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Marktbericht 20:11 Uhr

Marktbericht neutral

Dax schafft ersten Gewinntag in diesem Jahr

Kleine Atempause nach dem Kursrutsch

Stand: 05.01.2016, 20:11 Uhr

Eine echte Erholung sieht anders aus! Der Dax hat am Dienstag nur mit viel Mühe im Plus geschlossen. Die schwache Wall Street und die China-Sorgen bremsten den Kursanstieg. Als wichtige Stütze erwies sich der schwache Euro.

Dax
Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Nach dem völlig verpatzten Jahresauftakt hielten sich die Anleger spürbar zurück. Kaum einer wagte sich aus der Deckung. Der Dax schwankte hin und her zwischen Plus- und Minuszone. Letztlich behauptete er sich dank eines starken Endspurts knapp 0,3 Prozent höher bei über 10.300 Punkten. Der EuroStoxx50 schloss nach einer Achterbahnfahrt ebenfalls knapp 0,4 Prozent im Plus. "Der Markt hat heute keine Richtung gefunden", meinte ein Händler. Die Unsicherheit sei groß, die Anleger blicken besorgt nach China.

Chinas Regierung stabilisiert die Börsen

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Börse 15.00 Uhr

Zwar beruhigte sich die Lage an den chinesischen Börsen, die Pekinger Regierung konnte die Kurse mit Hilfe milliardenschwerer Geldspritzen stabilisieren. Doch es sei fraglich, ob Chinas Börsen für die Aufhebung der massiven Einschränkungen des Aktienhandels schon bereit seien. Am kommenden Montag endet nach sechs Monaten das Aktienverkaufs-Verbot für institutionelle Anleger.

Wall Street kommt nicht voran

Öl (Brent): Kursverlauf am Börsenplatz Deutsche Bank für den Zeitraum 1 Woche
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An der Wall Street blieb die Stimmung angespannt. Der Dow trat zwei Stunden vor Handelsschluss auf der Stelle. Der breiter gefasste S&P-500 büßte 0,1 Prozent ein. Die Nasdaq verlor 0,3 Prozent. Als zusätzliche Belastung neben China erwies sich der erneute Rückgang der Ölpreise. Die Nordsee-Sorte Brent fiel um 2,6 Prozent auf 36,24 Dollar je Barrel - und näherte sich dem erst kürzlich erreichten Elfeinhalb-Jahres-Tief von knapp über 36 Dollar. WTI verlor knapp zwei Prozent auf 36,05 Dollar.

Gold glänzt wieder heller

Angesichts der Sorgen um China nahmen einige Investoren Kurs auf den "sicheren Hafen" Gold. Das Edelmetall verteuerte sich um 0,6 Prozent auf rund 1.080 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Am Montag hatte der Goldpreis den höchsten Stand seit fast einem Monat erreicht. In Euro gerechnet sprang das gelbe Edelmetall wieder über die Marke von 1.000 Euro je Feinunze.

Gold in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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Gold in Euro: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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Inflationsdaten drücken den Euro

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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Für Entlastung an Europas Börsen sorgte indes der schwache Euro. Die Gemeinschaftswährung sackte am Dienstag um gut einen Cent auf 1,0721 Dollar ab, den tiefsten Stand seit der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) Anfang Dezember. Schuld daran war die Inflationsrate in der Eurozone, die im Dezember bei 0,2 Prozent verharrte. Volkswirte hatten einen Anstieg auf 0,3 Prozent erwartet. Das schürte neue Spekulationen um weitere geldpolitische Lockerungen durch die EZB.

FMC ragt positiv heraus

Die Liste der Dax-Gewinner führte Fresenius Medical Care (FMC) mit einem Plus von über fünf Prozent an. Die Aktie profitierte von gleich zwei Kaufempfehlungen der Banken UBS und JP Morgan. Die Analysten glauben, dass die FMC-Aktie 2016 weiter an Fahrt aufnehmen dürfte. Durch zahlreiche Übernahmen verfüge FMC über gute Möglichkeiten, die Behandlungskosten von Dialyse-Patienten zu reduzieren.

Deutsche Bank könnte Postbank doch verkaufen

Deutsche Bank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Überdurchschnittlich zulegen konnte auch die Deutsche Bank. Die Aktie schloss 1,6 Prozent höher. Dass sich die Trennung von der Postbank verzögere, ließ die Anleger kalt. Laut einem Bericht der "Wirtschaftswoche" soll 2016 allenfalls ein kleiner Teil der Postbank an die Börse gebracht werden, falls überhaupt. Angeblich bevorzugt das Management, die Tochter komplett an einen Konkurrenten zu verkaufen, der bereit wäre, mehr zu zahlen als Finanzinvestoren bei einem IPO.

