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Marktbericht 20:00 Uhr

Marktbericht positiv

Neues Allzeithoch

Dax: Massiver Rückenwind aus Frankreich

Stand: 24.04.2017, 20:00 Uhr

In ganz Europa feiern die Börsen den Etappensieg Emmanuel Macrons in Frankreich. Der deutsche Leitindex erreicht ein Allzeithoch. Aber wie das mit politischen Börsen so ist: Was die Tagesgewinne wert sind, muss die Zukunft zeigen.

Der Dax schloss mit einem Aufschlag von 3,4 Prozent auf 12.454,98 Punkten. Der Late Dax gewann 3,2 Prozent auf 12.441,07 Punkte. Den Anlegern gefiel, dass Emmanuel Macron im ersten Wahlgang die Euro-Kritikerin Marine Le Pen auf den zweiten Platz verwies. "Nun deutet vieles darauf, dass nach der Stichwahl am 7. Mai ein französischer Präsident namens Macron die europäische Idee nicht nur unterstützt, sondern mit wirtschaftlichem Sachverstand zu reformieren in der Lage ist", sagte Thomas Böckelmann, Chef-Portfoliomanager des Vermögensverwalters EuroSwitch.

In den USA lag der Dow Jones am Abend rund ein Prozent im Plus. Der Nasdaq Composite erreichte ein Rekordhoch. Mit einem Aufschlag von 4,1 Prozent auf 5.268,85 Punkte ging zuvor der Pariser Leitindex CAC-40 aus dem Handel. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss bei 3.577,38 Punkten - ein Plus von 4 Prozent. Für den britischen FTSE-100-Index ging es in London um 2,1 Prozent auf 7.264,68 Zähler hoch.

CAC 40: Kursverlauf am Börsenplatz BNP Paribas für den Zeitraum Intraday
Kurs
5.280,08
Differenz relativ
+4,60%
EuroStoxx 50: Kursverlauf am Börsenplatz DJ Stoxx für den Zeitraum Intraday
Kurs
3.577,38
Differenz relativ
+3,99%
Dax
Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
12.454,98
Differenz relativ
+3,37%

Potenzial in Richtung 14.000?

Ist das Allzeithoch der Startschuss für eine neue Kursrally? "Mit dem Sprung aufs Rekordhoch muss der Höhenflug noch nicht zu Ende sein", meint Frederik Altmann, Analyst bei Alpha Wertpapierhandel. "Anleger könnten sich mit ihren Kaufentscheidungen an der Charttechnik orientieren und mit weiteren Käufen den Trend verstärken. Aus technischer Sicht ist das neue Rekordhoch ein weiteres Kaufsignal und birgt Potenzial in Richtung 14.000 Punkte", meint der Fachmann. Wie es weitergehen könnte,m haben wir hier für Sie notiert.

Aber es gibt auch jede Menge kritische Stimmen. Clemens Bundschuh von der LBBW rät beispielsweise vor allzu großer Euphorie ab. "Das Rekordhoch noch zu toppen, wird ziemlich schwierig werden. Das Ende der Fahnenstange dürfte nun erst mal erreicht sein." Viele gute Nachrichten vonseiten der Politik und Konjunktur seien nun bereits eingepreist, meint Bundschuh. "Politische Börsen haben kurze Beine", schreibt Jochen Stanzl von CMC Markets. "Die Euphorie heute wird vor allem von der Angst getragen, am Ende nicht dabei zu sein."

ARD-Börsenstudio: Konrad Busen

Börse 17.00 Uhr: Blick voraus zum 2. Wahlgang

Die Marktbeobachter von Index-Radar haben ein Potenzial bis zur 12.750er-Marke errechnet. Dieses könnte der Index mittelfristig ausschöpfen, bevor der Wahleffekt wieder verpuffe. "Vermutlich dürfte dies jedoch schon vorher der Fall sein, so dass Anleger bereits bei kleineren Kursgewinnen Profite realisieren sollten", raten die Fachleute.

Euro auf dem Vormarsch

Der Euro hat ebenfalls deutlich zugelegt, wennngleich er seine Gewinne vom Sonntagabend nur bedingt halten konnte. Die französische Präsidentschaftswahl könnten laut Devisenexperte David Bloom von der britischen Bank HSBC zum Wendepunkte für den Euro werden. Sie dürfte zu einer nachhaltigen Stärke des Euro und im Gegenzug einer zunehmenden Schwäche des US-Dollar führen. Er verwies auf das nachlassende politische Risiko.

