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Marktbericht 9:30 Uhr

Marktbericht neutral mit chinesischem Schriftzeichen für Sorgen

Chinesisch-japanische Sorgen

Dax fällt zurück auf 9.300

Natürlich bleibt die sich weiter zuspitzende Krim-Krise der dominierende Faktor für die Börsen. Aber man interessiert sich durchaus auch für andere Sorgen und Nöte, die in China und Japan zum Beispiel. Das lässt den Dax weiter zurückfallen.

Ein unbeschwerter Börsenstart sieht anders aus. Der Dax sackt nach dem zweiprozentigen Kursrutsch vom Freitag weiter ab, rutscht zeitweise bis auf 9.288 Punkte. Charttechniker macht das nervös, nach einem erfolglosen Test der Unterstützung bei der Marke um 9.300 sieht die LBBW ein Rückschlagrisiko für die kommenden Tage bei 9.225 Punkten.

Leicht positive Impulse von der Wall Street am Freitag, werden durch Schwächesignale aus Japan und China zunichte gemacht. Die chinesischen Exporte sind im Februar um 18 Prozent eingebrochen, dabei hatte man einen Zuwachs erwartet. Klar, dass dies die Zweifel am Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt schürt.

Japan korrigiert nach unten

Zudem wuchs Japans Wirtschaft im Schlussquartal 2013 deutlich weniger als gedacht, nur um 0,7 Prozent statt der zunächst errechneten 1,0 Prozent. Das zeigen die nach unten korrigierten Daten der Regierung. Die Unternehmen investierten nicht genug. Zudem lasten die hohen Energieimporte, die seit der Katastrophe in Fukushima nötig sind, auf der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt. Im Januar stieg das Defizit in der Leistungsbilanz, in der die Geschäfte einer Volkswirtschaft mit dem Ausland erfasst sind, auf einen Rekordwert von 1,6 Billionen Yen (umgerechnet 11 Milliarden Euro), und damit höher als gedacht. Irgendwie passend die Ankündigung von Ministerpräsidenten Shinzo Abe, nun doch wieder die Atomreaktoren hochfahren zu wollen.

An den Börsen jedenfalls führte das zu herben Verlusten. Der japanische Nikkei beschloss den Montagshandel mit einem Minus von einem Prozent bei 15.120 Punkten. Der chinesische SSE gab sogar 2,9 Prozent ab.

Daimler verstößt Tognum

Daimler: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
67.85
Differenz absolut
-0.87
Differenz relativ
-1.27%

Klar, dass das auch in Deutschland den Börsenstart verpatzt. Kaum ein Dax-Wert schafft es in die Pluszone, die Deutsche Börse und die Commerzbank gerade eben so. Bayer gewinnt deutlicher, eine Gegenbewegung zu den herben Verlusten am Freitag. Die Verliererliste wird angeführt von K+S und ThyssenKrupp. Selbst Daimler notiert im Minus, obwohl doch der am Freitagnachmittag bekannt gewordene Ausstieg bei der ehemaligen Tognum etwas stützen sollte.

Hochtief will mehr von Leighton

In Deutschland fällt der Blick der Anleger eher in die zweite Reihe. Im MDax lässt Hochtief von sich hören, der Essener Bauriese will seinen Anteil an der australischen Tochter Leighton vergrößern von jetzt knapp 59 Prozent auf gut 74 Prozent. Das stützt die Aktie am Montagmorgen leicht.

Symrise mit minzigen Gewinnen

MDax-Kollege Symrise dagegen fällt mit minus vier Prozent an das Index-Ende zurück. Der Duft- und Aromenhersteller hat im vorigen Jahr zwar dank einer kräftigen Nachfrage nach Menthol mehr verdient – aber nicht so viel, dass Analysten damit zufrieden wären. Auch Aktionäre sind nicht zufrieden, obwohl Symrise bei der Dividende was drauf legt, 70 Cent statt bisher 65 Cent pro Aktie zahlt. Auch hier hatten Analysten mehr – 75 Cent - prognostiziert. Einem Zeitungsbericht zufolge ist Symrise gerade in Kauflaune, hat angeblich ein Gebot für den französischen Wettbewerber Diana abgegeben.

SGL bleibt auch 2014 rot

Auf der Verliererseite auch die Aktie von SGL, der Wiesbadener Spezialgrafit-Hersteller kündigte wegen anhaltend schwacher Geschäfte mit Grafitelektroden auch im laufenden Jahr rote Zahlen an. Der Verlust nach Steuern werde aber deutlich geringer ausfallen als 2013, als das Minus sich auf 396,4 Millionen Euro auftürmte. Die schwache Preisentwicklung bei Grafitelektroden, die in Hochöfen für die Stahlschmelze genutzt werden, werde anhalten. Bessere Geschäfte in anderen Sparten würden dadurch aufgezehrt. Die präsentierten endgültigen Zahlen fielen außerdem noch schwächer aus als die vorläufigen.

Schoeller-Bleckmann macht schlapp

Auch Schoeller-Bleckmann kommt nicht gut an der Börse. Der österreichische Ölfeldausrüster hat im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch von einem Fünftel erlitten. Die Kunden waren zögerlich bei der Bestellung von Bohrmotoren und Bohrsträngen. Gleichwohl erhalten die Aktionäre eine unveränderte Dividende von 1,50 Euro je Aktie.

ABB-Chef kassiert 25 Prozent mehr

Ein paar Nachrichten am Rande: Der neue ABB–Chef Ulrich Spiesshofer hat einen kräftigen Gehaltsaufschlag kassiert: Der Schweizer Elektrokonzern überwies dem Manager im vergangenen Jahr fast 5,8 Millionen Franken (umgerechnet rund 4,8 Millionen Euro) und damit ein Viertel mehr als im Jahr zuvor, wie aus dem Geschäftsbericht des Konzerns hervorgeht.

Conti zahlt Erfolgsprämie an Beschäftigte

Dafür zahlt Conti seinen Beschäftigten für 2013 eine höhere Erfolgsprämie. Rund 120 Millionen Euro wird an die Belegschaft überwiesen, 20 Millionen Euro mehr als im vergangenen Jahr. Je Mitarbeiter sind das etwa 950 Euro.

bs

Stand: 10.03.2014, 09:30 Uhr

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EMC: Q1-Zahlen, 13 Uhr
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Swiss Life: Hauptversammlung, 13:30 Uhr
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Michelin: Q1-Umsatz, 17:40 Uhr
Facebook: Q1-Zahlen, 22 Uhr
Qualcomm: Q2-Zahlen, 22 Uhr
Zynga: Q1-Zahlen
Apple:Q2-Zahlen, 22:30 Uhr
Texas Instruments: Q1-Zahlen
Biogen: Q1-Zahlen
Delta Airlines: Q1-Zahlen

Konjunkturdaten:
China: HSBC PMI Verarbeitendes Gewerbe 04/14, 3:45 Uhr
Deutschland: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 04/14 (1.Veröffentlichung), 9:30 Uhr
USA: Verkauf neuer Häuser 03/14, 16 Uhr
Sonstiges:
New York: International Auto-Show, bis 27.4.2014

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