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Marktbericht 20:15 Uhr

Marktbericht neutral

Dax konsolidiert

Politische Sorgen dämpfen die Stimmung

Stand: 23.02.2017, 20:15 Uhr

Am deutschen Aktienmarkt wollte sich heute keine rechte Dynamik einstellen. Die Marke von 12.000 Punkten im Dax wurde nur kurz übertroffen, dann sackte der Leitindex wieder ab.

Dax
Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
11.812,47
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+0,07%

Vor allem einem schwachen Nachmittagsgeschäft hat es der Dax zu verdanken, dass er am Ende des Handelstages einen Tagesverlust von 0,42 Prozent auf 11.947 Punkte verzeichnete. Das Tagestief lag bei 11.925 Punkten noch etwas tiefer. Auch der anhaltende Höhenflug der Wall Street hilft da derzeit nicht, ebenso die zahlreichen Unternehmensbilanzen, die heute auf der Agenda standen.

Dabei hätte es die Datenlage heute durchaus hergegeben, dass sich der Aktienmarkt etwas mehr von seiner Schokoladenseite gezeigt hätte. Es gab gute Konjunkturdaten und dann auch noch die Nachricht, dass die Steuereinnahmen so stark sprudeln wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Kein Wunder, wenn Schlüsselindustrien wie der Maschinenbau und die Elektroindustrie über neue Ausfuhrrekorde im vergangenen Jahr berichten und die Arbeitslosigkeit niedrig ist.

ARD-Börsenstudio: Ulla Hermann

Börse 20.15 Uhr

"Positiv zu werten ist, dass die Stimmung gerade an der Frankfurter Börse momentan alles andere als euphorisch ist. Das ist ein gutes Zeichen und spricht eher für eine Fortsetzung der aktuellen Bewegung", kommentierte Analyst Jens Klatt von CMC Markets.

Immer wieder die Politik

Tagesschau24 Videostartbild

tagesschau24 Xetra-Schluss-Bericht vom 23.02.2017

Auch wenn der Dax von seinem Rekordhoch aus dem April 2015 bei 12.390 Punkten nicht mehr weit entfernt ist - es sieht derzeit eher nicht danach aus, als ob neue Rekorde unmittelbar auf der Agenda stehen, so wie das in den USA derzeit an der Tagesordnung ist. Allenfalls ein vorsichtiges Herantasten kann dem deutschen Leitindex bescheinigt werden, der damit den Nebenwerteindizes wie etwa dem MDax, weiter hinterherhinkt.

Immer wieder tauchen politische Bedenken auf, die auf den großen deutschen Multis lasten könnten. Besonders die französische Präsidentschaftswahl geht den Anlegern dabei nicht aus dem Kopf. Umfragen zufolge wird Marine Le Pen die erste Runde am 23. April für sich entscheiden. Die Chefin des rechtsextremen Front National will ihr Land aus der Euro-Zone führen. Der deutsche und der französische Markt sind aber so eng verwoben, dass die Konsequenzen eines französischen EU-Austritts gar nicht abzuschätzen wären. Solche Horror-Szenarien verschrecken die Anleger.

MDax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
23.340,16
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"Die europäischen Indizes sind gefangen zwischen zwei Welten", sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. "Die Rekordjagd in den USA schiebt an, während die politischen Risiken in der Eurozone bremsen."

Wall Street kaum verändert, aber auf Rekordniveau

Dow Jones: Kursverlauf am Börsenplatz Dow Jones Indizes für den Zeitraum Intraday
Kurs
20.821,76
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+0,06%

Apropos Rekordjagd: Bei ruhigem handel tendiert die New Yorker Börse derzeit verhalten. Der Leitindex Dow Jones liegt derzeit leicht 0,2 Prozent im Plus. Zuvor hatte er bei 20.840 Zählern eine weitere Bestmarke aufgestellt. Dabei helfen die höheren Ölpreise, die die Kurse der beiden Dow-Schwergewichte Chevron und Exxon anschieben.

Papiere von HP Inc. sind ebenfalls gefragt. Der Computerkonzern profitiert nach jahrelanger Talfahrt von der Erholung des PC-Marktes . Im vergangenen Quartal verbuchte die auf Hardware spezialisierte Nachfolgefirma des Computer-Dinos Hewlett-Packard ein Umsatzplus von vier Prozent.

Euro und Ölpreise steigen

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
1,0588
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+0,26%

Der Euro legt nach den unklaren Signalen der Fed wieder etwas zu, nachdem er gestern sogar unter die Marke von 1,05 Dollar gefallen war. Aktuell steht die Gemeinschaftswährung bei 1,0580 Dollar und damit leicht unter dem Tageshoch bei 1,0595 Dollar. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA lag mit 244.000 Anträgen leicht unter den Erwartungen, was tendenziell den Dollar drückt.

Der Ölpreis zieht derweil an, nachdem die vom US-Branchenverband API berechneten Reserven in der vergangenen Woche überraschend gefallen waren, schrieben die Analysten der Commerzbank. "Dies war gleichzeitig der erste Lagerabbau in diesem Jahr", hieß es.

Öl (Brent): Kursverlauf am Börsenplatz Deutsche Bank für den Zeitraum Intraday
Kurs
56,45
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Die US-Rohöllagerbestände sind in der vergangenen Woche aber trotzdem gestiegen, wenn auch weniger stark als erwartet. Die Vorräte hätten um 0,6 Millionen auf 518,7 Millionen Barrel (je 159 Liter) zugelegt, teilte das Energieministerium am Donnerstag in Washington mit. Experten hatten mit einem Anstieg um 3,4 Millionen Barrel gerechnet.

Henkel umgarnt die Aktionäre

Im Dax sorgten die zahlreichen Jahreszahlen für Aufmerksamkeit, darunter auch die von Index-Mitglied Henkel. Sie wurden mit Enttäuschung aufgenommen, obwohl Umsatz und Ergebnis zulegten. Zudem sollen die Aktionäre eine um gut 10 Prozent höhere Dividende von 1,62 Euro je Vorzugsaktie erhalten. Der Ausblick kam aber nicht gut an.

ProSiebenSat.1 im Rahmen der Erwartungen

ARD-Börsenstudio: Ulla Hermann

Börse 19.00 Uhr: Keine Begeisterung über ProSiebenSAT1

Auch ProSiebenSat1 konnte die Anleger nicht begeistern, der Kurs löste sich aber im Tagesverlauf von seinen Tiefständen etwas. Am Ende verlor die Aktie 0,51 Prozent. Starke Geschäfte im Internet haben zwar den Medienkonzern 2016 erneut kräftig wachsen lassen.

Die Geschäftszahlen seien aber weitgehend im Rahmen der Erwartungen gewesen, schrieb DZ-Bank-Analyst Harald Heider in einer Kurzstudie. ProSiebenSat.1 wachse weiter deutlich in Geschäftsbereichen, die weniger profitabel seien.

SAP erhöht Dividende

Der Softwarekonzern SAP will seinen Aktionären erneut eine höhere Dividende zahlen. Die Ausschüttung je Aktie soll für das vergangene Jahr um 10 Cent auf 1,25 Euro steigen, wie das im Dax notierte Unternehmen heute überraschend mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit etwas weniger gerechnet.

Die Telekom und der FC Bayern...

...wollen zusammen einen eigenen Fernsehsender rund um den Rekordmeister starten. Die Fans können in diesem Sender rund um die Uhr sieben Tage die Woche alles über den FC Bayern erfahren. Start ist der kommende Montag, wie Bayern-Vorstandsmitglied Karl-Heinz Rummenigge am Donnerstag erklärte. Der Kanal soll über das Entertain-Fernsehen der Telekom und die Smartphone-Apps des FC Bayern empfangen werden und 5,95 Euro im Monat kosten. Die Telekom sieht das gemeinsame Projekt als Ausbau der "strategischen Partnerschaft mit dem FC Bayern", wie Michael Hagspihl, Geschäftsführer Privatkunden des Unternehmens, erklärte.

Deutsche Telekom: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
16,37
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Gleichzeitig wurde bekannt, dass der mutmaßlich Hauptverantwortliche für den groß angelegten Hacker-Angriff auf die Router von rund einer Million Telekomkunden in Deutschland im November 2016 auf einem Londoner Flughafen gefasst wurde. Der 29-jährige Brite wurde auf Betreiben deutscher Behörden festgenommen wie die Kölner Staatsanwaltschaft und das Bundeskriminalamt (BKA) am Donnerstag gemeinsam mitteilten.

Schock für Nordex - Aktie bricht ein

Nordex: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
13,11
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-2,46%

Im TecDax erlebte die Nordex-Aktie einen schwarzen Tag, nachdem der Windkraftbetreiber überraschend seine Umsatzprognose einkassierte. Das Papier schloss 15,8 Prozent schwächer. Im laufenden Jahr dürfte der Umsatz auf 3,1 bis 3,3 Milliarden Euro zurückgehen, teilte das im TecDax notierte Unternehmen am Donnerstag überraschend mit. In einzelnen Kernmärkten dürfte sich das Geschäft schwächer entwickeln als gedacht, hieß es zur Begründung. Analysten hatten für 2017 eigentlich gut 3,6 Milliarden Euro auf dem Zettel.

Offizielles Angebot für Stada

Die Stada-Aktie ist im Handelsverlauf ins Plus gedreht und schloss bei 57,70 Euro. Am Nachmittag gab Stada bekannt, dass der US-Finanzinvestor Advent offiziell 58 Euro je Aktie zuzüglich Dividende bietet.

Die Gespräche mit anderen Interessenten dauerten derweil an, erklärte Stada weiter. Neben Advent haben auch der Finanzinvestor Cinven und laut Finanzkreisen die Beteiligungsgesellschaft Bain Capital den Hut in den Ring geworfen. Bain stellte in seinem unverbindlichen Gebot 58 Euro je Aktie in Aussicht, Cinven 56 Euro je Aktie.

Wirecard: Staatsanwalt ermittelt

Wirecard: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
43,53
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Die Finanzaufsicht BaFin hat Anzeige wegen Kurs-Manipulation von Aktien des Zahlungsabwicklers Wirecard erstattet. Die Behörde habe die im Frühjahr 2016 begonnene Untersuchung abgeschlossen und eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft München eingereicht, erklärte eine Sprecherin am Donnerstag. Die Wirecard-Aktie war im Februar vorigen Jahres zeitweise um ein Viertel eingebrochen, nachdem im Internet Betrugs- und Geldwäschevorwürfe gegen das Unternehmen erhoben worden waren. Das Wirecard-Papier gehörte zu den größten Verlierern im TecDax.

Dürr: Weniger Umsatz, mehr Gewinn

Die Dürr-Aktie verlor kräftig 6,06 Prozent und war schlechtester MDax-Wert. Der Anlagen- und Maschinenbauer Dürr schließt im laufenden Jahr einen weiteren Umsatzrückgang nicht aus. 2017 werde ein Erlös zwischen 3,4 und 3,6 Milliarden Euro erwartet. 2016 sank der Umsatz wegen hoher Umsätze für Lackieranlagen im Vorjahr und negativer Währungseffekte um 5,1 Prozent auf 3,57 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte dank deutlich geringerer Materialkosten um 1,3 Prozent auf 271,4 Millionen Euro zu. Dürr stellt deshalb eine Dividendenerhöhung in Aussicht.

Dialog wieder zuversichtlicher

Der zuletzt mit Problemen kämpfende Chiphersteller Dialog Semiconductor peilt nach einem schwachen Jahr 2016 wieder Wachstum an. Im Schnitt haben die Analysten einen Umsatzanstieg um rund 13 Prozent auf 1,35 Milliarden auf dem Zettel. Im vergangenen Jahr ging der Umsatz - wie bereits seit Anfang Januar bekannt - um zwölf Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar zurück.

Adva: Zukäufe belasten

Für Enttäuschung sorgt der Telekomausrüster Adva Optical. Die Firma hat seinen Umsatz dank des Zukaufs des US-Netzwerkspezialisten Overture zwar kräftig gesteigert. Doch die Übernahme drückte auf das Betriebsergebnis und den Gewinn. Die Erlöse stiegen im abgelaufenen Jahr um gut 28 Prozent auf 566,7 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis fiel um knapp 28 Prozent auf 19,4 Millionen Euro. Unterm Strich stand ein Gewinn von 21,5 Millionen, ein Rückgang von einem Fünftel. Die Aktie verliert mehr als fünf prozent und ist der schwächste Wert im TecDax.

Xing mit Sonderdividende

Die Aktionäre des Karrierenetzwerks Xing dürfen sich erneut über eine Extra-Ausschüttung freuen. Wie bereits im vergangenen Jahr plant das Hamburger Unternehmen für das Geschäftsjahr 2016 die Zahlung einer Sonderdividende, wie Xing am Donnertag mitteilte. 1,60 je Aktie will das Karrierenetzwerk ausschütten, außerdem soll die reguläre Dividende um ein Drittel steigen auf dann 1,37 Euro je Aktie. Das Papier aus dem TecDax legte gut 1,5 Prozent zu.

Rocket verliert Großaktionär

Die im SDax notierte Aktie von Rocket Internet kam kräftig unter die Räder und verlor 13,8 Prozent. Der schwedische Rocket-Großaktionär Kinnevik hat sich abrupt von der Hälfte seiner Beteiligung an dem Berliner Start-up-Investor getrennt. Die Investmentbank Bank of America Merrill Lynch platzierte am Mittwochabend binnen weniger Stunden 10,9 Millionen Rocket-Internet-Aktien, die Kinnevik zum Verkauf gestellt hatte, für knapp 210 Millionen Euro bei Investoren, ein Abschlag von zehn prozent zum Xetra-Kurs von gestern. Zwischen den beiden Unternehmen kriselt es Insidern zufolge schon länger.

MTU im Steigflug

MTU
MTU: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
118,60
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+0,89%

Der Turbinenbauer MTU, dessen Aktie heute 0,7 Prozent zulegte, nimmt sich nach einem weiteren Rekordjahr erneut Zuwächse vor. Im abgelaufenen Jahr steigerten die Münchner ihre Einnahmen binnen Jahresfrist um sieben Prozent auf 4,7 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Gewinn nach Steuern kletterte fast um die Hälfte auf 313 Millionen Euro. Vor allem das Geschäft mit der Wartung der Antriebe von Passagiermaschinen brummte.

Vivendi verdient mehr als erwartet

Vivendi: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra EU Stars für den Zeitraum Intraday
Kurs
16,30
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Der französische Medien- und Musikkonzern Vivendi hat im vergangenen Jahr von einem starken Musikgeschäft profitiert und damit sinkende Kunden-Zahlen bei seinem Bezahlsender Canal Plus im Heimatmarkt mehr als ausgeglichen. Der Umsatz legte 2016 um 0,5 Prozent auf 10,81 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen am Donnerstagabend nach Börsenschluss mitteilte. Der für die Analysten relevante bereinigte Gewinn wuchs um 8,4 Prozent auf 755 Millionen Euro. Während die Experten den Umsatz in dieser Größenordnung erwartet hatten, übertraf der Gewinn die Erwartungen. Im Ausblick für das laufende Jahr äußerten sich die Franzosen zuversichtlich.

Peugeot zahlt wieder Dividende

Der französische Autobauer PSA Group ("Peugeot", "Citroen") hat seinen Nettogewinn 2016 nahezu verdoppelt auf 1,73 Milliarden Euro. Zugleich kündigte das Unternehmen, das eine Übernahme von Opel anstrebt, seine erste Dividende seit sechs Jahren an und hob sein Gewinnmargenziel im Autogeschäft für den Zeitraum 2016 bis 2018 auf einen durchschnittlichen Jahreswert von 4,5 Prozent an.

Swiss Re: Weniger Gewinn, mehr Dividende

Europas Schwergewichte in der Versicherungsbranche haben gemischte Zahlen vorgelegt. Während der weltweit zweitgrößte Rückversicherer Swiss Re einen Gewinneinbruch erlitt, konnte der französische Versicherer und Allianz-Konkurrent Axa das Ergebnis leicht steigern. Bei Swiss Re fiel der Gewinn 2016 wegen eines Wirbelsturms, eines Erdbebens und Waldbränden unter dem Strich auf knapp 3,6 Milliarden Dollar - etwa 23 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Trotzdem soll die Dividende von 4,60 auf 4,85 Schweizer Franken steigen. Dagegen hat Europas zweitgrößter Versicherer Axa im vergangenen Jahr dank guter Geschäfte mit Altersvorsorgeprodukten den Überschuss um 3,8 Prozent auf 5,83 Milliarden Euro gesteigert. Die Dividende soll um sechs Cent auf 1,16 Euro je Aktie steigen.

Aareal Bank: Weniger Neugeschäft erwartet

Nach einem robusten Geschäftsjahr blickt die Aareal Bank wegen des Zinstiefs mit Vorsicht auf 2017. Der Gewerbeimmobilienfinanzierer stellt sich in einem anhaltend anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld auf weniger Neugeschäft und sinkenden Gewinn ein. Das Neugeschäft bei Immobilienfinanzierungen dürfte von 9,2 Milliarden Euro im vergangenen Jahr auf 7 bis 8 Milliarden Euro zurückgehen. Das Betriebsergebnis wird auf 260 bis 300 Millionen Euro sinken. Die Aktionäre sollen trotzdem eine höhere Dividende von 2,00 (2015: 1,65) Euro je Aktie erhalten. Die Aktie verlor 3,3 Prozent.

Airbus will Elefantengipfel

Airbus: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
68,55
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Airbus-Aktien waren heute Tagessieger im MDax. Der Flugzeugbauer fordert Insidern zufolge ein europäisches Ministertreffen, um die Probleme mit dem Militärtransporter A400M in den Griff zu bekommen. Es gehe darum, die Überlebensfähigkeit des Konzerns zu sichern, wie aus einem Schreiben des Konzerns an die A400M-Kundenstaaten hervorgeht. Am Mittwoch hatte Airbus-Chef Tom Enders nach Sonderlasten für den Militärflieger von 2,2 Milliarden Euro im Jahr 2016 angekündigt, neuerlich mit den Kunden verhandeln zu wollen, um anstehende Vertragsstrafen abzumildern.

Fielmann kriegt die Kurve

Die Optikerkette Fielmann hat auf den letzten Metern doch noch die Kurve gekriegt. Ende Oktober hatte das im MDax-Unternehmen gewarnt, das Ergebnis werde im Gesamtjahr wegen der Investitionen in neue und bestehende Geschäfte zurückgehen. Nach ersten Berechnungen lag der Gewinn vor Steuern 2016 mit 241 Millionen Euro aber doch leicht über dem Vorjahreswert von 240 Millionen Euro. Die Aktionäre sollen für das abgelaufene Geschäftsjahr eine um 5 Cent höhere Dividende von 1,80 Euro je Aktie erhalten.

