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Marktbericht 20:05 Uhr

Marktbericht negativ

Dax und Dow dick im Minus

Verpatzter Wochenstart

Stand: 26.05.2015, 20:05 Uhr

Die verkürzte Handelswoche nach Pfingsten beginnt wenig erfreulich. Der Dax verliert unter starken Ausschlägen deutlich an Boden. Der erstarkte Dollar und Zinsängste lassen Anleger Reißaus nehmen.

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Börse 20.15 Uhr

Auch im späten Dienstagshandel war kein Ende der Talfahrt in Sicht. Der Dax gab im nachbörslichen Handel weiter ab. In New York rutschte der Dow-Jones-Index sogar unter die wichtige Marke von 18.000 Punkten. Der Tagesverlust von mehr als 230 Punkten oder 1,3 Prozent ist einer der größten der vergangenen Wochen im Weltleitindex.

Starker Dollar schadet US-Exporten

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
1.0899
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-0.00
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-0.02%

Marktbeobachter machten einerseits den erstarkten Dollar gegenüber Euro und Yen für den Schwächeanfall an den Aktienmärkten verantwortlich. Tatsächlich rutschte der Euro im Verhältnis zum "Greenback" deutlich unter die Marke von 1,09 Dollar. Gegenüber dem Yen machte der Dollar ebenfalls weiter Boden gut und wurde am Abend mit 123 Yen gehandelt.

Zeichnet sich die Zinswende ab?

Zum anderen scheinen besonders in den USA neue Zinsängste aufzukommen. Nachdem am Dienstag der Auftragseingang langlebiger Güter positiv bewertet wurde und dazu ein gestiegener Verbraucherstimmung-Indikator gemeldet wurde, gehen einige Marktteilnehmer offenbar von einer ersten Leitzinserhöhung im Herbst auf. Fed-Chefin Janet Yellen hatte kürzlich einen solchen Zinsschritt davon abhängig gemacht, dass die US-Konjunktur weiter "auf gutem Weg" bleibe.

Nicht zuletzt wurden die Aktienmärkte auch von dem Ergebnis der Regionalwahlen in Spanien belastet, bei denen es einen Linkrutsch gab. Und auch neue Gerüchte zu einer möglichen Griechenland-Pleite setzten dem Markt zu.

Öl und Gold im Rückwärtsgang

Am Rohstoffmarkt sind die Notierungen gleichermaßen im Rückwärtsgang. Der Rohöl-Preis setzte seinen Trend der vergangenen Handelstage fort. Ein Barrel der US-Sorte WTI verbilligte sich bis zum Abend auf unter 58 Dollar, ein Tagesminus von drei Prozent. Und der Preis für die Feinunze Gold rutschte deutlich unter die Marke von 1.200 Dollar. Am Abend kostete das Edelmetall nur noch 1.188 Dollar pro Gewichtseinheit.

Gold in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
1187.93
Differenz absolut
-0.22
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-0.02%
Öl (WTI): Kursverlauf am Börsenplatz New York Mercantile Exchange für den Zeitraum 1 Woche
Kurs
58.38
Differenz absolut
0.35
Differenz relativ
+0.60%

Henkel einsame Spitze

Im Dax summierten sich die Verluste bis zum Abend auf fast 1,7 Prozent. Die Handelsspanne umfasste an einem hoch volatilen Tag mehr als 330 Punkte. Mit der Henkel-Aktie gab es nur einen Gewinner im Leitindex. Dem Konsumgüter-Konzern werden gute Chancen eingeräumt, die Haarpflege-Sparte Wella des US-Giganten Procter und Gamble zu übernehmen. Der Bereich wird auf einen Wert von 5,5 bis sieben Milliarden Dollar geschätzt.

Telekom vor Milliardenausgaben?

Deutsche Telekom: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
16.08
Differenz absolut
0.29
Differenz relativ
+1.84%

Einer der größten Verlierer des Tages im Dax war die Aktie der Deutschen Telekom. Die Branche dürfte der morgen bevorstehenden Auktion für Mobilfunk-Lizenzen mit Sorge entgegensehen. Die Telekom-Mobilfunktochter T-Mobile wird zusammen mit den Konkurrenten Vodafone und EPlus/O2 Milliarden Euro für den Zugang zum schnellen Mobilfunk-Standard berappen müssen.

Versorger-Aktionäre besorgt wegen Spanien

Der Ausgang der Spanien-Wahl Aktie belastete die Versorger Eon und RWE, aber auch Finanzwerte wie die Deutsche Bank und die Commerzbank. Bei den Energieunternehmen wird allgemein mit einer Energiewende weg von der Atomkraft unter einer Links-Regierung gerechnet.

Eon
Eon: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
13.77
Differenz absolut
0.18
Differenz relativ
+1.32%

VW-Aktie wenig vorzüglich

Volkswagen VZ: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
229.40
Differenz absolut
3.05
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+1.35%

Nicht besser als der Gesamtmarkt schlug sich am Dienstag die VW-Vorzugsaktie, die 1,7 Prozent einbüßte. Dabei bekräftigten Analysten der Schweizer Großbank UBS im Tagesverlauf ihre Kaufempfehlung für den Titel. Das Kursziel von 300 lässt ebenfalls Raum für Hoffnung, denn derzeit notiert die Aktie bei rund 226 Euro. Dagegen reagierten die Aktien der Deutschen Post und des Gase-Spezialisten Linde mit moderaten Abschlägen positiv auf günstige Analysten-Aussagen.

Deutsche Bank räumt Derivate-Klage ab

Deutsche Bank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
28.34
Differenz absolut
0.22
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+0.78%

Ohne Schuldeingeständnis hat die Bank ihren Streit mit der US-Börsenaufsicht SEC wegen angeblicher Bilanztrickersei beigelegt. Der Vorwurf lautete auf Bilanztrickserei bei der Bewertung eines Derivate-Portfolios Ende 2008. Die Deutsche Bank hat eine Strafe von 55 Millionen Dollar bezahlt.

Südzucker schmeckt Analysten nicht

Im MDax rutschte die Aktie des Zuckerkonzerns Südzucker zum Handelsende mit minus 3,3 Prozent am stärksten ab. Analyst Oliver Schwarz von Warbung Research sieht nichts Gutes auf das Unternehmen zukommen. Die Zuckerpreise dürften nur vorübergehen ein wenig steigen, ab 2017 wegen der EU-Zuckermarktverordnung wohl wieder fallen. Die Aktie stufte er auf "Sell" ab, das Kursziel liegt bei 12,00 Euro.

Stabilus feiert ein Jahr Börse

Die ebenfalls im SDax notierte Stabilus S.A. hat das erste Jahr ihrer Börsennotiz erfolgreich abgeschlossen. Am 22. Mai 2015 habe der Aktienkurs mit 37,80 Euro je Anteilsschein um mehr als 75 Prozent über dem am 22. Mai 2014 festgelegten Emissionspreis von 21,50 Euro je Aktie gelegen, so der Autozulieferer.

Ryanair hebt völlig ab

Ryanair: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
11.61
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-0.04
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-0.36%

Mit 11,70 Euro hat die Aktie von Europas größtem Billigflieger am Mittag ein neues Rekordhoch erreicht. Analysten sind voll des Lobes für die Zahle zum abgelaufenen Geschäftsdjahr. Ryanair hat damit die Erwartungen übertroffen. In den zwölf Monaten bis Ende März verdiente die Airline unter dem Strich 867 Millionen Euro und damit fast zwei Drittel mehr als im Vorjahr. Damit übertraf das irische Unternehmen sogar seine bereits mehrfach angehobene Gewinnprognose.

Chinas Währung fair bewertet?

Das meint zumindest der Internationale Währungfonds IWF laut dessen Vize-Direktor Markus Rodlauer. Dies bestätigen auch Berechnungen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Danach hat der Kurs des Yuan in den vergangenen fünf Jahren um ein Drittel gegenüber anderen Leitwährungen zugelegt. Peking wird immer wieder vorgeworfen, seinen Wechselkurs künstlich niedrig zu halten, um seine Exportwirtschaft zu stärken.

AB

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Tagestermine am Donnerstag, 28. Mai

Unternehmen:
Hornbach: Jahreszahlen, 11 Uhr
KWS Saat: Neunmonatszahlen, 7.30 Uhr
Windeln.de: Quartalszahlen, 11 Uhr
Salzgitter: Hauptversammlung, 11 Uhr
GfK: Hauptversammlung, 10 Uhr
LPKF: Hauptversammlung, 10 Uhr
Swatch: Hauptversammlung, 10 Uhr
Enel: Hauptversammlung
Google: Entwicklerkonferenz, ab 19 Uhr, bis 29.5.

Konjunktur:
Deutschland: Außenhandelspreise, 8 Uhr
EU: Wirtschaftsstimmung, 11 Uhr
USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe, 14.30 Uhr
USA: Ölbericht Energieministerium, 17 Uhr

Sonstiges:
EZB: Finanzstabilitäts-Bericht, 10 Uhr
G7: Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs, 9 Uhr

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