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Marktbericht 20:05 Uhr

Marktberichtsbild negativ mit einer Karrikatur eines zu schwachen Gewichthebers

Uneinheitliche Tagestendenz

Der Dax schwächelt

Stand: 11.05.2016, 20:05 Uhr

Am Aktienmarkt fehlt derzeit die rechte Aufbruchsstimmung. Der Dax kämpft heftig mit der Marke von 10.000 Punkten, ohne dass der Durchbruch gelingt. Aktien aus der zweiten Reihe schlugen sich dafür nach vielen Bilanzzahlen etwas besser, so dass es insgesamt keinen klaren Trend gab.

Am Ende schloss der deutsche Leitindex bei 9.975 Punkten, ein Tagesverlust von 0,7 Prozent. Lange Zeit sah es sogar danach aus, als würde der Index sogar in der Nähe seines Tagestiefs bei 9.950 Punkten schließen, ehe anziehende Ölpreise dem Markt im späten Geschäft noch etwas halfen.

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Börse 19.00 Uhr

Die Marke von 10.000 Punkten, die der Index auf Schlusskursbasis erst am Vortag wieder erobert hatte, ging jedoch wieder verloren. Ein starker Euro und eine schwächere Wall Street drückten auf die Stimmung der Anleger. Nur im frühen Geschäft wurde bei 10.055 Punkten, dem heutigen Tageshoch, ein kurzer Kletterversuch gestartet.

Die zahlreichen Quartalsberichte, vornehmlich aus dem MDax, hatten heute kaum Einfluss auf das Marktgeschehen und sorgten nicht für die benötigten frischen Impulse. Der MDax schlug sich mit einem Miniminus von 0,02 Prozent aber trotzdem klar besser als der Dax. Der TecDax legte sogar um 0,6 Prozent zu, so dass sich kein einheitliches Bild ergab.

Dax
Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
10.587,77
Differenz absolut
58,18
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+0,55%
MDax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
21.560,14
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79,82
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+0,37%

Dabei bleibt im Leitindex Dax die eher psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten eine hohe Hürde. "Der Deutsche Aktienindex rennt bei 10.000 Punkten gegen eine Wand an", kommentierte Jochen Stanzl von CMC Markets. Richtig schlechte Nachrichten gab es andereseits aber auch nicht.

Dow Jones: Kursverlauf am Börsenplatz Dow Jones Indizes für den Zeitraum Intraday
Kurs
18.395,40
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-53,01
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-0,29%

Von der Wall Street kommt ebenfalls nicht viel Neues. Anders als bei uns liegen derzeit alle großen Indizes im Minus. Der Leitindex Dow Jones, der am Vortag kräftig um über 200 Punkte zugelegt hatte, verliert aktuell 0,8 Prozent. Der S&P-500-Index und die Nasdaq geben je 0,5 Prozent nach.

Euro weiter sehr robust

Auch am Devisenmarkt herrscht derzeit wegen der fehlenden Konjunkturdaten Flaute. Der Euro behauptet aber zum Leidwesen der deutschen Exporteure weiterhin sein hohes Niveau und hat sich am Nachmittag deutlich auf 1,1434 Dollar erholt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1409 (Dienstag: 1,1375) US-Dollar fest.

Der Blick des Marktes geht momentan auch in Richtung Yen, dessen Stärke der japanischen Regierung gar nicht gefällt. Der Yen hatte sich zuletzt zum Dollar in einer Gegenreaktion etwas abgeschwächt, nachdem der japanische Finanzminister Taro Aso deutlich gemacht hatte, dass die Regierung eingreifen könnte, falls sich die Yen-Stärke der vergangenen Wochen fortsetze.

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
1,1198
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-0,82%
US-Dollar in Yen: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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101,82
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1,28
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+1,27%
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49,72
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0,30
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+0,60%

Zumindest vom Ölmarkt kam aber noch etwas Rückendeckung. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent legte auf über 47 Dollar zu, auch Leichtöl der US-Sorte WTI zog an. Die Preise reagierten auf überraschend gesunkene US-Lagerbestände, die die US-Energiebehörde am Nachmittag bekannt gab. Experten und auch der US-Branchenverband hatten hingegen im Vorfeld einen Anstieg prognostiziert - trotz der jüngsten Waldbrände in der kanadischen Schieferölregion Alberta.