Milliarden-Klage drückt VW

Volkswagen VZ: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Dax-Schlusslicht war mit Abstand VW. Die Aktie sackte um rund vier Prozent ab. Das US-Justizministerium hat die erwartete Klage gegen den Autobauer wegen der Abgasmanipulationen eingereicht. Man werde "alle angemessenen Mittel" gegen VW einsetzen, um Wiedergutmachung für die Verstöße zu erlangen, so die Behörde. Theoretisch könnten Strafzahlungen von bis zu 90 Milliarden Dollar gegen VW verhängt werden.

In den USA brachen im Dezember wegen "Dieselgate" die Verkäufe der VW-Fahrzeuge um neun Prozent ein. Das ist immerhin ein geringerer Rückgang als im November. Damals gingen die Auslieferungen fast um ein Viertel zurück. Auch in anderen Ländern brach der Absatz ein: In Frankreich zum Beispiel wurden im Dezember knapp neun Prozent weniger Fahrzeuge aller VW-Konzernmarken zugelassen. Besser lief's in Deutschland. Laut "Bild"-Zeitung haben die Wolfsburger im Dezember 2,5 Prozent mehr Autos ihrer Kernmarke verkauft. Im Oktober und November war der Absatz noch leicht rückläufig gewesen.

Daimler überholt BMW in den USA

Einzig Daimler konnte im Dezember in den USA glänzen. Die Schwaben lieferten 1,7 Prozent mehr Autos aus und hängten BMW ab. Die Münchner erlitten einen Absatzeinbruch von 17,7 Prozent. Im Gesamtjahr hat BMW aber die Nase vorn. Der Autobauer steigerte 2015 den Absatz in den USA um über zwei Prozent auf 404.537 Fahrzeuge, Daimler verkaufte rund 24.000 Autos weniger.

Daimler: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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60,99
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BMW ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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77,21
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Goldman Sachs treibt Conti an

Continental: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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0,6 Prozent im Plus schloss die Aktie des Autozulieferers Continental. Die US-Investmentbank Goldman Sachs sieht in dem Konzern einen der am besten positionierten Autozulieferer und sei in schnell wachsenden Bereichen aktiv. Das Anlageurteil "conviction buy" wurde bestätigt. Da stört auch nicht, dass das milde Wetter das Winterreifen-Geschäft vermiest. Für die gesamte Branche der Winterreifen-Hersteller rechnet Conti weltweit mit einem leichten Absatzrückgang.

Siltronic hui, Morphosys pfui

Analystenstudien bewegten auch im TecDax die Kurse. So zog JP Morgan mit seiner gestrichenen Kaufempfehlung die Aktie des Biotech-Unternehmens Morphosys nach unten. Sie verlor knapp fünf Prozent. Dagegen hievte ein Kauf-Votum der Citigroup die Aktien des Waferherstellers Siltronic um fast vier Prozent nach oben.

Morphosys: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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39,38
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Siltronic: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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14,60
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Grenke wächst zweistellig

Grenke: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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159,60
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Das SDax-Unternehmen Grenkeleasing, das auf Leasing-Dienste spezialisiert ist, hat im vergangenen Jahr sein Neugeschäft um 20,1 Prozent auf 1,360 Milliarden Euro gesteigert. Die wichtige Ergebnisgröße "Deckungsbeitrag 2" lag bei 245,5 Millionen Euro, eine Steigerung um 12,4 Prozent. Noch deutlicher, nämlich um 78 Prozent, konnte das neue Geschäft mit der Existenzgründungs-Finanzierung gesteigert werden: es sorgte für knapp 20 Millionen Euro an Erlösen.

Erstes deutsches Biotech-IPO seit 2006

Kaum hat das neue Jahr begonnen, schon drängt das erste Unternehmen an die Börse: Die Brain AG wagt als erstes deutsches Biotech-Unternehmen seit neun Jahren den Sprung aufs Parkett. Das Unternehmen, "innovative Produktlösungen" aus dem "Werkzeugkasten der Natur" entwickelt, beliefert die Konsumgüter- und Chemieindustrie und strebt eine Aufnahme in den Prime Standard der Deutschen Börse an.

