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Marktbericht 11:55 Uhr

Marktbericht positiv

In Richtung 9.300 unterwegs

Dax steckt Xetra-Panne gut weg

Die Standardwerte an der Frankfurter Börse legen auch am vierten Tag überwiegend zu. Auch ein über einstündiger Ausfall des Xetra-Handels konnte den Markt nur kurzfristig bremsen.

Der bisherige Tageshöchstkurs liegt bei 9.284 Punkten - ein Plus von 1,8 Prozent gegenüber dem Vortag. Damit hat der deutsche Leitindex innerhalb einer Woche rund 300 Punkte hinzugewonnen.

Kursfeuerwerk in Japan

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Börse 11.00 Uhr

An der japanischen Börse ist der Wochenabschluss mehr als geglückt. Der Nikkei-Index sprang um 4,8 Prozent auf 16.413 Punkte in die Höhe. Die japanische Notenbank hat überraschend ihre Geldpolitik weiter gelockert. Die Notenbanker beschlossen am Freitag, die Ausweitung der Geldbasis auf rund 80 Billionen Yen pro Jahr zu beschleunigen. Das sind umgerechnet rund 582 Milliarden Euro. Bislang lag das Ziel bei einem Plus von 60 bis 70 Billionen Yen im Jahr. Der Ankauf von Staatsanleihen soll um ein Volumen von 30 Billionen Yen im Jahr erhöht und die Haltedauer der Papiere auf bis zu zehn Jahre verlängert werden. Der Yen fiel auf ein Sechs-Jahres-Tief zum Dollar.

Nikkei 225: Kursverlauf am Börsenplatz Tokio SE für den Zeitraum Intraday
Kurs
16413.76
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US-Dollar in Yen: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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112.32
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+2.71%

"Die Wünsche und Hoffnungen vieler Anleger wurden erfüllt, nach dem Ende der Anleiheaufkäufe der US-Notenbank tritt nun eine andere Notenbank geldpolitisch aufs Gaspedal", schrieb Jens Klatt vom Brokerhaus FXCM.

Xetra macht schlapp

Von 10:08 bis 11:25 Uhr stand das wichtigste deutsche Handelssystem Xetra wegen technischer Probleme still. Auf dem Frankfurter Parkett konnte allerdings weitergehandelt werden. Xetra war zuletzt im Mai 2012 ausgefallen. Damals verzögerte sich der Start des regulären Handels um etwa eine Stunde. Der Handel an den Börsen Wien und Dublin, die das System ebenfalls einsetzen, sei von den Problemen nicht betroffen, betonte ein Sprecher der Deutschen Börse.

Gold unter Druck

Der Goldpreis fällt auch am Freitag weiter. Der Preis für das Edelmetall gab bis auf 1.167 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) nach und notierte damit so niedrig wie zuletzt im Sommer 2010. Grund ist der weiter erstarkte US-Dollar. In Euro gerechnet fällt der Preis für das Edelmetall bis auf 931 Euro und liegt damit noch immer über dem Niveau vom Jahresanfang.

Gold in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
1174.40
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-25.82
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-2.15%
Gold in Euro: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
937.64
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-14.47
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-1.52%

Infineon sehr gefragt

Die Infineon-Aktie liegt mit deutlichem Abstand an der Dax-Spitze. Marktbeobachter verwiesen auf den Quartalsbericht des US-Konkurrenten Microchip Technology. In diesem hatte das Unternehmen seine zuvor erfolgten skeptischen Aussagen über die weitere Geschäftsentwicklung abgeschwächt.

Siemens ist ganz Ohr

Siemens: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
89.91
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2.55
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+2.92%

Der Siemens-Konzern will laut einem Reuters-Bericht seine Hörgerätesparte an den Finanzinvestor EQT verkaufen. Die Schweden lägen im Rennen gegen den dänischen Hörhilfenanbieter GN Resound um das Geschäftsfeld der Münchner vorn, sagten demnach zwei Insider. Der Kaufpreis betrage etwa zwei Milliarden Euro.

VW weiter obenauf

VW-Vorzugsaktien sind auch am Freitag einer der stärksten Werte im Dax. Gleich mehrere Banken haben nach den gestrigen Quartalszahlen ihre Bewertungen angehoben. Sie sehen Potenzial von bis zu 235 Euro - gut 38 Prozent über dem aktuellen Xetra-Niveau.

Lanxess will sparen

Lanxess: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
41.48
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1.22
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+3.03%

Der Chemiekonzern Lanxess will bis zu 1.200 Arbeitsplätze streichen, berichtet die "Rheinische Post". Im Rahmen des Sparprogramms "Let's Lanxess again" sollten Stellen in der Verwaltung, im Marketing sowie in der zentralen Forschung und Entwicklung wegfallen, berichtete die Zeitung (Freitagausgabe) unter Berufung auf Insider von Lanxess. Kämen durch freiwilliges Ausscheiden in den Vorruhestand und mittels Abfindungen nicht genügend Einsparungen zusammen, seien auch betriebsbedingte Kündigungen möglich, berichtete die Zeitung.

Fuchs Petrolub etwas besser als gedacht

An der Spitze im MDax notiert die Vorzugsaktie von Fuchs Petrolub. Der Schmierstoffhersteller hat im dritten Quartal das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) gegenüber dem Vorjahreszeitraum um knapp zwei Millionen Euro auf 82 Millionen Euro steigern können. Der Umsatz erhöhte sich um rund drei Prozent auf 483,5 Millionen Euro. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt ein Ebit von 81 Millionen Euro und einen Umsatz von 473 Millionen Euro erwartet.

RIB Software hebt Prognose erheblich an

Die RIB Software AG traut sich nach einem Großauftrag der Deutschen Bahn nun viel mehr zu. Das vor kurzem in den TecDax aufgenommene Unternehmen will seinen Gewinn dieses Jahr mindestens auf 18 Millionen Euro verdoppeln. Zuvor hatte der Vorstand rund ein Viertel Zuwachs erwartet. In den ersten drei Quartalen hat RIB seinen Gewinn bereits um über 120 Prozent auf 13,5 Millionen Euro verbessert. Von der saudi-arabischen Al-Muhaidib-Gruppe erhielt das Unternehmen am Freitag einen weiteren Großauftrag. Nach der anfänglichen Euphorie ist der Wert ins Minus gedreht.

Dialog auf Rekordkurs

Aktien von Dialog Semiconductor liegen im TecDax ganz vorne und notieren auf dem höchsten Niveau seit Dezember 2000. Analyst Jerome Ramel von Exane BNP Paribas misst der Aktie nun mit 29 Euro noch etwas mehr Potenzial zu als bisher. Die Verlockung sei zwar groß, auf diesem Niveau Gewinne mitzunehmen, so der Experte. Er rät jedoch dabei zu bleiben. Zur Begründung führt er unter anderem die sehr attraktiven iPhone-Neuerungen an und verweist zudem bereits auf den Start der Apple Watch Anfang kommenden Jahres.

Solarworld expandiert in Amerika

Die Solarworld AG baut ihre Produktion in den USA aus. Das Unternehmen will seine Kapazität für die Produktion von Solarmodulen im US-Bundesstaat Oregon von 380 auf 530 Megawatt (MW) ausbauen. Auch die Produktionskapazität für Solarzellen soll erweitert werden. Insgesamt investiert der jahrelang verlustreiche Konzern zehn Millionen Dollar.

BNP Paribas bessert sich

Die größte französische Bank BNP Paribas hat im dritten Quartal ihren Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozent auf 1,5 Milliarden Euro verbessert. Dabei profitierte das Institut von besseren Geschäften im Anleihen- und Devisenhandel und einer rückläufigen Vorsorge für faule Kredite.

Anheuser-Busch Inbev kann auf hohem Niveau jammern

Der Brauerei-Konzern Anheuser-Busch Inbev, bekannt durch Marken wie Beck's, hat seinen Umsatz im dritten Quartal um gut zwei Prozent auf 12,2 Milliarden Dollar verbessern können. Allerdings setzte der Konzern weniger Bier ab. AB Inbev wurde durch einen kühlen Sommer in China und durch die politische Krise mit Russland gebremst. Der Gewinn stieg um fünf Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar.

Sony hat ein Smartphone-Problem

Der japanische Elektronikkonzern Sony hat im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres wegen Problemen im Mobilfunkbereich noch höhere Verluste geschrieben. Das Minus stieg um 116 auf 136 Milliarden Yen, umgerechnet 989 Millionen Euro. Gute Geschäfte mit der Playstation 4 erhöhten den Umsatz um sieben auf 1,9 Billionen Yen.

Citigroup hat sich verrechnet

Die drittgrößte US-Bank Citigroup muss ihren Bericht zum dritten Quartal nach unten korrigieren. Der Nettogewinn liegt nun nur noch bei 2,8 Milliarden Dollar - nach bisher gemeldeter 3,4 Milliarden. Die Rechtskosten sind um 600 Millionen Dollar höher ausgefallen als gedacht. Grund für die massive Fehlkalkulation seien rapide fortschreitende regulatorische Ermittlungen der US-Aufsichtsbehörden, heißt es in der Mitteilung der Citigroup. Die Citigroup-Aktie fiel im nachbörslichen Handel um knapp zwei Prozent.

Starbucks enttäuscht

Die Kaffeehauskette Starbucks ist im vierten Geschäftsquartal bis Ende September kräftig gewachsen, die Börse ist dennoch unzufrieden. Der Umsatz stieg um zehn Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar. Aus einem Vorjahresverlust von 1,2 Milliarden Dollar wurde ein Gewinn von 588 Millionen Dollar. Die Starbucks-Aktie fiel im nachbörslichen US-Handel um viereinhalb Prozent. Starbucks betreibt nun 21.366 Filialen in 65 Ländern.

LinkedIn bleibt in der Verlustzone

Besser kamen die Quartalszahlen des Karriere-Netzwerks LinkedIn bei den Investoren an. Das Unternehmen hat seinen Umsatz im vergangenen Quartal um 45 Prozent auf 568 Millionen Dollar verbessert. Wegen ebenso stark steigender Kosten fiel unter dem Strich ein Verlust von 4,3 Millionen Dollar an. Die LinkedIn-Aktie stieg nachbörslich um dreieinhalb Prozent.

ME

Stand: 31.10.2014, 11:55 Uhr

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HSBC: Q3-Zahlen

Konjunktur:
Peking: HSBC PMI Industrie für China, Oktober endgültig, 02:45 Uhr
Berlin: Markit-Einkaufsmanagerindex für die deutsche Industrie im Oktober, 09:55 Uhr
USA: Bausausgaben September, 16:00 Uhr
USA: Einkaufsmanagerindex Industrie, Oktober, 16:00 Uhr

Sonstiges:
Japan: Märkte wegen eines Feiertages geschlossen

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