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Marktbericht 11:40 Uhr

Marktbericht neutral

Standardwerte fallen vom Allzeithoch zurück

Dax: Vorfreude ist die schönste Freude

von Angela Göpfert

Der deutsche Leitindex kann im Vorfeld der EZB-Sitzung zwar ein neues Rekordhoch verbuchen. Doch hinter dem weiteren Aufwärtspotenzial des Dax stehen einige Fragezeichen.

Denn natürlich stellen sich Anleger zunehmend die Frage: Was passiert mit dem Dax nach diesem Donnerstag? Nach dieser sehnsüchtig erwarteten EZB-Sitzung? Nach dieser markanten Vorfreude? Und vor allem nach den Wahlen in Griechenland am Sonntag?

Ein kurzfristiges Luftholen der Märkte, ein "Sell the facts", scheint aus heutiger Sicht die wahrscheinlichste Reaktion. Auch beim Euro scheint der aktuelle Trend kurzfristig ausgereizt, eine Gegenreaktion, somit eine Erholung zum Dollar wäre nicht unwahrscheinlich.

An die Absicherung denken!

Fakt ist: Mit jedem weiteren Punkt Anstieg im Dax trübt sich das Chance-Risiko-Verhältnis für die Bullen weiter ein. Privatanleger sollten sich noch vor Donnerstag um eine geeignete Absicherung ihres Depots bemühen, um die angelaufenen Gewinne nicht unnötig zu gefährden.

Aus technischer Sicht wäre aber jeder Rückschlag, der oberhalb der 10.093, und damit oberhalb der alten Ausbruchsmarke, zum Erliegen kommt, konstruktiv und damit als potenzielle Einstiegsgelegenheit zu werten. Denn mittelfristig hat der Dax nach seinem jüngsten Ausbruch noch Potenzial bis zur runden Marke von 10.700 Punkten.

ZEW-Index auf Elf-Monats-Hoch

Der Dax kann bis zum Mittag auf das gestrige Allzeithoch jedoch nur ein paar magere Pünktchen draufsetzen. Nach 10.293 liegt die neue Bestmarke nun bei 10.298 Zählern.

Die zu Handelsauftakt gerissene Kurslücke wird im Lauf des Vormittags jedoch geschlossen, das vorläufige Tagestief liegt bei 10.239 Punkten. Der ZEW-Index bringt nur kurzfristig frischen Wind. Und das, obwohl die Konjunkturerwartungen unerwartet stark gestiegen sind und den höchsten Stand seit Februar 2014 erreicht haben.

Der Dax hängt am Dow

Viel hängt nun auch davon ab, wie sich die US-Börsen heute schlagen werden. Schließlich ist der Dax seinen großen Brüdern an der Wall Street zuletzt arg davongeeilt. Diese Schere dürfte bald in die eine oder andere Richtung geschlossen werden.

Für gewöhnlich starten die Anleger nach einem Feiertag wie dem gestrigen "Martin Luther King Day" gut gelaunt in die neue Börsenwoche. Der Feiertagseffekt und die Charttechnik liefern positive Vorgaben für den heutigen Handelstag an der Wall Street.

Deutsche Lufthansa im Analysten-Aufwind

Lufthansa: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
15.06
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+0.30%

Mit Abstand größter Kursgewinner im Dax ist die Deutsche Lufthansa. Die britische Großbank Barclays hat den Titel von "Equal Weight" auf "Overweight" angehoben und das Kursziel von 12,80 auf 18,00 Euro nach oben korrigiert. Seit ihrem Oktober-Tief hat die Aktie rund 37 Prozent hinzugewinnen können.

Continental von Deutsche Bank belobigt

Auch die Conti-Aktie notiert deutlich im Plus. Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Continental von 195 auf 205 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Sparte Powertrain verfüge über eine Kerntechnologie, die von den gesetzlichen Regelungen zur Beschränkung des CO2-Ausstoßes profitieren dürfte.

SAP lässt sich mehr Zeit

Heftige Kursverluste verbucht hingegen die SAP-Aktie. Der Softwarekonzern macht wegen des Ausbaus des Cloud-Geschäfts erneut Abstriche am Gewinnwachstum in den kommenden Jahren. Das Betriebsergebnis soll 2017 nur zwischen 6,3 und 7,0 Milliarden Euro liegen bei einem Gesamtumsatz von maximal 22 Milliarden Euro.

Henkel: Das dauert noch

Der Konsumgüterkonzern Henkel bekommt die positiven Auswirkungen des sinkenden Ölpreises nur verzögert zu spüren. "Bis sich die Folgen der Ölpreisveränderung in unserem Ergebnis bemerkbar machen, kann es bis zu einem halben Jahr dauern", sagte Henkel-Chef Kasper Rorsted der "FAZ".

Eon beharrt auf Hilfen

Eon
Eon: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
13.92
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0.18
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+1.27%

Die Eon-Aktie kann aus dem Doppel-Tief bei 12,23/12,35 Euro im Oktober/Januar bislang nicht so recht Potenzial schöpfen. Die Aktie notiert klar im Minus. Der Chef des Energiekonzerns, Johannes Teyssen, beharrt trotz der ablehnenden Haltung der Bundesregierung auf Hilfen für die schwächelnden Kohle- und Gaskraftwerke in Deutschland.

Wincor Nixdorf: Achtung, Dividendenabschlag!

Mit Abstand größter Verlierer im MDax ist die Wincor-Nixdorf-Aktie. Das heftige Kursminus ist zum großen Teil der Tatsache geschuldet, dass die Aktie nach der gestrigen Hauptversammlung heute ex Dividende notiert. Der Hersteller von Geldautomaten und Kassensystemen schüttet 1,75 Euro je Anteil aus.

Manz: 50 Prozent Aufwärtspotenzial?

Manz: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
63.73
Differenz absolut
-0.25
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-0.39%

Die Analysten von Equinet haben die Manz-Aktie mit "Buy" und einem Kursziel von 100 Euro gestartet. Die 100 Euro sind allerdings recht ambitioniert, implizieren sie doch im Vergleich zum aktuellen Kurs von rund 64 Euro ein Aufwärtspotenzial von weit über 50 Prozent.

Kabel Deutschland knickt ein

Der Hedgefonds Elliott Management hat sich mit seiner Forderung nach einer außerordentlichen Hauptversammlung bei Kabel Deutschland durchgesetzt. Dem Antrag des Minderheitsaktionärs wurde am Montag stattgegeben. Das Aktionärstreffen soll voraussichtlich am 20. März in München stattfinden. Elliott fordert eine Sonderprüfung im Zusammenhang mit der Übernahme durch Vodafone.

Patrizia Immobilien bestätigt Prognose

Im SDax hat Patrizia Immobilien am Morgen seine Prognose eines für 2014 in Aussicht gestellten operativen Ergebnisses von mindestens 50 Millionen Euro bestätigt. Der Immobilienkonzern habe alle wesentlichen für 2014 gesetzten Ziele erreicht. Das honorieren die Anleger mit Kursgewinnen.

Hawesko-Chef zieht sich zurück

Dagagen fällt die Hawesko-Aktie deutlich zurück. Der Machtkampf um die künftige Ausrichtung des Weinhändlers ist entschieden. Vorstandschef Alexander Margaritoff wird zum 30. Juni sein Amt niederlegen. Margaritoffs Anteile von rund 30 Prozent gehen an den Hawesko-Aufseher und Großaktionär Detlev Meyer und dessen Holding Tocos.

WMF: Raus mit den Kleinanlegern!?

Die Finanzinvestoren KKR und Fiba wollen heute die Komplettübernahme des Küchengeräteherstellers WMF in trockene Tücher bringen. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung soll die Übertragung der Anteile der Minderheitsaktionäre beschlossen werden, um WMF von der Börse nehmen zu können.

Unilever leidet unter China-Schwäche

Der niederländische Konsumgüterkonzern Unilever hat im vierten Quartal auf dem einstigen Hoffnungsmarkt China einen Einbruch bei den Umsätzen hinnehmen müssen. Im Gesamtjahr sank der Umsatz um 2,7 Prozent auf 48,4 Milliarden US-Dollar, während der Gewinn um 5,0 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro zulegte.

Facebook ungeahnt behutsam

Facebook: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
68.12
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Facebook will sich mit dem Geldverdienen in seinem Kurznachrichtendienst Messenger Zeit lassen. "Wir wollen die App nicht mit Werbung zukleistern", der Komfort für Nutzer habe Vorrang, sagte der zuständige Facebook-Manager David Marcus. Facebook habe keine Eile, in der Plattform Umsätze zu erwirtschaften.

Twitter schlägt in Indien zu

Twitter treibt seine Expansion in Indien voran. Der Kurznachrichtendienst übernimmt das in der Telefonwerbung tätige Start-Up ZipDeal. Einen Kaufpreis nannte der US-Konzern nicht. Das Online-Magazin Techcrunch berichtete, dass das Geschäft zwischen 30 bis 40 Millionen Dollar schwer ist. Indien ist der zweitgrößte Mobilfunkmarkt der Welt.

Google vor dem Einstieg bei SpaceX?

Google verhandelt laut einem Medienbericht über einen Einstieg bei der privaten Raumfahrtfirma SpaceX. Die geplante Investition habe mit den Plänen von SpaceX für ein Satelliten-Netz zur Versorgung mit Internet-Zugängen zu tun, berichtete die Technologie-Website "The Information".

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Das Google-Universum

Mehr als eine Suchmaschine

Google Smartwatch

Alles vernetzt mit Android und Smartwatch

Google ist eine Krake, die ein allumfassendes Netz knüpft und stetig erweitert. In der Google-Welt wird alles vernetzt: Uhr, Wohnzimmer, Auto - alles auf Basis des dominierenden Smartphone-Betriebsystem Android. Auf der Computeruhr sieht man, wer gerade anruft und kann sogar das Gespräch ablehnen, ohne das Telefon aus der Tasche nehmen zu müssen. Die Uhr zeigt Benachrichtigungen zu anstehenden Terminen oder die Bordkarte fürs Flugzeug. Und via Bluetooth-Verbindung zur Uhr weiß das Smartphone, dass es gerade der richtige Nutzer in der Hand hält. Verschiedene Geräte der Plattform ergänzen einander und spielen zusammen.

Stand: 20.01.2015, 11:40 Uhr

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Tagestermine am Freitag, 30. Januar

Unternehmen:
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Chevron: Q4-Zahlen
Mattel: Q4-Zahlen
MasterCard: Q4-Zahlen
Eli Lilly: Q4-Zahlen

Konjunktur
EU: Verbraucherpreise Januar, 11 Uhr
USA: BIP Q4/14, erste Schätzung
USA: Privater Konsum Q4/14, 14:30 Uhr
USA: Chicago Einkaufsmanagerindex Januar, 15:45 Uhr
USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen Januar

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