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Marktbericht 17:45 Uhr

Marktbericht negativ

Flucht aus Aktien hält an

Dax schließt unter 9.000 Punkten

Stand: 08.02.2016, 17:45 Uhr

Angst bestimmt derzeit den Aktienhandel. Seit Jahresbeginn hat der Dax mehr als 16 Prozent eingebüßt. Die Sorgen um den Zustand der Weltwirtschaft lassen die Investoren zunehmend pessimistischer werden.

Dax
Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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8979.36
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-3.30%

Der Dax schloss mit einem Abschlag von 3,3 Prozent auf 8.979,36 Punkten. Erstmals seit Oktober 2014 sackte der deutsche Leitindex damit unter 9.000 Zählern. Den tiefsten Stand des Tages erreichte der Dax bei 8.937,98. Der TecDax gab um 5,8 Prozent nach, der MDax verlor 4,5 Prozent.

Anleger wählten die Flucht in die als sicher geltenden deutschen Staatsanleihen. Der Zins zweijähriger Schatzanweisungen fiel beispielweise auf ein neues Rekordtief von minus 0,517 Prozent. Während Bundesanleihen gefragt waren, gerieten Staatspapiere aus Portugal, Griechenland, Spanien und Italien stark unter Druck. Auch der Goldpreis legte zu. Der Dow Jones verlor bis zum Handelsschluss in Deutschland mehr als zwei Prozent.

Gold in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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Dow Jones: Kursverlauf am Börsenplatz Dow Jones Indizes für den Zeitraum Intraday
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Gold in Euro: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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Wende der Zinswende?

Janet Yellen

Janet Yellen. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Die Ursache für die schwachen Börsen sind Sorgen um eine Abkühlung der chinesischen Wirtschaft. Auch die US-Konjunktur hatte zuletzt Schwächesignale gesendet. Viele Investoren hoffen jetzt, dass die US-Notenbank die Geldpolitik nur sehr vorsichtig weiter straffen wird. "Das Vertrauen in die Fähigkeit der Fed, ihren eingeschlagenen Zinspfad weiterzuführen, ist angeschlagen. Gleichzeitig mag niemand so richtig daran glauben, dass die EZB in der Lage sein wird, den Markt nochmal nachhaltig zu beeindrucken", schreiben die Experten der DZ Bank.

US-Notenbankpräsidentin Yellen würde mit einem vorzeitigen Ende der Zinserhöhungspolitik zu einer Verkettung glücklicher Umstände an den Aktienmärkten beitragen, meint Robert Halver, Kapitalmarktexperte bei der Baader Bank. Die Deutsche Bank rechnet wegen des unsicheren wirtschaftlichen Umfeldes erst im Dezember mit einem weiteren Zinsschritt durch die US-Notenbank Fed.

1.000 Punkte südwärts?

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Börse 17.00 Uhr

Auch in Europa lässt die konjunkturelle Lage zu wünschen übrig. Das Sentix-Konjunkturbarometer fiel im Februar überraschend stark. "Die Euro-Zone erweist sich als keineswegs immun gegen den enormen Dynamikverlust in der globalen Wirtschaft", sagte Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner. "Auch die einstige Lokomotive Deutschland kühlt sich merklich ab."

Der Fall unter die Marke von 9.000 Punkten trübt das technische BIld des Dax weiter ein. Jochen Stanzl von CMC Markets hält nun sogar einen weiteren Rückgang des Dax bis auf 8.300 Punkte in den kommenden Wochen für möglich: "Die Weltwirtschaft befindet sich in einer schwachen Verfassung, der Ölpreis liegt am Boden. Daraus erwachsen Sorgen über die Stabilität des Bankensektors. Es werden böse Erinnerungen an die Finanzkrise wach" kommentiert der Marktbeobachter.

Bankaktien äußerst unbeliebt

Commerzbank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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6.60
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Zu den größten Dax-Verlierern zählen Aktien von Deutsche Bank und Commerzbank. Wachsende Sorgen über Kreditausfälle und Bankpleiten haben Bank-Aktien aber europaweit belastet. "In den Medien wird wieder das Thema Kreditausfall-Versicherungen - oder kurz gesagt CDS - gespielt", kommentierte Augustin Eden von Accendo Markets. Die Kosten für diese außerbörslich gehandelten Versicherungen seien wegen Sorgen um faule Kredite und möglicher Bankenpleiten auf Mehrjahreshochs gestiegen.

Deutsche Bank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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13.82
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-9.50%

Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Deutsche Bank von 25 auf 14 Euro gesenkt. Die Bank müsse entweder ihre Bilanz deutlich verkleinern oder eine Kapitalerhöhung durchführen - beides sei nicht gut für die langfristigen Ergebnisse. Die Aktie sackte um fast zehn Prozent.

Linde will Reitzle zum Aufsichtsratschef machen

Linde: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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117.35
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Der langjährige Linde -Chef Wolfgang Reitzle steht vor der Rückkehr zu dem Industriegasekonzern. Reitzle solle neuer Aufsichtsratschef werden. Reitzle solle den Vorsitz von Manfred Schneider übernehmen.

VW: IPO der Lkw-Sparte möglich

Volkswagen VZ: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Der vom Abgasskandal erschütterte Autobauer Volkswagen schließt einen Börsengang seiner Lkw-Sparte nicht aus. "Wir halten uns alle Optionen offen", sagte eine Sprecherin am Montag. "Das gilt sowohl für die Expansion im Ausland, eine mögliche Übernahme oder Partnerschaft wie auch einen Börsengang." Einen Zeitrahmen nannte die Sprecherin nicht.

MüRü nach Analystenlob relativ fest

Münchener Rück: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Die Aktie der Münchener Rück zeigt dagegen relative Stärke. Die Analysten der Credit Suisse haben die Aktien auf "Neutral" von "Underperform" hochgenommen und das Kursziel von 150 auf 180 Euro angehoben. Sie lobten ausdrücklich die defensiven Stärken der Münchener.

Vonovia: Klappt es mit Deutsche Wohnen?

Im milliardenschweren Übernahmepoker auf dem deutschen Immobilienmarkt bleibt es bis kurz vor Schluss spannend: Deutschlands größter Wohnungskonzern Vonovia hat bislang nur 28,7 Prozent der Aktien der kleineren Rivalin Deutsche Wohnen sicher. Davon entfallen fast fünf Prozent auf eigene Aktienkäufe am Markt, wie Vonovia mitteilte. Die Bochumer hatten die Annahmeschwelle für die feindliche Offerte - inklusive Schulden ist der Deal 14 Milliarden Euro schwer - unlängst auf 44 Prozent gesenkt.

Deutsche Wohnen: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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22.00
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Vonovia: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Bilfinger: Gute Geschäfte mit China

Bilfinger: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger verkauft sein Wassertechnologiegeschäft an die chinesische Chengdu Techcent Environment Gruppe. Der Nettoerlös liege bei rund 200 Millionen Euro, teilte das MDax-Unternehmen am Samstag mit.

Kion kauft in den USA zu

Kion: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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40.84
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-4.60%

Der Roboterhersteller Kion hat den Logistikdienstleister Retrotech gekauft. Der MDax-Konzern will damit seine Lagersystem-Kompetenz in Nordamerika stärken. Der Unternehmenswert beläuft sich laut Kion auf rund 40 Millionen US-Dollar. Verkäufer ist die französische Savoye.

Air Berlin: Piloten müssen Beitrag leisten

Air Berlin: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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0.88
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Die krisengeplagte Fluggesellschaft Air Berlin hat Piloten und Managern Gehaltseinbußen abgerungen. Ein Firmensprecher sagte, rund 80 Führungskräfte bekämen dieses Jahr fünf bis zehn Prozent weniger Geld. Auch die Piloten würden ihren Beitrag zum Sparkurs leisten.

Credit-Suisse-Chef übt sich in Verzicht

Credit Suisse: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Tidjane Thiam, der Konzernchef der Credit Suisse, kürzt sich nach dem schlechten Jahresergebnis selbst den Bonus. Er habe beim Verwaltungsrat eine markante Kürzung seines Bonus beantragt, sagte er in einem Interview mit der "Sonntags Zeitung". Insgesamt hat die Credit Suisse den Bonustopf um elf Prozent reduziert.

Schonfrist für Syngenta

Syngenta: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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359.90
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Der künftige Eigner ChemChina garantiert einem Medienbericht zufolge Syngenta eine Schonfrist von fünf Jahren. Der Hauptsitz und die wichtigsten Produktionsstandorte in der Schweiz sollen in dieser Zeit nicht angefasst werden, berichtet "Schweiz am Sonntag".

Chesapeake im freien Fall

Chesapeake Energy: Kursverlauf am Börsenplatz Nyse für den Zeitraum Intraday
Kurs
2.01
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Die Angst vor einer Umschuldung hat die Anleger zur Flucht aus den Aktien des US-Erdgasunternehmens Chesapeake Energy veranlasst. Die Titel halbierten in New York ihren Wert auf nur noch 1,50 Dollar und notierten sie so niedrig wie zuletzt im Mai 1999. Die Aktien wurden schließlich mit dem Hinweis auf eine bevorstehende Nachricht vom Handel ausgesetzt. Auf Cheasapeake lasten Schulden von mehr als zehn Milliarden Dollar. Chesapeake Energy ist eine der größten Schiefergas-Förderer der USA.

Hasbro profitiert von "Star Wars"

Hasbro: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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"Das Erwachen der Macht" hat dem Spielzeug-Herstellers Hasbro zum Jahresende die Kassen gefüllt. Im Weihnachtsquartal kletterte der Umsatz im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 1,47 Milliarden Dollar. Vor allem die Lizenzen für Fanartikel zu "Star Wars" oder dem Dinosaurier-Spektakel "Jurassic World" zahlten sich aus. In der Sparte für Jungs-Spielzeug, in die die Action-Figuren zu den Filmen fallen, legten die Verkäufe um 35 Prozent zu. Unter dem Strich stieg der Gewinn um gut drei Prozent auf 175,8 Millionen Dollar.

Twitter auf Rekordtief

Twitter: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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13.82
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-2.94%

Die Aktien von Twitter fielen im frühen Handelsverlauf auf ihren bisher tiefsten Stand bei 14,87 Dollar. Twitter-Chef Jack Dorsey gelingt es nach wie vor nicht, den Anlegern den Glauben an den Kurznachrichtendienst zurückzugeben. Die Anleger sind ohnehin schon seit Monaten skeptisch, was die Zukunftsaussichten von Twitter angeht. Die Aktie hatte im vergangenen April noch mehr als 50 Dollar gekostet, bevor die Talfahrt wegen enttäuschender Nutzerzahlen einsetzte.

ts

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Tagestermine am Dienstag, 9. Februar

Unternehmen:
Actelion: Jahreszahlen, 7 Uhr
Sanofi: Jahreszahlen, 7:30 Uhr
Tui: Q1-Zahlen, 8 Uhr
Lufthansa: Verkehrszahlen, 1/16, 13 Uhr
Coca-Cola: Q1-Zahlen, 13:30 Uhr
Swiss Air Lines: Verkehrszahlen 1/16, 13:30 Uhr
Walt Disney: Q1-Zahlen, 22:15
Telekom Austria: Jahresahlen
Vestas: Jahreszahlen
TomTom: Q4-Zahlen
UniCredit: Jahreszahlen

Konjunktur:
Deutschland: Sentix Konjunkturindex,10:30 Uhr
Deutschland: Handelsbilanz-/Leistungsbilanz 12/15, 8 Uhr
Deutschland: Industrieproduktion 12/15, 8 Uhr
USA: Lagerbestände Großhandel 12/15, 16 Uhr

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