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Marktbericht 7:47

Marktbericht neutral

Gute Vorgaben von der Wall Street

Dax: Der Tag danach

von Angela Göpfert

Am Sonntag hat die EZB die Ergebnisse der Bankenstresstests veröffentlicht. Heute haben die Märkte endlich Gelegenheit, darauf zu reagieren.

Anleger dürfen sich auf weitere Kurssteigerungen freuen. Der Dax dürfte heute einen neuerlichen Versuch starten, die 9.000er-Marke zu bezwingen. Nachhaltig ist ihm der Sprung über diese technisch wichtige Marke bislang nicht gelungen.

Doch zumindest für den Handelsauftakt stehen die Chancen gut, der Broker IG taxiert den Dax am Morgen 0,3 Prozent höher bei 9.025 Punkten. Das dürfte vor allem den späten Kursgewinnen an der Wall Street geschuldet sein.

S&P 500 mit bullishem Signal

Dort langten die Profis und Institutionellen, also das vor allem im Handel ab 20 Uhr aktive "smart money", ordentlich zu. Der Dow Jones ging mit einem Plus von 0,8 Prozent aus dem Handel. Der S&P 500 und der Nasdaq 100 legten jeweils 0,7 Prozent zu.

S&P 500: Kursverlauf am Börsenplatz S&P Indizes für den Zeitraum Intraday
Kurs
1994.65
Differenz absolut
12.35
Differenz relativ
+0.62%
Dow Jones: Kursverlauf am Börsenplatz Dow Jones Indizes für den Zeitraum Intraday
Kurs
17195.42
Differenz absolut
221.11
Differenz relativ
+1.30%
Nasdaq 100: Kursverlauf am Börsenplatz NASDAQ Indizes für den Zeitraum Intraday
Kurs
4100.64
Differenz absolut
10.08
Differenz relativ
+0.25%
Nikkei 225: Kursverlauf am Börsenplatz Tokio SE für den Zeitraum Intraday
Kurs
16413.76
Differenz absolut
755.56
Differenz relativ
+4.83%

Beim S&P 500 ist positiv herauszustreichen, dass er die Woche deutlich oberhalb seiner 200-Tage-Linie beendete – ein klar bullishes Signal.

Dagegen fanden die Börsen Asiens am Morgen keine gemeinsame Richtung: Der Nikkei schloss 0,6 Prozent höher, der SSE Composite steht dagegen zur Stunde 0,7 Prozent im Minus.

Der Verlierer heißt Italien

Aus fundamentaler Sicht könnten die Ergebnisse der EZB-Stresstests für vordergründige Erleichterung bei den Anlegern sorgen. Demnach sind die meisten großen Banken in Europa für schwere Zeiten gewappnet.

Der große Verlierer im Stresstest heißt Italien: Mit 9 von insgesamt 25 durchgefallenen Banken stellt die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone die größte Gruppe an betroffenen Banken.

Audio allgemein - Startbild

Börse 7.00 Uhr

Deshalb muss man nicht gleich die Rückkehr der Eurokrise ausrufen. Bedenklich stimmt aber doch, dass nun mit 879 Milliarden Euro in den Büchern der europäischen Banken deutlich mehr faule Kredite schlummern als bislang angenommen. Auch das ein Ergebnis des EZB-Stresstests.

Aufatmen bei Coba & Co.

Commerzbank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
12.03
Differenz absolut
0.32
Differenz relativ
+2.73%

Die Deutsche Bank hat den Fitnesstest der EZB locker bestanden, auch die einige Zeit als Wackelkandidat gehandelte Commerzbank hat die Tests gemeistert. Damit ist für Europas Banken der größte Stress – zumindest vordergründig – vorbei. Das könnte die Aktienkurse von Deutsche Bank, Commerzbank & Co. durchaus beleben.

Deutsche Bank: Anwalt begeht Selbstmord

Deutsche Bank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
24.64
Differenz absolut
0.34
Differenz relativ
+1.38%

Unterdessen hat ein hochrangiger Anwalt der Deutschen Bank in New York Selbstmord begangen. Der 41-Jährige hat sich erhängt. Die Bank bestätigte den Tod des Mannes. Der Anwalt war mit den Rechtsstreitigkeiten der Bank im Skandal um Zins- und Devisenmarktmanipulationen befasst.

Darf Eon auf Schadenersatz hoffen?

Eon könnte von der Schadenersatzklage des schwedischen Vattenfall-Konzerns vor einem US-Schiedsgericht wegen des deutschen Atom-Ausstiegs profitieren. Eon und Vattenfall haben gemeinsam die abgeschalteten Atomkraftwerke Kümmel und Brunsbüttel betrieben.

"Eon ist an den betroffenen Kernkraftwerken beteiligt und würde bei einem Erfolg der Klage von Vattenfall mittelbar für die Entwertung seiner Gesellschafterstellung entschädigt, sagte ein Konzernsprecher.

Autobranche leidet unter Streiks

Die Automobilindustrie hat vor Dauerstreiks der Lokführer und Piloten gewarnt. Der Chef des Branchenverbands VDA, Matthias Wissmann, forderte die Lokführer-Gewerkschaft GDL und die Pilotenvereinigung Cockpit auf, ihre "Schlüsselposition" nicht zu missbrauchen. Für die Automobilhersteller spielt die Bahn bei der Materialanlieferung und dem Transport von Neuwagen eine wichtige Rolle.

BMW ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
85.31
Differenz absolut
2.28
Differenz relativ
+2.75%
Volkswagen VZ: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
170.50
Differenz absolut
5.35
Differenz relativ
+3.24%
Daimler: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
62.00
Differenz absolut
1.39
Differenz relativ
+2.29%

ThyssenKrupp mag/kann/will nicht verkaufen?

ThyssenKrupp: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
19.06
Differenz absolut
0.29
Differenz relativ
+1.54%

Derweil hat ThyssenKrupp einen Bericht der "Wirtschaftswoche" über einen kurz bevorstehenden Verkauf seiner Marine-Sparte an den Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall zurückgewiesen. "Wir führen derzeit keine Gespräche", sagte ein Sprecher am Sonntag auf Anfrage. Ein Rheinmetall-Sprecher lehnte einen Kommentar zu dem Bericht ab.

Roche: Ebola-Schnelltest in der Mache

Unter den ausländischen Titeln könnte heute die Roche-Aktie einen Blick lohnen. Der Schweizer Pharmakonzern arbeitet an einem Schnelltest für Ebola. Für Forschungszwecke stehe dieser schon bereit. "Nun streben wir die Registrierung für den klinischen Alltag an", sagte Konzernchef Severin Schwan der "Sonntagszeitung". In den USA hofft er auf ein beschleunigtes Verfahren.

Die Beats-Pläne von Apple

Apple: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
85.95
Differenz absolut
1.20
Differenz relativ
+1.42%

Lange haben Anleger gerätselt, was Apple mit der teuer zugekauften Musik-Firma Beats wohl vorhat. Laut dem "Wall Street Journal" will der Tech-Gigangt offenbar die Streaming-App in seine iTunes-Plattform integrieren. Hintergrund sei ein deutlicher Rückgang der digitalen Musikverkäufe des Download-Dienstes um 13 bis 14 Prozent seit Jahresbeginn.

Google: Mehr Macht für Pichai

Google-Manager Sundar Pichai wird laut US-Medienberichten zu einer Schlüsselfigur bei dem Internet-Konzern. Der 42-Jährige habe zusätzlich zu Android auch die Aufsicht über die Suchmaschine, den Kartendienst, das Online-Netzwerk Google Plus sowie Forschung, Werbeprodukte und Infrastruktur bekommen. Konzernchef Larry Page wolle sich stärker auf die Strategie und andere Bereiche wie Energie oder Finanzen konzentrieren.

Stand: 27.10.2014, 07:45 Uhr

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Tagestermine am Freitag, 31. Oktober

Unternehmen:
Fuchs Petrolub: 9-Monatszahlen, 07:00 Uhr
InBev: Q3-Zahlen, 07:00 Uhr
BNP Paribas: Q3-Zahlen, 07:00 Uhr
Sony: Q3-Zahlen, 07:00 Uhr
Royal Bank of Scotland: Q3-Trading-Update, 08:00 Uhr
International Airlines Group (IAG): Q3-Zahlen, 08:00 Uhr
Exxon Mobil: Q3-Zahlen, 13:00 Uhr
Chevron: Q3-Zahlen, 13:30 Uhr
Endesa: Q3-Zahlen

Konjunktur:
Deutschland: Einzelhandelsumsatz September, 08:00 Uhr
Frankreich: Konsumausgaben und Erzeugerpreise September, 08:45 Uhr;
EU: Verbraucherpreise Oktober (vorab), 11:00 Uhr;
Arbeitslosenzahlen September, 11:00 Uhr
USA: Arbeitskosten im 3. Quartal, 13:30 Uhr;
Persönliche Einkommen und Ausgaben, 13:30 Uhr;
Chicagoer Einkaufsmanagerindex, 14:45 Uhr;
Uni Michigan Verbrauchervertrauen Oktober, 14:45 Uhr

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