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Marktbericht 14:55 Uhr

Marktbericht positiv mit Gipfelspitze

Vorfreude auf Anleihekaufprogramm

Und auf gehts zu neuen Höhen

Stand: 05.03.2015, 14:55 Uhr

Nachdem die Rally zuletzt etwas ins Stocken geraten war, hat der Dax am Donnerstag ein neues Rekordhoch erklommen - noch bevor die EZB Details über die Anleihenkäufe bekannt gab.

Erstmals übersprang der Dax am frühen Nachmittag, kurz vor Beginn der Pressekonferenz von EZB-Chef Mario Draghi, die Schwelle von 11.500 Punkten. Im weiteren Verlauf bröckeln die Gewinne zwar kurz ab, doch schon wenige Minuten später erklimmt der Leitindex einen neuen Gipfel bei 11.517 Punkten, ein Prozent mehr als am Vortag.

Offen war zuletzt der genau Zeitpunkt für den Beginn der Käufe. Sie sollen nun am 9. März beginnen und mindestens bis zum September 2016 andauern. Monatlich will die EZB Anleihen für 60 Milliarden Euro kaufen - insgesamt sollen 1,14 Billionen Euro in den Markt gepumpt werden. Da der Leitzins schon bei einem Rekordtief von 0,05 Prozent liegt, hat die EZB hier keinen Spielraum mehr. Sie tastete den Zins wie erwartet am Donnerstag nicht an.

Wall Street etwas höher erwartet

An der Wall Street zeichnet sich eine positive Eröffnung ab. Tatsächlich deuten die Futures auf einen leicht steigenden Dow Jones-Index hin, nachdem er gestern noch mit Verlusten geschlossen hatte. In den USA sind die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe mit 320.000 etwas höher ausgefallen als erwartet.

Grundsätzlich bleibt die Stimmung an den Aktienmärkten positiv, auch an der Wall Street. In Europa hat die Aussicht auf den billionenschweren Geldsegen der EZB die Märkte schon seit Wochen auf immer neue Höhen getrieben. Gestützt werden die Märkte auch von den verbesserten Konjunkturaussichten. Mario Draghi hat einen verbesserten Ausblick für die europäische Konjunktur vorgestellt, nachdem der Kursverfall des Euro in den letzten Monaten die Wettbewerbschancen der europäischen Exportindustrie deutlich verbesserte.

Euro schwankt um 1,10 Dollar

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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Der Euro hat im Verlauf der Pressekonferenz von Mario Draghi an Wert zugelegt und ist kurz über 1,11 Dollar gestiegen. Im weiteren Verlauf stürzt er auf 1,1018 Dollar ab - den tiefsten Stand seit mehr als elf Jahren. "Die Anleger vertrauen darauf, dass die EZB mit ihrem Kaufprogramm zumindest bei der Schwächung der Währung Erfolg haben wird", sagte Analyst Marshall Gittler von IronFX Global.

Adidas auf Wachstumskurs

Größter Gewinner im Dax ist auch am Nachmittag die Adidas-Aktie. Der Sportartikelhersteller will im laufenden Jahr das Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen um sieben bis zehn Prozent verbessern und mit all seinen Mrken wachsen. Zudem sollen die Aktionäre eine unveränderte Dividende von 1,50 Euro je Aktie erhalten.

Conti bleibt Anlegers Liebling

Auch Conti-Aktien laufen überdurchschnittlich. Der Autozulieferer will im laufenden Jahr 37,5 Milliarden umsetzen. Das sind neun Prozent mehr a ls 2014. Darin sei die unlängst erworbene US-Kunststoff- und Kautschukspezialist Veyance mit 1,3 Milliarden Euro enthalten, hieß es. Positive Wechselkurseffekte durch den niedrigen Euro könnten zusätzlich eine Milliarde zum Umsatz beisteuern.

Zwei gute Nachrichten für GFT

Die Aktien des IT-Unternehmens GFT Technologies werden in den TecDax aufgenommen. Das entschied der Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse am Mittwochabend. Für GFT muss der Kleincomputer-Spezialist Kontron den Index verlassen. Die Änderungen werden zum 23. März wirksam. Dax, MDax und SDax bleiben zu dem Termin unverändert.

Auch von GFT selbst gibt es Positives: Das Unternehmen will seinen Umsatz im Gesamtjahr 2015 um 16 Prozent auf 425 Millionen Euro steigert. Das operative Ergebnis soll sogar um 27 Prozent auf 44 Millionen Euro wachsen.

Evonik - zu viel Angebot

Evonik: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Im MDax stehen die Evonik-Aktien unter Druck. Der Großaktionär CVC will etwa 18 Millionen Aktien des Spezialchemieherstellers zu einem Preis von etwas über 29 Euro verkaufen - weniger als der Schlusskurs vom Mittwoch von 30,88 Euro.

KlöCo schreibt schwarz

Aufwärts geht ves dagegen mit der KlöCo-Aktie. Der Stahlhändler ist 2014 nach zwei verlustreichen Jahren wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 20 Cent je Aktie bekommen.

Deutsche Annington enttäuscht

Ins Minus gedreht ist die Aktie der Deutschen Annington. Dabei hat Deutschlands größter Wohnungskonzern das vergangene Jahr auf Rekordniveau abgeschlossen. In diesem Jahr kann sich Vorstandschef Rolf Buch nur kleinere Zukäufe vorstellen. Zunächst gelte es, die anstehende Übernahme der Ruhrgebietsrivalin Gagfah zu verdauen. Weitere börsennotierte Konkurrenten seien wahrscheinlich ein zu großer Brocken.

RTL leidet unter Ungarn

Auch RTL-Aktien gehören zu den Verlierern im MDax. Der Medienkonzern RTL im vergangenen Jahr bei einem stagnierenden Umsatz einen deutlichen Gewinneinbruch verbucht. Grund waren Abschreibungen auf die ungarische Tochter wegen der dortigen umstrittenen Werbesteuer.

Zalando weckt Fantasien

Im SDax ist die Aktie des Online-Händlers Zalando der mit Abstand stärkste Wert. Dabei erwartet das Unternehmen in diesem Jahr ein Umsatzwachstum von "nur" noch 20 bis 25 Prozent, nach 26 Prozent im Vorjahr. Doch Zalando will weiter expandieren. Das kommt bei den Anlegern gut an. "Man investiert aus einer Position der Stärke heraus, und das gefällt dem Markt", sagte Analyst Andreas Riemann von der Commerzbank.

Orad auf Rekordkurs

Das israelische Hightech-Unternehmen Orad hat im vergangenen Jahr seinen Umsatz um 27 Prozent auf 40,5 Millionen Dollar verbessert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) konnte von minus 1,6 auf plus 4,4 Millionen Dollar verbessert werden. Unter dem Strich blieben 3,4 Millionen Dollar hängen. Dieser Wert lag ebenso wie der Umsatz auf Rekordniveau des im Prime Standard notierten Unternehmens.

lg

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