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Börsentrend 7.52 Uhr
Negative Vorgaben
Dax wieder auf Talfahrt erwartet
Die Sorge um ein vorzeitiges Ende der Anleihekäufe durch die US-Notenbank Fed hat am Abend die Börsen in New York und Tokio ins Minus gedrückt. Das dürfte auch den Dax belasten.
Broker sehen den Dax am Morgen gut ein halbes Prozent tiefer bei 7.688 Punkten, nachdem er bereits gestern 0,3 Prozent nachgegeben hatte. Grund ist die Enttäuschung der Anleger über das am Abend veröffentlichte Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed. Darin äußern sich die Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses besorgt über den extrem aggressiven Kurs der Fed. Anleger fürchten nun ein baldiges Ende der Anleihekäufe.
Diese Sorge hat am Abend bereits die New Yorker Börsen belastet. Der Dow Jones Industrial schloss wieder unter der Marke von 14.000 Punkten. Mit einem Minus von 0,77 Prozent bei 13.927,54 Punkten verbuchte der US-Leitindex sogar den zweitgrößten prozentualen Verlust seit Beginn des neuen Jahres.
Enttäuschung auch in Tokio
Die Enttäuschung der Anleger über das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed hat nach der Wall Street auch die Tokioter Börse belastet. Die Kurse rutschten am Morgen unter den höchsten Stand seit 52 Monaten, auf den sie am Vortag gestiegen waren. Zu den größten Verlierern gehörten dabei Exporteure und Baumaschinen-Hersteller. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index geht 1,4 Prozent schwächer aus dem Handel bei 11.309 Punkten. Die Börse in Shanghai fiel um 3,2 Prozent.
Auch der Euro büßt deutlich ein und notiert am Morgen bei 1,325 Dollar. An den europäischen Börsen dominieren an diesem Donnerstag die Zahlen der großen Versicherungskonzerne Allianz, Axa und Swiss Re. Auf Konjunkturseite könnten im Handelsverlauf Einkaufsmanagerdaten aus Europa für frische Impulse sorgen, bevor am Nachmittag in den USA der Philly-Fed-Index ansteht.
"Sandy" kann Allianz nicht erschüttern
Trotz der Belastungen durch den Sturm in den USA im Oktober hat Europas größter Versicherer 2012 das operative Ergebnis um ein Fünftel auf 9,5 Milliarden Euro gesteigert und damit stärker als von Analysten erwartet. Netto blieben 5,2 (2011: 2,5) Milliarden Euro in der Kasse. Im Jahr zuvor hatten noch milliardenschwere Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen das Ergebnis belastet. Die Aktionäre bekommen trotzdem nicht mehr. Die Dividende soll stabil bei 4,50 Euro je Aktie bleiben. Vorstandschef Michael Diekmann geht mit Optimismus ins neue Jahr.
Swiss Re beglückt Aktionäre
Die Anteilseigner des Munich-Re-Konkurrenten sollen eine Sonderdividende von vier Schweizer Franken erhalten. Damit werden 2,8 Milliarden Dollar der Kapitalreserven ausgezahlt. Zudem profitieren die Anteilseigner vom Gewinnsprung. Die reguläre Dividende werde um 50 Rappen auf 3,50 Franken erhöht. Die Swiss Re erfüllt damit ihr Versprechen, überschüssiges Geld nicht unnötig lange im Haus zu halten. Der Überschuss stieg 2012 vor allem wegen deutlich geringerer Belastungen aus Großschäden um 60 Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar.
Axa in guter Verfassung
Der nach der Allianz zweitgrößte europäische Versicherungskonzern Axa aus Frankreich hat 2012 sein operatives Ergebnis um 13 Prozent auf 4,25 Milliarden Euro gesteigert. Das deutliche Plus wurde von einem starken Geschäft mit Kranken- und Lebensversicherungen getragen. im Schaden- und Unfallbereich - der größten Sparte des Konzerns - blieb der operative Gewinn stabil. Unter dem Strich verdienten die Franzosen mit 4,15 Milliarden Euro etwas weniger als 2011. Die Aktionäre sollen eine um drei auf 72 Cent erhöhte Dividende erhalten.
Rhön peilt Gewinnzuwachs an
Nach einem massiven Gewinnrückgang im vergangenen Jahr peilt Rhön-Klinikum im laufenden Geschäftsjahr wieder eine Steigerung an. Der Konzerngewinn soll sich auf 110 Millionen Euro verbessern. Sowohl beim Gewinn wie auch beim operativen Ergebnis erwarten die Franken eine Schwankungsbreite von plus/minus fünf Prozent. Steigende Patientenzahlen sollen beim Umsatz erstmals zu einer Steigerung auf um die drei Milliarden Euro führen. Beim operativen Ergebnis (Ebitda) stellt der neue Konzernchef Martin Siebert einen Anstieg auf 325 Millionen Euro in Aussicht.
Sony mit Playstation 4
In einem Präventivschlag gegen Microsoft hat Sony in New York erstmals seit sieben Jahren eine neue Spielkonsole enthüllt. Die mit großer Spannung erwartete PlayStation 4 soll den Rückgang der Nutzerzahlen mit dem Streamen von auf Servern veranstalteten Spielen und einer Touchscreen-Steuerung eindämmen. Der Nachfolger der PlayStation 3 wird sich vor allem im Kampf gegen Microsofts Überarbeitung der marktführenden XBox behaupten müssen, die in diesem Sommer erwartet wird.
Knauf will mehr von Klöckner
Der Baustoff-Unternehmer Albrecht Knauf will seine Beteiligung am Stahlhändler Klöckner & Co laut einem Zeitungsbericht nicht über 30 Prozent hinaus aufstocken. Der Milliardär wolle seinen Anteil von zuletzt 7,8 Prozent zeitnah auf mindestens 25 Prozent erhöhen, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Branchenkreise. "Die Marke von 30 Prozent soll aber nicht überschritten werden", hieß es in dem Bericht. Denn Knauf wolle ein Übernahmeangebot vermeiden.
Zapf Creation bald am Ende?
Der angeschlagene Puppenhersteller Zapf Creation gerät zunehmend unter Druck. Das Unternehmen teilte am Mittwochabend mit, dass ein Verlust in Höhe von mehr als der Hälfte des Grundkapitals der Gesellschaft eingetreten ist. Dies sei zurückzuführen auf eine weitere Ergebnisbelastung im Zusammenhang mit dem Geschäftsverlauf 2012 sowie auf Wertberichtigungen.
DAB Bank verdient mehr
Die DAb Bank hat 2012 ihr Vorsteuerergebnis gegenüber dem Vorjahr um neun Prozent auf 28,03 Millionen Euro gesteigert. Die Aktionäre sollen deshalb eine Dividende von 21 Cent je Aktie erhalten. Im vierten Quartal 2012 erreichte die DAB Bank ein Vorsteuerergebnis von 6,60 Millionen Euro - deutlich höher als das Ergebnis des Vorquartals von 5,44 Millionen Euro.
Stand: 21.02.2013, 07:52 Uhr