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Marktbericht 14:45 Uhr

Marktbericht neutral

Weiter abwärts

Dax: So wird das nichts

Stand: 17.02.2017, 14:45 Uhr

Der deutsche Leitindex hat sich ein weiteres Stück von seinem bisherigen Jahreshoch entfernt. Kommt es nun zur Korrektur?

Der Dax notiert am Nachmittag gut 50 Punkte oder 0,45 Prozent unter dem Schlusskurs von gestern und hält sich damit nur knapp oberhalb der Marke von 11.700 Punkten. Damit entfernt sich der Leitindex immer mehr von seinem Ende Januar erreichten Jahreshoch bei 11.893 Zählern.

ARD-Börsenstudio Hörfunk: Alexander Schmitt

Börse 14.00 Uhr: Volkswagen Absatzflaute Dax

Auch von der Wall Street ist zunächst keine Schützenhilfe zu erwarten. Der Dow Jones-Index wird eine Stunde vor Handelsbeginn 0,4 Prozent schwächer erwartet. Am Vorabend sind die US-Börsen quasi unverändert aus dem Handel gegangen. Am Montag findet wegen des Presidents' Day kein Handel statt. Die Anleger dürften daher keine größeren Engagements eingehen. Sechs Handelstage in Folge hatte der US-Leitindex zuletzt neue Rekordstände erklommen.

Erste Ermüdungserscheinungen?

Sind in New York also erste Anzeichen einer Ermüdung zu erkennen? Einige Händler sehen das so. Zudem verunsicherte der Auftritt von Donald Trump auf einer Pressekonferenz am Donnerstag. "Sein sprunghaftes Auftreten untergräbt das Vertrauen der Investoren“, erklärte Vermögensverwalter Angus Gluskie von White Funds Management.

Dax
Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
12.619,46
Differenz relativ
-0,15%

In den Tagen zuvor hatten vage Steuerversprechen von US-Präsident Donald Trump die Kurse kräftig angetrieben. Die Frage sei nun, ob die Wette auf eine starke wirtschaftliche Entwicklung unter Trump aufgehe. Sicher ist nur: Sollte bei den US-Aktien eine Korrektur einsetzen, wird dies auch den Dax belasten.

Euro hilft ein wenig

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
1,124
Differenz relativ
+0,34%

Der Euro ist heute etwas gefallen und wird am Nachmittag mit 1,0646 Dollar gehandelt. Im frühen Handel hatte er noch zeitweise bei 1,0677 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag auf 1,0652 Dollar festgesetzt. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen nach den deutlichen Kursaufschlägen an den Vortagen. Zuletzt waren Zweifel an der Politik von US-Präsident Trump gewachsen und hatten den Dollar belastet.

Kraft Heinz will Unilever

In der Lebensmittelindustrie bahnt sich ein weiterer Zusammenschluss an. Der US-Konzern Kraft Heinz hat Interesse an einer Übernahme des Konsumgüterkonzerns Unilever angemeldet. Der Konzern bestätigte am Freitag ein Angebot für den britisch-niederländischen Konzern. Unilever lehnt den Vorschlag eines Zusammengehens aber ab. Kraft will aber weiter an dem Vorhaben arbeiten. Unilever wird mit 143 Milliarden Dollar bewertet, was einem Aufschlag von 18 Prozent auf den Schlusskurs vom Donnerstag entspricht.

Kraft Heinz: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
81,07
Differenz relativ
+0,22%
Unilever: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
49,60
Differenz relativ
+0,77%
Mondelez: Kursverlauf am Börsenplatz Stuttgart für den Zeitraum Intraday
Kurs
41,07
Differenz relativ
+1,10%

Allianz sucht weiter nach Zukäufen

Allianz: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
171,10
Differenz relativ
+0,77%

Im Dax ist die Allianz-Aktie auch am Nachmittag einer der größten Kursgewinner. Der Versicherer erzielte einen überraschend hohen Jahresgewinn und gibt eine Milliardensumme an ihre Aktionäre zurück, da die Hoffnung auf die Übernahme eines Konkurrenten geplatzt war. Dazu will sie bis zu drei Milliarden Euro eigene Aktien vom Markt zurückkaufen und die Dividende stärker anheben als erwartet. Konzernchef Oliver Bäte machte gleichzeitig deutlich, dass er den Markt weiter intensiv nach Übernahmezielen durchleuchtet - vor allem in der Sachversicherung und der Vermögensverwaltung und in Ländern, in denen die Allianz bereits präsent ist: "Wir gucken uns an, was zu uns passt."

Deutsche Bank mit neuem Großaktionär

Deutsche Bank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
16,98
Differenz relativ
-0,61%

Schwächster Wert im Dax ist dagegen die Deutsche Bank. Dabei wurde bekannt, dass das Geldhaus einen neuen Großaktionär aus China hat. Das chinesische Unternehmens- und Finanz-Konglomerat HNA Group meldete am Freitag eine Beteiligung von 3,04 Prozent an dem größten deutschen Geldhaus. Das Aktienpaket hat einen Wert von rund 750 Millionen Euro. Die Chinesen erwägen, später noch mehr Geld in die Deutsche Bank zu stecken. HNA sieht sich als freundlicher Ankeraktionär.

VW: Ausgerechnet NordLB stuft ab

Volkswagen VZ: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
138,45
Differenz relativ
-0,68%

Zu den größten Verlierern im Dax gehören auch die Vorzüge von Volkswagen. Ausgerechnet die in Hannover ansässige, staatliche Bank NordLB hat das Kursziel für die Volkswagen-Vorzugsaktien nach Absatzzahlen für Januar von 135 auf 129 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Verkaufen" belassen. Die Auslieferungszahlen hätten ohne das schwache China-Geschäft zugelegt, schrieb Analyst Frank Schwope. Sollte die chinesische Regierung die heimische Autoindustrie künftig stärken, dürfte besonders der Wolfsburger Autokonzern darunter leiden.

Infineon bleibt erstmal alleine

Infineon: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
19,08
Differenz relativ
-0,96%

Deutschlands größter Halbleiterhersteller Infineon ist mit der geplanten Übernahme des amerikanischen Chipkonzerns Wolfspeed endgültig gescheitert. Wegen Sicherheitsbedenken der US-Behörden habe sie die Transaktion abgeblasen, teilte die Wolfspeed-Mutter Cree am Donnerstag mit. "Auch im intensiven Dialog mit den Behörden konnten wir keine Maßnahmen identifizieren, die die Bedenken entkräftet hätten", räumte ein Infineon-Sprecher ein.

Stada: Und noch ein Bieter

Stada: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
65,92
Differenz relativ
-0,65%

Bei Stada nimmt der Bieterkrieg an Fahrt auf. Das Unternehmen bestätigte am Donnerstagabend das Vorliegen "einer weiteren rechtlich unverbindlichen Interessenbekundung zur Übernahme". Der unbekannte Bieter sei bereit, 2 Euro mehr je Anteilsschein auf den Tisch zu legen als der Finanzinvestor Cinven, der 56 Euro je Stada-Aktie bietet. Auch Advent hatte bereits Interesse bekundet.

Rheinmetall und Raytheon machen gemeinsame Sache

Rheinmetall: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
85,62
Differenz relativ
+0,28%
Raytheon: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
145,64
Differenz relativ
+2,39%

Der im MDax notierte Rüstungskonzern Rheinmetall und der US-Waffenhersteller Raytheon wollen künftig stärker zusammenarbeiten. Die beiden Unternehmen unterzeichneten eine entsprechende Kooperationsvereinbarung. Mit der Zusammenarbeit will Rheinmetall-Chef Armin Papperger die Düsseldorfer sowohl technologisch als auch bei der Präsenz in wichtigen Märkten nach vorne bringen.

Samsung: De facto-Chef verhaftet

Samsung GDR: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
900,34
Differenz relativ
+0,88%

Der inoffizielle Chef des südkoreanischen Mischkonzerns Samsung ist wegen Präsidenten-Bestechung und anderer Vorwürfe verhaftet worden. Dies berichtete am Freitag die nationale Nachrichtenagentur Yonhap. Lee Jae Yong ist Vize-Vorsitzender des Smartphone-Marktführers Samsung Electronics und Sohn des schwer erkrankten früheren Konzernchefs Lee Kun Hee.

Merkel will Opel helfen

Für die Papiere von Peugeot geht es heute abwärts. Die Franzosen sorgen augenblicklich mit ihrem Interesse an den GM-Töchtern Opel und Vauxhall für viel Aufregung. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bekräftigte, es werde alles politisch Mögliche getan, "dass die Arbeitsplätze und Standorte in Deutschland gesichert sind". Die Gespräche seien in Gang gebracht worden und müssten nun abgewartet werden.

Essilor hofft auf neue Wachstumsimpulse

Der vor der Fusion mit Luxottica stehende Brillenglashersteller Essilor will mit neuen Produkten im Kerngeschäft das vergleichsweise schwache Jahr 2016 vergessen machen. Neben neuen Angeboten der Marken Crizal, Transitions und Varilux solle das Geschäft mit Sonnenbrillen und im Internet ausgebaut werden, teilte das im EuroStoxx 50 notierte Unternehmen mit.

Essilor: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
119,05
Differenz relativ
+0,29%
Luxottica: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
53,40
Differenz relativ
-1,02%

John Deere hebt Prognose an

Der US-Traktorhersteller Deere hofft auf steigende Preise für Feldfrüchte und zeigt sich für das laufende Jahr optimistisch. Das Unternehmen hob am Freitag seine Prognose für das laufende Jahr an und rechnet nun mit einem Absatzplus bei landwirtschaftlichen Geräten von vier Prozent. Bislang war der Konzern von einem Minus von einem Prozent ausgegangen. Auch der Gewinn soll höher ausfallen als bislang angenommen. An der Börse kamen diese Aussichten gut an: Die Aktien legten im vorbörslichen Handel 2,7 Prozent zu.

lg

Dax-Chart realtime

Tagestermine am Dienstag, 22. Mai

Unternehmen:
KWS Saat: Q3-Zahlen, 7:30 Uhr
Vienna Insurance Group: Q1-Zahlen, 8 Uhr
Hugo Boss: HV, 10 Uhr
Evonik: HV, 10 Uhr
Fraport: HV, 10 Uhr
SMA Solar: HV, 10 Uhr
BayWa: HV, 10 Uhr
BNP Paribas: HV, 10 Uhr
Shell: HV, 10 Uhr
TLG Immobilien: HV, 10 Uhr
BayWa: HV, 10 Uhr
Swatch Group: HV, 10 Uhr
Norma: HV, 10 Uhr

Konjunktur:
D: BIP 1/17 endgültig, 8 Uhr
D: ifo-Geschäftsklima 05/17, 10 Uhr
EU: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 05/17 (1. Veröffentlichung), 10 Uhr
USA: Verkauf neuer Häuser 04/17, 16 Uhr
USA: Richmond Fed Herstellerindex 05/17, 16 Uhr

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