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Börsentrend 14:55 Uhr

US-Haushaltsstreit bestimmt die Richtung

Jahreshoch fest im Blick

Der Dax setzt am Nachmittag seinen Wachstumskurs fort - allerdings mit angezogener Handbremse . Der Grund sind eher enttäuschende US-Konsumausgaben.

Den neuesten Angaben zufolge haben die Verbraucher in den USA im Oktober 0,2 Prozent weniger ausgegeben als im Vormonat. Analysten hatte eine Stagnation der für die Gesamtwirtschaft so wichtigen Konsumausgaben erwartet. Experten zufolge hat offenbar der Sturm "Sandy" über der US-Ostküste für einen Dämpfer gesorgt.

Der zuvor bis 7.442 Zähler gestiegene Dax muss daraufhin einen Teil seiner Gewinne wieder abgeben. Kurzzeitig notiert der Leitindex nur noch 0,3 Prozent höher bei 7.422 Punkten, kann sich danach aber wieder berappeln. Gefestigt hat den Dax auch die Zustimmung des Bundestags zu weiteren Griechenland-Hilfen. Die wichtigste Stütze der Aktienmärkte bleibt aber nach wie vor die Hoffnung auf ein baldiges Ende im US-Haushaltsstreit.

Widersprüchliche Signale führender US-Politiker haben den Aufwärtstrend an Europas Aktienmärkten zum Wochenausklang etwas abgebremst. Händler wollen aber nicht ausschließen, dass der Dax im Fall einer sich abzeichnenden Lösung schon bald sein im September erreichtes Jahreshoch von 7.478 Punkten wieder erreichen kann.

Euro wieder unter 1,30 Dollar

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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Der Euro rutscht am Nachmittag leicht unter die Marke von 1,30 Dollar, profitiert nach Händlerangaben aber weiter von einer guten Grundstimmung nach der Griechenland-Einigung. Auch die optimistischen Aussagen von EZB-Chef Mario Draghi, nach denen sich die Eurozone ab der zweiten Jahreshälfte 2013 erholen werde, kommen gut an.

Analysten mögen HeidelbergCement

Die Aktien des Baukonzerns HeidelbergCement behaupten sich nach einem positiven Analystenkommentar von Morgan Stanley an der Dax-Spitze.

Bei Lanxess sind sich die Experten von UBS und Credit Suisse hingegen nicht einig. Während UBS-Analyst Joe Dewhurst sein Kursziel für die Aktie um zehn Prozent anhob, ist das Papier für seinen Kollegen Chris Counihan weiter ein glatter "Verkauf". Die Anleger entscheiden sich für die optimistische Variante und treiben die Lanxess-Aktie zwei Prozent nach oben.

Neues Ungemach für ThyssenKrupp

Schlechtester Dax-Wert sind ThyssenKrupp. Die Aktie leidet unter einem negativen Pressebericht über Unregelmäßigkeiten im Osteuropa-Geschäft. Der Konzern hat selbst die Behörden eingeschaltet, um dubiose Zahlungsströme zu klären.

Metro überlässt Osteuropa den Franzosen

Metro ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Nach tagelangen Spekulationen hat der Handelskonzern Metro jetzt bestätigt, dass die Supermärkte seiner Tochter Real in Osteuropa an den französischen Konkurrenten Auchan verkauft werden. Der Kaufpreis liegt bei 1,1 Milliarden Euro. Die Transaktion soll voraussichtlich 2013 abgeschlossen werden. Der Verkauf von Real Osteuropa an Auchan umfasst laut Metro 91 Real-Warenhäuser in Polen, Russland, Rumänien und der Ukraine sowie Immobilien von 14 Standorten. Real habe in den vier Ländern im Jahr 2011 einen Umsatz von mehr als 2,6 Milliarden Euro erwirtschaftet und beschäftige dort rund 20.000 Mitarbeiter.

Radikalkur bei Osram

Die Siemens-Tochter macht sich für den Börsengang fit und baut Tausende von Stellen ab. Wie Osram am Freitag bekannt gab, sollen weitere 4.700 Stellen weltweit abgebaut werde, 400 davon in Deutschland.

Im Herbst 2011 hatte der Leuchtenhersteller noch 41.000 Beschäftigte, zukünftig sollen es zwischen 7.300 und 8.000 sein. Mutterkonzern Siemens will nicht mehr ins Leuchtengeschäft investieren und plant, vier Fünftel der Tochter an seine Aktionäre zu verschenken.

SAF-Holland am SDax-Ende

Größter Verlierer im SDax ist die Aktie des LKW-Zulieferers SAF-Holland. Grund ist eine Kapitalerhöhung von zehn Prozent des Grundkapitals. Die Aktien wurden zu einem Preis von 5,25 Euro platziert.

Praktiker bald raus dem SDax?

Bei der bevorstehender Überprüfung der Index-Zusammensetzung durch die Deutsche Börse muss Praktiker um seinen Platz im SDax bangen. Mit dem Börsen-Neuling Talanx stehe ein Aufsteiger in den Startlöchern, meint Sophia Wurm, Index-Analystin der Commerzbank. Auch ihr Kollege Uwe Streich von der LBBW tippt auf eine Aufnahme des Versicherers in den Kleinwerte-Index. Neben Praktiker zählen laut Streich noch Constantin Medien und Catoil zu den Wackel-Kandidaten.

ZhongDe Waste siecht dahin

Die einstige Hype-Aktie aus China führt an der Börse nur noch ein Schattendasein. Anlässlich der Zahlen zum dritten Quartal, die durch positive Einmaleffekte zu einem Ebit von sieben Millionen Euro geführt haben, berichtet das Unternehmen über ein weiterhin schwieriges Geschäftsumfeld. Bei geringem Umsatz bewegt sich die Aktie kaum und notiert nur noch bei 1,79 Euro. Dabei war das Papier bei seiner Börseneinführung Mitte 2007 mehr als 40 Euro wert.

Manz zieht die Reißleine

Ins Plus gedreht ist die Aktie von Manz Automation. Der Spezialmaschinenbauer musste wegen der schwierigen Lage in der Photovoltaikbranche 62 Arbeitsplätze streichen. Weitere 38 Jobs wurden Medienberichten zufolge in der Slowakei und in Ungarn gestrichen. Damit wolle man die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sichern, kommentierte Firmenchef Dieter Manz.

Strabag ist skeptisch

Der österreichische Baukonzern, der auch stark in Deutschland vertreten ist, muss einen drastischen Gewinnrückgang verkraften. Im saisonal bedingt starken dritten Quartal ging das Betriebsergebnis (Ebit) stärker als erwartet auf 168 Millionen Euro zurück. Insgesamt stehen nach neun Monaten lediglich magere 1,7 Millionen Euro in den Büchern.

Die bisherige Prognose für das Ebit von 200 Millionen Euro sei daher "äußerst ambitioniert", hieß es aus dem Unternehmen. Strabag leidet besonders unter den Sparzwängen öffentlicher Auftraggeber.

Zynga-Aktien brechen ein

Um über zwölf Prozent ging es an der Wall Street nachbörslich abwärts mit der Aktie des Internet-Spieleanbieters. Das Unternehmen hat seine strategische Partnerschaft mit Facebook aufgekündigt. Künftig machen die beiden Unternehmen nicht mehr gegenseitig füreinander Werbung. Facebook erzielt bisher rund 15 Prozent seines Umsatzes mit Gebühren von Zynga, während Zynga umgekehrt 80 Prozent erzielt. Analysten äußerten sich zwar positiv, was der Aktie aber nicht half. Die Facebook-Aktie setzt dagegen ihren Erholungskurs fort.

2G spürt Anlaufkosten

Kärftig bergauf geht es mit der Aktie von 2G Energy. Der Hersteller von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Anlagen), konnte im Zeitraum Januar bis September 2012 seinen Umsatz um 8,2 prozent auf 80,9 Millionen Euro steigern. Wegen der Anlaufkosten neuer Auslandstöchter sowie einem höheren Personalaufwand blieb allerdings das operative Ergebnis (Ebit) von 4,0 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 4,2 Millionen. Für das Gesamtjahr wird nun ein Umsatz von rund 158 bis 163 Millionen Euro erwartet sowie eine knapp zweistellige Ebit-Marge.

Stand: 30.11.2012, 14:55 Uhr

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Tagestermine am Dienstag, 25. November

Unternehmen:
LVMH: Hauptversammlung
Hewlett-Packard: Q4-Zahlen, 22 Uhr
Tiffany&Co: Q3-Zahlen, 22 Uhr

Konjunktur:
Deutschland:
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USA:
Case-Shiller-Index 09/14, 15 Uhr
USA:
Verbrauchervertrauen 11/14, 16:00 Uhr

Sonstiges:
Deutschland:
Landgericht Hannover verkündet eine Entscheidung in dem milliardenschweren Schadenersatzverfahren gegen die Porsche SE

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