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Börsentrend 7:55 Uhr

Trotz guter Vorgaben

Dax dürfte zur Eröffnung etwas schwächeln

Die japanische Notenbank erwägt eine massive Geldschwemme und Chinas Wirtschaft ist im vergangenen Jahr kräftiger gewachsen als erwartet. Eigentlich gute Voraussetzungen für steigende Aktienkurse auch in Deutschland. Doch der Dax dürfte zunächst nicht vorankommen.

Broker erwarten den Dax am Morgen sogar bis zu 0,15 Prozent tiefer bei 7.724 Punkten. Gestern hatten positive US-Konjunkturdaten den deutschen Leitindex noch um gut ein halbes Prozent in die Höhe getrieben. Auch der Dow Jones-Index ist am Abend mit einem Gewinn von fast 85 Punkten (0,63 Prozent) aus dem Handel gegangen bei 13.596 Punkten. Noch kräftiger bergauf geht es am Morgen mit Asiens Börsen.

Hoffnungen auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik durch die japanische Notenbank haben die Tokioter Börse um 2,86 Prozent hoch getrieben auf 10.913 Punkte. Die Währungshüter wollen auf ihrer zweitägigen Sitzung in der kommenden Woche prüfen, ob sie sich verpflichteten, so lange Staatsanleihen zu kaufen, bis das Inflationsziel von zwei Prozent in Sicht ist, hieß es. In Erwägung gezogen wird auch, die Zinsen, die die Zentralbank auf die Reserveeinlagen von Banken zahlt, aufzuheben.

Chinas Wirtschaft wächst um 7,8 Prozent

Befeuert werden die Kurse in Tokio auch von dem kräftigen Wirtschaftswachstum in China von 7,8 Prozent - und damit mehr als erwartet. Nach einem schwachen dritten Quartal erholte sich das Wachstum im vierten Quartal auf 7,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Wirtschaftswachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt lag damit 2012 über dem Ziel der Regierung von 7,5 Prozent.

Ab dem Mittag rückt wieder die US-Berichtssaison in den Fokus der Märkte. Zunächst legt der Mischkonzern General Electric (GE) Zahlen vor, gefolgt von Morgan Stanley. Auf Konjunkturseite könnte das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan für Bewegung sorgen.

Intel macht Anleger nervös

Der Chipkonzern Intel hat mit einem schwachen Ausblick und überraschend umfassenden Investitionsplänen enttäuscht. Im laufenden Jahr will Intel 13 Milliarden Dollar ausgeben und unter anderem in Zukunftstechnologien in der Produktion investieren - deutlich mehr als von Analysten erwartet. Nach dem Umsatz- und Gewinnminus im Schlussquartal machte diese Ankündigung Anleger nervös. IDer Gewinn fiel im vierten Quartal um rund 26 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar und die Erlöse gaben knapp drei Prozent auf 13,5 Milliarden Dollar nach.

Commerzbank vor massivem Stellenabbau?

Commerzbank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Bei der teilverstaatlichten Commerzbank stehen bei dem geplanten Konzernumbau einem Bericht zufolge zwischen 4.000 und 6.500 Arbeitsplätze auf dem Prüfstand. Im deutschen Geschäft der Bank sollen zehn bis 15 Prozent der zuletzt rund 43.400 Stellen abgebaut werden, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Finanzkreise berichtete. Bei der Zahl handele es sich nur um eine vorläufige Größenordnung, bevor im Februar die Gespräche mit dem Betriebsrat aufgenommen werden.

ThyssenKrupp vor turbulenter Hauptversammlung

Der Stahlkonzern steht am Morgen vor einer der spannendsten Hauptversammlungen seiner jüngeren Geschichte. Das Traditionsunternehmen musste Milliardenverluste bekanntgeben, vor allem wegen Fehlinvestitionen und Abschreibungen bei seinen Stahlwerken in den USA und Brasilien. Hinzu kamen Enthüllungen über die Beteiligung an einem Schienenherstellerkartell und Einladungen von Journalisten und einem Gewerkschaftsmitglied zu teuren Reisen. Aktionärsvertreter forderten deshalb im Vorfeld den Rücktritt des langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden Gerhard Cromme.

Credit Suisse senkt Daumen über Metro

Die Credit Suisse hat Metro von "Neutral" auf "Underperform" abgestuft und das Kursziel auf 21,00 Euro belassen. Die Aktien des Handelskonzerns hätten eine Erholungsrally geschafft und nun impliziere das unveränderte Kursziel rund zehn Prozent Kursrisiko, schrieb Analyst Xavier Le Mene in einer Studie vom Freitag. Aus Sicht der Schweizer Bank bleiben die aktuellen Analystenerwartungen anfällig für Korrekturen.

Accor gut im Geschäft

Der französische Hotelkonzern Accor hat im Schlussquartal dank höherer Zimmerpreise und Lizenzgebühren mehr Umsatz gemacht als noch vor einem Jahr. Die Erlöse seien im vierten Quartal bereinigt um neu eröffnete Hotels und um Währungsschwankungen um 2,5 Prozent auf 1,45 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss mit. Für das Gesamtjahr bestätigte der Konzern seine Prognose. Danach soll das operative Ergebnis (Ebit) 510 bis 530 Millionen Euro betragen.

Stand: 18.01.2013, 07:55 Uhr

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Tagestermine am Mittwoch, 30. Juli

Unternehmen:
HeidelbergCement: Q2-Zahlen, 7 Uhr
Bayer: Q2-Zahlen, 07:30 Uhr
Dialog Semiconductor: Q2-Zahlen, 07:00 Uhr
Rational: Q2-Zahlen 7 Uhr
Telefonica Deutschland: Q2-Zahlen, 7:30 Uhr
Osram: vorläufige Q3-Zahlen, 7 Uhr
Kontron: Q2-Zahlen, 7 Uhr
Baader Bank: Q2-Zahlen, 7:30 Uhr
Infineon: Q3-Zahlen, 7:30 Uhr
MAN: Q2-Zahlen, 8 Uhr
Barclays: Q2-Interim Statement, 8 Uhr
Airbus: Q2-Zahlen, 7 Uhr
Kraft Foods: Q2-Zahlen, 22:00 Uhr
Clariant: Q2-Zahlen, 7 Uhr
Holcim: Q2-Zahlen, 7 Uhr
PSA Peugeot: Q2-Zahlen, 8 Uhr
Total: Q2-Zahlen Uhr, 8 Uhr
St. Gobain: Q2-Zahlen, nach Börsenschluss
Kering: Q2-Zahlen, nach Börsenschluss
British American Tobacco: Zahlen erstes Halbjahr, 8 Uhr
Goodyear: Q2-Zahlen
KPN: Q2-Zahlen, 7:30 Uhr
Fiat: Q2-Zahlen

Konjunktur:
USA: ADP-Arbeitsmarktbericht, Juli, 14:15 Uhr
USA: BIP zweites Quartal, erste Schätzung, 14:30 Uhr
USA: Fed-Abschlusssitzung des Offenmarktausschusses, 20 Uhr

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