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Börsentrend 20:01 Uhr

Stimmung hält sich auf

Ifo bläst die Sorgen weg

Das schwache Winterquartal dürfte für die deutsche Wirtschaft tatsächlich nur ein Ausrutscher gewesen sein, wie der starke Anstieg des Ifo-Index beweist. Auf eine solche Nachricht haben die Anleger nur gewartet, um an den Aktienmarkt zurück zu kommen. Für einen leichten Dämpfer sorgt lediglich Volkswagen.

In der Spitze steigt der Dax bis auf 7.681 Zähler, nachdem der Ifo-Geschäftsklima-Index – das wichtigste Konjunkturbarometer für den deutschen Wirtschaftsraum - zum vierten Mal in Folge gestiegen ist. Im weiteren Verlauf muss der Leitindex zwar fast die Hälfte seiner Zugewinne wieder abgeben. Neben den Kursabschlägen bei Volkswagen dürfte auch die Unsicherheit vor den italienischen Parlamentswahlen am Wochenende die Märkte etwas belastet haben.

Doch kurz vor Handelsschluss kommt erneut Kauflaune auf, so dass sich der Dax dann doch mit einem satten Plus von 1,03 Prozent oder 78 Punkten bei 7.662 Zählern ins Wochenende verabschiedet. Damit neigt sich eine volatile Handelswoche mit einer Bandbreite vom mehr als 200 Zählern ihrem Ende zu.

Kurstreiber Liquidität

Als Kurstreiber hat sich am Nachmittag die Nachricht erwiesen, dass sich die Banken des Euroraums mit der Rückzahlung von Notkrediten an die Europäische Zentralbank (EZB) sichtlich zurückhalten. Wie die EZB mitteilte, wollen insgesamt 356 Institute 61,1 Milliarden Euro vorzeitig tilgen und damit deutlich weniger als die vom Markt erwarteten etwa 120 Milliarden Euro.

Was auf den ersten Blick gar nicht wie eine gute Nachricht aussieht, erfreut aber den Aktienmarkt, denn mit der Entscheidung der Banken bleibt mehr Liquidität im Markt. "Und das hilft den Aktien", erklärt Thilo Müller, Geschäftsführer bei der Beratungsgesellschaft MB Fund Advisory. Zudem deute die Nachricht auf weiter niedrige Zinsen hin, was die Dividendenpapiere noch attraktiver mache.

Auch an der Wall Street kommt es zu Kursgewinnen. Die überzeugenden Konjunkturdaten aus Deutschland und Anzeichen einer Erholung beim PC-Hersteller Hewlett-Packard haben die US-Börsen zu Handelsstart beflügelt. Der Dow Jones-Index der Standardwerte eröffnete mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 13.948 Punkte. Bei Börsenschluss in Frankfurt notiert der Dow

Der Euro ist am Freitag von geringen Rückzahlungen an EZB-Notkrediten belastet worden. Bei Börsenschluss notiert die Gemeinschaftswährung bei 1,316 Dollar. Am Vormittag hatte der Euro noch einen Cent höher notiert, weil das Ifo-Geschäftsklima stark gestiegen war.

VW enttäuscht trotz Rekordgewinn

Volkswagen VZ: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
189.25
Differenz absolut
-3.15
Differenz relativ
-1.64%

Eine geringer als erwartet ausgefallene Dividende hat die Vorzüge von Volkswagen knapp sieben Prozent ins Minus gedrückt. Die Ausschüttung liege mit 3,56 Euro je Vorzugsaktie zwar über dem Vorjahreswert von 3,06 Euro, sagte ein Händler. "Aber der Konsens war 3,86 Euro." Auch der Ausblick des Autobauers für das laufende Jahr enttäuschte. VW strebt 2013 ein operatives Ergebnis auf Höhe des Vorjahresniveaus an, also 25,5 Milliarden Euro.

Allianz-Chef redet Aktie hoch

Allianz: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
117.20
Differenz absolut
-2.10
Differenz relativ
-1.76%

Überdurchschnittlich zulegen kann dagegen die Allianz-Aktie. Grund sind Äußerungen von Konzernchef Michael Diekmann anlässlich eines Analystentreffens. Danach erwartet der Konzern auch künftig starke Geschäfte der Tochter Pimco. Er sei zuversichtlich, dass sich die Vermögensverwaltung weiter gut entwickele, sagte Diekmann. Pimco war zuletzt größter Wachstumstreiber des Finanzkonzerns. Mögliche Übernahmeziele in Asien hält der Chef des größten europäischen Versicherers für zu teuer, setzt statt dessen beim Vertrieb auf ihre Partnerschaft mit der britischen Bank HSBC.

Fuchs begeistert

Fuchs Petrolub VZ: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
69.84
Differenz absolut
-0.33
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-0.47%

Im MDax sorgt die Aktie von Fuchs Petrolub für Begeisterung. Nach dem vierten Rekordjahr in Folge peilt der Mannheimer Schmierstoffproduzent auch 2013 Bestmarken bei Umsatz und Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) an. Allerdings warnte Fuchs am Vormittag bei Vorlage der vorläufigen Zahlen, das Unternehmen könne die hohen Wachstumsraten der Vorjahre nicht wiederholen. "Ein vorsichtiger Ausblick wie immer", sagte ein Börsianer dazu. Positiv bewertete Analyst Heinz Müller von der DZ Bank die vorgelegte Bilanz. Auch die Anleger freuen sich: die Aktie ist der stärkste Wert im MDax und legt zeitweise um fünf Prozent zu.

Rheinmetall unter Druck

Zu den schwächsten Werten im MDax gehört dagegen Rheinmetall. Die britische Bank HSBC hat die Aktie von "Overweight" auf "Neutral" abgestuft, das Kursziel aber von 47,00 auf 49,00 Euro angehoben. Nach dem jüngsten Lauf der Papiere habe das höhere Kursziel nicht mehr ausreichend Kurspotenzial für seine bisherige Empfehlung der Aktie zu bieten, schrieb Analyst Niels Fehre. Auch hat Rheinmetall keine Ambitionen, seine bereits zu den Akten gelegten Börsenpläne der Tochter Kolbenschmidt-Pierburg wieder hervorzuholen.

Nordex TecDax-Favorit

Nordex: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
10.02
Differenz absolut
-0.62
Differenz relativ
-5.87%

Im TecDax sind Nordex-Aktien mit einem Aufschlag von knapp zehn Prozent auch am Nachmittag unangefochtener Spitzenreiter. Das Börsenmagazin "Der Aktionär" empfehle den Titel, sagte ein Börsianer zur Begründung der Kursgewinne.

Air Berlin setzt Höhenflug fort

Air Berlin: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
1.65
Differenz absolut
-0.08
Differenz relativ
-4.72%

Im SDax setzt die Aktie von Air Berlin ihren Höhenflug fort. Die Fluggesellschaft ist dank des Verkaufs ihres Vielfliegerprogramms an ihren Großaktionär Etihad 2012 knapp in der Gewinnzone gelandet. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 6,8 Millionen Euro. Für das Vielfliegerprogramm "topbonus" hatte Etihad 184,4 Millionen Euro bezahlt.

Texas Instruments erhöht Dividende

Der US-Halbleiter-Experte Texas Instruments beglückt seine Aktionäre: Das Unternehmen erhöht seine Quartalsdividende kräftig und stockt sein Aktienrückkaufprogramm auf. Anteilseigner sollen je Texas-Papier 28 US-Cent erhalten, ein Plus von 33 Prozent. Das Programm wird um 5,0 Milliarden US-Dollar auf 8,4 Milliarden Dollar angehoben. Die Aktie legt kräftig zu.

Hewlett-Packard überrascht positiv

Zwar hat die schwache Nachfrage nach Notebooks und Druckern den weltgrößten Computerhersteller erneut ausgebremst, dennoch übertraf das erste Geschäftsquartal die Erwartungen. Die Gewinnprognose für das zweite Geschäftsquartal fiel ebenfalls höher als gedacht aus. Die Aktie legt an der New Yorker Börse um bis zu sieben Prozent zu.

AIG verliert Milliarden: Aktie steigt

Kräftig bergauf geht es auch mit der Aktie von AIG. Dabei hat der in der Finanzkrise vom Staat gerettete US-Versicherer im abgelaufenen Quartal vier Milliarden Dollar Verlust gemacht. Allerdings sind die operativen Zahlen besser ausgefallen als erwartet, was an der Börse immer gut ankommt.

Air France geht es etwas besser

Die französisch-niederländische Fluggesellschaft Air France-KLM hat 2012 von einer Rekord-Auslastung profitiert und ihren Verlust verringert. Der operative Verlust lag bei 300 Millionen Euro nach einem Minus von 353 Millionen im Vorjahr, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Der Umsatz stieg um 5,2 Prozent auf 25,63 Milliarden Euro.

Maersk spürt Erholung im Containergeschäft

Der dänische Schifffahrtskonzern A.P. Moeller-Maersk hat dank höherer Frachtraten für Container seinen Gewinn deutlich gesteigert. 2012 verdiente die Reederei 4,03 Milliarden Dollar, das sind 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders gut laufe es derzeit im Containergeschäft. Dort ziehe die Nachfrage an.

Stand: 22.02.2013, 20:01 Uhr

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Tagestermine am Mittwoch, 16. April

Unternehmen:
Credit-Suisse: Q1-Zahlen, 6:45 Uhr
Syngenta: Q1-Umsatz, 7:00 Uhr
ASML Holding: Q1-Zahlen, 7:00 Uhr
Danone: Q1-Umsatz, 7:30 Uhr
Tesco: Jahreszahlen, 8:00 Uhr
RWE: Hauptversammlung in Essen, 10:00 Uhr
Axel Springer: Hauptversammlung in Berlin, 10:00 Uhr
Gea Group: Hauptversammlung in Oberhausen, 10:00 Uhr
Bank of America: Q1-Zahlen, 13:00 Uhr
Abbott Laboratories: Q1-Zahlen, 13:45 Uhr
RTL: Hauptversammlung in Luxemburg, 15:00 Uhr
American Express: Q1-Zahlen, 22:00 Uhr
Google: Q1-Zahlen, 22:00 Uhr
IBM: Q1-Zahlen, 22:00 Uhr
BHP Billiton: Q3-Production report
U.S. Bancorp: Q1-Zahlen

Konjunkturdaten:
China: BIP Q1 und Industrieproduktion März, 4:00 Uhr
Japan: Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung Februar, 6:30 Uhr
EU: Leistungsbilanz Februar, 10:00 Uhr
Verbraucherpreise, 11:00 Uhr
USA: Baubeginne und Genehmigungen, 14:30 Uhr
Industrieproduktion März, 15:15 Uhr
Kapazitätsauslastung März, 15:15 Uhr
Energieministerium Ölbericht (wöchentlich), 16:30 Uhr

Sonstiges:
USA: Fed-Chefin Yellen hält Rede vor dem Economic-Club New York

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