Seitenueberschrift

Marktbericht 20:15 Uhr

Marktbericht negativ

Wall Street im Plus

Dax in Griechenland-Starre

Stand: 22.04.2015, 20:15 Uhr

Amerika ist in Kauflaune, der Dow Jones notiert zur Stunde im Plus. Dem Dax hat das nicht auf die Beine helfen können, die Fieberkurve der Anlegern zeigt Minuszeichen. Griechenland mahnt zur Vorsicht.

Am Ende rettet sich der Index nach einigem Hin und Her mit einem Minus von 0,6 Prozent bei 11.867,37 Punkten in den Feierabend. Der L-Dax legt wenige Punkte zu bis auf 11.892. Die schwelende griechische Schuldenkrise hält europaweit die Börsen in Schach. Der EuroStoxx50 schloss kaum verändert bei 3724,49 Zählern.

"Von einem echten Trend kann man heute gar nicht sprechen", sagte ein Händler. "Man fokussiert sich auf ausgesuchte Titel und wartet weiter ab."

Audio allgemein - Startbild

Börse 20.15 Uhr

"Die Unsicherheit um die griechische Schulden-Odyssee und ein wieder anziehender Euro bremsen die Euphorie", erklärte CMC-Analyst Andreas Paciorek. Ein stärkerer Euro belastet exportorientierte Werte im Dax. Händler sprachen von mauen Umsätzen. Zudem signalisierten die US-Futures für die Wall Street nachgebende Kurse zum Börsenstart in Amerika. "Da passen Gewinnmitnahmen besser ins Bild als Käufe", fasste ein Börsianer zusammen.

Wall Street im Plus

Auch an der Wall Street kamen Dow-Jones - und S&P500 nur sehr zögerlich voran. Nach einigem Auf und Ab notierten die beiden Indizes zum Handelsschluss in Europa je 0,2 Prozent höher, bauten dann aber ihren Gewinn aus.

Euro sucht die Stärkung

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
1.0874
Differenz absolut
0.01
Differenz relativ
+0.49%

Trotz des Feilschens der Athener Regierung mit der EU um die Lösung der Schuldenkrise zog der Euro in der Spitze bis auf 1,08 Dollar an. Mit 1,0726 Dollar notierte er am frühen Abend immer noch höher als am Vortag, als er zeitweise sogar unter 1,07 Dollar gerutscht war.

Athens Banken erholen sich

Ohne Einigung auf Reformen als Gegenleistung für Finanzhilfen droht Griechenland die Zahlungsunfähigkeit. Positiv nahm die Börse in Athen die Nachricht auf, dass die EZB einem Insider zufolge noch keine Entscheidung über eine Verschärfung der Refinanzierungsbedingungen für die griechischen Banken beschlossen hat. Der Banken-Index schnellte um bis zu 9,6 Prozent nach oben. Der Athener Leitindex drehte 0,4 Prozent ins Plus.

Zahlt die Deutsche Bank im Libor-Skandal?

Am Ende gingen nur wenige Aktien mit einem Plus aus dem Handel, darunter Commerzbank, Deutsche Bank und K+S . Das größte deutsche Geldhaus gab nach Börsenschluss bekannt, für Rechtsstreitigkeiten im ersten Quartal 1,5 Milliarden Euro zahlen zu müssen. Dennoch bleibe am Ende eine Quartalsgewinn hängen.

Bilfinger mit Gewinnwarnung

Die Hiobsbotschaft des Tages kam von Bilfinger. Der Baukonzern schockte die Märkte mit einer Gewinnwarnung. Aber auch erst nach Börsenschluss, weshalb sich der Xetra-Kurs noch sehen lassen konnte. Im Frankfurter Handel rauschte der Kurs aber neun Prozent abwärts.

SAP: Da geht noch was?!

Ein bisschen stand der Tag unter den Eindrücken des Vortages. Der starke Jahresauftakt bei SAP - am Dienstag präsentiert - hatte heute Nachwirkungen. Die Analysten der amerikanischen Investmentbank Merrill Lynch stuften ide Aktie von "Neutral" auf "Buy" hoch und hoben das Kursziel von 69 auf 80 Euro an. Die harte Arbeit des Softwarekonzerns beginne Früchte zu tragen, für die Aktie sehe man ein Aufwärtspotenzial von aktuell 16 Prozent.

Osram: Rekordhoch und Analystenlob

Osram: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
49.81
Differenz absolut
-0.14
Differenz relativ
-0.28%

Im MDax hat die Osram-Aktie nach der Markierung eines frischen Rekordhochs ins Minus gedreht. Am Dienstag hatte das Unternehmen angekündigt, das Lampengeschäft komplett ausgliedern zu wollen. Analysten zeigen sich über die Aufspaltungspläne begeistert. So hat Barclays sein Ziel für Osram von 50 auf 64 Euro angehoben und seine Empfehlung "Overweight" bestätigt.

Axel Springer auf Drei-Monats-Tief

Nach einem kritischen Analystenkommentar scheuen Anleger die Aktien von Axel Springer. Die Titel rutschen ans untere Ende des MDax'. Mit einem zeitweisen Rutsch unter 52 Euro sind sie im Tief so billig wie zuletzt vor drei Monaten. Equinet-Analyst Christoph Bast geht davon aus, dass die Ergebnisse im ersten Quartal unter rückläufigen Umsätzen im Print-Bereich und Wechselkurseffekten leiden werden.

Fraport wartet auf Griechenland

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport muss sich bei der geplanten Übernahme von 14 griechischen Regional-Airports weiter in Geduld üben. "Wir haben gewisse Signale, dass wir mit der griechischen Regierung in den nächsten vier bis acht Wochen erste Gespräche haben werden", sagte Fraport-Chef Stefan Schulte am Dienstagabend vor Journalisten in Frankfurt.

Telefonica Deutschland: "Attraktives Dividendenpapier"

Nach einer Kaufempfehlung der Berenberg Bank gehören Aktien von Telefonica Deutschland zu den gefragtesten Werten im TecDax. Die Aktien steigen bis zu 3,4 Prozent auf ein Rekordhoch von 5,58 Euro. Telefonica Deutschland sei ein attraktives Dividendenpapier, schrieben die Experten der Berenberg Bank in einem Kommentar. Das Kursziel sehen sie bei 6,20 Euro.

Mensch und Maschine: Grandioser Jahresbeginn

Das ehemalige Neuer-Markt-Unternehmen Mensch und Maschine hat mit einem fulminanten Jahresauftakt die Erwartungen übertroffen. Der Umsatz kletterte um 13,5 Prozent auf 42,8 Millionen Euro, das Nettoergebnis nach Anteilen Dritter kletterte gar um 47 Prozent in die Höhe auf 1,57 Millionen Euro. Der operative Cashflow stieg um 151 Prozent auf 6,67 Millionen Euro.

Börse bejubelt neuen Volvo-Chef

Stabwechsel beim schwedischen Nutzfahrzeugbauer Volvo: Der neue Vorstandschef kommt von der Spitze des Konkurrenten Scania und heißt Martin Lundstedt. Die Börse begrüßt den Schritt mit einem zweistelligen Kurssprung. Auch die neuen Zahlen zum ersten Quartal kommen gut an. Der LKW-Bauer sparte mehr und verbesserte so seine Gewinnmarge.

Bietergefecht um Navi-Sparte von Nokia?

Um die zum Verkauf stehende Nokia-Navigationssparte Here reißt man sich. So sollen einerseits BMW, Audi und Daimler zusammen für den Kartendienst bieten; andererseits seien auch Facebook und der amerikanische Finanzinvestor Hellmann & Friedmann interessiert. Förderlich für die Aktie ist eine Hochstufung durch Barclays und Bernstein. Die Analysten reagieren positiv auf die geplante Fusion mit Alcatel-Lucent.

Verkauft Yahoo die Japan-Tochter?

Jede Menge Quartalszahlen aus dem Ausland bewegen die Börse. Das Internet-Urgestein Yahoo legte einen Fehlstart ins neue Geschäftsjahr hin. Der Gewinn brach im ersten Quartal um 93 Prozent ein. Gleichwohl legt die Yahoo-Aktie zu, weil Yahoo-Chefin Marissa Mayer offenbar nicht abgeneigt ist, die Beteiligung an Yahoo Japan zu verkaufen.

Richemont verbucht Gewinneinbruch

Der Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont warnte vor einem Gewinneinbruch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15. Der Gewinn dürfte um 36 Prozent gesunken sein. Richemont erklärt das mit Buchverlusten bei Finanzinstrumenten. Mit solchen Finanzinstrumenten sichert sich Richemont unter anderem gegen Währungsverluste ab. Analysten gehen davon aus, dass der zum Franken deutlich abgesackte Euro zu den Einbußen geführt hat.

Kering bekommt Gucci-Probleme nicht in den Griff

Die Umsätze der italienischen Edelmode-Marke Gucci sind im ersten Quartal auf vergleichbarer Basis um fast acht Prozent auf 869 Millionen Euro zurückgegangen. Der Gucci-Mutterkonzern Kering begründete den überraschend groß ausgefallenen Rückgang mit einer Übergangsphase unter einer neuen Gucci-Führung. Kering-Tochter und Adidas-Rivale Puma konnte hingegen mit steigenden Erlösen punkten.

Telekom Austria macht Carlos Slim noch reicher

Die Telekom Austria hat im ersten Quartal dank des laufenden Sparprogramms ihren Gewinn auf 92,7 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Telekom Austria ist eine Tochter des mexikanischen Mobilfunkkonzerns America Movil. Das Unternehmen des Milliardärs Carlos Slim - einer der reichsten Männer der Welt - hält rund 60 Prozent an dem österreichischen Konzern.

Tesco mit Rekordverlust

Der angeschlagene britische Einzelhandelskonzern Tesco hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wegen Milliardenabschreibungen den größten Verlust seiner 96-jährigen Geschichte geschrieben. Der Fehlbetrag lag 2014/15 bei 5,74 Milliarden Pfund. Tesco musste den Firmenwert seiner Supermärkte und Immobilien um sieben Milliarden Pfund nach unten korrigieren.

Sony hebt Jahresprognose an

Der japanische Elektronikkonzern Sony hat seine Jahresziele nach oben geschraubt. Sony rechnet nun dank guter Geschäfte mit Kamerasensoren und Videospielen mit einem operativen Ergebnis von 68 Milliarden Yen (530 Millionen Euro). Zuletzt hatte Sony lediglich umgerechnet 156 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Jungfraubahn erzielt Rekordgewinn

Die Jungfraubahn-Gruppe konnte ihr Ergebnis gegenüber dem Vorjahr erneut steigern und erzielte im Jahr 2014 einen Rekordgewinn von 30,4 Millionen Franken. Das Wachstum erreichte sie vor allem im Geschäft mit asiatischen Gästen. Erstmals fuhren im Jahr 2014 über 850.000 Gäste zur höchsten Bahnstation Europas auf dem Jungfraujoch zwischen Mönch und Jungfrau in den Berner Alpen.

Boeing wächst nicht stark genug

Aus den USA gab es zur Mittagszeit noch neue Berichte über die Geschäfte von Coca-Cola und Boeing. Der Flugzeugbauer kann trotz sprudelnder Gewinne nicht ganz überzeugen, die Umsätze stiegen nach dem Geschmack der Anleger nicht stark genug.

Coca-Cola schmeckt Anlegern

Dagegen sind die Coca-Cola-Zahlen nach dem Geschmack der Anleger. Gewinn und Umsatz des ersten Quartals lagen über den Erwartungen. Gleichwohl hat der Getränkekonzern wie so viele US-Firmen unter dem starken Dollar zu leiden, der das Wachstum fast gänzlich tilgt.

Visa und Mastercard bald dick in China?

China will sein Kreditkarten-Monopol ab 1. Juni lockern. Davon würden ausländische Anbieter wie Visa und Mastercard profitieren. Entsprechend springen die Aktien an.

Franken-Stärke zehrt an Roche

Viele Neuigkeiten gab es aus der Pharma- und Biotech-Branche. Überzeugen konnte Roche mit seiner Quartalsbilanz. Zwar hat die Franken-Aufwertung den Schweizer Pharmariesen zum Jahresauftakt etwas gebremst. Der Umsatz stieg aber immer noch um drei Prozent auf 11,8 Milliarden Franken - das war mehr als erwartet.

Amgen schraubt Gewinnziel hoch

Amgen traut sich nach einem überraschend guten ersten Quartal mehr Gewinn zu als ursprünglich geplant. Der amerikanische Biotechkonzern schlug mehr Profit heraus, weil er Preiserhöhungen durchsetzte und Kosten für die Forschung strich.

Teva will Mylan, und Mylan will Perrigo

Die Pharmabranche macht mit milliardenschwerer Übernahmen von sich Reden. Die Ratiopharm-Mutter Teva aus Israel will 40 Milliarden Dollar für den US-Rivalen Mylan auf den Tisch legen. Doch Mylan will sich wehren. Anleger schätzen, dass Teva noch was drauflegen muss und wittern eine Übernahmeschlacht. Mylan-Aktien schossen in die Höhe.

Mylan selbst hat sich gerade beim Pharmakonzern Perrigo für sein 29 Milliarden Dollar schweres Übernahmeangebot eine Abfuhr geholt. Auch hier liegt's am Geld. Die Offerte ist dem in Irland beheimateten Unternehmen nicht hoch genug. Jetzt will Mylan ein neues Angebot vorlegen: Nicht unbedingt mehr Geld, aber dafür ein Angebot mit konkreten Finanzierungszusagen .

Kostendruck und sinkende Umsätze heizen in der Branche das Fusionsfieber kräftig an. Hier die größten Player im Pharmageschäft.

1/12

Die größten Pillendreher

Von Pfizer bis Glaxo

Johnson & Johnson: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Johnson & Johnson

Die Größe kann man bei Konzernen nach vielerlei Maßstäben beurteilen: Nach Umsatz, nach Mitarbeiterzahl - oder nach Börsenwert. In der Börsenwelt ist Johnson & Johnson die Nummer 1 der Pharmariege mit einer Marktkapitalisierung von 290 Milliarden Dollar. Wichtige Medikamente sind Remicade und Simponi.

Johnson & Johnson: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Johnson & Johnson

Novartis: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Novartis

Roche Gs.: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Roche Gs.

Pfizer: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Pfizer

Merck & Co.: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Merck & Co.

Gilead Sciences: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday

Gilead Sciences

Sanofi: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Sanofi

Amgen: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday

Amgen

Novo Nordisk: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday

Novo Nordisk

GlaxoSmithKline: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

GlaxoSmithKline

Dax-Chart realtime

Tagestermine am Montag, 27. April

Unternehmen:
Cat Oil:Jahresabschluss 2014 Uhr
Swiss Life: Generalversammlung
Canon: Q1-Zahlen
Apple: Q2-Zahlen, nach Börsenschluss
Konjunktur:
D: Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IM), 10:30 Uhr
GB: CBI-Umfrage Auftragseingang Industrie, April, 12 Uhr

Darstellung: