Seitenueberschrift

Marktbericht 20:05 Uhr

Deutlich über 9.800 Punkte

Dax nimmt wieder Fahrt auf

Nach drei Verlusttagen in Folge hat der Dax wieder zugelegt. Ein Selbstläufer war der Handelstag aber nicht, erst nach guten Konjunktur-Nachrichten aus Amerika kam der Umschwung.

Zum Handelsschluss lag der deutsche Leitindex bei 9.862 Punkten, ein Tagesgewinn von 0,64 Prozent. Im Handelsverlauf war der Index im Tief bis auf 9.763 Zähler abgesackt, das Tageshoch gab es am späten Nachmittag bei 9.907 Punkten.

Dieses Hoch konnte der Index zwar nicht behaupten, die auch charttechnisch wichtige Marke von 9.800 Punkten wurde aber erfolgreich verteidigt. Im Späthandel gab es leichte Gewinne, der L/E-Dax schloss bei 9.871 Punkten.

Dax auf Berg- und Talfahrt

Dax
Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
9786.96
Differenz absolut
-24.10
Differenz relativ
-0.25%

Insgesamt war der Dax heute auf Zick-Zack-Kurs. Dabei hatte es zunächst gut begonnen. Das Ifo-Institut zeichnete ein positives Bild der deutschen Wirtschaft im kommenden Jahr. Dank eines höheren privaten Konsums und steigender Exporte erhöhte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn seine Erwartungen für das Wachstum der Wirtschaftsleistung von bisher 1,2 auf 1,5 Prozent. "Wir haben als Plus den fallenden Euro und die fallenden Ölpreise", erklärte Sinn. Neue Sorgen um mögliche Neuwahlen in Griechenland, der Lage in Russland sowie der schwache Ölpreis drückten danach den Markt jedoch ins Minus.

US-Einzelhandelsdaten brachten die Wende

Erst die besser als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten aus Amerika sorgten dann für einen erneuten Trendwechsel. Während die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten mit 294.000 Erstanträgen nur leicht besser als erwartet ausfielen, stiegen die Einzelhandelsumsätze im November mit einem Plus von 0,7 Prozent dafür umso stärker. Erwartet war nur ein Anstieg von 0,4 Prozent. Es war zudem der stärkste Zuwachs seit mehr als einem halben Jahr. Offenbar steckten die Verbraucher das dank des rückläufigen Ölpreises gesparte Geld in den Konsum, sagte Finanzmarkt-Experte Sean McCarthy von Wells Fargo Private Bank.

"Die Konsumtätigkeit ist sehr robust, denn trotz rückläufiger Benzinpreise, die für geringere Tankstellenumsätze gesorgt haben dürften, hat sich der Einzelhandelsumsatz deutlich verbessert", kommentierte Ulrich Wortberg von der Helaba die Zahlen. Der Einzelhandel macht etwa 30 Prozent des privaten Konsums in den USA aus. Dieser wiederum steht für rund 70 Prozent der US-Wirtschaftsleistung und gilt als zuverlässiges Stimmungsbarometer für die gesamte Konjunktur.

Die Wall Street reagiert positiv auf die Zahlen, der Leitindex Dow Jones legt ebenso wie der breiter gefasste S&P-500-Index nach den Verlusten des Vortages aktuell rund ein Prozent zu. An der Technologiebörse Nasdaq steigen die Kurse derzeit sogar um 1,3 Prozent.

Dow Jones: Kursverlauf am Börsenplatz Dow Jones Indizes für den Zeitraum Intraday
Kurs
17804.80
Differenz absolut
26.65
Differenz relativ
+0.15%
S&P 500: Kursverlauf am Börsenplatz S&P Indizes für den Zeitraum Intraday
Kurs
2070.65
Differenz absolut
9.42
Differenz relativ
+0.46%

Ölpreis pausiert, schwere Stunden für Russland

Ein Hauptthema an der Börse bleibt aber der Verfall des Ölpreises. Zwar sind fallenden Ölpreise normalerweise gut für die Wirtschaft, das Ausmaß erachten viele Marktbeobachter aber mittlerweile als bedrohlich. Der Rückgang des Ölpreises werde nicht mehr nur einem Überangebot zugeschrieben, sondern es komme auch die Nachfrage ins Spiel, sagte Marktstratege Chris Weston vom Broker IG. Eine geringe Ölnachfrage wird als negatives Zeichen für die Konjunktur erachtet.

Tagesaktuell hat sich der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent heute jedoch beruhigt. "Es wäre aber unklug, zu behaupten, dass der Markt seine Talsohle erreicht hat", warnte Analyst Christopher Bellew vom Brokerhaus Jefferies.

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
1.2231
Differenz absolut
-0.01
Differenz relativ
-0.46%

Der Euro fiel im Tagestief unter die Marke von 1,24 Dollar, hat sich aktuell aber leicht erholt. Die EZB setzte den Referenzkurs bei 1,2480 Dollar fest.

Schwere Krisenzeichen sendete auch weiterhin Russland aus. Die Notenbank hat den Leitzins auf 10,5 Prozent angehoben, um den Verfall der Landeswährung Rubel zu stoppen. Trotzdem ging dieser ungebremst weiter. Der Dollarkurs stieg auf ein Rekordhoch von 55,45 Rubel, der Euro notierte ebenfalls auf Bestniveau bei 48,98 Rubel. Die Notenbank hat zudem weitere Zinserhöhungen in Aussicht gestellt, sollten Inflationsrisiken aufkommen. Russland leidet unter den Sanktionen des Westens wegen der Haltung im Ukraine-Konflikt sowie besonders unter dem fallenden Ölpreis.

Öl (Brent): Kursverlauf am Börsenplatz BNP Paribas für den Zeitraum Intraday
Kurs
62.05
Differenz absolut
2.24
Differenz relativ
+3.74%
US-Dollar in Russischer Rubel: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
58.26
Differenz absolut
-3.59
Differenz relativ
-5.81%
Euro in Russischer Rubel: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
71.24
Differenz absolut
-4.76
Differenz relativ
-6.27%

Telekom macht Fehler im Börsenprospekt - Schadenersatz?

Ein großes Aufreger-Thema steuerte die Telekom heute bei - das dürfte Tausende T-Aktionäre verärgern, könnte aber auch späte Genugtuung versprechen. Der BGH hat festgestellt, dass die Telekom Anleger in Bezug auf eine konzerninterne Übertragung von Aktien des US-Telekommunikationskonzerns Sprint getäuscht hat.

Der Emissionsprospekt zum dritten Börsengang sei damit fehlerhaft gewesen. Der Fall geht nun zurück an das Oberlandesgericht Frankfurt, das entscheiden muss, ob die gut 17.000 Kleinanleger die geforderten 80 Millionen Euro Schadenersatz erhalten. Die Telekom hat mittlerweile bedauert, dass der BGH einen Prospektfehler festgestellt hat. Das Unternehmen ist aber dennoch zuversichtlich, dass keine Pflicht zum Schadenersatz festgestellt werden wird. Die T-Aktie zeigte sich unbeeindruckt und stieg mit dem Gesamtmarkt um 0,9 Prozent auf 13,03 Euro.

Lufthansa ändert Dividendenpolitik

Lufthansa: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
13.54
Differenz absolut
-0.48
Differenz relativ
-3.46%

Unter den Dax-Firmen sorgte die Lufthansa mit ihren neuen Dividendenregeln für Verunsicherung. Sie will nur noch 10 bis 25 Prozent des Ebit ausschütten, statt bisher 30 bis 20 Prozent des "operativen Ergebnisses". Unterm Strich soll das nicht zum Nachteil der Aktionäre sein, so die Airline, aber sie will sich noch nicht konkret zur Dividende für 2014 äußern - das macht Anleger skeptisch. Derweil geht der Streit mit den Piloten weiter, Ende dieser oder Anfang nächster Woche will die Lufthansa einen neuen Schlichtungsvorschlag machen.

Sind die Devisen-Algorithmen der Deutschen Bank ok?

Die Deutschen Bank steuerte neue Negativ-Schlagzeilen bei. Die New Yorker Bankenaufsicht prüft einem Insider zufolge, ob der deutsche Bankenprimus auf seinen Handelsplattformen einen Algorithmus zur Manipulation von Devisenkursen eingesetzt hat. Auch bei Barclays werde entsprechend ermittelt, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von einer Person mit direkter Kenntnis von dem Vorgang. Die Aktie reagierte jedoch kaum auf die Vorwürfe, im Gegenteil. Sie stieg 0,89 Prozent auf 25,56 Euro.

Diskutiert RWE über eine Dividendenkürzung?

Wenig Erfreuliches war auch vom Dax-Konzern RWE zu hören. Dem "Handelsblatt" zufolge wird der Aufsichtsrat des Versorgers am Freitag zwar eine Dividende mindestens auf Vorjahresniveau beschließen. Wie es in den kommenden Jahren weitergeht, scheint allerdings noch offen. Laut einem weiteren Medienbericht diskutiert der Dax-Konzern über eine Dividenden-Kürzung. Gleichzeitig erhöhe RWE das Sparziel für die Erzeugungssparte. Die Aktie gehört im Dax zu den größten Verlierern. Auch Branchenkollege Eon wurde in Sippenhaft genommen und tendierte ebenso schwächer wie Konsumgüterspezialist Beiersdorf, für den es allerdings keinen expliziten Grund für die Tagesschwäche gab. Trotzdem war das Papier Tagesverlierer.

RWE ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
26.25
Differenz absolut
-0.71
Differenz relativ
-2.63%

Sorgen nehmen zu bei ThyssenKrupp

Neben den Versorgern waren auch Thyssen-Aktien wenig gefragt. Hintergrund ist die Sorge um die Entwicklung des Eisenerzpreises. In der Regel bewegt sich nämlich der Stahlpreis im Einklang mit dem Preis des Rohstoffes. Das Analysehaus Roubini Global Economics erwartet wegen des massiven Überangebotes an Eisenerz einen Preiseverfall auf unter 60 Dollar je metrische Tonne.

Aber es gab auch gute Nachrichten. Das Bundeskartellamt hat das Verfahren wegen illegaler Preisabsprachen bei Stahllieferungen an die Autoindustrie gegen ThyssenKrupp sowie die Wettbewerber Arcelor Mittal und Voest Alpine fallen gelassen. Solche Preisabsprachen konnten nicht bestätigt werden, räumte das Amt ein.

Neues Gesicht im Daimler-Vorstand

Der Aufsichtsrat hat den 45-jährigen Schweden Ola Källenius am Donnerstag mit Wirkung zum Jahresbeginn 2015 in den Konzernvorstand berufen. "Mit Ola Källenius stellen wir uns jünger und internationaler auf", sagte Aufsichtsratschef Manfred Bischoff am Donnerstag. Er gilt auch als potenzieller Nachfolger des 61-jährigen Firmenchefs Dieter Zetsche, dessen Vertrag 2016 ausläuft. Källenius ist seit 2013 Chef des Pkw-Vertriebs, für den er weiter zuständig bleibt.

Gleichzeitig gab der Konzern bekannt, dass er 2,5 Milliarden Euro in den Vorsorgetopf seiner Betriebsrenten gesteckt hat. Zuletzt waren die Pensionsverpflichtungen in der Bilanz stark gestiegen, da der Konzern wegen der niedrigen Zinsen mehr ansparen musste. "Mit der Zuführung zum Pensionsvermögen erhöht sich der Finanzierungsgrad unserer Pensionsverpflichtungen signifikant", erklärte Finanzvorstand Bodo Uebber. Damit könnten auch künftig steigende Renten gesichert werden.

Was die Analysten meinen

Im Index der mittelgroßen Werte MDax geht es für die Aktie von Salzgitter deutlich abwärts nach einer Verkaufsempfehlung durch die US-Investmentbank Goldman Sachs. Analyst Stephen Benson schrieb in einer in einer Branchenstudie, er tue sich im mit dem Marktumfeld schwer. Abwärts geht es auch für die Osram-Aktie nach einer negativen Studie von JP Morgan. Analyst Andreas Willi hält es für möglich, dass die Margen unter Druck geraten. Seine Empfehlung lautet "Untergewichten". Besser sieht es für Gea Group aus, die nach einer positiven Beurteilung der Berenberg-Analysten um 1,1 Prozent zulegt. Der Rückgang des Milchpreises sei kein Drama für den stark auf die Lebensmittelindustrie ausgerichteten Anlagenbauer, schrieb Analyst Stephan Klepp in einer Studie vom Donnerstag.

Rückschlag für Fraport

Bei der juristischen Aufarbeitung des misslungenen Engagements auf dem Flughafen Manila hat der Flughafenbetreiber aus dem MDax eine Niederlage kassiert. Das internationale Schiedsgericht ICSID erklärte sich in der Klage gegen die philippinische Regierung abermals für unzuständig, die Sache zu verhandeln. Dies teilte der hessische Konzern am Donnerstag mit.

Dabei geht es um viel Geld für Fraport. Ein philippinisches Gericht hatte Fraport einen Schadenersatz von 370 Millionen Dollar zugebilligt, nachdem die Regierung 2002 einen Geschäftspartner von Fraport verstaatlicht hatte. Damit waren dessen Investitionen verloren. Es geht um den Bau eines Terminalgebäudes auf dem Flughafen der Hauptstadt des asiatischen Landes. Gezahlt hat die philippinische Regierung bislang noch nicht.

Dreimal schwarzer Tag für Airbus

Schon gestern war es ein schwarzer Tag für Airbus-Aktionäre. Die Aktie verlor elf Prozent, der größte Tagesverlust der vergangenen sechs Jahre. Nicht genug, dass es zu Verzögerungen beim neuen Langstreckenflieger A350 kommt. Später wurde zudem bekannt, dass der Vorstand beim Investorentag in London vom möglichen Ende für den weltgrößten Passagierjet A380 sprach. Obendrein äußerte er sich sehr zurückhaltend zum Gewinnwachstum, das erst wieder 2017 möglich sein soll. Im nächsten und auch übernächsten Jahr dürfte der "operative Kern-Gewinn" noch stagnieren. Das belastet die Airbus-Aktie heute weiter.

Übernahmeangebot für Catoil

Im SDax schossen Catoil-Aktien 16 Prozent in die Höhe auf 14,65 Euro. Das lag an Joma Industrial Source, die das angekündigte Übernahmeangebot für die österreichische Ölbohrfirma nun vorgelegt haben. Geboten werden 15,23 Euro je Catoil-Aktie. Am Mittwoch lag der Kurs bei 12,62 Euro.

Bertrandt zahlt mehr Dividende

Der Ingenieur-Dienstleister Bertrandt profitiert von der zunehmenden Vergabe größerer Aufträge aus der Autoindustrie und will seine Aktionäre am Firmenerfolg beteiligen. Deshalb solle die Dividende für das Geschäftsjahr 2013/14 auf 2,40 erhöht werden. In dem Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr steigerte Bertrandt den Umsatz um elf Prozent auf 871 Millionen Euro, die Investitionen wurden verdoppelt.

Etihad-Einstieg bei Air Berlin ist genemigt

Das Luftfahrtbundesamt hat dabei allerdings Auflagen erlassen. Hierzu gehört, dass im Verwaltungsrat von Air Berlin mehrheitlich EU-Bürger sitzen müssen. Zudem müssen alle Sitzungsprotokolle dem Amt vorgelegt werden. Etihad hält direkt 29,2 Prozent an Air Berlin und hat darüber hinaus erhebliche Mittel investiert. Die Araber gelten als Retter der deutschen Nummer zwei hinter der Lufthansa.

Die Behörde musste klären, ob Etihad Air Berlin beherrscht. Die Mehrheitsverhältnisse sind nämlich entscheidend dafür, ob Air Berlin seine Verkehrsrechte in Europa behält. Die staatlichen Fluglinien vom Persischen Golf drängen in die Eurozone, haben aber nur begrenzte Landerechte.

Mifa angeblich gerettet

Der insolvente Fahrradhersteller Mifa ist offenbar gerettet. Ein Unternehmer aus Sachsen-Anhalt werde das in Sangerhausen ansässige Unternehmen übernehmen, berichtete die "Mitteldeutsche Zeitung". Der Mifa-Aktie beschert das Riesengewinne, obwohl äußerste Vorsicht angebracht ist.

Milde Witterung setzt MVV zu

Einen schweren Stand hat auch MVV, der milde Winter und gesunkene Strompreise im Großhandel haben tiefe Spuren in der Bilanz des Mannheimer Energieversorgers hinterlassen. Das Ergebnis (Ebit) sank im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr um 17 Prozent auf 173 Millionen Euro. Die MVV-Aktie verliert.

Neuer Ankeraktionär bei R. Stahl

Das Unternehmen aus dem Prime Standard hat zehn Prozent der Anteile an die RAG-Stiftung verkauft und erhält damit einen weiteren Ankeraktionär. Es fließen liquide Mittel in zweistelliger Millionenhöhe zu, genaue Summen wurden aber nicht genannt. Stahl ist vor allem an einem Aktionär mit langfristigem Beteiligungshorizont gelegen, wie Finanzvorstand Bernd Marx betonte. Die R. Stahl AG aus Waldenburg ist auf das Geschäftsfeld Explosionsschutz spezialisiert.

Zara-Mutter Inditex ist gut im Geschäft

Neue Bilanzdaten lieferte Inditex. Der spanische H&M-Konkurrent wächst demnach kräftig. Der Umsatz in den ersten neun Monaten legte sieben Prozent auf 12,7 Milliarden Euro zu. Allerdings fällt das Plus auf der Gewinnseite geringer aus. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um zwei Prozent auf gut 2,8 Milliarden Euro, der Gewinn um ein Prozent auf 1,69 Milliarden Euro. Die Inditex-Aktie legte kräftig zu.

Auch JPMorgan macht schlapp

Schlechte Nachrichten kamen aus den USA von Amerikas größter Bank: JPMorgan hat Anleger auf einen deutlichen Rückgang der Einnahmen in ihrem Investmentbanking im vierten Quartal eingestimmt. Die Erlöse im Handelsgeschäft dürften verglichen mit dem Vorjahreszeitraum im "hohen Zehner-Prozentbereich" sinken, sagte Finanzchefin Marianne Lake am Mittwoch in New York. Ähnliche Hiobsbotschaften hatten in den Tagen zuvor schon Citigroup und Bank of America verbreitet.

Wird Ebay Tausende Mitarbeiter entlassen?

Ebay muss offenbar den Gürtel enger schnallen - das Nachsehen haben die Beschäftigten. Der Online-Händler erwägt einem Zeitungsbericht zufolge die Streichung von 3.000 Stellen. Das entspreche zehn Prozent der Belegschaft, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit den Überlegungen vertraute Personen. Ebay wollte sich zu den Informationen nicht äußern.

Fusionsfantasie im Office-Sektor

Die Aktien der beiden Händler von Büroartikeln, Staples und Office Depot, legen in New York wegen Fusionsspekulationen zu. Zuvor hatte der Investor Starboard Value bekannt gegeben, dass er an Staples 5,1 und an Home Office 9,9 Prozent halte. Starboard Value gilt als aktivistischer Investor. Solche Anleger nehmen Einfluss auf das Management, auf die Dividendenzahlungen oder Akquisitionsmaßnahmen. Staples und Office Depot waren zuletzt wegen immer größerer Konkurrenz von Walmart, Target oder Amazon unter Druck geraten.

rm

Stand: 11.12.2014, 20:05 Uhr

Aktuelle Audios

Aktuelle Börsen-Audios

Aktuelle Börsen-Audios

Aktuelle Börsen-Audios

Aktuelle Börsen-Audios

Aktuelle Börsen-Audios

Tagestermine am Montag, 22. Dezember

Unternehmen:
Hornbach: Q3-Zahlen

Konjunktur:
Brüssel: Verbrauchervertrauen Euro-Zone, Dezember, 16 Uhr

Darstellung: