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Marktbericht 20.30 Uhr

Aus Vorfreude auf die EZB

Dax schleppt sich auf Rekordhöhe

Vorübergehend ist Ruhe im griechischen Schuldenstreit. Anlegern gibt das ein kleines Gefühl der Erleichterung. Aber die sind ohnehin ganz anders gepolt. Da reichte es heute sogar für ein neues Rekordhoch.

Im Tagesverlauf schaffte der Dax 11.225,60 Punkte. Da steckt wohl ganz viel Vorfreude drin auf das kommende Woche startende Quantitive Easing in Europa: Die EZB wird Monat für Monat 60 Milliarden Euro in den Markt pumpen. "Davon wird über Umwege auch einiges an den Aktienmärkten ankommen, so die Hoffnungen der Investoren", erklärt Andreas Paciorek von CMC Markets. Das nährte die Rally der letzten Wochen. "Größere Positionen werden nicht verkauft, dafür sind die zumindest geldpolitischen Aussichten für weitere Kursgewinne einfach zu verlockend." Das nährte die Rally auch heute wieder.

Am Ende ging der Dax mit fünf Punkten Plus bei 11.210 Punkten aus dem Handel, der L-Dax fast gleichauf. Anleger warten auf die vielen Konjunkturdaten morgen wie zum Beispiel aus Deutschland Zahlen zum Verbrauchervertrauen und vom Arbeitsmarkt .

»Also heißt die Devise aktuell, investiert zu bleiben, um nicht zu früh aus der Rally auszusteigen. Mit Griechenland und der Ukraine haben sich zudem zwei Krisenherde merklich entspannt.«

Andreas Paciorek, CMC Markets

Mit 14 Prozent Wertsteigerung oder 1.400 Punkten hat der DAx schon einen ganz ansehnlichen Gewinn verbucht - und das in nicht einmal zwei Monaten, während auf der europäischen Bühne das Griechenlanddrama als Dauergastspiel geboten wurde. Natürlich sieht es derzeit etwas positiver aus nach der Einigung auf weitere Rettungshilfen für Athen. Andererseits gibt es nach wie vor zu viele Unwägbarkeiten.

Ein Drama mit ungewissem Ausgang

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble stellte klar, dass die Zahlungen noch nicht gesichert seien. Erfülle das Land nicht vollständig seine Zusicherungen aus dem laufenden Hilfsprogramm, werde es keine Gelder seiner Partner erhalten. Obendrein bringt Griechenland den Schuldenschnitt heute wieder ins Gespräch. "Ich spreche über Umschuldungen, die unsere Schuldenlast deutlich senken", sagte Finanzminister Yanis Varoufakis. Dies sei ein Kriterium dafür, dass das Land eines Tages an die Kapitalmärkte zurückkehren könne.

"Die Luft wird dünner"

Das sorgt für eine gewisse Skepsis: "Die Luft für den deutschen Leitindex wird zunehmend dünner", sagt Christian Henke von IG Markets. Doch ein Ende der jüngsten Kletterpartie sei nicht absehbar. Auch mangels Alternativen im derzeitigen Niedrigzins-Umfeld. "Die Leute werden in Aktien gedrängt, denn Barbestände und Anleihen sind unattraktiv und Aktienanlagen sind langfristig die beste Wahl", sagte John Smith, Fondsmanager bei Brown Shipley.

Commerzbank: Steuer-Razzien dauern an

Commerzbank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
11.90
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0.12
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+1.06%

Unter den Einzelwerten ist die Commerzbank-Aktie heute einer der größten Kursverlierer. Die bundesweiten Durchsuchungen im Zusammenhang mit fragwürdigen Geldgeschäften in Luxemburg dauern nach Angaben der Kölner Staatsanwaltschaft an. Mitarbeiter der Luxemburger Tochter der Bank sollen Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet haben.

Eon und RWE spielen Nachholpotenzial aus

Europaweit ist die Versorgerbranche Favorit der Anleger. Im Dax notieren Aktien von Eon und RWE weit vorn im Gewinnerfeld. Die seit Jahresbeginn schwach gelaufenen Aktien verkürzen damit ihren Rückstand zu den Papieren anderer Konzerne etwas. Stützend für Eon wirkt ein positiver Analystenkommentar der Investmentbank Goldman Sachs.

RWE ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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24.26
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-2.78%
Eon
Eon: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Fresenius: 22. Dividendenerhöhung in Folge

Echte Dividendenaristokraten wie in den USA sind in Deutschland rar. Der Gesundheitskonzern Fresenius gönnt seinen Anlegern aber immerhin die 22. Dividendenerhöhung in Folge. Fresenius hat 2014 dank deutlicher Zuwächse in seiner Krankenhaus-Sparte einen Rekordgewinn von 1,09 Milliarden Euro eingefahren.

FMC stellt Gewinnsteigerungen in Aussicht

Die Fresenius-Dialyse-Tochter FMC legte ebenfalls am Morgen Jahreszahlen vor. Demnach sank der Gewinn 2014 um sechs Prozent auf 1,045 Milliarden Dollar und damit weniger stark als erwartet. Papiere von FMC und Fresenius gehörten ebenfalls zu den größten Gewinnern im Dax.

Bayer legt bei Dividende was drauf

Bayer: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
134.25
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+0.67%

Auch der Pharma- und Chemiekonzern Bayer will seine Dividende deutlich erhöhen. Und zwar um 15 Cent auf 2,25 Euro je Aktie. Analysten hatten in etwa damit gerechnet, der Durchschnitt der Schätzungen lag bei 2,23 Euro je Aktie.

Kurspotenzial bei Daimler?

Daimler: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
90.07
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+1.03%

Die Daimler-Aktie notiert trotz einer positiven Analystenstudie im Minus. Die Schweizer Großbank Credit Suisse hat den Titel von "Neutral" auf "Outperform" hochgestuft und das Kursziel von 75 auf 100 Euro deutlich in die Höhe geschraubt.

Freenet gibt sich Mühe

Der Mobilfunkanbieter Freenet will seinen Umsatz nach dem Rückgang 2014 im laufenden Jahr stabilisieren und 2016 leicht zulegen. Beim Ebitda strebt Freenet für das laufende Jahr 370 Millionen Euro und für das kommende Jahr 375 Millionen Euro an. Die Dividende soll leicht auf 1,50 Euro je Aktie steigen. Aktuell lockt die Aktie mit einer Dividendenrendite von über fünf Prozent.

Aareal Bank hebt Dividende an

Aareal Bank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
39.55
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Im MDax ist die Aareal Bank begehrt. Der Wiesbadener Immobilienfinanzierer hat 2014 trotz der historisch niedrigen Zinsen einen Rekordgewinn erwirtschaftet. Unter dem Strich verdreifachte sich der Überschuss auf 294 Millionen Euro. Die Dividende will der Vorstand von 0,75 auf 1,20 Euro pro Aktie anheben.

LEG Immobilien erhöht Prognose

Auch die LEG-Aktie ist heute gefragt. Das Immobilienunternehmen gibt sich optimistischer für das laufende Jahr. Die für die Branche wichtige Ergebnisgröße FFO I dürfte 2015 auf 195 bis 200 Millionen Euro steigen.

Cewe nach Zahlen unter Druck

Im SDax gerät die Cewe-Aktie nach Jahreszahlen unter Druck. Laut vorläufigen Berechnungen sank der Umsatz um 2,3 Prozent auf 523,8 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) verbesserte sich dagegen deutlich von 28,9 auf 32,6 Millionen Euro. Dabei wurden über 100 Prozent des Ebit im Weihnachtsquartal erwirtschaftet.

Sixt prüft Börsengang

Größter SDax-Gewinner ist Sixt. Der Autovermieter erwägt einen Börsengang seiner Leasingsparte. Mit dem separaten Listing soll die Kapitalbasis im Leasinggeschäft deutlich gestärkt werden. Sixt beabsichtigt, auch nach einem Börsengang einen maßgeblichen Anteil an der Leasing-Tochter zu halten.

Saatzüchter KWS rechnet mit Rekordumsatz

Trotz leichter Einbußen im Getreidegeschäft hat das Saatzuchtunternehmen KWS im ersten Geschäftshalbjahr beim Umsatz rund neun Prozent auf 194,0 Millionen Euro zugelegt. Für das gesamte Geschäftsjahr rechnet KWS mit einem Umsatzanstieg um gut sechs Prozent auf den neuen Rekordumsatz von rund 1,25 Milliarden Euro. Die Ebit-Marge werde bei mindestens zehn Prozent liegen.

CTS Eventim: Kräftige Zuwächse 2014

Trotz schwacher Nachfrage nach Karten für Konzerte oder Shows während des Sommers hat Europas größter Ticketvermarkter CTS Eventim im vergangenen Jahr kräftig zugelegt. Das Betriebsergebnis stieg 2014 um gut 14 Prozent auf 155,8 Millionen Euro.

Große Löcher in Telefónica-Bilanz

Der spanische Telekomkonzern Telefónica bekommt die Wirtschaftskrise in Venezuela und die Abwertung des venezolanischen Bolivar zunehmend zu spüren. Abschreibungen auf das Geschäft in dem südamerikanischen Land sorgten zusammen mit der Wirtschaftsflaute in der Heimat für einen Gewinneinbruch um ein Drittel auf drei Milliarden Euro.