Eon am Dax-Ende

Das hören Anleger gar nicht gerne: Der Energiekonzern Eon hat zur Finanzierung der Atomausstiegskosten eine Kapitalerhöhung nicht ausgeschlossen. Die Eon-Aktie war vor diesem Hintergrund der mit Abstand größte Dax-Verlierer und zog auch Titel des Rivalen RWE mit sich in die Tiefe. Gewinner des Tages waren ThyssenKrupp, die zuletzt aber sehr volatil tendierten.

ThyssenKrupp: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
21,34
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0,19
Differenz relativ
+0,90%

Deutsche Post: Voll auf Zack

Auch die Aktie der Deutschen Post blieb nach Quartalszahlen gefragt und trotzte damit der schwachen Marktstimmung. Der Boom im Paket- und Expressgeschäft hat der Deutschen Post DHL zum Jahresstart kräftigen Schwung gebracht. Unter dem Strich sprang der Überschuss um 29 Prozent auf 639 Millionen Euro nach oben.

Deutsche Börse hält an Übernahmeplänen fest

Der Frankfurter Börsenbetreiber sieht nach den Worten von Firmenchef Cartsten Kengeter keine Kartellprobleme bei einem Zusammenschluss mit der Londoner Börse. Auch ein möglicher Austritt Großbritanniens aus der EU ficht ihn nicht an, könnte aber zur Verlagerung bestimmter Geschäfte führen. Auf der heutigen Hauptversammlung hatten Aktionärsvertreter die Sorge geäußert, dass die LSE im Fall eines Austritts deutlich an Wert verlieren könnte. Für 2015 werden 2,25 Euro ausgeschüttet nach 2,10 Euro im Vorjahr.

Martin Blessing geht zur UBS

Brisante Personalie am Nachmittag. Die Schweizer Großbank UBS bestätigte Pressegerüchte, nach denen Ex-Commerzbank-Chef Martin Blessing in den Vorstand der Bank einziehen werde. Blessing trete am 1. September die Nachfolge von Schweiz-Chef Lukas Gähwiler an, heiß es in der Mitteilung. "Mit Martin Blessing gewinnen wir für UBS einen Vollprofi mit starkem Leistungsausweis und viel Erfahrung in allen Bereichen des Geschäfts", erklärte UBS-Konzernchef Sergio Ermotti.

VW-Manager entlasten sich selbst

Volkswagen empfiehlt der Hauptversammlung am 22. Juni, alle Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrats zu entlasten. Dies geht aus der Einladung zur Aktionärsversammlung vor, die am Donnerstag veröffentlicht werde. Nach dem heutigen Stand seien bei den laufenden Untersuchungen zur Abgasaffäre keine Pflichtverletzungen festgestellt worden, hieß es. Schadenersatzansprüche blieben aber auch bei einer Entlastung bestehen.

Volkswagen VZ: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
124,20
Differenz absolut
3,80
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+3,16%

Gleichzeitig zieht mit der Wirtschafts- und IT-Expertin Hessa Al Jaber eine weitere Frau in den Aufsichtsrat ein. Sie ist Vertreterin des Emirates Katar, das mit 17 Prozent drittgrößter Anteilseigner bei VW ist. Damit erhöht sich die Frauenquote im Kontrollgremium, ohne die eine Wiederwahl von Gremiumschef Pötsch nicht möglich gewesen wäre. Vertreter Katars hatten zuletzt die starke Rolle des Betriebsrats bei VW kritisiert. Dies würde die Reformfähigkeit des Konzerns behindern.

Talanx sieht sich auf Kurs

Der Versicherer aus dem MDax hielt heute ebenfalls seine Hauptversammlung ab. Firmenchef Herbert Haas erklärte, nach den ersten vier Monaten des laufenden Jahres sei Talanx auf Kurs, das Jahresziel von 750 Millionen Euro zu erreichen. Über die genauen Zahlen aus dem ersten Quartal will Talanx am Freitag berichten. Talanx hält unter anderem 50,2 Prozent am Rückversicherer Hannover Rück, ebenfalls aus dem MDax.

