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Börsentrend 11:40 Uhr

Erholung bleibt wackelig

Dax ohne klare Richtung

Zum Wochenausklang haben sich die Anleger bisher noch nicht entschieden, wohin die Reise gehen soll, zumal auch die Flut der Unternehmensdaten abgeebt ist. Der Dax gerät zwischenzeitlich wieder unter Druck und kämpft mit der Marke von 7.600 Punkten.

Dabei war es im Handelsverlauf schon mehr als ein halbes Prozent aufwärts gegangen mit Deutschlands Leitindex und es sah zwischenzeitlich nach einem versöhnlichen Wochenausklang aus. Das Tageshoch lag bisher bei 7.636 Punkten, im Tief notierte der Index bei 7.577 Punkten.

Auch die zum Handelsstart positiv aufgenommenen Exportdaten aus China haben den Index nicht dauerhaft gestützt. Die chinesischen Exporte sind im Januar überraschend stark um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, das war der stärkste Zuwachs seit April 2011.

Euro bleibt angeschlagen

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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1.2628
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Der Euro tut sich weiter schwer und kämpft mit der Marke von 1,34 Dollar. "Die Äußerungen des EZB-Chefs mündeten offensichtlich in verstärkten Zinssenkungserwartungen", schrieb Helaba-Analyst Ralf Umlauf in einem Kommentar. Der Euro war nach der Pressekonferenz auf ein Zwei-Wochen-Tief von 1,3369 Dollar gefallen. Von diesen Tiefstkursen hat er sich mittlerweile aber wieder etwas erholt und steht aktuell bei 1,3414 Dollar.

Die Favoriten wechseln

Lanxess: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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43.70
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Bei den Einzeltiteln gehen die Gewinne und Verluste durch alle Branchen, wobei die Anleger bisher des Öfteren die Pferde gewechselt haben. Den größten Sprung machte dabei Lanxess.

Die Aktie, die zuletzt von Übernahmefantasien profitiert und am Vormittag sogar an der Dax-Spitze gelegen hatte, ist mittlerweile ans Index-Ende gerutscht. Größter Gewinner sind aktuell Adidas ohne Meldung, auch Lufthansa gehören im Vorfeld der für 13:00 erwarteten Januar-Verkehrszahlen zu den größten Gewinnern im Dax.

Kehraus bei ThyssenKrupp

ThyssenKrupp: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Auch die ThyssenKrupp-Aktie ist mittlerweile wieder zurückgefallen. Zuvor hatte das Papier noch mit Zuwächsen auf die Pläne des Konzerns reagiert, als Reaktion auf die Krise im Stahlgeschäft massiv Stellen abzubauen. Der Bereich Steel Europe decke seine Kapitalkosten nicht mehr, hieß es am Freitag vom Dax-Unternehmen.

Insgesamt sollen rund 2000 der aktuell etwa 27.600 Beschäftigten in der Sparte ihre Arbeit verlieren. Bedingt durch mögliche Verkäufe können noch weiter 1.800 Stellen abgebaut werden, hieß es weiter. Der Konzern will mit den Maßnahmen bis zum Geschäftsjahr 2014/15 damit rund 500 Millionen Euro einsparen.

BMW gut ins neue Jahr gestartet

BMW ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
85.02
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Der Münchener Autobauer knüpft bei seinen Absätzen auch im neuen Jahr an das Rekordjahr 2012 an. Im Januar verkaufte BMW 123.276 Autos, ein Zuwachs von fast zehn Prozent. Vertriebschef Ian Robertson betonte, dass die Aussichten in Europa weiter schwierig blieben, in Asien und Nordamerika rechnet er aber weiterhin mit Zuwächsen.

Mit den Zahlen bleibt BMW aber hinter dem Wachstum des Erzrivalen Audi zurück. Die VW-Tochter ist mit einem Anstieg der Verkäufe um 16 Prozent im Januar furios ins neue Jahr gestartet. BMW-Aktien legen rund ein Prozent zu.

Gea von Analysten gelobt, Rational gesenkt

Gea
Gea: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
34.54
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Die Aktie des Maschinenbauers gehört zu den Gewinnern im MDax. Rückenwind bekommt das Papier durch einen positiven Analystenkommentar der Deutschen Bank. Gea habe ein schwieriges Jahr zu einem guten Ende gebracht, schrieb Analyst Peter Reilly in einer Studie vom Freitag. Er erhöhte seine fundamentale Einschätzung auf "Kaufen" nach zuvor "Halten" und sein Kursziel von bisher 25 auf 30 Euro.

Abwärts geht es hingegen mit der Aktie des ebenfalls im MDax notierten Küchenherstellers Rational nach einer Rückstufung durch die LBBW. Es gebe kaum noch Luft für weitere Kurssteigerungen - trotz Gewinn- und Dividendenphantasie, schreibt Analyst Harald Rehmet in einer Kurzstudie. Seit der Kaufempfehlung für die Aktien im Oktober 2012 hätten sich die Titel mit einem Kursplus von 27 Prozent so gut entwickelt, dass das Rating nun auf Halten gesenkt werde.

Hugo Boss auf Rekordkurs

Im MDax können Hugo-Bossa-Aktien ihre anfänglichen Kursgewinne nicht halten. Der Modekonzern aus dem MDax hat überraschend einen Umsatzrekord für das abgelaufenen Jahr vermeldet. Auch für 2013 ist der Konzern zuversichtlich.

Wincor-Nixdorf im Blick

Die Wincor-Nixdorf-Aktie reagiert im MDax mit Aufschlägen auf die Zahlen des US-Konkurrenten NCR. Dieser hatte beim Umsatz zwar die Erwartungen knapp verfehlt, doch beim Gewinn positiv überrascht. Die NCR-Aktie legte nachbörslich in New York fast drei Prozent zu.

Software AG gesucht

Nach der Ankündigung des Unternehmens, für 180 Millionen Euro eigene Aktien zur Kurspflege zu kaufen, liegt das Papier im TecDax an der Spitze. Am 29. Januar hatten die Titel nach enttäuschten Erwartungen von Anlegern fast ein Fünftel ihres Wertes verloren und sich bisher nicht wieder von diesem Schlag erholt.

MAN ausgebremst

Beim Lastwagenbauer MAN hat die schwache Euro-Konjunktur in der Bilanz deutliche Bremsspuren hinterlassen. Zuletzt hatte es vermehrt Spekulation gegeben, dass MAN von VW ganz geschluckt und die im MDax notierte Aktie dann von der Börse genommen werden soll.

Gegenwind für die Telekom

Deutsche Telekom: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
12.00
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Der US-Investor Peter Schoenfeld will auf der anstehenden Hauptversammlung der Mobilfunkgesellschaft MetroPCS gegen die geplante Fusion mit der Deutschen Telekom stimmen. Schoenfeld, der über seine Anlagegesellschaft rund zwei Prozent der MetroPCS-Anteile hält, erachtet das Geschäft für das Unternehmen als nachteilig. MetroPCS erklärte, am Deal festzuhalten, will die Bedenken des Aktionärs aber prüfen.

Die Fusion war im Oktober angekündigt worden, allerdings müssen die Aktionäre noch zustimmen. Dies soll bis spätestens Ende März erfolgen. Die Aktie stieg in New York leicht um 0,8 Prozent auf 9,78 Dollar. Die Telekom-Aktie weitet ihre Verluste am Mittag aus und verliert 0,6 Prozent.

Telecom Italia verdient weniger

Das Unternehmen hat hauptsächlich wegen der Krise im Heimatland im Schlussquartal 2012 weniger umgesetzt und verdient. Die Erlöse fielen um 1,5 Prozent auf 29,5 Milliarden Euro, das Betriebsergebnis (Ebitda) sank um 4,2 Prozent auf 8,45 Milliarden Euro. Damit setzen sich die schlechten Nachrichten aus der Branche fort, zuletzt hatte der niederländische Konkurrent KPN die Märkte mit einer Kapitalerhöhung geschockt.

Peugeot muss vier Milliarden Euro abschreiben

Aus den am Abend aufgekommenen Gerüchten ist Realität geworden. Der angeschlagene französische Autobauer Peugeot muss 4,1 Milliarden Euro abschreiben, wie jetzt bestätigt wurde. Die Jahresbilanz soll am 13. Februar veröffentlicht werden.

Apple soll mehr ausschütten

Das fordert der streitbare US-Hedgefondsmanager und Apple-Aktionär David Einhorn. Es gibt in der Tat Einiges zu verteilen, denn Apple hat rund 137 Milliarden Dollar auf der Bank. Apple erklärte, man werden den Vorschlag "gründlich prüfen". Apple-Aktien steigen gegen den Trend fast drei Prozent.

LinkedIn kräftig gesucht

Um 9,4 Prozent ging es nachbörslich kräftig aufwärts mit der Aktie des US-Karrierenetzwerkes. Im vierten Quartal waren die Umsätze um 81 Prozent auf 303 Millionen Dollar gestiegen, wie das Unternehmen nach Börsenschluss verkündete. Verdient wurden 40,2 Millionen Dollar, deutlich mehr als erwartet. Damit wurden die Schätzungen bereits das siebte Quartal in Folge übertroffen.

Stand: 08.02.2013, 11:40 Uhr

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Tagestermine am Mittwoch, 1. Oktober

Unternehmen:
Zalando: Erstnotiz erwartet
Klöckner & Co: Medientag mit Vorstandschef Rühl

Konjunktur:
Berlin: Markit Einkaufsmanegerindex für die Industrie im September, 9:55 Uhr
USA: ADP-Arbeitsmarktbericht September, 14:15 Uhr
USA: Bauausgaben August, 16 Uhr
USA: Einkaufsmanegerindex Industrie, September, 16 Uhr
USA: US-Autoabsatz, September (am Nachmittag)

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