Reedereiriese Møller-Maersk trotzt Ölpreisverfall

Der dänische Reederei- und Ölgigant A.P. Møller-Maersk machte mit der Containerschifffahrt im vergangenen Geschäftsjahr mehr Gewinn. Niedrige Ölpreise verpassten der Bilanz für 2014 dagegen einen Dämpfer. In ihrem Jahresbericht kündigte die Gruppe mit Sitz in Kopenhagen zudem an, ihre Anteile an der Danske Bank zu verkaufen.

Allianz-Rivale Axa steigert Gewinn deutlich

Der französische Allianz-Rivale Axa profitierte von seinem Sparkurs. Im vergangenen Jahr steigerte Europas zweitgrößter Versicherer den Nettogewinn um zwölf Prozent. Analysten hatten allerdings mit einem noch höheren Gewinn gerechnet.

Gewinnwarnung von Hewlett-Packard

Der Computerkonzern Hewlett-Packard hat im Ende Januar abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal einen Umsatzrückgang von fünf Prozent auf 26,8 Milliarden Dollar verkraften müssen. Der Gewinn fiel um vier Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar. Das Management senkte zudem mit Verweis auf Währungsrisiken die Gewinnprognose. Die Aktie brach nachbörslich um sieben Prozent ein.

Buffett schielt auf deutsche Unternehmen

US-Starinvestor Warren Buffett hält weiter nach Übernahmezielen in Deutschland Ausschau. "Wir interessieren uns auf jeden Fall dafür, weitere deutsche Unternehmen zu kaufen", sagte Buffett im Gespräch mit dem "Handelsblatt". "Deutschland ist ein großartiger Markt." Buffetts Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway hatte jüngst die Hamburger Firma Louis übernommen.

Berkshire Hathaway A: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
197428.10
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1652.36
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+0.84%
Berkshire Hathaway B: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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134.97
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2.96
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CA Immo und Mints wollen bei Immofinanz einsteigen

Die CA Immo und ihr russischer Minderheitsaktionär Boris Mints planen eine Beteiligung an der österreichischen Immofinanz. Die beiden Partner prüfen eine Übernahme von rund 15 Prozent der Aktien, wie CA Immo und Mints Unternehmen O1 am Mittwoch mitteilten. Der Angebotspreis einer möglichen Offerte werde nahe dem derzeitigen Immofinanz-Aktienkurs sein.

Crédit Agricole: Neuer Chef aus den eigenen Reihen

Die drittgrößte französische Bank, Crédit Agricole, holt sich ihren neuen Chef aus den eigenen Reihen. Philippe Brassac wird nach der Hauptversammlung im Mai auf Jean-Paul Chifflet folgen. Der 55-Jährige kommt von der Vereinigung der Regionalbanken, denen die Mehrheit an der börsennotierten Geldhaus gehört. Er sitzt bereits im Verwaltungsrat der Bank.

Apple muss blechen

Apple: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
118.06
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3.40
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+2.96%

Apple muss wegen der Verletzung von Patenten mit seiner iTunes-Software mehr als eine halbe Milliarde Dollar zahlen. Der US-Technologiekonzern habe drei Patente des Patentverwalters Smartflash nicht nur ohne Erlaubnis verwendet, sondern dies auch vorsätzlich getan, urteilte ein Bezirksgericht in Texas am Dienstagabend. Es verdonnerte Apple zu einer Zahlung von rund 533 Millionen Dollar.

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Womit Apple sein Geld verdient

Viel mehr als iPhone und iPad

Apple-Logo am Sternenhimmel

Apple ist der Gigant unter den weltweit agierenden Technologieunternehmen: 74,6 Milliarden Dollar Umsatz im vergangenen Quartal, 18 Milliarden Dollar Gewinn. Eine Nachsteuerrendite von rund 24 Prozent. Dabei macht das Unternehmen beileibe nicht nur Geld mit iPhone und iPad.

Stand: 25.02.2015, 20:30 Uhr

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Tagestermine am Freitag, 6. März

Unternehmen:
Air Berlin: Verkehrszahlen Februar, 7 Uhr
Jungheinrich: Q4-Zahlen, 7 Uhr

Konjunktur:
Deutschland: Produktion verabeitendes Gewerbe Februar, 8 Uhr
USA: Arbeitsmarktdaten Februar, 14:30 Uhr
USA: Handelsbilanz, Januar, 14:30 Uhr;
Konsumentenkredite Januar, 21:00 Uhr

Sonstiges:
>b> Genf: Fortsetzung des Autosalons, Öffnung für das breite Publikum (noch bis 15.3.)
Berlin: Internationale Tourismusbörse ITB

Darstellung: