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Marktbericht 17:45 Uhr

Laues Lüftchen aus Amerika

Dax demonstriert Stärke

Besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten und erfreulich robuste Quartalszahlen aus Amerika haben die Anleger am letzten Handelstag der Woche in Feierlaune versetzt.

Der Dax überspringt sogar die Schwelle von 9.400 Punkten und schließt bei 9.409 Zählern, ein Plus von 0,99 Prozent oder 92 Punkten. Damit haben die Bullen einen Überraschungsangriff gestartet, erklärt Christian Henke von IG Markets. Tatsächlich dümpelte der deutsche Leitindex bis zur Mittagszeit orientierungslos vor sich hin. Kurzzeitig rutschte er sogar bis auf 9.277 Punkte ab.

Doch dann sorgten überraschend robuste Zahlen des US-Mischkonzerns General Electric sowie der großen Wall Street-Banken, allen voran Goldman Sachs, für Zuversicht und die gaben den Kursen den entscheidenden Anstoß.

Börse 19.00 Uhr

Den jüngsten Zahlen zufolge sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche mit 304.000 hinter der Prognose von 315.000 zurückgeblieben. Auch das Geschäftsklima in der Region Philadelphia stieg im April deutlich stärker als erwartet. Der entsprechende Index der regionalen Notenbank von Philadelphia (Philly-Fed-Index) kletterte von 9,0 Punkten im Vormonat auf 16,6 Zähler. Volkswirte hatten nur mit einem Anstieg auf 10,0 Punkte gerechnet.

An der New Yorker Börse drücken die enttäuschenden Quartalszahlen von IBM auf die Stimmung. Der Dow Jones-Index tritt bis zum Abend auf der Stelle und notiert bei 16.438 Punkten.

Ukraine-Krise tritt in den Hintergrund

Die Ukraine-Krise spielt an diesem Freitag praktisch keine Rolle. Während in Genf erste Gespräche über die Zukunft des ost-europäischen Landes begonnen haben, erinnerte Russlands Präsident Putin am Donnerstag daran, dass er eine parlamentarische Vollmacht für einen Militäreinsatz in der Ukraine habe, um die russische Bürger zu schützen. "Ich hoffe sehr, dass ich von diesem Recht keinen Gebrauch machen muss", so Putin. Positiv an den weltweiten Aktienmärkten ist jedoch die Tatsache aufgenommen worden, dass sich die Konfliktparteien überhaupt an einen Tisch setzen um eine Lösung der Krise zu finden

Euro zeigt Stärke

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
1.3830
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Der Kurs des Euro hat am Donnerstag neue Hochstände gestetet, bröckelt am Abend aber wieder ab. Die Gemeinschaftswährung stieg am frühen Nachmittag bis auf 1,3864 Dollar, nachdem sie in der Nacht nur knapp über 1,38 Dollar notiert hatte. Zuletzt notiert der Euro bei 1,3830 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3855 (Mittwoch: 1,3840) Dollar fest.

Zahlenflut aus Amerika

In den USA ist Siemens-Rivale General Electric (GE) ist mit gemischten Ergebnissen in das neue Jahr gestartet. Der Umsatz ging im ersten Quartal wie erwartet leicht auf 34,2 Milliarden Dollar zurück. Der Gewinn schrumpfte zwar um 15 Prozent auf drei Milliarden Dollar, vor einem Jahr hatte allerdings der Verkauf der letzten Anteile am Medienunternehmen NBC Universal das Ergebnis beflügelt. GE-Papiere legen gut zwei Prozent zu.

Deutlich besser als erwartet sind dagegen die Quartalszahlen von Goldman Sachs ausgefallen. Die Ikone der Wall Street hat es erneut geschafft, die Prognosen zu übertreffen. Dennoch ging der Gewinn um elf Prozent auf 1,95 Milliarden Dollar zurück. Die Einnahmen im Aktien- und Anleihehandel schrumpften zwar zweistellig, insgesamt stiegen die Einnahmen im Investmentbanking aber um 13 Prozent.

Noch besser hat der Konkurrent Morgan Stanley die ungünstigen Marktbedingungen zu Jahresbeginn weggesteckt. Der Gewinn im ersten Quartal stieg um 55 Prozent auf 1,45 Milliarden Dollar. Das war mehr als Analysten erwartet hatten.

Goldman Sachs: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr
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116.50
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Morgan Stanley: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr
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22.52
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SAP enttäuscht, RWE ex Dividende

SAP
SAP: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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57.90
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Adidas: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Für Enttäuschung sorgen dagegen die Quartalszahlen des Softwarekonzerns SAP. Vor allem negative Währungseffekte haben den Walldorfern erheblich zu schaffen gemacht. Angeführt wird die Liste der Verlierer aber von RWE, die heute ex Dividende (1,00 Euro) gehandelt werden, zusätzlich auch wegen der düsteren Aussichten unter Druck stehen. Auch Adidas geben nach einem negativen Analystenkommentar der Deutschen Bank nach und gehören zu den größten Verlierern.

Daimler auf Klettertour

Zu den stärksten Werten im Dax gehören dagegen die Aktien von Infineon und Daimler. Dabei prfitiert der Autobauer von von besseren Verkaufszahlen in Europa im März.

Daimler: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
68.72
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1.43
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Beiersdorf sucht sein Heil in den Schellenländern

Kaum voran gesht es dagegen mit der Beiersdorf-Aktie. Der Nivea-Konzern richtet den Fokus verstärkt auf Asien und Lateinamerika. Erstmals habe man im Kosmetikbereich über 50 Prozent des Gesamtumsatzes in diesen Regionen erwirtschaftet, sagte der Vorstandsvorsitzende Stefan F. Heidenreich auf der Beiersdorf-Hauptversammlung in Hamburg. Die Errichtung von Logistik- und Produktentwicklungszentren in China, Mexiko und Indien seien wichtige Schritte, um verstärkt auf die spezifischen regionalen Konsumentenwünsche einzugehen und diese in das Produktangebot einzubeziehen.

Tui nach Hapag-Lloyd-Deal im Blick

Tui
Tui: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
12.14
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Im MDax hält sich die Tui-Aktie bis zum Schluss an der Spitze. Tuis Anteil an Deutschlands größter Reederei Hapag-Lloyd sinkt nach dessen Zusammenschluss mit dem chilenischen Konkurrenten CSAV von 22 auf 13,9 Prozent. Die Vereinbarung wurde am Abend perfekt gemacht. Tui-Aktien waren bereits gestern gefragt.

Südzucker bleibt auf Talfahrt

Südzucker: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Dagegen verliert die Südzucker-Aktie immer weiter an Wert. Grund sind diesmal negative Analystenkommentare. So hat Kepler Cheuvreux das Unternehmen mit einer "Reduce-Empfehlung" aufgenommen und einem Kursziel von 14 Euro. Die Analysten der Berenberg Bank sind noch pessimistischer und sehen den fairen Wert bei 13 Euro. Sie senken ihre Empfehlung von Neutral auf Verkaufen.

Akzo leidet unter dem starken Euro

Unter dem starken Euro leidet Akzo Nobel, Europas größter Farbenhersteller und BASF-Konkurrent. Umsatz sank um zwei Prozent auf 3,38 Milliarden Euro. Trotzdem legte der Gewinn kräftig um 45 Prozent auf 129 Millionen Euro zu, da die Niederländer im Quartal ihre Schuldendlast gedrückt haben. Dadurch sanken die Refinanzierungskosten. Im Ausblick äußerte sich Akzo zuversichtlich, die gesteckten Ziele zu erreichen.

Barbie wird zum Ladenhüter

Wegen sinkender Absätze mit der langbeinigen Traditionspuppe ist der weltgrößte Spielzeugkonzern Mattel in die roten Zahlen gerutscht. Dazu trugen auch schwächere Verkäufe im Geschäft mit Fisher-Price-Kleinkindspielzeug bei, wie das Management am Donnerstag mitteilte. Im abgelaufenen Quartal stand unter dem Strich ein Verlust von gut elf Millionen Dollar - nach einem Gewinn von 38,5 Millionen vor Jahresfrist. Der Konzernumsatz gab fünf Prozent nach auf 946 Millionen Dollar und lag damit etwas unter den Erwartungen von Analysten.

BASF-Rivale Dupont leidet unter strengem Winter

Der strenge Winter in den USA hat dem Chemiekonzern Dupont im ersten Quartal zu schaffen gemacht. Der Umsatz sank um drei Prozent auf 10,1 Milliarden Dollar. Neben den schwierigen Wetterbedingungen für den Saatgutproduzenten belasteten auch negative Währungseffekte, wie Dupont weiter mitteilte. Beim Gewinn je Aktie wies Dupont 1,58 Dollar nach 1,56 Dollar im Vorjahr aus. An der Wall Street wurde ein Cent mehr erwartet. Unter dem Strich stand ein Überschuss von 1,44 Milliarden Dollar nach 3,35 Milliarden Dollar vor einem Jahr.

American Express besser als erwartet

Das Kreditkartenunternehmen hat im ersten Quartal von der Kauflust seiner Kunden profitiert. Es wies einen Gewinn von 1,43 Milliarden Dollar aus, ein Plus von zwölf Prozent im Jahresvergleich. Je Aktie waren das 1,33 Dollar, Analysten hatten nur 1,30 Dollar erwartet. Die Einnahmen kletterten um vier Prozent auf 8,2 Milliarden Dollar.

IBM schrumpft

IBM
IBM: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
139.00
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0.19
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Schrumpfende Hardware-Verkäufe machen IBM weiterhin zu schaffen. Die Umsätze in der Sparte brachen im ersten Quartal um fast ein Viertel ein, IBM musste in dem Geschäftszweig auch einen Verlust verdauen. Das zog den gesamten Konzern nach unten und belastete auch die Aktie. Der Kurs sinkt um mehr als drei Prozent.

Google verfehlt die Ziele

Google A: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
395.23
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0.73
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Auf den ersten Blick alles prima bei Google. Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 19 Prozent gegenüber Vorjahr auf 15,42 Milliarden Dollar und lag damit knapp unter den Erwartungen. Netto blieben 3,45 Milliarden Dollar, ein Zuwachs von drei Prozent. Allerdings berichtet Google wegen des Trends zu immer mehr Smartphones und Tablets über gesunkene Preise für Werbeeinnahmen. Das kam nicht gut an, die Google-Aktie verliert.

Sony-Spielekonsole ist der Renner

Gute Nachrichten kommen von Sony. Deren Spielekonsole PlayStation 4 ist so stark nachgefragt, dass das Unternehmen mit der Produktion kaum nachkommt. In gut vier Monaten seien sieben Millionen Geräte verkauft worden, erklärte Sony am Donnerstag. Beim Vorgängermodell waren es im gleichen Zeitraum nur die Hälfte.

lg

Stand: 17.04.2014, 17:45 Uhr

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Tagestermine am Mittwoch, 23. April

Unternehmen:
Catoil: Q1-Zahlen, 7:30 Uhr
Ericsson: Q1-Zahlen, 7:30 Uhr
Dow Chemical: Q1-Zahlen, 13:00 Uhr
Procter & Gamble: Q1-Zahlen, 13 Uhr
EMC: Q1-Zahlen, 13 Uhr
Boeing: Q1-Zahlen, 13:30 Uhr
Swiss Life: Hauptversammlung, 13:30 Uhr
Axa: Hauptversammlung, 14:30 Uhr
Valeo: Q1-Umsatz, 17:40 Uhr
Michelin: Q1-Umsatz, 17:40 Uhr
Facebook: Q1-Zahlen, 22 Uhr
Qualcomm: Q2-Zahlen, 22 Uhr
Zynga: Q1-Zahlen
Apple:Q2-Zahlen, 22:30 Uhr
Texas Instruments: Q1-Zahlen
Biogen: Q1-Zahlen
Delta Airlines: Q1-Zahlen

Konjunkturdaten:
China: HSBC PMI Verarbeitendes Gewerbe 04/14, 3:45 Uhr
Deutschland: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 04/14 (1.Veröffentlichung), 9:30 Uhr
USA: Verkauf neuer Häuser 03/14, 16 Uhr
Sonstiges:
New York: International Auto-Show, bis 27.4.2014

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