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Marktbericht 14:50 Uhr

Marktbericht positiv

Kurs-Turbo gezündet

Dax: Brexit macht keine Angst mehr

Stand: 25.07.2016, 14:50 Uhr

Zunächst schien es heute so, als stecke der Dax in der Region zwischen 10.000 und 10.200 Punkten fest. Doch dann kam der neueste Ifo-Geschäftsbericht.

Danach haben die deutschen Unternehmen laut der jüngsten Ifo-Umfrage extrem gelassen auf den Brexit reagiert. Sowohl die Einschätzung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen fielen besser aus als von Volkswirten erwartet worden war. Tatsächlich dürfte das deutsche BIP wegen des Brexit-Votums in diesem Jahr lediglich 0,1 Prozent schwächer ausfallen als erwartet.

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Börse 16.00 Uhr

Der Dax weitet daraufhin seine Gewinne aus und klettert bis auf 10.264 Punkte - so hoch wie am Tag vor dem Brexit-Referendum. Zum Hoch des laufenden Jahres von Anfang Januar fehlen ihm damit noch gut 200 Zähler.

Dax
Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Die Angst der Anleger vor den wirtschaftlichen Folgen des geplanten Ausstiegs Großbritanniens aus der EU hatte dem Dax unmittelbar nach Bekanntwerden der Abstimmungsergebnisse den größten Kurssturz seit 2008 eingebrockt. Nun stellt sich heraus, dass die Sorgen völlig übertrieben waren. Auch die Terror-Überfälle in Deutschland können die Anleger nicht erschüttern.

Am frühen Nachmittag notiert der Leitindex 0,9 Prozent höher bei 10.243 Punkten. Aus den USA ist zunächst keine Schützenhilfe zu erwarten. Konjunkturdaten stehen keine auf der Agenda. Auch die Bilanzsaison macht heute Pause. Der Dow wird zu Handelsbeginn kaum verändert erwartet bei 18.563 Punkten.

Euro etwas teurer

Der Kurs des Euro hat nach dem überraschend gut ausgefallenen Ifo-Geschäftsklimaindex etwas zugelegt. Am frühen Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,0980 Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Freitagabend. In der Nacht war der Euro zuvor bis auf 1,0952 Dollar gefallen und damit auf den tiefsten Stand seit etwa einem Monat.

US-Dollar in Yen: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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Gold und Öl weiter unter Druck

Die Ölpreise tendieren leicht abwärts. Bereits zum Wochenschluss waren die Preise für WTI und Brent erneut unter Druck geraten.

Der Goldpreis nähert sich weiter in raschen Schritten der runden Marke von 1.300 Dollar. Das vorläufige Tagestief liegt bei gut 1.313 Dollar die Feinunze.

Gold in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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Lufthansa: Und noch eine Herabstufung

Lufthansa: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Zu den wenigen Verlierern im Dax gehört die Lufthansa-Aktie. Die UBS hat den Luftfahrt-Titel nach einer Gewinnwarnung von "Buy" auf "Neutral" abgestuft. Von den günstigeren Treibstoffpreisen bleibe nicht viel bei der Fluggesellschaft hängen, hieß es in einer Studie vom Montag.

ThyssenKrupp testet Widerstand

Die Aktien von ThyssenKrupp haben heute einmal mehr ihren Chartwiderstand im Bereich von 20 Euro getestet. Seit Anfang Mai ist ein weiterer Anstieg der Papiere des Stahl- und Industriekonzerns bereits mehrmals daran gescheitert. Zuletzt wurden Thyssen-Papiere mit 19,96 Euro gehandelt. In der Dax-Erholung seit dem Brexit-Rückschlag sind ThyssenKrupp-Aktien mit aktuell gut 17 Prozent Kursgewinn in fünf Wochen drittbester Wert im Leitindex hinter RWE und SAP.

VW vor Toyota

Zulegen können dagegen die Autoaktien, auch die von VW. Der vom Dieselskandal erschütterte Konzern hat nach einer Studie im ersten Halbjahr seine Position als absatzstärkster Autobauer weltweit vor Toyota behauptet. Nach Schätzungen des Center of Automotive Management (CAM) schlug der Zwölf-Marken-Konzern bis Ende Juni 5,04 Millionen Fahrzeuge los, ein Plus von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Japans größter Autohersteller lag mit einem Absatz von 4,99 Millionen Pkw knapp dahinter.

Eon-Tochter Uniper plant Stellenabbau

Auch die Eon-Aktie rückt in den Fokus. Die Kraftwerkstochter Uniper will eine größere Zahl von Arbeitsplätzen abbauen. "Es werden Stellen in einer nennenswerten Größenordnung wegfallen", sagte Unternehmenschef Klaus Schäfer der "Rheinischen Post".

Sartorius auf Wolke sieben, Adva empfohlen

Im TecDax zieht die Sartorius-Aktie nach einer Prognoseanhebung an bis auf ein Rekordhoch von über 72 Euro. Die Aktien seien zwar nicht gerade günstig, doch liefere das Unternehmen und übertreffe weiterhin die Markterwartungen. Das rechtfertige die hohe Bewertung, meint die Privatbank Berenberg. Noch stärker zulegen können die Papiere von Adva Optical. Die Privatbank Hauck & Aufhäuser empfiehlt den Telekomausrüster zum Kauf mit einem Kursziel von 11,10 Euro. Derzeit ist die Aktie weniger als acht Euro wert.

Adva: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Dürr auf Jahreshoch

Im MDax sind Dürr-Aktien nach einer optimistischen Studie der SocGen um über drei Prozent auf den höchsten Strand seit Dezember 2015 geklettert. Analyst Sébastien Ubert traut dem Anlagenbauer wegen einer wohl starken Auftragslage im zweiten Quartal eine Anhebung der Prognose für das Gesamtjahr zu. Damit könne sich das Management auch das obere Ende der bislang angepeilten Umsatzspanne zum Ziel setzen. Ubert bleibt bei seiner Kaufempfehlung und sieht mit einem Kursziel von 93 Euro noch über 20 Prozent Potenzial.

Bilfinger erfolgreich im hohen Norden

Der Industriedienstleister Bilfinger hat in Norwegen aus der Aluminiumindustrie Millionenaufträge erhalten. Für den Aluminiumhersteller Hydro sollen die Mannheimer eine Pilotanlage zur hocheffizienten Produktion installieren, so der MDax-Konzern. Das Auftragsvolumen liege bei rund 27 Millionen Euro.

Airbus mit Analysten-Malus…

Auch Airbus steht unter Druck. Die US-Investmentbank JPMorgan hat Airbus von "Neutral" auf "Underweight" abgestuft und das Kursziel von 51,00 auf 45,50 Euro gesenkt. Grund für den Stimmungsumschwung: Risiken bei der Umsetzung der Unternehmensziele und die zunehmend schlechten Nachrichten aus der Luftfahrt.

… ElringKlinger ebenso

Auch ElringKlinger im SDax hat unter einer Herabstufung durch JPMorgan zu leiden. Die Amerikaner haben den deutschen Autozulieferer nach Eckdaten zum zweiten Quartal von "Neutral" auf "Underweight" abgestuft und das Kursziel von 19 auf 14 Euro gesenkt. Die Aktie biete im Branchenvergleich ein ungünstiges Chance-Risiko-Profil.

Ryanair bekräftigt Gewinnziel

Ryanair hält trotz des Brexit-Votums und Anschlägen in Europa an seiner Gewinnprognose fest. Der Überschuss werde im bis Ende März 2017 laufenden Geschäftsjahr um etwa 13 Prozent auf 1,38 bis 1,43 Milliarden Euro zulegen, stellte die irische Billigfluggesellschaft am Montag in Aussicht. Das wäre ein Rekordergebnis.

Nintendo: Zu hoch geklettert

Nintendo: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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Enttäuschte Hoffnungen auf einen Gewinnschub durch das Handyspiel "Pokémon Go" haben einen Ausverkauf bei Nintendo ausgelöst. Die Aktien des japanischen Videospiel-Anbieters stehen vor dem größten Tagesverlust seit fast 26 Jahren. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, "Pokémon Go" werde nur einen begrenzten Einfluss auf die Geschäftszahlen haben.

Verizon krallt sich Yahoo

Das Schicksal von Yahoo ist entschieden. In einem Schnäppchen-Deal in Höhe von knapp fünf Milliarden Dollar verleibt sich der US-Telco Verizon den Internet-Pionier ein. Das heute bekanntgegebene Geschäft wurde nach einem fünf Monate dauernden Bieterwettstreit festgezurrt. Damit wird sich Yahoo unter anderem von seinem E-Mail-Dienst und den Webseiten für Nachrichten, Finanzen und Sport trennen.

LVMH verkauft Donna Karan

LVMH: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra EU Stars für den Zeitraum Intraday
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Der französische Luxusgüterkonzern LVMH trennt sich von Donna Karan. Für 650 Millionen Dollar geht das Modeunternehmen mit den Marken Donna Karan und DKNY an die amerikanische G-III Apparel Group. G-III hat mehr als 30 verschiedene Modemarken unter seinem Dach, darunter Calvin Klein, Guess und Tommy Hilfiger.

Ericsson wechselt Chef aus

Der Netzwerkausrüster Ericsson tauscht seinen Chef aus. Vorstandschef Hans Vestberg trete mit sofortiger Wirkung zurück, teilte der Konzern am Montag mit. Der bisherige Finanzchef Jan Frykhammar übernehme übergangsweise seinen Posten. Es werde intern und extern nach geeigneten Kandidaten gesucht.

Philips schlägt sich besser als gedacht

Der niederländische Konzern und Siemens-Konkurrent Philips hat im zweiten Quartal ein operatives Ergebnis von 544 Millionen Euro erwirtschaftet und damit die Erwartungen leicht übertroffen. Der Umsatz betrug 5,9 Milliarden Euro. Die Ebita-Marge stieg auf 9,3 Prozent nach 6,8 Prozent im ersten Vierteljahr.

lg

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Tagestermine am Montag, 1. August

Unternehmen:
Fuchs Petrolub: Q2-Zahlen, 7 Uhr
Morphosys: Q2-Zahlen, 7 Uhr
Air Liquide: Halbjahreszahlen, 7.20 Uhr
Veolia: Halbjahreszahlen, 7.30 Uhr
Porsche: Halbjahreszahlen,
Heineken: Halbjahreszahlen,

Konjunktur:
Deutschland/EU: Einkaufsmanager Juli, 9.55 Uhr
EU: EZB-Monatsbericht, 15:45 Uhr
USA: Bauausgaben/ Einkaufsmanager, 16 Uhr

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