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Börsentrend 14:40 Uhr

Anleger im Winterschlaf

Dax klebt unter Vortagesniveau fest

Selbst besser als erwartet ausgefallene Unternehmensdaten von General Electric und der US-Bank Morgan Stanley locken die Investoren nicht unter ihrer Kuscheldecke hervor. Der Dax gibt ein paar Punkte ab, bleibt aber immerhin über den 7.700 Punkten.

Das Warten auf frische Geschäftszahlen aus den USA ist zwar zu Ende, die Daten fielen auch passabel aus. Dennoch rührt sich der Dax auch am frühen Nachmittag kaum von der Stelle. Mit einem Minus von rund 0,2 Prozent hält sich der deutsche Leitindex bei etwa 7.720 Punkten. In Europa insgesamt ist das Bild gemischt: Während der Schweizer SMI ebenfalls leicht nachgibt, liegen der Londoner FTSE 100 und der Pariser CAC 40 minimal im Plus.

Laut Helaba-Fachmann Christian Schmidt habe sich das charttechnische Bild zuletzt zwar leicht aufgehellt. Es sei aber noch zu früh, eine grundsätzliche Entwarnung im Hinblick auf eine Korrekturbewegung auszurufen: "Diese Gefahr wird erst deutlich geringer, wenn die massive Widerstandszone von 7.772/7.789 Zählern nachhaltig überschritten werden kann. Eine wichtige Stellschraube auf der Unterseite stellt die Marke von 7.662 Zählern dar", stellt Schmidt fest.

Wächst das Vertrauen wieder?

Wirtschaftsdaten aus China wurden von Marktteilnehmern gemischt aufgenommen, die japanische Kursrally der Nacht verpuffte. "China hat vielleicht den Blues abgelegt und ist auf den Wachstumspfad zurückgekehrt, aber es ist immer noch der niedrigste Anstieg seit 1999", sagte Marktanalystin Anita Paluch von Gekko Global Markets.

Aber noch ist der Tag nicht gelaufen. Um 15:55 werden die Daten zum US-Verbrauchervertrauen veröffentlicht. "Der Index sollte deutlich ansteigen, da die Abwendung des Sturzes über die 'Fiskal-Klippe' positiv auf das Verbrauchervertrauen ausstrahlt", schreibt die DZ Bank. "Wir erwarten einen Indexwert von 75,5 Punkten und liegen damit etwa auf dem Niveau der Konsensus-Schätzung."

GE übertrifft Erwartungen

General Electric: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
19.33
Differenz absolut
0.58
Differenz relativ
+3.09%

Der US-Mischkonzern General Electric hat im vierten Quartal mehr verdient als im Vorjahr. Der Gewinn lag mit 4,01 Milliarden Dollar um 7,5 Prozent höher als im Vergleichszeitraum 2011. Je Aktie waren das im fortgeführten Geschäft 44 Cent - mehr als Analysten auf dem Zettel hatten. Die Aktie notierte vorbörslich deutlich im Plus.

Schlussspurt bei Morgan Stanley

Morgan Stanley: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr
Kurs
22.32
Differenz absolut
0.72
Differenz relativ
+3.33%

Ein gut laufendes Geschäft mit Aktien hat der Investmentbank Morgan Stanley zum Jahresende ein gutes Ergebnis beschert. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 481 Millionen Dollar. Damit übertraf die Bank die Erwartungen der Experten deutlich und kehrte in die Gewinnzone zurück. Die Bank hatte sowohl im Vorquartal als auch Ende 2011 rote Zahlen geschrieben. Wegen der Neubewertung eigener Schulden steht für 2012 insgesamt aber ein Verlust von 117 Millionen Dollar in den Büchern.

Intel enttäuscht die Investoren

Intel: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr
Kurs
19.56
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0.20
Differenz relativ
+1.04%
Infineon: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
8.41
Differenz absolut
0.30
Differenz relativ
+3.74%

Der Chipkonzern Intel hat mit einem schwachen Ausblick und überraschend umfassenden Investitionsplänen enttäuscht. Im laufenden Jahr will Intel 13 Milliarden Dollar ausgeben und unter anderem in Zukunftstechnologien in der Produktion investieren - deutlich mehr als von Analysten erwartet. Nach dem Umsatz- und Gewinnminus im Schlussquartal machte diese Ankündigung Anleger nervös. Der Gewinn fiel im vierten Quartal um rund 26 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar und die Erlöse gaben knapp drei Prozent auf 13,5 Milliarden Dollar nach.

Commerzbank plant Kahlschlag

Commerzbank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
13.04
Differenz absolut
0.20
Differenz relativ
+1.60%

Einer der stärksten Werte im Dax ist die Aktie der Commerzbank. Deutschlands zweitgrößte Bank könnte beim geplanten Konzernumbau einem Bericht zufolge zwischen 4.000 und 6.500 Arbeitsplätze streichen. Im deutschen Geschäft der Bank sollen zehn bis 15 Prozent der zuletzt rund 43.400 Stellen abgebaut werden, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Finanzkreise berichtete. Bei der Zahl handele es sich nur um eine vorläufige Größenordnung, bevor im Februar die Gespräche mit dem Betriebsrat aufgenommen werden.

K+S im Schlepptau von Intrepid

K+S
K+S: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
23.30
Differenz absolut
0.14
Differenz relativ
+0.63%

Zu den Favoriten im Dax gehört auch die Aktie von K+S, die sich mit Coba-Papieren um die Spitzenposition im Dax streitet. Grund sind weniger die winterlichen Verhältnisse auf den Straßen als vielmehr gute Produktionszahlen des US-Kalidüngerproduzenten Intrepid.

ThyssenKrupp will mehr

ThyssenKrupp: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
19.88
Differenz absolut
0.26
Differenz relativ
+1.30%

Zu den Verlierern im Leitindex gehört dagegen wieder einmal die Aktie von ThyssenKrupp. Grund sind offenbar Zweifel an einem Verkauf der Stahlwerke in Übersee. Nach einem "Handelsblatt"-Bericht ist Thyssen mit den Angeboten für seine amerikanischen Stahlwerke unzufrieden. Der brasilianische Konzern Companhia Siderurgica Nacional will Insidern zufolge 2,6 Milliarden Euro für das Werk in den USA und für eine Mehrheit an dem Stahlwerk in Brasilien hinblättern. Aktuell läuft die HV des Stahlkonzerns.

Analyse von Credit Suisse belastet Metro

Metro ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
28.16
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0.32
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+1.13%

Im MDax belegt Metro den letzten Platz. Credit-Suisse-Analyst Xavier Le Mene hat das Handelsunternehmen von "Neutral" auf "Underperform" abgestuft und das Kursziel auf 21,00 Euro belassen. Die Aktien des Handelskonzerns hätten eine Erholungsrally geschafft und nun impliziere das unveränderte Kursziel rund zehn Prozent Kursrisiko, schreibt der Mann. Aus Sicht der Schweizer Bank bleiben die aktuellen Analystenerwartungen anfällig für Korrekturen. Zudem seien die Gewinnziele 2012 durch unerwartet hohe Einkünfte bei Immobilien zustande gekommen, die sich 2013 womöglich nicht wiederholen ließen.

Bilfinger: Koch will kaufen

Bilfinger: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
90.84
Differenz absolut
0.60
Differenz relativ
+0.66%

Dagegen ist die Aktie des Baukonzerns Bilfinger einer der Favoriten im MDax. Grund ist die geplante Übernahme des US-Wassertechnikspezialisten Johnson Screens. Das Unternehmen erbringe mit 1.200 Mitarbeitern eine Jahresleistung von etwa 160 Millionen Euro. "Für künftige Akquisitionen stehen uns nach dem Erwerb von Johnson Screens noch rund 850 Millionen Euro zur Verfügung", sagte Konzernchef Roland Koch bei einer Telefonkonferenz.

Puma ganz vorn

Puma: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
206.70
Differenz absolut
-0.30
Differenz relativ
-0.14%

Weit oben auf der Liste der MDax-Gewinner steht die Aktie des Sportartikelherstellers Puma. Grund ist eine Heraufstufung durch die Bank HSBC. Die Analysten haben das Kursziel auf 275 Euro angehoben. Derzeit notieren die Papiere bei 235 Euro.

Praktiker im Höhenflug

Praktiker: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
0.01
Differenz absolut
0.00
Differenz relativ
0.00%

Im SDax setzt die Praktiker-Aktie ihren Höhenflug fort. Grund ist eine Heraufstufung durch die Deutsche Bank. Sie hat die Aktie von Praktiker von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 1,70 auf 2,60 Euro angehoben. Die Baumarktkette werde sich erheblich verändern, mit neuem Management, neuer Strategie und neuer Finanzstruktur, schrieb Analyst Michael Kuhn in einer Studie vom Freitag. Dies sollte dem Unternehmen den Weg zurück zur Profitabilität ebnen, meinte Kuhn. Ungeachtet der Risiken überwögen die Chancen. Das sehen die meisten Anleger offenbar genauso.

Glencore und Xstrata brauchen mehr Zeit

Glencore Xstrata: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
3.79
Differenz absolut
-0.01
Differenz relativ
-0.21%

Der weltgrößte Rohstoffhändler Glencore nimmt sich für den Abschluss der geplanten Übernahme des schweizerisch-britischen Bergbaukonzerns Xstrata erneut mehr Zeit. Da noch die Genehmigung der Behörden in China und Südafrika ausstehe, werde der Abschluss nun bis zum 15. März erwartet, teilte Glencore am Freitag mit. Glencore wollte die Milliardenübernahme ursprünglich im Vorjahr perfekt machen. Die EU-Kommission hatte die Milliardenübernahme des Bergbaukonzerns Xstrata durch Glencore im November genehmigt.

Stand: 18.01.2013, 14:40 Uhr

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Anleihen für alle Fälle

Banken bauen mit Coco-Bonds vor

Coco-Bonds haben nichts mit Schokolade zu tun. Kurz gesagt bieten sie Banken eine elegante Möglichkeit, ihr Kapital zu vergrößern, sobald es darauf ankommt. Der Geldgeber übernimmt dabei ein besonders hohes Risiko. Bisher nutzten deutsche Banken dieses Instrument kaum, das ändert sich jetzt. Was ist davon zu halten? [ARD-Börsenstudio]

Tagestermine am Dienstag, 22. April

Unternehmen:
Villeroy & Boch: Q1-Zahlen, 07:00 Uhr
Philips: Q1-Zahlen, 7 Uhr
McDonald's: Q1-Zahlen, 14:00 Uhr
Amgen: Q1-Zahlen
Comcast: Q1-Zahlen
Harley-Davidson: Q1-Zahlen
Lockheed Martin: Q1-Zahlen
United Technologies: Q1-Zahlen
AK Steel Holding: Q1-Zahlen
Juniper Networks: Q1-Zahlen
AT&T: Q1-Zahlen, 22 Uhr

Konjunkturdaten:
USA: Verkauf bestehender Häuser im März, 16:00 Uhr
EU: Verbrauchervertrauen April, 16:00 Uhr

Sonstiges:
New York: International Auto-Show, bis 27.4.2014

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