Dow Jones: Kursverlauf am Börsenplatz Dow Jones Indizes für den Zeitraum Intraday
Kurs
20.763,89
Differenz relativ
+1,05%
US-Dollar in Euro: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
0,92
Differenz relativ
-1,53%
Nasdaq Composite: Kursverlauf am Börsenplatz NASDAQ Indizes für den Zeitraum Intraday
Kurs
5.983,82
Differenz relativ
+1,24%

Bank-Aktien haussieren

Europaweit standen insbesondere Bank-Aktien auf den Kauflisten der Anleger. Im Dax haussierten die Aktien von Deutsche Bank und Commerzbank. Der Sieg des wirtschaftsfreundlichen EU-Befürworters Emmanuel Macron ist aus Sicht des Analysten Jernej Omahen von Goldman Sachs positiv für europäische Finanzwerte. Vorteile im Bankensektor sieht der Experte vor allem für jene Werte aus Frankreich, Italien und Deutschland, weil diese besonders stark von einer stabilisierten politischen Situation profitierten.

Commerzbank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
9,10
Differenz relativ
+9,41%
Deutsche Bank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
16,99
Differenz relativ
+9,16%
BNP Paribas: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
66,73
Differenz relativ
+7,90%

Deutsche Post prüft Verkauf in Großbritannien

Deutsche Post: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
32,26
Differenz relativ
+5,01%

Auch die Deutsche Post rückte in den Fokus. Der Konzern prüft laut einem Insider den Verkauf ihrer britischen Tochtergesellschaft Williams Lea. Der Prozess sei in einem frühen Stadium, sagte eine Person mit Kenntnis der Pläne der Nachrichtenagentur Reuters. Laut "FAZ" ist in Finanzkreisen zu hören, dass die Transaktion mehrere hundert Millionen Euro wert wäre.

Dortmund mag RWE

RWE ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
15,67
Differenz relativ
+3,47%

Die Stadt Dortmund prüft den Erwerb zusätzlicher Aktien des zuletzt tief in die roten Zahlen gerutschten Energiekonzerns RWE. "Wir können uns gut vorstellen, weitere RWE-Aktien zu kaufen", sagte Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung".

Ballverlust bei Adidas

Adidas: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
184,35
Differenz relativ
+2,19%

Der deutsch-dänische Sportausrüster Derbystar jagt dem Platzhirsch Adidas in der Bundesliga den Ball ab. Die prestigeträchtige Lizenz für Herstellung und Verkauf des offiziellen Spielballs der ersten und zweiten Bundesliga geht ab der Saison 2018/19 an das Unternehmen aus dem niederrheinischen Goch, wie die Deutsche Fußball-Liga (DFL) am Montag mitteilte. Die Zusammenarbeit sei auf vier Spielzeiten bis 2022 angelegt. Adidas hält seit 2010 die Rechte, die erstmals 2009 frei ausgeschrieben wurden.

Brain-Drain bei ProSiebenSat.1

ProSiebenSat.1 Media: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
40,00
Differenz relativ
+2,68%

Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 verliert nach Angaben aus informierten Kreisen einen weiteren Spitzenmanager. Strategievorstand Ralf Schremper gehe zum Finanzinvestor Oakley Capital, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen Reuters. ProSiebenSat.1 wollte sich dazu nicht äußern.

Klasse Start für Sartorius

Sartorius VZ: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
84,07
Differenz relativ
+3,94%

Für den Labor- und Pharmazulieferer Sartorius hat das Jahr 2017 mit einem deutlichen Umsatz- und Gewinnplus begonnen. So kletterte der Konzernumsatz von Januar bis März auf 343,1 Millionen Euro nach 301,9 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich verblieb ein Gewinn von 34,4 Millionen Euro, das waren rund 18 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

Südzucker liefert

Südzucker: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
21,17
Differenz relativ
+1,34%

Europas größter Zuckerproduzent Südzucker hat den operativen Gewinn im vergangenen Jahr stärker gesteigert als in Aussicht gestellt. Gestiegene Zuckerpreise und höherer Absatz von Bioethanol der Tochter Cropenergies trugen zu einem Anstieg des Betriebsergebnisses auf 426 Millionen Euro von 241 Millionen Euro im Vorjahr bei. Der MDax-Konzern hatte im Januar seine Prognose für das zum 28. Februar beendete Geschäftsjahr 2016/17 auf 380 bis 410 Millionen Euro angehoben. Nach den vorläufigen Zahlen lag der Umsatz mit knapp 6,5 Milliarden Euro 1,4 Prozent über dem des Vorjahres.

PPG erhöht Angebot für Akzo Nobel

Im Übernahmepoker um den niederländischen Farben- und Chemikalienkonzern Akzo Nobel hat der US-Konkurrent PPG Industries sein Gebot erneut erhöht. Die aufgestockte Offerte bewerte Akzo Nobel nun mit 26,9 Milliarden Euro, teilte PPG mit. Je Aktie biete der US-Konzern nun 96,75 Euro und damit 6,75 Euro je Aktie mehr als bisher. PPG stellt nun 61,50 Euro in bar sowie 0,357 PPG-Anteile je Akzo-Anteil in Aussicht. Akzo Nobel werde dieses dritte PPG-Angebot für den Erwerb aller Aktien eingehend prüfen, hieß es von den Niederländern.