Die Hannoveraner hatten im ersten Quartal den Gewinn stabil bei 271 Millionen Euro gehalten und streben 2016 ein Ergebnis von 950 Millionen Euro an. Hannover Rück-Aktien wurden heute mit Dividendenabschlag gehandelt und lagen daher am MDax-Ende. Unter Berücksichtigung der Auszahlung von 4,75 Euro hätte es aber ein kleines Plus gegeben.

Metro schreibt operativ wieder schwarz

Der Handelskonzern Metro hat es beim um Sondereffekte bereinigten operativen Ergebnis im zweiten Quartal vor allem dank eines wachsenden Geschäfts überraschend in positives Terrain geschafft. Nach einem Verlust von 24 Millionen Euro im Vorjahr erzielte der Konzern hier nun einen Gewinn von 11 Millionen Euro. Metro-Aktien legten im MDax zu.

Lanxess wird ehrgeiziger

Der im MDax notierte Spezialchemiekonzern Lanxess ist nach einem Gewinnplus im ersten Quartal zuversichtlicher fürs Gesamtjahr und rechnet nun mit einem operativen Ergebnis (Ebitda) zwischen 900 und 950 Millionen Euro. Bisher hatte Lanxess 880 bis 930 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Hochtief bleibt auf Kurs

Der größte deutsche Baukonzern Hochtief hat im ersten Quartal operativ mehr verdient. Das bereinigte operative Ergebnis legte um 19 Prozent auf 72 Millionen Euro zu, der Auftragseingang stieg deutlich um 31 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro. Der Essener Bauriese gehört zum spanischen ACS-Konzern.

Bilfinger vor einem Scherbenhaufen

Der kriselnde Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger hat im ersten Quartal nach Steuern erneut rote Zahlen geschrieben. Von Januar bis März belief sich der Verlust des im MDax notierten Unternehmens auf 76 Millionen Euro nach einem Minus von 17 Millionen Euro im Vorjahr.

Auf der heutigen Hauptversammlung mussten sich Management und Aufsichtsrat heftige Vorwürfe der frustrierten Aktionäre gefallen lassen. Sie sprachen von einem "Scherbengericht" und "Chaostagen in Mannheim". Der Traditionskonzern steht vor der Zerschlagung, diskutiert wird der Verkauf des Bau- und Immobilienservicegeschäfts, dem Kernstück der Mannheimer Firma. Auch der überraschende Rücktritt von Ex-Firmenchef Per Utnegaard kam zur Sprache.

LEG Immobilien: Profiteur der Niedrigzinsen

Beneidenswerte Ruhe hingegen beim MDax-Kollege LEG-Immobilien. Der Wohnungskonzern profitiert von niedrigeren Zinsen auf seine Schulden und rechnet deshalb 2016 nun für das in der Branche viel beachtete operative Ergebnis aus dem laufenden Geschäft (FFO) mit 257 bis 262 Millionen Euro. Zuvor war LEG von einem Anstieg auf 254 bis 259 Millionen Euro ausgegangen.

Axel Springer-Zahlen gefallen nicht

Der Axel-Springer-Verlag ist dank des florierenden Digitalgeschäfts mit einem Plus von 5,2 Prozent auf 125,9 Millionen Euro beim operativen Ergebnis ins Jahr gestartet. Damit blieb der Herausgeber von "Bild" und "Welt" aber hinter den Analystenprognosen zurück und gehörte zu den größten MDax-Verlierern.

RTL trumpft auf

Der Fernsehkonzern RTL Group hat Umsatz und Gewinn im ersten Quartal noch stärker gesteigert als erwartet. Dank guter Geschäfte seiner werbefinanzierten Sender in Europa und seines internationalen TV-Produktionsgeschäfts schnellte der Überschuss um 30,2 Prozent auf 138 Millionen Euro in die Höhe.

Jenoptik kommt nicht gut an

Die Jenoptik-Aktie ging nach einem Gewinneinbruch als TecDax-Schlusslicht aus dem Handel. Unter dem Strich blieb im ersten Quartal ein Gewinn in Höhe von 6,5 Millionen Euro. Das war gut ein Fünftel weniger als ein Jahr zuvor. Allerdings hatte Jenoptik im Vorjahr unter anderem von günstigen Währungseffekten profitiert.

Carl Zeiss Meditec sieht genauer

Da machte es Indexkollege Carl Zeiss Meditec schon besser, dessen Aktie heute gefragt war. Der Medizintechnikanbieter hat seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2016 nach einem Umsatz- und Ergebnisplus zu Jahresbeginn präzisiert. Das Unternehmen aus Jena rechnet für das Gesamtjahr nun mit Erlösen zwischen 1,08 und 1,12 Milliarden Euro.

Air Berlin tief in den roten Zahlen

Im ersten Quartal weitete die Fluglinie ihren operativen Fehlbetrag (Ebit) von 160 Millionen Euro vor Jahresfrist auf 172 Millionen Euro weiter aus. Der Umsatz schrumpfte um gut sieben Prozent auf 737 Millionen Euro. Die juristische Diskussion um die umstrittenen Gemeinschaftsflüge mit dem Partner Etihad sowie die Anschläge in Ägypten und der Türkei hätten das Geschäft belastet, erläuterte Konzernchef Stefan Pichler.

Die Araber stützen Air Berlin, um über Codesharing-Flüge mehr Ziele anbieten zu können. Air Berlin hat bereits ein negatives Eigenkapital. Der Nettoverlust sank um 13 Prozent auf 182 Millionen Euro. Für den weiteren Jahresverlauf zeigte sich Pichler zuversichtlich und stellte ein besseres Ergebnis in Aussicht. Die Zahlen kamen nach Börsenschluss und waren eigentlich erst morgen erwartet worden.

Vivendi verdient weniger

Vivendi: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra EU Stars für den Zeitraum Intraday
Kurs
17,16
Differenz absolut
-0,42
Differenz relativ
-2,36%

Der französische Medienkonzern aus dem EuroStoxx 50-Auswahlindex hat zum Jahresauftakt wegen Umbauarbeiten seiner Musiksparte weniger verdient. Das operative Ergebnis (Ebita) sank um 2,5 Prozent auf 213 Millionen Euro. Die Konzernumsätze gingen um 1,4 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro zurück.

Büroartikelfusion in USA geplatzt

Aktien der beiden Büroartikelhersteller Staples und Office Depot fallen deutlich an der Nasdaq, nachdem deren geplante, 6,3 Milliarden Dollar schwere Fusion am Widerstand der Wettbewerbshüter gescheitert ist. Zuvor hatte ein US-Richter die wettbewerbsrechtlichen Bedenken der Aufsichtsbehörde FTC bestätigt und die Fusionsverhandlungen vorläufig unterbrochen. Daraufhin brachen beide Unternehmen die Fusion ab.

Toyota: Kein neues Rekordjahr

Der japanische Autobauer Toyota rechnet im laufenden Geschäftsjahr 2016/17 wegen des starken Yen mit einem Gewinnrückgang von 35 Prozent. Im abgelaufenen Bilanzjahr bis Ende März kletterte der Überschuss um 6,4 Prozent auf umgerechnet 18,66 Milliarden Euro.

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Die weltgrößten Logistiker

Von Fedex bis DHL

Deutsche Post: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 6 Monate

Deutsche Post

Mit einem Umsatz im Logistikgeschäft von 46,3 Milliarden Euro bei einem Gesamtumsatz von 59,2 Milliaden Euro ist die Deutsche Post das größte Logistikunternehmen der Welt.

Deutsche Post: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 6 Monate

Deutsche Post

UPS: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday

UPS

China Railway Group: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 6 Monate

China Railway Group

FedEx: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 6 Monate

FedEx

AP Moeller-Maersk: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 6 Monate

AP Moeller-Maersk

Kühne + Nagel: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 6 Monate

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Tagestermine am Montag, 29. August

Unternehmen:
Steinhoff International: Trading Update

Konjunktur:
USA: Private Einkommen und Ausgaben Juli, 14:30 Uhr
Griechenland: BIP 2. Quartal (endgültig), 11:00 Uhr

Sonstiges:
Großbritannien: Feiertag, Börse geschlossen

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