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Marktbericht 20:02 Uhr

Marktbericht positiv

Dax klettert weiter

Ist der Sturm jetzt vorüber?

Der Dax hat auch Mittwoch weiter zugelegt und die charttechnisch wichtige Marke von 8.900 Punkten übersprungen. Dass die Korrektur damit beendet ist, halten Experten aber für verfrüht.

Noch könne keine Entwarnung gegeben werden, hieß es. Denn der Dax habe sein altes Jahrestief um die 8.900 Punkte noch nicht nachhaltig überwunden. Solange dies nicht der Fall sei, müsse mit neuerlichen Rückschlägen gerechnet werden.

Bereits der kurze Schwächeanfall am Vormittag auf ein Tagestief von 8.861 Punkten ließ Schlimmes befürchten. Doch der Abstieg war rasch überwunden und die Kurse im deutschen Leitindex begannen wieder zu klettern. Am Ende geht der Dax bei 8.940 Punkten aus dem Handel, 0,6 Prozent höher als am Dienstag.

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Börse 19:00 Uhr

Am Mittwoch wirkte offenbar die Hoffnung auf zusätzliche Konjunktur-Impulse durch die Europäische Zentralbank (EZB) nach. Gerüchten zufolge bereitet die Zentralbank jetzt auch den Kauf von Unternehmensanleihen vor. Konkrete Beschlüsse gibt es zwar keine, doch auch kein hartes Dementi, das eine solche Entscheidung ausschließen würde.

Dow dreht ins Minus

Der stets redseelige österreichische Notenbankpräsident Ewald Nowotny, der auch EZB-Ratsmitglied ist, zeigte sich offen für den Kauf von Unternehmensanleihen durch die Zentralbank. Das sei eine von mehreren Möglichkeiten, um ihre Geldschleusen noch weiter zu öffnen, sagte Nowotny in einem Interview. Es habe darüber aber keine Diskussion im Gouverneursrat und keine Entscheidung gegeben. Bisher hat die EZB zur Ankurbelung der Konjunktur nur den Kauf von Kreditverbriefungen (ABS) und von gedeckten Anleihen (Covered Bonds) angekündigt.

Die US-Börsen sind nach ihren kräftigen Vortagesgewinnen am Mittwoch nicht weiter vom Fleck gekommen. Im Gegenteil. Der Dow Jones-Index dreht im Handelsverlauf ins Minus und notiert bei Börsenschluss in Frankfurt am Abend 0,6 Prozent tiefer bei 16.507 Punkten, nachdem er anfänglich noch leicht zulegen konnte. Grund für die Schwäche sind offenbar durchwachsene Quartalszahlen.

Euro wieder unter 1,27 Dollar

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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Der Euro ist am Mittwoch wieder unter die Marke von 1,27 Dollar gefallen. Bei Börsenschluss in Frankfurt notiert die Gemeinschaftswährung bei 1,2654 Euro. Händler erklärten die Schwäche am Vormittag mit Spekulationen auf eine neue Lockerung der Geldpolitik im Euroraum. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,2762 (Montag: 1,2773) Dollar festgesetzt.

Boeing hebt ab

Glänzende Geschäfte mit Verkehrs- und Militärmaschinen haben den Flugzeugbauer Boeing beflügelt. Im dritten Quartal stieg der Gewinn um 18 Prozent auf knapp 1,4 Milliarden Dollar - mehr als von Analysten erwartet. Der Vorstand legte auch die Latte für das Gesamtjahr höher: Der Gewinn je Aktie soll statt 6,85 bis 7,05 Dollar nun 6,90 bis 7,10 Dollar erreichen.

Dow und Glaxo über Erwartungen

Besser als erwartete Geschäftszahlen für das dritte Quartal vermelden der US-Chemikonzern Dow Chemical und der britische Pharmariese GlaxoSmithKline (GSK). Dank eines starken Plastikgeschäfts und höheren Preisen stieg der Gewinn von Dow auf 852 Millionen Dollar, nach 594 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Analysten hatten weniger erwartet. GSK hat im dritten Quartal vor allem dank seines strikten Sparkurses mehr verdient als ein Jahr zuvor. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie stieg im Zeitraum Juli bis Ende September um fünf Prozent auf 27,9 Pence je Aktie. Beide Aktien legen vorbörslich stark zu.

Lufthansa lagert aus

Lufthansa: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Im Dax sorgt die Lufthansa für Aufmerksamkeit. Das streikgeplagte Unternehmen will den Bereich IT-Infrastruktur an IBM verkaufen. Dadurch sollen pro Jahr 70 Millionen Euro eingespart werden. Doch der Umbau wird allerdings zunächst den Gewinn mit rund 240 Millionen Euro vor Steuern im laufenden Jahr belasten. Die anfängliche Euphorie bei der Lufthansa-Aktie ist schon wieder verflogen. Möglicherweise erinnert man sich, dass der Tarifkonflikt mit den Piloten wohl noch lange nicht ausgestanden ist.

Siemens-Chef bittet um Geduld

Siemens: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Siemens-Chef Joe Kaeser traut seinem Haus in naher Zukunft keinen nennenswerten Umsatzschub zu. "Die Wachstumsziele der 'Vision 2020' sind so angelegt, dass wir ab 2018 schneller als die Wettbewerber wachsen können", sagte er dem "Manager Magazin" laut Vorabbericht. Der Grund liege in den langen Innovationszyklen. Bereits sein Vorgänger Peter Löscher hatte den Anlegern versprochen, die Einnahmen schneller zu steigern als die Konkurrenz, konnte das Versprechen aber nicht einlösen. Die Aktie reagiert zunächst nicht.

Daimler trennt sich

Der Daimler-Konzern hat seine Beteiligung am amerikanischen Elektroautohersteller Tesla verkauft. Für den rund vierprozentigen Anteil erhielt Daimler rund 780 Millionen Dollar. Daimler will auch in Zukunft mit Tesla zusammenarbeiten. "Die Partnerschaft mit Tesla ist sehr erfolgreich und wird auch künftig fortgesetzt", sagte Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche.

VW von Scania belastet

Dagegen ist die VW-Aktie etwas unter Druck geraten. Die schwedische Lastwagentochter Scania hat im dritten Quartal in fast allen Märkten einen starken Auftragsrückgang hinnehmen müssen. Allein in Europa sank die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahresquartal um 29 Prozent. Das gab die Volkswagen-Tochter am Mittwoch im schwedischen Södertälje bekannt. Auch in Asien und Lateinamerika wurden weniger Lastwagen und Busse geordert.

Wirecard wächst und wächst

Im TecDax schieben sich die Aktien von Wirecard nach vorn. Das Unternehmen hat dank eines kräftig gewachsenen Neukundengeschäfts seinen Umsatz im dritten Quartal 2014 nach vorläufigen Zahlen um 24 Prozent auf 155,4 Millionen Euro gesteigert. Das Ebitda kletterte gar um 37 Prozent auf 46,1 Millionen Euro. Erst kürzlich hat der Vorstand der Wirecard seine Prognose für das Geschäftsjahr 2014 angehoben.

Stratec wächst kräftig

Auch die Stratec-Aktie kann kräftig zulegen. Der Laborzulieferer hat von Juli bis September seinen Umsatz um fast 18 Prozent auf 36,2 Millionen Euro verbessert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wuchs sogar um knapp die Hälfte auf 6,8 Millionen Euro. "Wir erwarten für das letzte Quartal des laufenden Jahres einen anhaltend erfreulichen Verlauf mit weiter zunehmenden Entwicklungsleistungen und einer positiven Umsatz- und Ertragsentwicklung", teilte das TecDax-Mitglied mit.

Aareal Bank zuversichtlich

Der Immobilienfinanzierer Aareal Bank könnte seine Jahresprognose erneut anheben. "Operativ entwickelte sich das Geschäft besser als gedacht", sagte Finanzchef Hermann Josef Merkens dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). Die Bank habe auch im dritten Quartal "relativ margenstarkes Neugeschäft akquiriert". Auch die Finanzierungskosten der Bank seien gesunken. "Wenn der Trend im vierten Quartal weiter anhält - und bislang lässt sich das Schlussquartal gut an -, dann ist es gut möglich, dass wir unsere Prognose für das Gesamtjahr wie auch für das vierte Quartal noch einmal anheben werden", sagte Merkens.

Total hat neuen Chef

Der französische Ölkonzern Total hat nach dem tödlichen Unfall von Christophe de Margerie Patrick Pouyanné zum neuen Generaldirektor berufen. Der Verwaltungsrat wählte am Mittwoch außerdem Thierry Desmarest zu seinem neuen Vorsitzenden. Der am Montag nach einer Kollision seines Firmenjets mit einem Schneepflug auf einem Moskauer Flughafen ums Leben gekommene de Margerie hatte beide Ämter inne gehabt.

Michelin kassiert Umsatzprognose

Die Euro-Stärke hat den französischen Reifenhersteller Michelin in den ersten neun Monaten des Jahres Umsatz gekostet. Die Erlöse fielen von 15,3 Milliarden auf 14,6 Milliarden Euro. Wegen der erhöhten wirtschaftlichen Unsicherheit rechnet der Konzern im Gesamtjahr nur noch mit einem Absatzplus von ein bis zwei Prozent. Bisher hatte Michelin eine Steigerung um drei Prozent angepeilt. Die anderen Ziele für das Gesamtjahr bestätigte der Konzern unterdessen.

BAT spürt den Kampf gegen das Rauchen

Der Tabakkonzern British American Tobacco (BAT) hat in den ersten drei Quartalen mit 495 Milliarden Stück weniger Zigaretten verkauft als von Analysten erwartet. Die BAT-Aktie ist daraufhin der mit Abstand größte Verlierer im Stoxx 50. Trotzdem konnte das Unternehmen seinen Umsatz bis Ende September bereinigt um Währungseffekte um 2,4 Prozent verbessern. Grund waren Preiserhöhungen.

ABB holt mehr Aufträge rein

Der Schweizer Elektronikkonzern ABB hat im dritten Quartal einen Umsatzrückgang um sieben Prozent auf 9,8 Milliarden Dollar hinnehmen müssen. Der Gewinn sank um zwölf Prozent auf 734 Millionen Dollar. Der Auftragseingang stieg allerdings um rund ein Viertel auf 11,3 Milliarden US-Dollar.

lg

Stand: 22.10.2014, 20:02 Uhr

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Unternehmen:
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Twitter: Q3-Zahlen, nach Börsenschluss
Amgen: Q3-Zahlen, nach Börsenschluss
Merck & Co: Q3-Zahlen, 12 Uhr
Canon: Q3-Zahlen
TNT: Q3-Zahlen

Konjunktur:
Deutschland: Ifo-Geschäftsklimaindex, Oktober,10 Uhr

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