Seitenueberschrift

Marktbericht 9:25 Uhr

Marktbericht neutral

Chinadaten treiben zum Wochenstart

Und noch ein Allzeithoch

Die neue Börsenwoche startet schon wieder mit neuen Bestmarken. Weiterhin setzen Anleger auf die Effekte der Geldflut durch die Notenbanken. Probleme wie die Griechenland- und die Ukranie-Krise werden kaum beachtet. Aktuell schauen Anleger lieber nach China

China hatte am Samstag als Reaktion auf die zuletzt schwächelnde Konjunktur erneut den Leitzins gesenkt. Neu scheint die Situation der chinesischen Unternehmen offenbar besser als gedacht: Der Einkaufsmanagerindex der Großbank HSBC stieg im Februar überraschend von 49,7 auf 50,7 Punkte, die Ersteinschätzung von 50,1 Zählern wurde damit deutlich nach oben revidiert.

Vorgaben eher unausgegoren

Audio allgemein - Startbild

Börse 08.00 Uhr

Damit hat der Dax noch ein bisschen Futter, seine Rally weiter fortzusetzen. Dabei sind die Übersee-Börsen zum Start der neuen Handelswoche nicht durchgängig positiv. Zwar schloss der japanische Nikkei-Index leicht höher, der Dow-Jones-Index in den USA hatte am Freitag aber um ein halbes Prozent nachgegeben, an der Wall Street hatten erste Gewinnmitnahmen eingesetzt.

Euro weiter unter Druck

Am Devisenmarkt hat der Euro weiterhin einen schweren Stand. Nach dem neuerlichen Rutsch der Gemeinschaftswährung Ende vergangener Woche notiert er nur noch bei 1,1180 Dollar. Am Rohstoff-Markt steigen die Goldnotierungen weiter. Am Montagmorgen kostet eine Feinunze des Edelmetalls 1.220 Dollar. Der Ölpreis bleibt weitgehend unverändert. Ein Barrell der US-Sorte WTI kostet konstant rund 49 Dollar, die Sorte Brent liegt bei rund 60 Dollar je Fass.

Öl (WTI): Kursverlauf am Börsenplatz New York Mercantile Exchange für den Zeitraum 1 Woche
Kurs
49.87
Differenz absolut
0.28
Differenz relativ
+0.56%
Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
1.1122
Differenz absolut
-0.01
Differenz relativ
-0.53%
Gold in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
1204.58
Differenz absolut
0.18
Differenz relativ
+0.02%

Wie lange geht Dax gut?

Ob die Gipfeljagd beim Dax so weitergehen kann, ist auch unter Experten umstritten. Analystin Claudia Windt von der Helaba sieht den jüngsten Kursanstieg nicht von steigenden Unternehmensgewinnen flankiert, "damit fehlt dem Aktienmarkt fundamentale Unterstützung". Technische Analysten der LBBW sehen einen ersten charttechnischen Widerstand bei 11.421 Punkten, nach unten sollten danach Anleger die Marke von 11.322 Zählern als Unterstützung im Auge behalten.

Im Leitindex, der sich mit bis zu 11.423 Punkten ungerührt von Bedenken auf ein neues Rekordhoch schwingt, führen die Papiere von Merck die Gewinnerliste an. Weiter rund laufen auch die Papiere der Autokonzerne. VW-Vorzüge haben sich von dem zeitweisen Rückschlag am Freitag wieder vollständig erholt. Kleine Verluste gibt es nur bei den Versorgeraktien.

BMW schafft Tausende neuer Stellen

BMW ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
112.20
Differenz absolut
1.20
Differenz relativ
+1.08%

Auch BMW-Papiere sind gut gelitten. Der Münchener Autokonzern kann wegen der blendend laufenden Geschäfte im laufenden Jahr rund 8.000 unbefristete Stellen schaffen, mehr als 5.000 in Deutschland. Nach früheren Meldungen stockt auch der Volkswagen-Konzern seine Belegschaft auf.

RWE bleibt trotzig

Der Energiekonzern RWE hält am Verkauf seiner Öl- und Gasfördertochter Dea fest. Die britische Regierung hatte am Wochenende erneut den Deal kritisiert. Dea soll an den russischen Oligarchen Michail Fridman verkauf werden. Die betreffenden Öl- und Gasfelder liegen in der britischen Nordsee.

