Seitenueberschrift

Börsentrend 11:55 Uhr

Trotz guter Konjunkturdaten

Dax dümpelt vor sich hin

Trotz guter Vorgaben aus den USA und Japan sowie eines kräftigen Anstiegs der Wirtschaft in China kommen die europäischen Aktienmärkte heute nicht in Schwung. Neue Impulse werden am Mittag erwartet.

Dann rückt wieder die US-Berichtssaison in den Fokus. Zunächst legt der Mischkonzern General Electric (GE) Zahlen vor, gefolgt von Morgan Stanley. Auf Konjunkturseite könnte das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan für Bewegung sorgen.

Der Dax dümpelt am späten Vormittag orientierungslos auf dem Stand von gestern vor sich hin, bei 7.735 Punkten. Zeitweise rutscht er sogar leicht ins Minus. Zu Handelsbeginn hatte das Börsenbarometer noch 0,2 Prozent zugelegt, musste seine Gewinne aber rasch wieder abgeben.

Erfreuliche Wirtschaftsdaten aus China werden in den Hintergrund gedrängt. Dabei ist die dortige Wirtschaft im vergangenen Jahr um 7,8 Prozent gewachsen - und damit mehr als erwartet. Nach einem schwachen dritten Quartal erholte sich das Wachstum im vierten Quartal auf 7,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Wirtschaftswachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt lag damit 2012 über dem Ziel der Regierung von 7,5 Prozent.

Auch die guten Vorgaben aus Japan, wo die Notenbank eine weitere Lockerung der Geldpolitik erwägt, lassen die Anleger in Europa kalt.

Der Euro gibt bis zum Mittag ebenfalls etwas nach und notiert bei 1,3360 Dollar. Zu Beginn der Woche hatte er bei 1,3404 Dollar den höchsten Stand seit Februar 2012 erreicht.

Intel macht Anleger nervös

Der Chipkonzern Intel hat mit einem schwachen Ausblick und überraschend umfassenden Investitionsplänen enttäuscht. Im laufenden Jahr will Intel 13 Milliarden Dollar ausgeben und unter anderem in Zukunftstechnologien in der Produktion investieren - deutlich mehr als von Analysten erwartet. Nach dem Umsatz- und Gewinnminus im Schlussquartal machte diese Ankündigung Anleger nervös. Der Gewinn fiel im vierten Quartal um rund 26 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar und die Erlöse gaben knapp drei Prozent auf 13,5 Milliarden Dollar nach. Der Aktie des deutschen Chipherstellers Infineon können die düsteren Aussichten von Intel aber nichts anhaben. Die Papiere legen am Morgen sogar rund ein Prozent zu.

Commerzbank plant Kahlschlag

Commerzbank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Einer der stärksten Werte im Dax ist die Aktie der Commerzbank. Deutschlands zweitgrößte Bank könnte beim geplanten Konzernumbau einem Bericht zufolge zwischen 4.000 und 6.500 Arbeitsplätze streichen. Im deutschen Geschäft der Bank sollen zehn bis 15 Prozent der zuletzt rund 43.400 Stellen abgebaut werden, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Finanzkreise berichtete. Bei der Zahl handele es sich nur um eine vorläufige Größenordnung, bevor im Februar die Gespräche mit dem Betriebsrat aufgenommen werden.

K+S im Schlepptau von Rio Tinto und Intrepid

K+S
K+S: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Zu den Favoriten im Dax gehört auch die Aktie von von K+S. Grund sind weniger die winterlichen Verhältnisse auf den Straßen als vielmehr gute Produktionszahlen des US-Kalidüngerproduzenten Intrepid.

ThyssenKrupp will mehr

Zu den Verlierern im Leitindex gehört dagegen wieder einmal die Aktie von ThyssenKrupp. Grund sind offenbar Zweifel an einem Verkauf der Stahlwerke in Übersee. Nach einem "Handelsblatt"-Bericht ist Thyssen mit den Angeboten für seine amerikanischen Stahlwerke unzufrieden. Der brasilianische Konzern Companhia Siderurgica Nacional will Insidern zufolge 2,6 Milliarden Euro für das Werk in den USA und für eine Mehrheit an dem Stahlwerk in Brasilien hinblättern. Derweil hat der Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrates, Berthold Beitz, dem Chefkontrolleur Gerhard Cromme erneut den Rücken gestärkt. Kurz vor Beginn der heutigen Hauptversammlung stellte er sich demonstrativ mit Cromme vor die Kameras.

Credit Suisse senkt Daumen über Metro

Im MDax leidet die Aktie von Metro unter einer Herunterstufung durch die Credit Suisse. Deren Analyst Xavier Le Mene hat das Handelsunternehmen von "Neutral" auf "Underperform" abgestuft und das Kursziel auf 21,00 Euro belassen. Die Aktien des Handelskonzerns hätten eine Erholungsrally geschafft und nun impliziere das unveränderte Kursziel rund zehn Prozent Kursrisiko, schreibt der Mann. Aus Sicht der Schweizer Bank bleiben die aktuellen Analystenerwartungen anfällig für Korrekturen. Zudem seien die Gewinnziele 2012 durch unerwartet hohe Einkünfte bei Immobilien zustande gekommen, die sich 2013 womöglich nicht wiederholen ließen.

Bilfinger entfacht Fantasie

Dagegen ist die Aktie des Baukonzerns Bilfinger einer der Favoriten im MDax. Grund ist die geplante Übernahme des US-Wassertechnikspezialisten Johnson Screens. Das Unternehmen erbringe mit 1.200 Mitarbeitern eine Jahresleistung von etwa 160 Millionen Euro. Der Kaufpreis wurde nicht genannt.

Puma ganz vorn

Puma: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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202.05
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Ganz oben auf der Liste der MDax-Gewinner steht die Aktie des Sportartikelherstellers Puma. Grund ist eine Heraufstufung durch die Bank HSBC. Die Analysten haben das Kursziel auf 275 Euro angehoben. Derzeit notieren die Papiere bei 235 Euro.

Praktiker im Höhenflug

Im SDax setzt die Praktiker-Aktie ihren Höhenflug fort. Grund ist eine Heraufstufung durch die Deutsche Bank. Sie hat die Aktie von Praktiker von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 1,70 auf 2,60 Euro angehoben. Die Baumarktkette werde sich erheblich verändern, mit neuem Management, neuer Strategie und neuer Finanzstruktur, schrieb Analyst Michael Kuhn in einer Studie vom Freitag. Dies sollte dem Unternehmen den Weg zurück zur Profitabilität ebnen, meinte Kuhn. Ungeachtet der Risiken überwögen die Chancen. Das sehen die meisten Anleger offenbar genauso.

Glencore und Xstrata brauchen mehr Zeit

Der weltgrößte Rohstoffhändler Glencore nimmt sich für den Abschluss der geplanten Übernahme des schweizerisch-britischen Bergbaukonzerns Xstrata erneut mehr Zeit. Da noch die Genehmigung der Behörden in China und Südafrika ausstehe, werde der Abschluss nun bis zum 15. März erwartet, teilte Glencore am Freitag mit. Glencore wollte die Milliardenübernahme ursprünglich im Vorjahr perfekt machen. Die EU-Kommission hatte die Milliardenübernahme des Bergbaukonzerns Xstrata durch Glencore im November genehmigt.

Stand: 18.01.2013, 11:55 Uhr

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Tagestermine am Dienstag, 29. Juli

Unternehmen:
UBS: Q2-Zahlen, 6:45 Uhr
Deutsche Bank: Q2-Zahlen, 07:00 Uhr
Michelin: Q2-Zahlen, 07:00 Uhr
Linde: Q2-Zahlen 7:30 Uhr
Aixtron: Q2-Zahlen, 7:30 Uhr
Renault: Q2-Zahlen, 7:30 Uhr
Orange: Halbjahreszahlen Q2-Zahlen, 7:30 Uhr
Puma: Q2-Zahlen, 8:00 Uhr
Pfizer: Q2-Zahlen, 13:00 Uhr
Merck & Co: Q2-Zahlen 13:00 Uhr
UPS: Q2-Zahlen, 13:45 Uhr
Twitter: Q2-Zahlen, 22:00 Uhr
Amex: Q2-Zahlen, 22:00 Uhr
Qiagen Bank: Q2-Zahlen, 22:00 Uhr
Mediaset: Halbjahreszahlen
Honda: Q2-Zahlen
Amgen: Q2-Zahlen Uhr
New York Times: Q2-Zahlen

Konjunktur:
USA: Case-Shiller-Index 05/14, 15 Uhr
USA: Verbrauchervertrauen 07/14, 15 Uhr

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