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Marktbericht 11:50 Uhr

Nun also doch

Dax macht sich von Ängsten frei

Am deutschen Aktienmarkt herrscht am Mittwoch zur Abwechslung mal relativ entspannte Stimmung. Nach der gestrigen Trendumkehr ist für die Anleger das Glas halbvoll.

Börse 11.00 Uhr

Der bisherige Tageshöchststand liegt bei 9.789 Punkten und damit ein gutes halbes Prozent höher als am Dienstag. Die bisher vorgelegten Quartalsberichte seien mehrheitlich gut ausgefallen, meinten die Analysten von IG Markets. "Nichtsdestotrotz lauern weiterhin geopolitische Belastungsfaktoren wie die Konfliktherde in Israel und der Ukraine im Hintergrund [...] Aus charttechnischer Perspektive gilt es nun erst einmal die Preismarke im Bereich von 9.800 Punkten zurückzuerobern und auch zu behaupten, um erneut den Weg Richtung jüngster Rekordhochs zu ebnen."

Euro schwächer

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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Am Devisenmarkt neigt der Euro erneut zur Schwäche. Die europäische Währung fiel gegenüber dem US-Dollar bis auf 1,3456 Dollar - der tiefste Stand seit November vergangenen Jahres. Marktbeobachter verwiesen auf die Erwartung einer wachsenden Zinsdifferenz zwischen dem Euroraum und den USA. "Die USA werden die Leitzinsen im kommenden Jahr anheben", sagte Volkswirt Ayako Sera von der Sumitomo Mitsui Trust Bank. "In Europa könnten wir dagegen eine weitere Lockerung der Geldpolitik sehen."

Daimler ist auf Kurs

Auch in Deutschland kommt die Quartalsberichtssaison so langsam in Fahrt. Daimler hat im zweiten Quartal seinen Umsatz um sechs Prozent auf 31,5 Milliarden Euro verbessern können. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) aus dem laufenden Geschäft wuchs um zwölf Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Gute Geschäfte mit neuen Modellen wie der S- und der C-Klasse halfen.

Deutsche Bank vor Problemen in Amerika

Deutsche Bank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Aktien der Deutschen Bank liegen am Dax-Ende. Die Papiere fielen am Dienstag in der letzten Handelsstunde an der NYSE urplötzlich um rund drei Prozent. Wie das "Wall Street Journal" berichtete, habe die amerikanische Tochtergesellschaft "ernsthafte Probleme". Sie habe im Dezember einen Brandbrief der Federal Reserve Bank of New York erhalten. Die Notenbank als Aufsichtsbehörde habe darin unter anderem eine schlampige Buchführung, eine unzureichende Kontrolle und mangelhafte technische Systeme angemahnt.

Analysten-Lob für MüRü

Die Münchener Rück-Aktien profitieren von einer Empfehlung von JPMorgan, die den Wert von "Neutral" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 166 auf 185 Euro erhöht hat. Die europäischen Rückversicherer erzielten trotz sinkender Zinsen noch attraktive Margen, schrieb Analyst Michael Huttner.

Lanxess empfohlen

Lanxess: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Lanxess-Aktien liegen ebenfalls gut im Rennen. Die Bank of America/Merrill Lynch hat den Wert auf die Empfehlungsliste "Europe 1" gesetzt. Außerdem wurden gute Ergebniszahlen des Konkurrenten Akzo Nobel als Grund für den Anstieg genannt.

Infineon belastet

Infineon-Aktien verlieren am Mittwoch überdurchschnittlich stark. Der Infineon-Konkurrent, der niederländische Chiphersteller STMicroelectronics, hat auf den ersten Blick recht gute Quartalzahlen vorgelegt. Allerdings hätten diese von einmaligen Faktoren profitiert, hieß es am Markt in einem kritischen Unterton.

Stratec legt zu

Stratec Biomedical: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Das Medizintechnikunternehmen Stratec Biomedical hat im ersten Halbjahr seinen Umsatz um 15 Prozent auf 69,1 Millionen Euro verbessert. Das Konzernergebnis stieg sogar um 47 Prozent auf 9,6 Millionen Euro. Allerdings war das Geschäft im ersten Halbjahr des Vorjahres wegen eines Wasserschadens relativ schwach gewesen.

Syngenta wächst kaum

Syngenta: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Der Schweizer Agrochemiekonzern Syngenta ist im ersten Halbjahr wegen des harten Winters in Nordamerika gebremst worden. Der Umsatz wuchs nur ein Prozent auf 8,5 Milliarden Dollar. Das operative Ergebnis sank um drei Prozent auf 2,11 Milliarden Dollar.

Banco Espirito Santo gerettet?

Banco Espirito Santo: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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Die amerikanische Großbank Goldman Sachs ist bei der angeschlagenen portugiesische Banco Espirito Santo (BES) eingestiegen. Goldman habe 2,27 Prozent der Aktien gekauft, hieß es in einer Pflichtmitteilung. Auch der amerikanische Hedgefonds D.E. Shaw hat sich an der BES beteiligt und 2,7 Prozent erworben.

Apple profitiert vom iPhone

Nach dem Ende des regulären Börsenhandels in den USA legte Apple seine Quartalszahlen vor. Das Unternehmen konnte dank guter Verkaufszahlen beim iPhone seinen Umsatz um sechs Prozent auf 37,4 Milliarden Dollar nach oben schrauben. Der Nettogewinn legte um gut zwölf Prozent auf 7,75 Milliarden Dollar zu. Allerdings fiel die Prognose für das laufende Vierteljahr etwas weniger optimistisch aus als von der Börse erhofft. Die Apple-Aktie gab im nachbörslichen Handel 0,6 Prozent auf 94,15 Dollar nach.

Zukauf belastet Microsoft

Microsoft: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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Auch Microsoft meldete sich zu Wort. Der Konzern verbuchte von April bis Juni einen Gewinnrückgang um sieben Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar. Negativ wirkten sich hohe Belastungen durch das von Nokia übernommene Handygeschäft aus. Der Konzernumsatz kletterte um 3,5 Milliarden Dollar auf 23,4 Milliarden Dollar. Die Microsoft-Aktie stieg im nachbörslichen Handel um 1,4 Prozent auf 45,45 Dollar.

Electronic Arts muss sich gedulden

Der Computerspiele-Konzern Electronic Arts hat im abgelaufenen Quartal seinen Umsatz um beachtliche 28 Prozent auf gut 1,2 Milliarden Dollar in die Höhe geschraubt. Der Gewinn stieg sogar um die Hälfte auf 335 Millionen. Allerdings wird eine wichtige Neuerscheinung, das Spiel "Battlefield Hardline", nicht bereits zum Weihnachtsgeschäft verkauft werden können, da es noch veröffentlichungsreif ist. Es soll erst Anfang 2015 auf den Markt kommen.

ME

Stand: 23.07.2014, 11:50 Uhr

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Banco Espirito Santo: Halbjahreszahlen
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