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Börsentrend 15:24 Uhr

Börsianer in Feierlaune

Deutschland-Fantasie treibt den Dax

Am deutschen Aktienmarkt herrscht nach überraschend soliden Konjunkturdaten weiter gute Laune. Der Dax ist endlich nach oben ausgebrochen und bietet nun auch charttechnisch Fantasie.

Denn mit dem Überschreiten des bisherigen Jahreshochs bei 7.789 Punkten schlägt nun die Stunde der Chartanalysten, die aus dieser Bewegung weitere Aufwärtsimpulse ableiten.

Der deutsche Leitindex behauptet derweil am frühen Nachmittag sein neues Spitzenniveau knapp unter seinem bisherigen Tageshoch bei 7.853 Punkten. Damit erreicht der Index sein höchstes Niveau seit Januar 2008.

Ifo-Index und Draghi beflügeln

Bereits vor der Veröffentlichung des Ifo-Index für den Januar hatten die Anleger bereits am Aktienmarkt zugegriffen. Sie hatten einen guten Riecher, denn der führende deutsche Geschäftsklimaindex legte das dritte Mal in Folge zu und stieg auf 104,2 Punkte. "Die Konjunkturentwicklung in diesem Jahr könnte durchaus positiver verlaufen als noch vor kurzem erwartet", kommentierte der Chefvolkswirt der Postbank, Marco Bargel.

Hinzu kamen optimistische Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi, der sich auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos äußerte. Draghi bescheinigt den Regierungen der Eurozone, große Fortschritte gemacht zu haben. Er zeigte sich zuversichtlich, dass sich die Wirtschaft des Euroraums in der zweiten Jahreshälfte erholen werde. Negative Nachrichten aus Großbritannien, wo die Wirtschaft im vierten Quartal geschrumpft war, spielen bisher hingegen keine Rolle. Am Abend werden dann noch die neuesten Arbeitsmarktdaten aus Frankreich erwartet.

Euro auf dem Vormarsch

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Die guten Daten aus Deutschland haben auch den Euro angeschoben, der in der Spitze bis auf 1,3464 Dollar kletterte und damit auf den höchsten Stand seit elf Monaten. Die Gemeinschaftswährung profitiert darüber hinaus von der Mitteilung der EZB, das in der kommenden Woche insgesamt 278 europäische Banken Krisenhilfen der Notenbank aus einem langfristigen Refinanzierungsgeschäft aus dem Jahr 2011 zurückführen wollen.

Insgesamt erwartet die EZB am Mittwoch 137,2 Milliarden Euro. Das ist deutlich mehr als von Analysten erwartet und ein weiteres Zeichen für eine zunehmende Entspannung in Euroland.

Merrill schreibt Bayer nach oben

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Bei den Einzelwerten sticht die Aktie von Bayer heraus. Sie ist mit einem Plus von über vier Prozent weiter an der Dax-Spitze, nachdem Merrill Lynch das Papier auf seine Empfehlungsliste "Europe 1" gehoben hat. Auch Henkel setzen ihren Aufschwung nach einer ebenfalls positiven Analystenempfehlung fort. K+S hingegen gehören im Leitindex zu den Verlierern, weil Morgan Stanley die Aktie weiter zum Verkauf empfiehlt.

Merck testet neues Krebsmedikament

Der Darmstädter Pharmakonzern startet mit seinem Krebsmedikament TH-302 einen wichtigen Großversuch mit insgesamt 660 Patienten. Erste Ergebnisse dieses Phase-III-Tests sollen 2016 vorliegen. TH-302 ist ein Medikament gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs. Medikamente müssen vor der Zulassung drei Phasen der klinischen Erprobung durchlaufen. Die Aktie steigt um 1,5 Prozent.

Solarworld kommt dramatisch unter die Räder

Im TecDax liegen Solarworld mit einem Abschlag von rund 30 Prozent weiter tief im Minus. Der Solarkonzern kündigte am Vorabend gravierende Einschnitte bei Anleihen und Schuldscheinen an. Das Unternehmen kann seine Kredite nicht mehr zurückzahlen. Im Schlepptau von Solarworld büßen auch die Aktien anderer Solarunternehmen ein. Besonders der Zulieferer Wacker Chemie und der Wechselrichterhersteller SMA Solar sind betroffen.

Stahlwerte unter Druck

Salzgitter-Aktien gehört nach negativen Analystenkommentaren weiter zu den schwächsten Werten im MDax. Die Experten erwarten eine Abschwächung des Stahlmarktes. Dies belastet auch die ThyssenKrupp-Aktie im Dax, die knapp ein halbes Prozent verliert.

Procter-Zahlen über Erwartungen

Aus den USA hat der Konsumartikelhersteller Procter & Gamble Zahlen für sein zweites Quartal vorgelegt und dabei positiv überrascht. Der Gewinn je Aktie stieg um zwölf Prozent auf 1,22 Dollar, erwartet worden war nur 1,11 Dollar. Auch der Umsatz lag über den Schätzungen. Gleichzeitig erhöhte der Rivale von Beiersdorf und Henkel seine Gewinnprognose. Die Aktie liegt vorbörslich in New York zwei Prozent im Plus.

Samsung mit gigantischem Gewinn

Einen Tag nach den mit Enttäuschung aufgenommenen Zahlen von Apple vermeldet der koreanische Elektronikkonzern Samsung einen neuen Rekordgewinn. Auch hat Samsung mehr Smartphones verkauft als der Rivale Apple.

Trotzdem ist die Samsung-Aktie an der Börse in Seoul um 2,5 Prozent abgerutscht. Der Grund: Apple wird weniger Mikroprozessoren bei Samsung kaufen. Apple-Aktien haben am Abend wegen enttäuschender Quartalszahlen 12,39 Prozent auf 450,47 Dollar eingebüßt.

Microsoft mit schwachen Zahlen

An der Wall Street haben die Zahlen von Microsoft am Abend für Enttäuschung gesorgt. Die Aktie gab im nachbörslichen Handel um 1,4 Prozent nach und liegt auch vorbörslich am Freitag im Minus. Das neue Betriebssystem Windows 8 hat Microsoft bislang nicht den erhofften Durchbruch gebracht.

Starbucks-Kaffee schmeckt

Dagegen liegt ein Kaffee bei Starbucks voll im Trend. Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember stieg der Gewinn um 13 Prozent auf 432 Millionen Dollar, ein Rekordwert. Der Umsatz kletterte um elf Prozent auf 3,8 Milliarden Dollar. Die Aktie liegt kurz vor der New Yorker Eröffnung über vier Prozent im Plus.

Lenovo schaut sich Blackberry an

Der chinesische Computerhersteller Lenovo nimmt bei seiner Suche nach Übernahmekandidaten oder Partnern den angeschlagenen Blackberry-Anbieter RIM ins Visier. "Wir sehen uns alle Möglichkeiten an - RIM und viele andere auch", sagte Lenovo-Finanzvorstand Wong Wai Ming. Der Kurs der RIM-Aktie sprang am Abend über 18 Dollar und notierte 2,8 Prozent fester.

Stand: 25.01.2013, 15:24 Uhr

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