Fusionsgespräche in Frankreichs Telekom-Branche

Aktien der beiden Branchenvertreter Orange und Bouygues Telecom legten an der Pariser Börse leicht zu. Marktführer Orange will die Nummer drei, die Telekommunikationssparte des Mischkonzerns Bouygues, übernehmen. Beide Seiten erklärten am Dienstag in getrennten Mitteilungen, dass es Gespräche über einen Zusammenschluss gibt, und bestätigten damit seit Wochen kursierende Gerüchte. Bouygues teilte mit, es seien noch keine Entscheidungen gefallen.

Sainsbury will sich bei Home Retail einnisten

Auch auf dem britischen Möbeleinrichtungs-Markt bahnt sich eine Übernahme an. Die Supermarkt-Kette Sainsbury hat im November sein Interesse an einer Fusion mit Home Retail angemeldet. Der Betreiber der "Habitat"-Kette habe den Vorschlag aber zurückgewiesen. Nun will Sainsbury bis Anfang prüfen, ob ein formelles Übernahmeangebotz vorgelegt wird. Die Aktie von Home Retail machte einen Rekordkurssprung von 32 Prozent auf 130 Pence.

Eli Lilly legt Messlatte höher

Gut zwei Prozent im Plus notiert die Aktie von Eli Lilly. Der Pharmakonzern hat die Messlatte für 2016 etwas höher gelegt. Es wird ein Umsatz von 20,2 bis 20,7 Milliarden Dollar angepeilt. Der Gewinn je Aktie dürfte bei 3,45 bis 3,55 Dollar je Aktie liegen. Analysten hatten mehr vorhergesagt. Für das abgelaufene Jahr senkte Eli Lilly die Prognose. Wegen einer Gebühr im Zusammenhang mit dem Kauf der Rechte an einem Nasenspray werde der bereinigte Gewinn je Aktie zwölf Cent weniger zwischen 2,28 und 2,33 Dollar betragen.

Run auf Aktien von US-Waffenherstellern

Vor der geplanten Verschärfung der US-Waffenvorschriften haben Anleger bei Aktien der Hersteller von Pistolen und Gewehren am Dienstag kräftig zugegriffen. Nordamerikas größter Hersteller von Handfeuerwaffen, Smith & Wesson, erhöhte angesichts starker Nachfrage seine Gewinn- und Umsatzprognose. Die Aktien von Smith & Wesson kletterten um gut neun Prozent nach oben. Die Papiere des Konkurrenten Sturm Ruger sprangen knapp sieben Prozent in die Höhe. Analyst Chris Krueger von der Investmentbank Lake Street Capital Markets sagte, dass viele Amerikaner die Gelegenheit noch nutzten und sich vor den Regeländerungen mit Waffen eindeckten.

Kürzt Apple die iPhone-Produktion?

Apple: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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Unter Druck steht am Dienstag die Apple-Aktie. Sie büßt über zwei Prozent ein. Wie die japanische Tageszeitung Nikkei bericht, dürfte Apple im laufenden Quartal die Produktion seiner jüngsten iPhone-Modelle 6s und 6s Plus im Vergleich zu den bisherigen Planungen um 30 Prozent kürzen. Eine Quelle für die Informationen wurde nicht genannt.

nb

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Tagestermine am Dienstag, 26. Juli

Unternehmen:
Covestro: Q2-Zahlen, 07:00 Uhr
Michelin: Haljahreszahlen, 07:00 Uhr
Comdirect: Q2-Zahlen, 07:00 Uhr
Orange: Haljahreszahlen, 07:30 Uhr
Schaltbau: Halbjahrezahlen, 7:45 Uhr
BP: Q2-Zahlen, 8 Uhr
MTU: Halbjahreszahlen, 8:30 Uhr
DuPont: Q2-Zahlen, 12 Uhr
United Technologies: Q2-Zahlen, 13 Uhr
3M: Q2-Zahlen, 13:30 Uhr
Caterpillar: Q2-Zahlen, 13:30 Uhr
Verizon: Q2-Zahlen, 13:30 Uhr
McDonald's: Q2-Zahlen, 14 Uhr
Eli Lilly: Q2-Zahlen, 14 Uhr
LVMH: Halbjahreszahlen, 17:45 Uhr
Apple: Q3-Zahlen, 22 Uhr
Twitter: Q2-Zahlen, 22:15 Uhr
Valeo: Q2-Zahlen
Hyundai: Q2-Zahlen
JetBlue: Q2-Zahlen
Deutsche Börse: Ergebnis des Aktientausches im Zuge der Fusion mit der LSE
Konjunktur:
USA: Case-Shiller-Index, 05/16, 15 Uhr
USA: Markit PMI Dienste 07/16, 15:45 Uhr
USA: Verbrauchervertrauen, 07/16, 16 Uhr
USA: Verkauf neuer Häuser 06/16

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