PPG
PPG: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
98,50
Differenz relativ
-0,23%
Akzo Nobel: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
82,85
Differenz relativ
+5,56%

LafargeHolcim wechselt Konzernchef aus

Lafarge-Holcim: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
53,40
Differenz relativ
-1,32%

Der Schweizer Zementriese LafargeHolcim wechselt den Konzernchef aus. Eric Olsen trete Mitte Juli zurück, teilte der Weltmarktführer am Montag mit. Olsen habe sich in Zusammenhang mit Schutzgeldzahlungen in Syrien nichts zu Schulden kommen lassen. Die Suche nach einem Nachfolger werde umgehend eingeleitet.

HSBC berät Aramco

HSBC: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
7,49
Differenz relativ
+0,31%

Nach den Wall-Street-Häusern JP Morgan und Morgan Stanley erhielt nun auch das britische Geldhaus HSBC vom saudi-arabischen Ölkonzern Aramco ein Beratungsmandat für den geplanten IPO. HSBC-Chef Stuart Gulliver gab den prestigeträchtigen und vermutlich auch sehr lukrativen Auftrag bekannt. Früheren Reuters-Informationen zufolge ist HSBC für Aramco deswegen interessant, weil das Geldhaus in Asien stark vertreten ist. Es solle insbesondere in China Investoren gewinnen. Saudi-Arabien will bis zu fünf Prozent der Aramco-Anteile an die Börse bringen und damit schätzungsweise 100 Milliarden Dollar erlösen.

Jimmy Choo möchte gekauft werden

Jimmy Choo: Kursverlauf am Börsenplatz München für den Zeitraum Intraday
Kurs
2,09
Differenz relativ
0,00%

Der Luxusschuh-Anbieter Jimmy Choo stellt sich selbst zum Verkauf. Es würden Übernahmeofferten angestrebt im Rahmen einer Überprüfung aller strategischer Optionen, teilte das britische Unternehmen am Montag mit. An der Börse ist es derzeit umgerechnet rund 775 Millionen Euro wert. Das ist etwa ein Fünftel mehr als beim Börsengang 2014. Dem Management zufolge ist das Vorgehen mit dem Hauptaktionär JAB Luxury abgestimmt, der zwei Drittel der Jimmy-Choo-Anteile hält. Noch gebe es aber keine Angebote oder Annäherungen an mögliche Interessenten.

Philips startet solide ins Jahr

Philips: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra EU Stars für den Zeitraum Intraday
Kurs
31,61
Differenz relativ
+3,62%

Der niederländische Elektrokonzern Philips profitiert weiter von der stärkeren Ausrichtung auf die Gesundheits- und Medizintechnik. Der Umsatz legte im ersten Quartal um vier Prozent auf 5,72 Milliarden Euro zu, das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Unternehmenswerte (Ebita) stieg um 18 Prozent auf 442 Millionen Euro.

ts

Dax-Chart realtime

Tagestermine am Dienstag, 25. April

Unternehmen:
SAP: Q1-Zahlen, 7 Uhr
Covestro Q1-Zahlen, 7 Uhr
Novartis: Q1-Zahlen, 7 Uhr
Innogy: Hauptversammlung, 10:00 Uhr
Safran: Q1-Umsatz, 7 Uhr
Ericsson: Q1-Zahlen, 7:30 Uhr
Aixtron: Q1-Zahlen, 7:30 Uhr
Rocket Internet: Q1-Zahlen, 8 Uhr
DuPont: Q1-Zahlen, 12 Uhr
Eli Lilly: Q1-Zahlen, 12:25 Uhr
Lockheed Martin: Q1-Zahlen, 13:25 Uhr
3M: Q1-Zahlen, 13:30 Uhr
Caterpillar: Q1-Zahlen, 13:30 Uhr
McDonalds: Q1-Zahlen, 14 Uhr
AT&T: Q1-Zahlen, 22 Uhr
Texas Instruments: Q1-Zahlen, 22:30 Uhr
Schindler: Q1-Zahlen
Biogen: Q1-Zahlen
AK Steel Holding: Q1-Zahlen
Cree: Q3-Zahlen

Konjunktur:
USA: FHFA-Index 02/17, 15 Uhr
USA: Verkauf neuer Häuser 03/17, 16 Uhr
USA: Verbrauchervertrauen 04/17, 16 Uhr

Darstellung: