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Marktbericht 11:40 Uhr

Marktbericht negativ

Wegen Griechenland

Bank-Aktien leiden im Dax am stärksten

Stand: 06.07.2015, 11:40 Uhr

Wenn kein Wunder geschieht, steuert Griechenland nach dem Referendum auf eine Pleite zu. Aktien der Commerzbank und der Deutschen Bank fallen.

Immerhin hält sich der Dax doch besser, als es zu erwarten gewesen wäre. Zwar ging es kurzzeitig um bis zu 2,1 Prozent auf 10.823 Punkte nach unten. Inzwischen hat sich der Markt weiter nach oben gearbeitet und notiert deutlich über der Marke von 11.900 Punkten.

Dax
Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 6 Monate
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Mit der bisherigen Kursbewegung hat sich auch der charttechnische Unterstützungsbereich zwischen 10.800 und 10.850 Punkten ein weiteres Mal bewährt. Allerdings befindet sich der Dax noch immer im seit April anhaltenden Abwärtstrend, der derzeit bei rund 11.500 Punkten verläuft.

61 Prozent Ablehnung

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Börse 11.00 Uhr

Die Börse in Athen ist dagegen geschlossen. Das griechische Volk hatte sich am Sonntag mit gut 61 Prozent gegen die Forderungen der Europäischen Union, Europäischen Zentralbank und vom Internationalen Währungsfonds nach Einschnitten ins soziale Netz und nach Steuererhöhungen ausgesprochen. Nun will der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras wieder verhandeln. Auf seinen bisherigen Finanzminister Gianis Varoufakis muss Tsipras jedenfalls schon einmal verzichten. Der kündigte am Morgen seinen Rücktritt an. Varoufakis hatte den Gläubigern in den letzten Tagen Terrorismus und Erpressung des griechischen Volkes vorgeworfen.

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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"Die schwindende Liquidität der Banken und die leeren öffentlichen Kassen dürften die Regierung wohl bald zwingen, eine eigene Währung einzuführen", schrieb Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer in einer Studie vom Montag. Wie es nun weitergehen soll, ist völlig unklar. Der Euro hält sich vergleichsweise gut.

Bundesanleihen profitieren

Deutsche Staatsanleihen steigen am Tag nach dem "Greferendum" kräftig an. Der Euro-Bund-Future stieg am Morgen deutlich um 0,64 Prozent auf 152,77 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel im Gegenzug um sechs Basispunkte auf 0,72 Prozent. Südeuropäische Anleihen standen dagegen moderat unter Druck. Die Rendite zweijähriger griechischer Staatsanleihen Athens explodierte dagegen auf 61 Prozent.

Chinas Börse erholt sich

Die zuletzt stark eingebrochene chinesische Börse macht zu Wochenbeginn wieder einmal von sich reden. Große Broker und Fondsanbieter hatten am Wochenende angekündigt, die heimische Börse nach dem Kurseinbruch der vergangenen Wochen mit mindestens 17,3 Milliarden Euro stabilisieren zu wollen. Man wolle keine Aktien mehr verkaufen, bis sich der Leitindex SSE auf über 4.500 Punkte erholt habe. Dieser stieg daraufhin zeitweise um über sieben Prozent auf 3.943 Punkte. Später büßte er einen Großteil seiner Gewinne wieder ein.

Bank-Aktien verlieren

Größter Verlierer im Dax ist die Commerzbank-Aktie vor den Papieren der Deutschen Bank. Auch Allianz leiden überdurchschnittlich."Finanztitel sind an der Börse immer besonders betroffen von erhöhter Unsicherheit um Griechenland, auch wenn das Geschäft bereits stark reduziert wurde und nur noch geringe direkte Abhängigkeiten bestehen", sagte ein Händler. Zudem belaste die Sorge, dass es doch zu Ansteckungsgefahren und damit hohen Verlusten kommen könnte.

Commerzbank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Telekom mit Griechenland-Malus

Deutsche Telekom: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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T-Aktien verlieren ebenfalls stärker als der Markt. Die 40-prozentige Beteiligung der Deutsche Telekom am griechischen Telekom-Konzern OTE erweist sich nun als Bumerang. Allerdings soll OTE laut früheren Angaben der Telekom in "hervorragender Verfassung" sein.

Post ist den Streik los

Deutsche Post: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Die Deutsche Post und die Gewerkschaft Verdi haben am Sonntagabend nach einem vierwöchigen Streik auf einen Tarifabschluss geeinigt. Der Streik soll in der Nacht von Montag auf Dienstag um 24:00 Uhr enden, wie die Tarifparteien mitteilten. Die Post-Aktie notiert an der Dax-Spitze.

Daimler wächst kräftig

Daimler: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Der Daimler-Konzern hat Juni 180 945 Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart verkauft. Das entspricht einem Plus von 21,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im ersten Halbjahr lag das Plus immerhin noch bei 15,7 Prozent.

Keine 50 Euro für K+S?

K+S
K+S: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Der kanadische Düngerhersteller Potash betrachtet laut einem Bloomberg-Bericht einen Preis von 50 Euro je K+S-Aktie als zu teuer. Die Nachrichtenagentur beruft sich dabei auf Insider. Dies wäre fast das Doppelte des Durchschnittspreises der Papiere des deutschen Konkurrenten in den vergangenen zwölf Monaten vor Bekanntwerden des Übernahmeinteresses, hieß es weiter. Die K+S-Aktie steigt dennoch.

Conti macht Schulden billiger

Continental: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Der Reifenhersteller und Autozulieferer Continental will eine eigene Unternehmensanleihe in Höhe von 950 Millionen US-Dollar Mitte September und damit vier Jahre früher als ursprünglich fällig zurückzahlen. Damit nutzt der Konzern das niedrige Zinsniveau.

RWE will sich radikal umbauen

RWE ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Der Energiekonzern RWE will Tochtergesellschaften zusammenlegen oder mit dem Mutterkonzern verschmelzen, berichtete die "Rheinische Post". Dabei geht es unter anderem um die Töchter RWE Generation, RWE Innogy, RWE Technology und RWE Vertrieb. Durch eine Zusammenlegung sollten unter anderem Aufsichtsräte, Vorstände und deren Stäbe eingespart werden.

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Unternehmen:
Easyjet: Verkehrszahlen Juni

Konjunktur:
Deutschland: Auftragseingang Industrie, Mai, 8 Uhr
Deutschland: Sentix Konjunkturindex, Juli 10:30 Uhr
USA: Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen, Juni, 16 Uhr

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