Marktbericht 20:05 Uhr

Marktbericht negativ

Lieber Gold als Aktien Nordkorea-Streit verscheucht Anleger

Stand: 10.08.2017, 20:05 Uhr

Die explosive Lage in Nordkorea beunruhigt zunehmend die Börsianer. Der Dax fällt immer tiefer und erreichte am Donnerstag den niedrigsten Stand seit April. Dagegen war Gold gefragt. Kommt jetzt die Korrektur?

Der verbale Schlagabtausch zwischen Washington und Pjöngyang verstört immer mehr die Anleger. Sie gehen in den "Risk off Modus" - raus aus Aktien. Der Dow büßte bis zwei Stunden vor Handelsschluss 0,5 Prozent ein und rutschte unter die 22.000 Punkte. Der breiter gefasst S&P 500 fiel ein Prozent auf 2.448 Zähler. Der Technologiebörse Nasdaq sackte gar um 1,6 Prozent ab.

Dax zeitweise unter 12.000 Punkten

Im Sog der schwachen Wall Street setzte der Dax seine Talfahrt fort. Er fiel erstmals seit April wieder unter die Marke von 12.000 Punkten, konnte sich dann zum Xetra-Schluss aber doch knapp über der psychologisch wichtigen Schwelle behaupten. Seit Wochenbeginn hat der deutsche Leitindex bereits 2,5 Prozent eingebüßt.

Dax
Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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12.600,03
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Dow Jones: Kursverlauf am Börsenplatz Dow Jones Indizes für den Zeitraum Intraday
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S&P 500: Kursverlauf am Börsenplatz S&P Indizes für den Zeitraum Intraday
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2.500,60
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Schlimmste Konfrontation seit Kuba-Krise?

Die Spannungen zwischen USA und Nordkorea haben sich weiter verschärft. Nordkoreas Militärführung hat unbeeindruckt auf jüngste Drohungen von US-Präsident Donald Trump reagiert und ihn für seine martialischen Äußerungen verspottet. Pjöngjang will bis Mitte August einen Einsatzplan für den Angriff auf die US-Pazifikinsel Guam vorlegen. US-Verteidigungsminister Jim Mattis warnte, dass das Vorgehen der Regierung Nordkoreas zu ihrem eigenen Ende und zur Vernichtung ihres Volkes führen könnte. US-Präsident Trump hatte zuvor Nordkorea bei weiteren Provokationen mit "Feuer und Zorn", wie es die Welt noch nie gesehen habe, gedroht. Experten warnen schon vor der gefährlichsten geopolitischen Konfrontation seit der Kuba-Krise.

Vorbereitungen auf größere Korrektur

Einige Marktteilnehmer bereiten sich nun auf eine Korrektur vor. "Mehrere große Finanzadressen sprechen mittlerweile Verkaufsempfehlungen für Aktien aus", meint Marktanalyst Jochen Stanzl von CMC Markets. "Sie sehen mehr Potenzial in Gold und Sachwerten für die nächsten Wochen."

Gold glänzt immer stärker

Tatsächlich ist zunehmend Gold als sicherer Hafen gefragt. Der Preis für das Edelmetall stieg am Donnerstag auf ein Zwei-Monats-Hoch von 1286 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm).

Euro zieht wieder an

Der Euro konnte sich etwas aufrappeln. Die Gemeinschaftswährung stieg bis zum Abend auf 1,1758 Dollar. Schuld waren enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA. So waren die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ein wenig stärker als von Analysten prognostiziert gestiegen. Zudem hat sich im Juli der Preisauftrieb auf Erzeugerebene entgegen dem erwarteten leichten Anstieg weiter abgeschwächt. Damit ist von Inflationsdruck weiter nur wenig zu sehen.

ThyssenKrupp überrascht positiv

ARD-Börsenstudio: Mischa Ehrhardt

Börse 19.00 Uhr: Thyssenkrupp mit guter Bilanz

Neben der Nordkorea-Krise hielt auch eine Quartalszahlenflut die Anleger in Atem. Besonders gut an kam die Bilanz von ThyssenKrupp. Der Konzern hat sich im dritten Quartal 2016/17 dank guter Geschäfte mit Komponenten und Aufzügen sowie von einer Erholung der Stahlpreise weiter erholt. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte stärker als erwartet um 41 Prozent auf 620 Millionen Euro zu. Auch Umsatz und Auftragseingang wuchsen prozentual zweistellig.

Anja Kohl

Deutsch-indische Hochzeiten

Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger sprach sich erneut für eine Fusion der Stahlsparte mit dem Konkurrenten Tata Steel aus. Der Konzern strebe ein Joint Venture der Stahlsparte mit Tata als beste Lösung an, sagte Hiesinger während einer Telefonkonferenz. Dadurch könnten Synergieeffekte gehoben werden, die bei anderen Lösungen nicht möglich wären. Finanzchef Guido Kerkhoff betonte indes, dass der Konzern bei den Verhandlungen nicht vorschnell handeln werde. "Wir werden keinen Zeitrahmen nennen."

VW stoppt Billigauto-Projekt

Volkswagen VZ: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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137,90
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Der VW-Konzern hat in Indien einen Rückschlag erlitten: Der Wolfsburger Konzern und der indische Autobauer Tata Motors haben ihre geplante Kooperation zur gemeinsamen Fahrzeugentwicklung aufgegeben. Beide Unternehmen seien zu dem Schluss gekommen, dass sich die erwünschten Kostenvorteile nicht erzielen lassen. Damit dürfte sich das von VW geplante Billigauto für Schwellenländer weiter verzögern.

Henkel sieht nicht gut aus

Die Aktien von Henkel waren Schlusslicht im Dax mit einem Minus von vier Prozent. Nur dank Zukäufen konnte der Konsumgüterkonzern seinen Umsatz um knapp zehn Prozent auf 5,1 Milliarden Euro verbessern. Aus eigener Kraft wuchs Henkel lediglich um 2,2 Prozent. Ausgerechnet im Kosmetikgeschäft gab es Flecken. Dort stagnierte der organische Umsatz.

Ströer auf Berg- und Talfahrt

Im MDax eroberte Ströer nach anfänglichen Verlusten die Spitze und schloss fast fünf Prozent höher. Der Werbeflächen-Vermarkter hat im zweiten Quartal seinen Umsatz um rund 15 Prozent auf 316 Millionen Euro verbessert. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag mit einem Plus von rund 16 Prozent auf 80,3 Millionen Euro aber auf Höhe der Markterwartungen. Laut der Commerzbank habe das Unternehmen besser abgeschnitten als der gesamte europäische Werbemarkt.

Mainfirst beflügelt Leoni

Zweitgrößter MDax-Gewinner war Leoni. Die Aktien kletterten nach einer Empfehlung des Investmenthauses Mainfirst auf den höchsten Stand seit fast drei Monaten. Das Geschäft mit Bordnetzen sei der Star und werde es bleiben, lobte Mainfirst in seiner aktuellen Studie. Das Jahresziel für das operative Ergebnis (Ebit) dieses Bereichs von 95 bis 105 Millionen Euro dürfte übertroffen werden.

Zalando wächst langsamer

Positiv wurden auch die Zahlen von Zalando aufgenommen. Europas größter Online-Modehändler hat von April bis Juni seinen Umsatz um 20 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro verbessert. Wegen hoher Investitionen stagnierte das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) bei 81,8 Millionen Euro, die Marge sank auf 7,4 Prozent. Der Umsatz soll im Gesamtjahr in der oberen Hälfte der angepeilten Bandbreite von 20 bis 25 Prozent steigen.

Hella hebt Dividende an

Beim Autozulieferer Hella ist der Gewinn im Ende Mai abgelaufenen Geschäftsjahr um mehr als ein Viertel auf 343 Millionen Euro geklettert. Die Dividende soll nun um 15 Cent auf 92 Cent angehoben werden. Der Vorstand kündigte zudem für das laufende Geschäftsjahr ein währungsbereinigtes Umsatzplus und einen Anstieg beim Ebit von fünf bis zehn Prozent an. Die Ebit-Marge soll auf acht Prozent steigen, nach 7,7 Prozent im Vorjahr. Die Aktien schlossen 1,7 Prozent fester.

