02.16 Uhr, Singapur

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