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Marktbericht 20:05 Uhr

Marktbericht neutral

Dax heute wenig verändert

Durchschnaufen nach einer verrückten Woche

Stand: 28.08.2015, 20:05 Uhr

Nach den heftigen Turbulenzen der vergangenen Handelstage hat sich der Dax heute von seiner sanften Seite gezeigt. Bei insgesamt nervösem Handel wollten sich die Anleger nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen.

Zum Handelsschluss stand nach einer wahrlich turbulenten Handelswoche ein leichter Rücksetzer von 0,17 Prozent auf 10.298 Punkte auf der Anzeigtafel. Lange Zeit hatte es eher danach ausgesehen, dass der Index bei nervösem Handel weiter abbröckeln würde. Wirklich dramatische Kursbewegungen wie an den vergangenen Handelstagen gab es aber heute nicht. Auch im Späthandel tat sich nicht nicht mehr viel, der L/E-Dax schloss nahezu unverändert bei 10.295 Zählern.

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Börse 19.00 Uhr

Ob das Schlimmste damit schon überstanden ist, wird von Experten aber bezweifelt, zu nervös war insgesamt das Handelsgeschehen. "Eine derartig große Handelsspanne binnen Wochenfrist spiegelt die hohe Nervosität unter den Marktakteuren wider", sagte IG Markets-Analyst Gregor Kuhn.

Dax
Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Immerhin haben sich die Sorgen um die konjunkturelle Entwicklung in China im Wochenverlauf zumindest etwas verflüchtigt. Auch nachdem die chinesische Notenbank eingegriffen hat. Es wäre aber verfrüht, nun auf eine anhaltende Schönwetterphase zu setzen", warnte Analystin Claudia Windt von der Landesbank Helaba - zumal der September traditionell einer der schwierigsten Aktienmonate sei.

Dow Jones nur kurz im Plus

Dow Jones: Kursverlauf am Börsenplatz Dow Jones Indizes für den Zeitraum Intraday
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An der Wall Street hat sich der Leitindex zwischenzeitlich sogar leicht ins Plus hoch gerabeitet, ehe die Aussicht auf eine Zinserhöhung schon im September den Index wieder ins Minus befördert. Aktuell spricht nämlich der stellvertretende Fed-Chef Stanley Fischer. Nach dessen Ansicht bewegen sich die USA auf eine Zinserhöhung zu. Allerdings wollte er sich nicht auf einen konkreten Zeitpunkt hierfür festlegen. Der Zinsausschuss der Fed kommt am 16. und 17. September zu seiner routinemäßigen Sitzung zusammen. Der Markt rätselt, ob es schon zu diesem Termin zur ersten Zinserhöhung seit neun Jahren kommt.

Ölpreis legen zu

Aufschwung am Nachmittag. Der Ölpreis kam nach zuvor lustlosem Handel doch noch in Wallung und legte deutlich zu. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent legte auf über 50 Dollar zu. Der Preis für das schwarze Gold war zu Wochenbeginn auf den tiefsten Stand seit über sechs Jahren gefallen, ehe er die Talfahrt dann stoppte. Auf Wochensicht sprechen Experten vom stärksten Preisanstieg seit April. Zuletzt haben auch gute Konjunkturdaten aus den USA die Ölpreise gestützt. Die größte Volkswirtschaft der Welt war im zweiten Quartal überraschend stark gewachsen.

Die insgesamt schwache Energiepreisentwicklung ist allerdings ein Hauptgrund für die stagnierende Preisentwicklung in Deutschland. Die Teuerungsrate stieg im August erneut um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Einen geringeren Anstieg gab es zuletzt im Februar. Niedrige Ölpreise werden an den Märkten als Anzeichen für eine schwache Wirtschaftsentwicklung interpretiert - und China ist einer der größten Ölverbraucher der Welt.

Öl (Brent): Kursverlauf am Börsenplatz BNP Paribas für den Zeitraum 1 Monat
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Öl (WTI): Kursverlauf am Börsenplatz New York Mercantile Exchange für den Zeitraum 1 Monat
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Euro beschleunigt Talfahrt

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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Spekulationen, dass es doch eine baldige Leitzinsanhebung in den USA geben könnte, haben den Dollar laut Händlern gestützt und damit die Talfahrt des Euro beschleunigt. Die Ausführungen von Fed-banker Fischer haben den Kurs zuächst unter die Marke von 1,12 Dollar getrieben, ehe sich der Euro wieder etwas erholte. Zuletzt hatte es widersprüchliche Meinungen aus dem Kreis der Fed-Verantwortlichen gegeben. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1268 nach 1,1284 Dollar am Vortag fest.

Postbank will weiter mit Deutsche Bank kooperieren

Bei der anstehenden Trennung von der Deutschen Bank sollen rentable Synergien erhalten werden. Dies kündigte Postbank-Chef Frank Strauß auf der Hauptversammlung an. In kritischen Bereichen wie dem Risikomanagement wird es allerdings eine Trennung geben. Die verbliebenen Kleinaktionäre sollen mit den Stimmen der Deutschen Bank für 35,05 Euro je Aktie aus dem Unternehmen heraus gedrängt werden. Spekulationen über ein höheres Abfindungsangebot hatten zuletzt den Preis der Postbank-Aktie getrieben.

Für Deutsche Bank Co-Chef Jürgen Fitschen könnte der Prozess vor dem Landgericht München indes länger dauern als geplant. Die Staatsanwaltschaft hat überraschend beantragt, weitere 30 Zeugen zu vernehmen, unter anderem den Medienmogul Rupert Murdoch, Springer-Chef Mathias Döpfner, die Springer-Witwe Friede Springer sowie mehrere Bankmanager. Dies würde den Prozess bis weit über das Mitte Oktober geplante Ende hinaus verlängern.

Fitschen sitzt gemeinsam mit seinen Vorgängern Josef Ackermann und Rolf Breuer sowie den Ex-Vorständen Clemens Börsig und Tessen von Heydebreck auf der Anklagebank. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft sollen die Manager ein anderes Gericht belogen haben, um eine milliardenschwere Schadenersatzklage des Medienunternehmers Kirch abzublocken. Die Angeklagten haben die Vorwürfe zurückgewiesen.

Klöckner: Kaufen oder loswerden?

Das sich Analysten wie eine Herde verhalten, stimmt oft, aber nicht immer. Zu Klöckner gibt es heute zwei sich widersprechende Meinungen. Christian Obst von der Baader Bank empfiehlt die Papiere des Stahlhändlers zum Kauf, während sein Kollege Michael Shillaker von der Credit Suisse mit einem "Underperform" nun skeptisch ist. Obst sieht gute Chancen, dass die Markterwartungen im Laufe des dritten Quartals ihren Tiefpunkt erreichen. Shillaker sieht dagegen noch Korrekturrisiken für die Marktschätzungen für 2016. Lohnt sich da vielleicht nicht doch ein Blick auf den Chart?

Pfeiffer Vacuum gefragt

Die Aktie von Pfeiffer Vacuum gehörte zu den größten Gewinnern im TecDax. Die Fachleute von Kepler Cheuvreux kassieren ihre Halteempfehlung und raten nun, das Papier zu kaufen. Das Kursziel sehen sie bei 98 Euro. Angesichts einer steigenden Profitabilität sowie des soliden mittelfristigen Wachstumspotenzials des Vakuumpumpen-Herstellers hätten die Aktien weiter Luft nach oben.

Capital Stage macht Riesensatz

Die Titel von Capital Stage waren bester SDax-titel. Vor einigen Tagen hatte der Solar- und Windparkbetreiber überzeugende Zahlen vorgelegt. Händler begründen den erneuten Kursanstieg damit, dass der Konzern in das "Platow-Musterdepot" aufgenommen wurde. Das Bankhaus Metzler empfiehlt die Aktie mit einem Kursziel von 10,50 Euro zum Kauf. Der Analyst geht davon aus, dass das Unternehmen sein Portfolio in den nächsten drei Jahren verdoppeln werde. Entsprechend rechnet er mit einer sehr positiven Gewinndynamik.

Bieterkampf um Worldpay nimmt Fahrt auf

Beim Bieterkampf um den britischen Zahlungsverkehrsabwickler Wordpay ist nach Insiderberichten ein weiterer Bieter im Rennen. Angeblich hat der französische Ingenico biete danach 8,2 Milliarden Euro (sechs Milliarden Pfund). Nach Medienberichten ist auch die deutsche Wirecard im Rennen. Interesse haben auch die Finanzinvestoren Blackstone sowie Hellman & Friedman.

Das Unternehmen gehörte lange zur Royal Bank of Scotland und befindet sich derzeit im Besitz der Beteiligungsgesellschaften Bain und Advent. Wirecard-Aktien hatten zuletzt gelitten weil Anleger befürchteten, das Unternehmen könnte sich überheben. Wirecards Börsenbewertung liegt bei rund 4,5 Milliarden Euro.

Facebook: Seid umschlungen, Milliarden!

Facebook ist erstmals von einer Milliarde Menschen an einem Tag genutzt worden. Der Meilenstein sei am vergangenen Montag erreicht worden, sagte Mark Zuckerberg. Das weltgrößte Online-Netzwerk hat insgesamt rund 1,5 Milliarden aktive Mitglieder. Facebook arbeitet daran, Milliarden neue Nutzer ins Netz zu bringen. Rund zwei Drittel der Weltbevölkerung hätten noch keinen Zugang zum Internet, betont Zuckerberg häufig.

Apple: Wie oft wurde die Uhr verkauft?

Apple: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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Apple hat nach Berechnungen des IT-Marktforschers IDC im vergangenen Quartal 3,6 Millionen Geräte seiner Computer-Uhr verkauft. Damit habe die Apple Watch aus dem Stand den zweiten Platz im Markt für am Körper tragbare Technik, die sogenannten "Wearables" erklommen. Angeführt werde der Markt vom Fitness-Spezialisten Fitbit, der auf 4,4 Millionen verkaufte Geräte kam.

Apple wird seine nächste iPhone-Generation voraussichtlich in knapp zwei Wochen vorstellen. Der Konzern lud zu einer Neuheiten-Präsentation am 9. September in San Francisco ein. Das genaue Thema wurde wie immer nicht angekündigt.

Aktivistischer Value Investor Icahn handelt

Der für sein aggressives Finanzgebaren bekannte Investor Carl Icahn investiert in den Bergbaukonzern Freeport-McMoran. Der Großanleger gab bekannt, an Freeport einen Anteil von 8,5 Prozent zu besitzen. Icahn begründete das Investment damit, dass das Unternehmen unterbewertet sei.

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Tagestermine am Montag, 31. August

Unternehmen:
Adler Real Estate: Halbjahreszahlen
Bertelsmann: Halbjahreszahlen
Hermle: Halbjahreszahlen

Konjunktur:
Japan: Industrieproduktion Juli (vorläufig), 01:50 Uhr
EU: Verbraucherpreise August (vorläufig), 11:00 Uhr
USA: Chicago Einkaufsmanagerindex August, 15:45 Uhr;
Uni Michigan Verbrauchervertrauen August (endgültig), 16:00 Uhr

Sonstiges:
Großbritannien: Feiertag, Börse geschlossen.

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