TAG hebt Gewinnziel an

Der Immobilienkonzern TAG Immobilien zeigt sich nach einem starken Schlussquartal 2016 noch zuversichtlicher. Für das laufende Jahr werde nun bei der für Immobilienunternehmen wichtigen operativen Kenngröße FFO I (Funds from Operations) 110 bis 112 Millionen Euro angepeilt, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Morgen mit. Zuvor hatte die Gesellschaft hier 104 bis 106 Millionen Euro prognostiziert. Dementsprechend soll es auch eine höhere Dividende für das laufende Jahr geben. Die Anleger nahmen heute bei der TAG-Aktie Gewinne mit, nachdem das Papier zuletzt gut gelaufen war.

DIC Asset zahlt mehr

Mit 47 Millionen Euro (2015: 49 Millionen Euro) lag der FFO der Immobiliengesellschaft an der oberen Grenze der im September angehobenen Zielspanne. Das verwaltete Vermögen stieg auf 3,5 Milliarden Euro (31. Dezember 2015: 3,2 Milliarden Euro). Durch Einmalaufwendungen ist 2016 allerdings ein Verlust von 56,3 Millionen Euro entstanden. Das bereinigte Konzernergebnis lag mit 26,9 Millionen Euro um 6,2 Millionen Euro über dem des Vorjahres. DIC will deshalb die Dividende um 3 Cent auf 0,40 Euro anheben.

Und sonst?

Die britische Großbank Barclays hat ihren Vorsteuergewinn 2016 nach bereinigter Rechnung auf 3,2 (Vorjahr: 1,14) Milliarden Pfund gesteigert, damit aber die Analystenschätzungen von 3,97 Milliarden verfehlt. Die Kernkapitalquote stieg auf 12,4 Prozent und damit stärker als erwartet. Die spanische Telefonica hat ihren Betriebsgewinn (Oibda) 2016 um 14,3 Prozent auf 15,1 Milliarden Euro gesteigert. Der Telekom-Riese profitierte unter anderem von einer Verbesserung seiner Geschäfte. Zudem hatten im vorangegangenen Jahr noch hohe Restrukturierungskosten das Ergebnis belastet. Der Tabakkonzern British American Tobacco (BAT) hat im vergangenen Jahr den Umsatz um 12,6 Prozent auf 14,75 Milliarden Pfund gesteigert. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 9,8 Prozent auf 5,48 Milliarden Pfund.

Tesla denkt über Kapitalerhöhung nach

Tesla sieht sich für den Beginn der Massenfertigung seiner neuen Model-3-Reihe bis September in der Spur. Konzernchef Elon Musk erklärte, die Öffentlichkeit werde die endgültige Version des neuen Autos möglicherweise erst im Juli zu Gesicht bekommen. Er brachte eine Kapitelerhöhung ins Gespräch. Zwar habe man genug Geld auf der Hand, doch würde eine Kapitalerhöhung das Risiko reduzieren. Im vierten Quartal verringerte Tesla den Verlust, jedoch nicht so stark wie von Experten erwartet. Der Umsatz stieg dagegen mehr als vorhergesagt. Die Aktie legte nachbörslich zeitweilig um drei Prozent zu.

rm

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Tagestermine am Rosenmontag, 27. Februar

Unternehmen:
Stada: Fristende zum Übernahmeangebot der Advent
Associated British Foods (Primark): Trading Update

Konjunktur:
EU: EZB Geldmenge M3, Januar, 10:00 Uhr
EU: Wirtschaftsvertrauen, Geschäftsklima und Verbrauchervertrauen Euro-Zone im Februar, 11:00 Uhr
USA: Auftragseingang langlebige Güter im Januar, 14:30 Uhr
USA: Schwebende Hausverkäufe im Januar, 16:00 Uhr

Konjunktur:
Barcelona/ Spanien: Mobile World Congress mit PKs von Netflix, Sony und Deutsche Telekom (bis 28.2.)

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