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Marktbericht 14:45 Uhr

Marktbericht neutral

Dax hält Rekordniveau nicht

Euphorie auf schwankendem Grund

Erst steigt der Dax steil an, dann geht den Anlegern doch etwas die Puste aus. Zweifel an der Umsetzung der geforderten griechischen Reformen setzen der Rekordjagd vorerst ein schnelles Ende.

Der Dax kletterte zwar in den ersten Handelsminuten um ein Prozent auf ein Rekordhoch von 11.158,55 Zählern. Das erreichte Niveau konnte der Leitindex allerdings nicht verteidigen. Derzeit liegt der Dax um 0,3 Prozent im Plus und bleibt in der Nähe der Marke von 11.100 Punkten.

Griechenland bleibt ein Thema

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Börse 14.00 Uhr

Viele Anleger blieben skeptisch, da Athen eine Liste von Reformvorhaben vorlegen muss, damit weiteres Geld an das hoch verschuldete Land fließen kann. Die Regierung um Alexis Tsipras müsse nun beweisen, inwieweit der Spar- und Reformwillen auch ernst gemeint sei, sagt Christian Henke von IG Markets. Bei Licht betrachtet geht die Hängepartie also weiter, von einer endgültigen Einigung kann nicht gesprochen werden.

Am Dienstag beraten dann die Finanzminister der Euro-Gruppe in einer Telefonkonferenz, ob sie einer Verlängerung zustimmen. Die von den griechischen Offiziellen eingereichten Reformvorschläge müssten sich den kritischen Augen der EU-Vertreter stellen, kommentiert die DZ Bank: "Wir sind gespannt, ob das mit heißer Nadel gestrickte Konzept genügen wird, um das angeschlagene Vertrauensverhältnis zu kitten."

Ifo nicht knackig genug

Der Ifo sorgt für eine leichte Enttäuschung. Er kletterte im Februar lediglich um 0,1 Punkte auf 106,8 Punkte und blieb damit hinter den Erwartungen zurück. Am Markt hatte man mit einem Anstieg auf 107,7 Punkte gerechnet. Die Daten zum deutschen Geschäftsklima hätten die Laune der Anleger etwas getrübt, sagte Lothar Koch von Goldman Sachs.

Der Euro sackte heute wiederholt unter unter Marke von 1,13 Dollar. "Der weitere Ablaufplan für die Verlängerung der Griechenland-Hilfe enthält noch potenzielle Stolpersteine, doch dürfte kaum jemand am Devisenmarkt jetzt noch ernsthaft mit einem Fehlschlag rechnen", kommentierten Experten der Commerzbank. Dennoch hinterlässt das Gezerre Spuren an den Nerven der Anleger.

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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Eine Einigung würde der Einheitswährung wahrscheinlich einen Schub geben und könnte ebenso die Risikoneigung beschleunigen, meint Ilya Spivak, Währungsstratege bei DailyFX. Außerdem unterstrichen Marktbeobachter die dämpfende Wirkung des Ifo-Index'.

US-Sorgen für die Deutsche Bank

Als leicht belastend, wenn auch nicht wirklich überraschend, wertete ein Börsianer einen Bericht des "Wall Street Journal". Demnach könnte die US-Tochter Deutsche Bank Trust am Stresstest der US-Notenbank Fed scheitern. Die Fed wollte sich nicht zu dem Bericht äußern. Erste Ergebnisse des diesjährigen Belastungstests für die Banken in den USA soll es am 5. März geben, die vollständigen Resultate am 11. März.

Commerzbank bekommt Griechenland-Kick

Die Griechenland-Einigung beflügelt ansonsten europaweit Finanzwerte. Im europäischen Leitindex EuroStoxx 50 führen Papiere von ING die Gewinnerliste an. Im Dax gehört die Commerzbank-Aktie zu den größten Kursgewinnern, sie steigt auf ein frisches Zwei-Jahres-Hoch.

Bayer profitiert von Analyse

Bayer: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Auch die Bayer-Aktie ist über die Maßen gefragt. Vor der Bilanzvorlage an diesem Donnerstag hat die Deutsche Bank ihre Einstufung für den Pharma-Titel auf "Buy" mit einem Kursziel von 135 Euro belassen. Die neuerliche Veränderung im Management durch den Weggang des Healthcare-Chefs sei allerdings grundsätzlich nicht gut.

Lufthansa-Aktie mit Analysten-Malus

Die Lufthansa-Aktie leidet unter einer negativen Analystenstimme. Das Analysehaus S&P Capital IQ hat den Titel nach vorläufigen Zahlen für 2014 von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 15,50 auf 13,60 Euro gesenkt. Analyst William King strich in einer Studie vom Freitag heraus, dass der Überschuss nach internationaler Rechnungslegung um 82 Prozent eingebrochen sei.

Daimler weitet Rückruf aus

Mercedes weitet seinen Rückruf wegen möglicher Brandgefahr auf die USA aus. Betroffen sind 147.000 Wagen der E- und CLS-Klasse der Baujahre 2013 bis 2015. Unterdessen mag Daimler-Chef Dieter Zetsche nicht so recht an einen Einstieg von Apple ins Autogeschäft glauben – würde dem aber gelassen begegnen.

VW: Eos vor dem Aus

Volkswagen VZ: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Nach neun Jahren steht das Cabriomodell VW Eos vor dem Produktions-Aus. Wie die "Automobilwoche" meldete, soll die Produktion des Wagens vor Jahresmitte auslaufen. Ein VW-Sprecher bestätigte das Produktionsende, wollte sich aber nicht zum Zeitpunkt äußern. VW-Chef Martin Winterkorn hatte bereits angekündigt, das Cabrio-Programm des Konzerns zu straffen, um wirtschaftlicher zu werden.

Telekom will von Sportwetten profitieren

Deutsche Telekom: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Die Deutsche Telekom steigt in den milliardenschweren Markt der Sportwetten ein. Der Bonner Konzern hat 64 Prozent an der Deutschen Sportwetten GmbH (DSW) übernommen. "Mit der DSW wird im ersten Quartal 2015 in Deutschland ein rein internetbasiertes Sportwettenangebot starten", sagte ein Telekom-Sprecher. Die Hauptversammlung habe dazu schon vor Jahren grünes Licht gegeben.

Kuka und Siemens: Hoher Besuch

Der MDax-Konzern Kuka bekommt heute Besuch von Angela Merkel. Die Bundeskanzlerin will sich nämlich ein Bild über die Digitalisierung in der Industrie machen. Kuka fertigt unter anderem Roboter für die Automobilindustrie. Auch dem Amberger Werk von Siemens stattet Merkel einen Besuch ab. Die Oberpfälzer Fabrik gilt als Paradebeispiel für das Geschäftsfeld "digitale Fabrik" von Siemens.

Aareal Bank kauft Westimmo

Der Wiesbadener Immobilienfinanzierer Aareal Bank übernimmt die Westdeutsche Immobilienbank und legt dafür rund 350 Millionen Euro auf den Tisch. Eine entsprechende Vereinbarung über den vorläufigen Kaufpreis sei mit dem bisherigen Eigentümer, der "Bad Bank" für WestLB-Aktivitäten, unterzeichnet worden, berichtete die Aareal Bank am Sonntag. Die Aktie ist größter MDax-Gewinner.

Metro: Achtung, Dividendenabschlag!

Größter MDax-Verlierer ist Metro. Tatsächlich beruhen die Verluste aber vorwiegend auf einer optischen Täuschung. Die Aktie des Handelskonzerns wird am Montag ex Dividende gehandelt. Der Handelskonzern schüttet 0,90 Euro je Anteil aus. Ohne diesen Dividendenabschlag würde die Metro-Aktie nur leicht im Minus notieren.

Hohes Rückschlagrisiko bei Bilfinger?

Auch die Bilfinger-Aktie wird heute nach unten durchgereicht. Die Investmentbank HSBC hat ihre neutrale Einschätzung aufgegeben und rät nun, die Papiere im Depot unterzugewichten. Das auf 46 Euro gesenkte Kursziel signalisiert ein Rückschlagrisiko von etwa neun Prozent. Zuletzt hatten die Aktien nach dem schwachen Jahr 2014 versucht, einen Boden zu bilden.

Xing: Dividendenerhöhung schiebt Aktie an

Eine massive Wertberichtigung auf das Geschäft mit Veranstaltungen hat dem Karriere-Netzwerk Xing die Bilanz verhagelt. Der Jahresgewinn fiel um fast ein Drittel auf 6,175 Millionen Euro. Trotzdem schraubte Xing die Dividende um 48 Prozent auf 0,92 Euro je Aktie in die Höhe. Das kommt am Markt gut an, die Aktie ist größter TecDax-Gewinner.

QSC: Skeptischer Blick in die Zukunft

Dagegen rauscht die QSC-Aktie zeitweise zweistellig ab. Der IT- und Telekommunikationsanbieter QSC blickt nach einem Verlust von 34,4 Millionen Euro im Jahr 2014 skeptisch auf das laufende Jahr. Unternehmenschef Jürgen Hermann rechnet mit einem weiteren Umsatzrückgang auf einen Wert von mehr als 400 Millionen Euro.

CTS Eventim im Visier des Kartellamts

Im SDax kann die CTS-Eventim-Aktie ihre zeitweise heftigen Verlusten zum Mittag begrenzen. Das Bundeskartellamt hat ein Prüfverfahren gegen den Ticket-Händler CTS Eventim eingeleitet. Ein Sprecher der Behörde in Bonn sprach von einem "Kartellverwaltungsverfahren", das bereits seit einigen Wochen laufe. Man untersuche, ob der Eintrittskartenhändler aus Bremen seine Marktmacht missbrauche.

USU Software bleibt auf Rekordkurs

Die USU Software hat auf Basis vorläufiger Zahlen neue Rekordwerte bei Ergebnis und Umsatz erzielt. Das bereinigte Ebit legte 2014 um 43 Prozent auf 7,3 Millionen Euro zu, der Konzernumsatz stieg um sechs Prozent auf 58,9 Millionen Euro. Die Aktie zieht über zwei Prozent an und nimmt damit wieder Kurs auf ihr 13-Jahres-Hoch vom vergangenen Juni (16,00 Euro).

HSBC mit Gewinneinbruch

Der Vorsteuergewinn der britischen Großbank HSBC brach 2014 um 17 Prozent auf 18,7 Milliarden Dollar ein. Das Ergebnis lag damit deutlich unter den Analystenerwartungen. Die HSBC hat sich zudem erneut für Verfehlungen bei ihrer Schweizer Tochter entschuldigt. Europas größter Bank wird Beihilfe zur Steuerhinterziehung vorgeworfen.

21st Century Fox und Discovery: Fusionsgerüchte

Hochrangige Vertreter von Rupert Murdochs 21st Century Fox und Discovery Communications sollen sich getroffen haben, um eine Fusion auszuloten, die einen 100 Milliarden Dollar schweren Medien- und Unterhaltungskonzern hervorbringen könnte. Das berichtet zumindest die "Australian Financial Review" am Montag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Valeant schnappt sich Salix

In der Pharmabranche bahnt sich die nächste Milliardenübernahme an. Die kanadische Valeant will den US-Rivalen Salix übernehmen. Valeant bezahlt 158 Dollar pro Aktie in bar. Salix wird bei der Transaktion mit rund 14,5 Milliarden Dollar bewertet. Valeant hatte Ende 2014 beim Poker um den Botox-Hersteller Allergan das Nachsehen gehabt. Dieser ging schließlich für 66 Milliarden Dollar unter das Konzerndach des Branchenriesen Actavis.

Honda wechselt Konzernchef aus

Japans drittgrößter Autobauer Honda bekommt einen neuen Chef. Nach einer Rekordzahl von Rückrufen im vergangenen Jahr wird der aktuelle Konzernlenker Takanobu Ito im Juni durch den Honda-Manager Takahiro Hachigo ersetzt. Der 61 Jahre alte Ito solle dem Unternehmen als Berater erhalten bleiben, teilte Honda am Montag mit.

Holcim steigert Gewinn nur leicht

Der Schweizer Baustoffkonzern Holcim hat vor dem Zusammenschluss mit dem französischen Zementhersteller Lafarge den Gewinn um 1,5 Prozent auf 1,62 Milliarden Franken gesteigert. In Nordamerika und in aufstrebenden Ländern stieg der Zementabsatz zwar, aber wegen des starken Franken ging der Umsatz um drei Prozent auf 19,1 Milliarden Franken zurück.

Cap Gemini profitiert von starken Zahlen

Die Aktien des französischen IT-Dienstleisters stiegen um bis zu 2,9 Prozent und waren mit 68,41 Euro so teuer wie zuletzt vor 13 Jahren. Damit haben die Papiere binnen drei Handelstagen acht Prozent zugelegt. Das Unternehmen steigerte seinen Nettogewinn nach Angaben vom vergangenen Donnerstag 2014 um 31 Prozent auf 580 Millionen Euro. Der Umsatz wuchs um 4,8 Prozent auf 10,57 Milliarden Euro und damit etwas stärker als von Analysten erwartet.

ts

Stand: 23.02.2015, 14:45 Uhr

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Tagestermine am Montag, 2. März

Unternehmen:
Airbus: Quartalszahlen Q4, 7 Uhr
Sartorius: Q4-Zahlen, endgültig
Peugeot: Absatzzahlen Februar Uhr
Renault: Absatzzahlen Februar
Wiener Flughafen: Q4-Zahlen

Konjunktur:
EU: Arbeitsmarktdaten Januar,11Uhr
EU: Verbraucherpreise Februar, 1. Schätzung, 11 Uhr

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