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Marktbericht 20:00 Uhr

Marktbericht positiv

Der Dax und der Schuldenstreit

Anleger rechnen mit Durchbruch

Stand: 22.06.2015, 20:00 Uhr

Die Aussicht auf eine Lösung der griechischen Schuldenkrise lässt die Investoren frohlocken. So einen Riesensatz nach vorn hat der Dax schon lange nicht mehr gemacht.

Der Dax schloss mit einem Aufschlag von 3,8 Prozent auf 11.460,50 Punkten. Das ist das größte Kursplus seit fast drei Jahren. Der L-Dax gewann 3,6 Prozent auf 11.427,19 Punkte. In Athen ging der Leitindex neun Prozent fester aus dem Handel. Der EuroStoxx 50 gewann 4,2 Prozent auf 3.601,88 Zähler.

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Börse 20.15 Uhr

"Zwar könnte es laut offiziellen Stimmen noch mehrere Tage bis zu einer Einigung mit Griechenland dauern. Aber man ist offenbar zuversichtlich, dass auf dem heutigen EU-Sondergipfel dennoch die Weichen für eine "Lösung" gestellt werden", kommentiert Jens Klatt von DailyFX.

"Licht am Ende des Tunnels"

Für Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem ist der aktuelle Vorschlag aus Athen "ein willkommener Schritt", so der niederländische Finanzminister: "Ich denke also, dass dies eine Gelegenheit ist, eine Einigung in dieser Woche zu erreichen." "Zum ersten Mal seit Monaten hat man das Gefühl, dass sich die zuversichtlichen Stimmen aus Griechenland auch tatsächlich mit denen der Geldgeber decken", sagte Andreas Paciorek, Analyst bei CMC Markets.

Dax
Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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10944.97
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Gary Jenkins vom Vermögensverwalter LNG Capital meint, er rechne mit einer Lösung, die den Mittelmeer-Anrainer kurzfristig über Wasser halte. Der unwahrscheinlichste Ausgang sei eine Einigung, die Griechenland für die kommenden fünf Jahre von den Titelseiten fernhält.

Unterstützung erhielt der Dax auch aus den USA. Der Nasdaq Composite erreichte ein frisches Rekordhoch, der S&P 500 steht knapp darunter und der Dow Jones lag am Abend etwa 0,5 Prozent im Plus.

"Wiederaufnahme des Bullenmarktes"

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Einigung in Sachen Griechenland?

Fast jeder zweite Investor rechnet übrigens mit einem Grexit innerhalb der nächsten Monate. 49,5 Prozent gingen von einem Euro-Abschied Griechenlands aus, zeigt eine aktuelle Sentix-Umfrage. Für die Verhandlungen über die Schuldentilgung Griechenlands werde aber überwiegend mit einem "guten Ende" gerechnet. "Eine Wiederaufnahme des Bullenmarktes steht bevor", fasste Analyst Sebastian Wanke die Ergebnisse der Umfrage zusammen.

Autowerte sehr gefragt

Die Autobauer und -zulieferer zählten heute zu den Favoriten im starken deutschen Aktienmarkt. Ein positiver Analystenkommentar stützte die Erholung der zuletzt schwächelnden Branche: Die US-Bank JPMorgan stufte den europäischen Autosektor von "Neutral" auf "Overweight" hoch.

BMW ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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98.18
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Daimler: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Dürr: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
83.56
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Der jüngste Kursrückgang wegen der Sorgen um Griechenland und angesichts des lahmenden chinesischen Automarktes sei übertrieben, meinte Analyst Jose Asumendi. Die Nachfrage in Europa sollte sich erholen und Chinas Konjunkturabschwung weder die Unternehmensgewinne noch die Dividenden gefährden. Im Dax gehörten BMW und Daimler zu den gefragtesten Werten, im MDax war der Autozulieferer Dürr besonders beliebt.

Analystenlob hilft der Allianz

Allianz: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
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Das Analysehaus Jefferies hat Allianz nach der jüngsten Branchenschwäche von "Underperform" auf "Hold" hochgestuft und das Kursziel auf 136 Euro belassen. Die Risiken aus weniger günstigem Finanzmarktumfeld, längerfristigen Profitabilitätsproblemen und der Unsicherheit um die Solvency-II-Regeln seien im Griff, schrieb Analyst Mark Cathcart. Er strich bei der Allianz aus Bewertungsgründen seine negative Einschätzung, bleibt aber angesichts der unsicheren und geringen Gewinndynamik vorsichtig.

ThyssenKrupp: Abschwung der Stahlindustrie

Der Abschwung der Stahlindustrie geht weiter. Im Mai sackte die globale Stahlproduktion um 2,1 Prozent verglichen mit dem Vorjahresmonat auf gut 139 Millionen Tonnen ab, wie der Weltstahlverband mitteilte. In den ersten fünf Monaten des Jahres erschmolzen die Hütten weltweit noch knapp 676 Millionen Tonnen Rohstahl, das waren 1,9 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Branche kämpft mit hohen Überkapazitäten und den Sorgen um die globale Wirtschaftsentwicklung.

ThyssenKrupp: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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23.34
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Salzgitter: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Der Lufthansa droht ein Streik

Lufthansa: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Im Tarifkonflikt um die Flugbegleiter der Lufthansa hat die Gewerkschaft Ufo eine lange Streik-Serie in der Urlaubszeit angedroht. Erster Streiktag werde der 1. Juli sein, an dem dann die weiteren Streiktage bis mindestens zum 16. September genannt würden, sagte Ufo-Chef Nicoley Baublies. Die Lufthansa könne den Arbeitskampf aber noch abwenden, wenn sie bis zum 30. Juni ein neues Angebot vorlege.

Post-Streiks: Kein Ende in Sicht

Deutsche Post: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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26.20
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Die Deutsche Post ist schon weiter: Der Streik geht heute bereits in die dritte Woche. Ein Ende ist nicht in Sicht. Dabei sorgt die Sonntagszustellung liegengebliebener Briefe und Pakete für neuen Ärger. Die Gewerkschaft Verdi prangerte die Aktion als "ungesetzlich" an.

Deutsche Annington: Übernahmehunger nicht gestillt

Deutsche Annington: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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25.30
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Der größte deutsche Wohnungsvermieter Deutsche Annington plant weitere Übernahmen. Der "Welt am Sonntag" sagte Konzernchef Rolf Buch: "Wir schauen uns jedes Portfolio ab 1.000 Einheiten an, das in Deutschland auf den Markt kommt, ob es strategisch zu uns passt, und werden weiter zukaufen."

Metzler stuft Osram ab

Osram: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Wegen überzogener Markterwartungen hat die Privatbank Metzler die Aktie von Osram um zwei Stufen von "Buy" auf "Sell" abgestuft. Sein Kursziel strich Analyst Guido Hoymann von 62 auf 39,50 Euro zusammen. In der "übermäßig enthusiastischen" Durchschnittsprognose der Analysten sei der Blick für Risiken verloren gegangen, schrieb Hoymann am Montag in einer Studie des Finanzinstituts.

Manz wird abgehängt

Manz: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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63.17
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Die Titel des Maschinenbauers Manz profitierten im TecDax nicht von der superben Montagslaune und büßen rund sechs Prozent ein. Ein Börsianer verwies auf einen Bericht, dem zufolge ein großes Handelshaus seine Leerverkaufs-Positionen in Aktien des Maschinenbauers ausgebaut hat. Mit Leerverkäufen wetten Anleger auf fallende Kurse einer Aktie.

Air Berlin hält an London-HV fest

Air Berlin: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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1.14
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Das Management der Air Berlin stellt sich auch unter dem neuen Chef Stefan Pichler seinen Aktionären in London. Es gebe keinen Anlass, am Ort der jährlichen Hauptversammlung etwas zu ändern, so Air Berlin. Aktionärsschützer hatten kritisiert, das Unternehmen entziehe sich damit kritischen Fragen.

MLP plant weitere Zukäufe

Der Finanzdienstleister MLP will sein Geschäft mit weiteren Zukäufen stärken. "Wenn wir interessante Kandidaten finden, werden wir nicht nein sagen", sagte MLP-Finanzvorstand Reinhard Loose der "Börsen-Zeitung". Derzeit suche MLP für die Vermögensverwaltung nach Kandidaten.