TAG traut sich was zu

Die Aktien von TAG Immobilien legten ebenfalls zu. Die Immobilienfirma hat ihre Ziele fürs Gesamtjahr nach oben geschraubt. Sie rechnet nun mit einem operativen Ergebnis (FFO 1) von 119 bis 121 Millionen Euro nach bisher 110 bis 112 Millionen. Die Dividende soll mit 62 Cent je Aktie zwei Cent höher ausfallen als bisher anvisiert. Von April bis Juni legte das FFO 1 auf 30,9 Millionen Euro zu.

Lanxess tut nicht genug

Auf der Verliererseite im MDax stand Lanxess. Der Spezialchemiekonzern hat im zweiten Quartal von der Übernahme der Chemtura-Geschäfte und höheren Verkaufspreisen profitiert. Das operative Ergebnis (Ebitda) vor Sondereinflüssen legte um gut ein Viertel 367 Millionen Euro zu. Auch der Umsatz zog um fast 30 Prozent auf 2,52 Milliarden Euro an. Anleger zeigten sich jedoch enttäuscht, dass der Ausblick nicht angehoben wurde.

Licht und Schatten bei der Hannover Rück

Hannover Rück: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Die Hannover Rück hat im zweiten Quartal ihren Gewinn um ein Viertel auf 270 Millionen Euro gesteigert. Grund war das Ausbleiben teurer Großschäden. Die Belastungen im US-Geschäft mit Lebensversicherungen trübten aber die Bilanz, kritisierte die Baader Helvea Bank. Die AKtien büßten fast fünf Prozent ein. Trotz des anhaltenden Preiskampfs in der Branche erwartet Vorstandschef Ulrich Wallin für 2017 weiter einen Überschuss von mehr als einer Milliarde Euro. Wenn es weiterhin gut läuft, können die Aktionäre für 2017 mit einer erneuten Sonderdividende rechnen.

Aareal spart noch mehr

Die Aktien der Aareal Bank verloren über zwei Prozent. Der Gewerbeimmobilienfinanzierer hat im abgelaufenen Quartal beim Betriebsergebnis einen Rückgang von 120 auf 109 Millionen Euro verbucht. Das MDax-Mitglied stellte unter anderem 24 Millionen für die "Optimierung von Strukturen und Prozessen" sowie Personalmaßnahmen zurück. Zum Jahresende soll das Betriebsergebnis wie geplant bei 310 bis 350 Millionen Euro liegen.

Aurubis deutlich verbessert

Die rote Laterne im MDax ging an Aurubis. Die Aktien sackten um sechs Prozent ab. Obwohl sich der Betriebsgewinn im abgelaufenen Quartal erwartungsgemäß verdreifachte, waren die Anleger skeptisch. Es sei nicht sicher, das Aurubis sein diesjähriges Ergebnis auch im kommenden Geschäftsjahr 2017/18 erreichen werde, meinten die Analysten von Baader Helvea

Geht Dembélé doch nicht nach Barcelona?

Beim einzigen börsennotierten deutschen Fußball-Klub Borussia Dortmund gab es am Donnerstag viel Aufregung. Überraschend fehlte Superstar Ousmane Dembélé unentschuldigt beim Training. Daraufhin wurde er das DFB-Pokalspiel am Wochenende suspendiert. Die Gerüchte um seinen Transfer zum FC Barcelona wurden am Nachmittag gedämpft. In einer Adhoc-Mitteilung bestätigte der BVB zwar Verhandlungen mit "Barca", das vorgelegte Angebote habe aber der Klub als zu niedrig abgelehnt.

Ein baldiger Wechsel von Dembélé nach Barcelona sei nicht zu erwarten. Angeblich fordert der BVB 150 Millionen Euro für den vertraglich bis 2021 gebundenen Dembélé. Die französische Zeitung "Le Parisien" berichtete dagegen von einer Ablösesumme von 130 Millionen Euro. Die BVB-Aktien schlossen 0,8 Prozent fester.

United Internet rudert ein bisschen zurück

Der Internetdienstleister United Internet geht wegen der Zusammenlegung seines Geschäfts mit gesponserten Online-Links mit Axel Springer im Gesamtjahr von weniger Umsatzwachstum aus. Die Erlöse sollen um fünf bis sechs Prozent wachsen - statt wie bisher mit sieben Prozent. Die Ergebnisprognose bleibt unverändert. Im zweiten Quartal steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um sechs Prozent auf eine Milliarde Euro, das Ebitda kletterte um zehn Prozent auf 217 Millionen Euro. Die UI-Aktien verloren drei Prozent.

Drillisch auf Kurs

Der vor der Übernahme durch United Internet stehende Mobilfunkanbieter Drillisch hat im ersten Halbjahr sein um Einmalposten bereinigtes operatives Ergebnis um 45 Prozent auf 74 Millionen Euro in die Höhe geschraubt. Der Gesamtumsatz sank wegen des Verkaufs margenschwacher Geschäfte der Tochter Phone House um neun Prozent auf 311 Millionen Euro. Die Aktien gaben zwei Prozent nach.

Evotec im Höhenflug

Ganz hoch im Kurs im TecDax standen die Aktien von Evotec. Sie sprangen um über acht Prozent nach oben. Das Biotech-Unternehmen hat im ersten Halbjahr den Umsatz um 37 Prozent auf 103,4 Millionen Euro gesteigert. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) lag mit 26 Millionen Euro um fast zwei Drittel höher. Meilensteinzahlungen aus Forschungsallianzen ließen die Kasse klingeln.

SMA sieht Licht am Ende des Tunnels

SMA Solar hat im ersten Halbjahr unter dem Preisverfall in der Solarbranche gelitten. Der Umsatz sank um rund 100 Millionen auf 381 Millionen Euro. Das Nettoergebnis halbierte sich auf 8,8 Millionen Euro. Allerdings zeigten sich im zweiten Quartal im Vergleich zu den ersten drei Monaten erste Erholungstendenzen. So habe SMA die Umsätze in diesem Zeitraum um 20 Prozent steigern können, hieß es. Der Vorstand rechnet damit, seine Gesamtjahresziele zu erreichen.

SLM wird abgestraft

TecDax-Schlusslicht war SLM. Die Aktien stürzten um fast 14 Prozent ab. Der Umsatz des 3D-Druckerbauers ist im ersten Halbjahr um 13,5 Prozent auf 29 Millionen Euro zurückgegangen. Der Verlust stieg insbesondere wegen höherer Personalausgaben von 2,3 auf 5,9 Millionen Euro. Die Jahresziele könnten erreicht werde, hieß es. Sie seien aber in diesem Jahr in besonders hohem Maße vom Verlauf des vierten Quartals abhängig.

Bechtle gut unterwegs

Knapp behauptet zeigten sich die Aktien von Bechtle. Der IT-Dienstleister hat im zweiten Quartal den Umsatz um 14 Prozent auf rund 822 Millionen Euro gesteigert. Das Betriebsergebnis (Ebit) legte um 13 Prozent auf 36,5 Millionen Euro zu. Sowohl in Deutschland, Österreich als auch der Schweiz liefen die Geschäfte rund. Die IT-Systemhäuser und der Online-Handel wuchsen dabei gleich stark

Türkei-Flaute lässt Tui kalt

Dank des wachsenden Geschäfts mit Hotels und Kreuzfahrten schrieb die Tui erstmals schon nach neun Monaten gegen das übliche Saisonmuster operativ schwarze Zahlen. Im Zeitraum Oktober bis Juni belief sich das bereinigte operative Ergebnis auf gut sieben Millionen Euro nach einem Fehlbetrag von rund 45 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Kreuzfahrtgeschäft sei weniger saisonabhängig als das Kerngeschäft mit Reisebuchungen, erklärte Joussen. Statt der Türkei stehen verstärkt Ziele in Spanien oder Griechenland auf den Tickets.

Fraport zählt mehr Passagiere

Der Flughafenbetreiber Fraport ist im Ferienmonat Juli solide gewachsen. Insgesamt fertigte das MDax-Mitglied an seinem wichtigsten Standort Frankfurt am Main 6,39 Millionen Passagiere ab - ein Plus von 4,4 Prozent. Das Frachtvolumen legte um 4,5 Prozent auf gut 185.000 Tonnen zu.

Air Berlin verliert Kunden

Air Berlin: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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-5,16%

Bei Air Berlin brach im wichtigen Urlaubsmonat Juli die Zahl der Passagiere um fast ein Viertel (24 Prozent) auf 2,44 Millionen ein. In den ersten sieben Monaten flogen 16 Prozent weniger Gäste mit Maschinen von Air Berlin. Das hat mit der Verkleinerung der Flotte des Streckennetzes zu tun. Ein weiterer Grund ist aber auch die geringere Auslastung der Flüge. Die Aktien von Air Berlin gaben knapp zwei Prozent nach.

Heideldruck punktet

Aus dem SDax ragten die Heidelberger Druckmaschinen mit einem Plus von fast neun Prozent heraus. Der Druckmaschinenbauer ist mit einem Umsatz- und Ergebnisplus ins Geschäftsjahr 2017/18 gestartet. Vor allem das Geschäft in Westeuropa und China ließ den Umsatz des Druckmaschinenbauers von April bis Juni von 486 auf 495 Millionen Euro steigen. Der Auftragseingang lag dagegen unter dem Vorjahresniveau.

Tom Tailor zieht wieder an

Die Aktien der Modekette Tom Tailor stiegen zeitweise um rund 15 Prozent. Das Unternehmen hat im ersten Halbjahr immerhin einen Gewinn von 100.000 Euro gemacht. Im Vorjahr hatte das ehemalige SDax-Mitglied von knapp elf Millionen Euro Minus gemacht.

Zurich macht schwachen Jahresauftakt wett

Aus der Schweiz meldete Zurich solide Zahlen. Der Versicherer verdiente im zweiten Quartal mit 896 Millionen Dollar gut ein Fünftel mehr. Damit konnte der Gewinneinbruch im ersten Quartal fast kompensiert werden. sieben Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Donnerstag in Zürich mitteilte. Konzernchef Mario Greco bekräftigte am Donnerstag das im Herbst abgegebene Dividendenversprechen. Zurich will über die Zeit 75 Prozent des Gewinns oder mehr auszuschütten. Für das laufende Jahr wollte sich Greco noch nicht festlegen.

Aegon füllt Kapitalpolster auf

Noch besser lief's für Aegon. Der bereinigte Vorsteuergewinn kletterte im zweiten Quartal um 23 Prozent auf 535 Millionen Euro. Der niederländische Versicherer profitierte von höheren Gebühreneinnahmen und einer besseren Schadensabwicklung. Das Kapitalpolster habe sich deutlich verbessert. Die Aegon-Aktie kletterte zeitweise um fast elf Prozent nach oben.

Blue Apron auf Rekordtief

Die Aktien des erst Ende Juni an die Börse gegangenen US-Kochboxenanbieters Blue Apron brachen am Donnerstag um rund 19 Prozent auf ein Rekordtief von 5,03 US-Dollar. Der Ausgabepreise hatte bei 10 Dollar gelegen. Blue Apron hat im zweiten Quartal zwar einen unerwartet hohen Umsatz erwirtschaftet, aber zugleich auch einen überraschend hohen Verlust gemeldet.

Onlinehändler schaden US-Kaufhäusern

Die US-Kaufhausketten Macy's und Kohl's verschreckten die Anleger mit ihrem anhaltenden Umsatzschwund. Obwohl die Verkaufszahlen im zweiten Quartal nicht so stark sanken wie befürchtet, gingen die Aktien auf Talfahrt. Investoren befürchten, dass die Sanierung der Ketten noch lange dauern wird. Macy's-Papiere brachen über zehn Prozent ein. Kohl's-Aktien fielen 7,2 Prozent.

nb

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Ein bunter Strauß Reichlich Zahlen aus der hinteren Reihe

Cewe: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday

Cewe

Rot ist das Zahlenwerk des Foto-Spezialisten Cewe. Dem Unternehmen machen eine erhöhte Umsatzsteuer auf Fotobücher und der Brexit zu schaffen. Operativ (Ebit) lag das Ergebnis im ersten Halbjahr bei minus 0,4 Millionen Euro. Der Umsatz sank leicht von 236 auf 234 Millionen Euro.

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