NXP kauft Freescale

In der Chipbranche sorgt eine Mega-Übernahme für Aufsehen. Der niederländische Halbleiterkonzern NXP will den US-Rivalen Freescale für 16,7 Milliarden Dollar kaufen. NXP war einst eine Tochter des Elektronik-Konzerns Philips. Der gemeinsame Wert des neuen Unternehmens würde bei rund 40 Milliarden Dollar liegen. Die Nachricht könnte Chip-Aktien weltweit antreiben.

ElringKlinger nicht gut genug

Der Autozulieferer läuft gut, Anlegern aber offenbar nicht gut genug - die Aktie schwächelt zu Wochenbeginn. MDax-Mitglied ElringKlinger hat im abgelaufenen Jahr nach vorläufigen Zahlen seinen Umsatz um 15,3 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro gesteigert. Das um Einmaleffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebit) kletterte um 8,3 Prozent auf 162,3 Millionen Euro. Verluste gab es allerdings im Bereich E-Mobility. Auch der Ausblick mit einem angestrebten Wachstum um fünf bis sieben Prozent dürfte Anlegern nicht schmecken.

Aurelius kann abschöpfen

Die Beteiligungs-Gesellschaft Aurelius erfreut Anleger mit üppigen Steigerungen. Der Umsatz der Beteiligungen in den Bereichen Dienstleistungen und Industrie stieg im vergangenen Jahr um fünf Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen konnte auf 207,8 Millionen Euro mehr als verdoppelt werden. Die Dividende will Aurelius annähernd verdoppeln: Auf zwei Euro je Aktie.

Joyou auf Wachstumskurs

Der chinesische Badezimmer-Ausstatter, der im Prime Standard der Deutschen Börse notiert, hat am Morgen ebenfalls Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr vorgelegt. Die lesen sich nicht schlecht: Die Erlöse stiegen um 11,3 Prozent auf 398,1 Millionen Euro. Vor Steuern und Zinsen (Ebit) legte das Ergebnis um 15,5 Prozent auf 61,4 Millionen Euro zu. Joyou liefert Sanitärprodukte in China, den USA und mehreren europäischen Ländern.

Buffett liefert Nachfolger und Zahlen

Am Wochenende hatte Starinvestor Warren Buffett mit seiner Beteiligungs-Gesellschaft Berkshire Hathaway aufhorchen lassen. Der Milliardär hat offenbar mit den langjährigen Mitarbeitern Greg Abel und Ajit Jain zwei mögliche Nachfolger gefunden. Die Bilanz von Berkshire Hathaway konnte nicht ganz überzeugen. Im vierten Quartal 2014 ging der Gewinn um 17 Prozent auf 4,16 Milliarden Dollar zurück.

Bankia kann wieder Gewinne

Die ehemalige spanische Pleitebank Bankia hat im vergangenen Jahr wieder einen nennenswerten Gewinn erzielt. Das Nettoergebnis stieg um 83 Prozent auf 747 Millionen Euro, wie Bankia am Wochenende mitteilte. Für das vergangene Jahr soll wieder eine Dividende gezahlt werden. Die Bank war nach einem Verlust von 19 Milliarden Euro im Jahr 2012 verstaatlicht worden.

AB

Stand: 02.03.2015, 09:25 Uhr

Aktuelle Audios

Aktuelle Börsen-Audios

Aktuelle Börsen-Audios

Aktuelle Börsen-Audios

Aktuelle Börsen-Audios

Aktuelle Börsen-Audios

Tagestermine am Mittwoch, 4. März

Unternehmen:
Merck KGaA: Q4-Zahlen, 7 Uhr
Henkel: Q4-Zahlen
Axel Springer: Bilanz-Pk

Konjunktur:
Wiesbaden: Vorläufiger Verbraucherpreisindex für Februar, 14 Uhr
London: Markit Composite Einkaufsmanagerindex Euro-Zone Februar, 10 Uhr
Brüssel: Einzelhandelsumsatz Euro-Zone, Januar, 11 Uhr
USA: ADP-Arbeitsmarktbericht, Februar, 14:15 Uhr
Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen, Februar, 16 Uhr
USA: US-Notenbank veröffentlich Beige Book, 20 Uhr

Sonstiges:
Deutsche Börse: Überprüfung der Zusammensetzung der Aktienindizes
Berlin: Eröffnung der Internationalen Tourismusmesse ITB

Darstellung: