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Marktbericht 20:15 Uhr

Marktbericht neutral

Dax fällt zum Handelsschluss

Einmal Erholung und zurück

Enorme Schwankungen, aber letztlich keine Gewinne brachte der Dienstag den Anlegern. Lange sah es nach einer deutlichen Erholung von den Verlusten des Wochenbeginns aus, doch an der Wall Street spielten die Investoren nicht mit.

Der Dow-Jones-Index hielt sich nur zu Handelsbeginn in der Pluszone auf, danach ging es erneut abwärts in New York. Bis zum Schluss des Parketthandels in Deutschland hatte der Index mehr als ein Prozent verloren. Auch der Dax driftete im späten Handel weiter in die Minuszone. Das Xetra-Geschäft hatte er noch mit einem Mini-Verlust von vier Punkten beendet.

Dabei hatte der Handelstag schon deutlich höhere Dax-Stände gesehen. Am Nachmittag erklomm der Index gar die 9.600-Punkte-Marke, fiel danach aber wieder zurück.

Schwelende Griechenland-Krise

Die Kaufscheu der Investoren jenseits wie diesseits des Atlantik hatte mehrere Gründe: Bis zur Neuwahl des griechischen Parlaments am 23. Januar hält die Euro-Krise wieder Einzug ins Börsengeschehen. Die Stabilität der Euro-Zone wird am Finanzmarkt wieder infrage gestellt. Spannungen zwischen der griechischen Oppositionspartei Syriza und der Bundesregierung tun ein Übriges.

US-Daten nicht gut genug

Dazu kamen am Nachmittag Signale zum US-Dienstleistungs-Sektor, die den Anlegern nicht ausreichten. Der ISM-Einkaufsmanagerindex ging für den Monat Dezember überraschend um 3,1 auf 56,2 Punkte zurück. Experten hatten mit einem deutlich kleineren Rücksetzer gerechnet. Offenbar steht die US-Wirtschaft doch nicht auf so starken Füßen wie gedacht.

Euro stabilisiert, Öl weiter abwärts

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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Dem Euro immerhin half die Nachricht in seinem Kampf gegen den scharfen Abwärtstrend. Die Marke von 1,19 Dollar wurde zwar kurzzeitig unterschritten, hielt aber dann doch bis zum Abend. Beim Ölpreis scheint die Talfahrt nicht zu stoppen zu sein. Am Abend kostete ein Barrel der US-Sorte WTI weniger als 48,50 Dollar, der tiefste Stand seit 2009.

Autoaktien profitieren von US-Zahlen

K+S und Aktien von ThyssenKrupp, Bayer und Henkel gehörten zum Xetra-Schluss am Dienstag zu den größten Kursgewinnern im Dax, ohne dass es aktuelle Nachrichten zu den Unternehmen gab. Papiere von Daimler und BMW profitierten neben einer allgemeinen Erholungsstimmung auch von guten Absatzzahlen in den USA im Dezember. Daimler konte seine Verkäufe um 4,3 Prozent steigern. Bei BMW belief sich das Plus im Dezember auf 9,5 Prozent. Die Münchener profitieren zudem von guten Verkaufzahlen der Tochter Rolls-Royce. Einzig bei VW stagnierten die Verkäufe.

Sowohl Daimler als auch BMW sind, wie auch die VW-Tochter Audi auch auf der Computermesse CES in Las Vegas vertreten. Dort kämpfen die Hersteller um den Zukunftsmarkt der selbstfahrenden Autos - unter anderem auch gegen den Internet-Konzern Google.

BMW ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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103.10
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Daimler: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Allianz weiterhin ein Kauf?

Stefan Bongardt von Independent Research hält der Allianz-Aktie die Treue und empfiehlt den Titel trotz der Abflüsse bei der Fonds-Tochter Pimco für einen Kauf. Die Dezember-Abflüsse hätten vor allem mit Anleihe-Verkäufen zum Jahresende zu tun. Weiterhin setzt er ein Kaufziel von 160 Euro. Die Allianz-Aktie liegt ein Prozent im Plus.

Tech-Aktien am Ende

SAP
SAP: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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57.31
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Von der relativen Erholung ausgenommen waren die Aktien von Infineon und SAP, die zu den größeren Verlierern im Dax gehören. Die Experten von Merrill Lynch haben dagegen etwas an der SAP-Aktie auszusetzen, die prompt ans Dax-Ende fällt. Das vierte Quartal dürfte schwierig werden, so die Analysten, weil das Cloud-Geschäft sinkende Gewinnerwartungen mit sich bringe. Der Titel wurde auf "neutral" zurückgestuft, das Kursziel von 64 auf 61 Euro gesenkt.

Airbus offenbar mit Rekordjahr

Airbus: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
49.10
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Die Aktie des MDax-Konzern rückte am Nachmittag im MDax an die Spitze. Airbus habe im vergangenen Jahr einen Auslieferungs-Rekord erreicht, das schrieb die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen "Insider". Bei den Bestellungen sei 2014 zudem eines der besten Jahre gewesen, so die Quelle. Das Unternehmen hält am 13. Januar seine Jahrespressekonferenz ab.

Vossloh-Aktie wird wiederentdeckt

Im SDax zog die Aktie des Bahnspezialisten Vossloh am Nachmittag deutlich an. Das Unternehmen würde stark von den Plänen Chinas zum Ausbau der Hochgeschwindigkeits-Zugstrecken profitieren, hieß es von der Berenberg Bank. Die Experten haben ein Kursziel von 60 Prozent für die Aktie gesetzt.

Verizon vor AOL-Übernahme?

Aktien des US-Internet-Anbieters AOL kletterten am Nachmittag in New York deutlich. Laut Kreisen ist der US-Telefonriese Verizon an AOL interessiert. Der Konzern erwägt laut Bloomberg eine Zusammenarbeit über ein Joint Venture oder einen Kauf, berichtete Bloomberg.

Smartphone von Kodak

Der Foto-Konzern, einst Mitglied im Dow-Jones-Index, vor einem Jahr noch insolvent, will im heiß umkämpften Smartphone-Geschäft mitmischen. Vorstandschef Jeff Clarke will ein Gerät fertigen lassen, das sich besonders für Foto-Aufnahmen und zum Versenden der Aufnahmen eignet. Auf der CES in Las Vegas meldete sich Kodak zurück.

AB

Stand: 06.01.2015, 20:15 Uhr

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Tagestermine am Donnertag, 29. Januar

Unternehmen:
Deutsche Bank: Jahreszahlen, 07:00 Uhr
Infineon: Quartalszahlen Q1
Jenoptik: vorl. Jahreszahlen
Samsung: Quartalszahlen Q4
LG Electronics: Quartalszahlen Q4
Shell: Jahreszahlen, 08:00 Uhr
Nokia: Jahreszahlen
Alibaba: Quartalszahlen Q4, 13.30 Uhr
Nasdaq: Quartalszahlen Q4, 14 Uhr
Ford: Jahreszahlen, 14.30 Uhr
Dow Chemical: Quartalszahlen Q4, 15 Uhr
Harley-Davidson: Quartalszahlen Q4, 15 Uhr
Colgate-Palmolive: Quartalsz. Q4, 17 Uhr
Google: Quartalszahlen Q4, 22.30 Uhr
Amazon: Quartalszahlen Q4, 23 Uhr
Visa: Quartalszahlen Q4, 23 Uhr
Zynga: Quartalszahlen Q4, 23 Uhr

Konjunktur:
Deutschland: Arbeitsmarktdaten Januar, 10 Uhr
Deutschland: Inflationsrate Januar (1. Schätzung)

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