Street One"-Holding will mit IPO 292 Millionen Euro einsammeln

Der Modehändler CBR will mit seinem Börsengang bis zu 292 Millionen Euro einsammeln. Der Betreiber der Damenmode-Ketten "Cecil" und "Street One" legte am Montag die Preisspanne für seine Aktien auf 14 bis 18 Euro fest. Dem Unternehmen sollen damit 200 Millionen Euro zufließen. Mit dem Geld will CBR einen Teil der Schulden tilgen, die ihm der Finanzinvestor EQT aufgebürdet hatte. Der Rest des Emissionserlöses geht direkt an EQT. CBR wird damit mit bis zu 650 Millionen Euro bewertet. Die bis zu 19,4 Millionen Aktien können von Dienstag an bis zum 1. Juli gezeichnet werden, am 2. Juli soll die CBR-Aktie erstmals an der Frankfurter Börse gehandelt werden.

Chorus Clean Energy: Erstnotiz am 3. Juli

Der profitable Solar- und Windparkbetreiber Chorus Clean Energy will mit dem für den 3. Juli geplanten Börsengang bis zu 125 Millionen Euro erlösen, der Großteil soll dem Unternehmen für die Finanzierung von neuen Anlagen über die Ausgabe neuer Aktien zufließen. Die Preissspanne liegt bei 9,75 bis 12,50 Euro je Stück.

Zehn Milliarden Euro für Bouygues Telecom

Der französische Milliardär Patrick Drahi will Kreisen zufolge für mehr als zehn Milliarden Euro Frankreichs drittgrößte Telekomfirma vom Mischkonzern Bouygues kaufen. Drahi habe die Offerte für Bouygues Telecom über seinen französischen Kabel- und Telekomkonzern Numericable-SFR gemacht, so Bloomberg.

Telekom zieht mit

Auch die Aktie der Telekom profitiert von der Brancheneuphorie. Dabei läuft Europa nach Ansicht von Telekom-Technikchefin Kerstin Günther Gefahr, im weltweiten Technologie-Wettbewerb rund ums Internet abgehängt zu werden. Es gebe hierzulande einen enormen Aufholbedarf und vor allem viel zu wenige einheitliche Regeln und Rahmenbedingungen.

Deutsche Telekom: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
15.45
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In den USA gebe es auf dem Telekommunikationsmarkt mit mehr als 200 Millionen Einwohnern vier große Unternehmen, in China ebenfalls. In Europa seien es mehr 300 Firmen und in jedem Land gebe es unterschiedliche Regularien und Vorschriften, sagte die Managerin der Deutschen Telekom.

Cigna lehnt Anthem-Offerte ab

Der US-Krankenversicherer Cigna hat ein milliardenschweres Kaufangebot seines Rivalen Anthem zurückgewiesen. Anthem hatte Cigna für insgesamt 54 Milliarden Dollar kaufen wollen. Es wäre eine der bisher größten Übernahmen auf dem US-Gesundheitsmarkt unter Versicherungskonzernen gewesen.

Apple knickt ein

Apple: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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Sängerin Taylor Swift hat Apple zu einer Änderung der Konditionen für Künstler beim neuen Streamingdienst des Konzerns bewogen. Wenige Stunden nach einem offenen Brief von Swift gab Apple nach und erklärte, dass Musiker auch während der kostenlosen dreimonatigen Probezeit Geld bekommen werden.

ts

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Womit Apple sein Geld verdient

Viel mehr als iPhone und iPad

Apple-Logo am Sternenhimmel

Apple ist der Gigant unter den weltweit agierenden Technologieunternehmen: 74,6 Milliarden Dollar Umsatz im vergangenen Quartal, 18 Milliarden Dollar Gewinn. Eine Nachsteuerrendite von rund 24 Prozent. Dabei macht das Unternehmen beileibe nicht nur Geld mit iPhone und iPad.

Dax-Chart realtime

Tagestermine am Mittwoch, 1. Juli

Unternehmen:
Bastei Lübbe: BIlanz-PK, 10 Uhr
Funkwerk: HV

Konjunktur:
China: HSBC PMI Verarbeitendes Gewerbe 6/15, 3:45 Uhr
Japan: Tankan-Bericht Q2/15, 01:15 Uhr
USA: ADP-Arbeitsmarktbericht 06/15, 14:15 Uhr
USA: ISM Verarbeitendes Gewerbe 06/15, 15:45 Uhr
USA: Bausausgaben 05/15
USA: Pkw-Absatz im Juni

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