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Marktbericht 11:55 Uhr

Nach dem Kursrutsch

Anleger nutzen Gelegenheit zum Einstieg

An der Frankfurter Börse ist von der eingetrübten Stimmung vom Donnerstagnachmittag nichts mehr zu spüren. Der Dax visiert schon wieder die 10.000er-Marke an.

Der Index steigt bis zum Mittag um bis zu 1,4 Prozent auf 9.991 Punkte. Damit ist der gestrige Rückschlag nach der EZB-Ratssitzung größtenteils wieder ausgebügelt.

Wie positiv die Stimmung an der Börse derzeit ist, zeigt auch der von der Direktbank Comdirect ermittelte Brokerage Index, der gegenüber dem Vormonat um 5,7 auf 111,1 Punkte stieg. "Die Anleger kauften im November kräftig zu. Sie sind zuversichtlich im Hinblick auf mögliche Rekord-Dividenden im nächsten Jahr und weiteren Kurssteigerungen angesichts der lockeren Geldpolitik der EZB“, berichtet Stefan Wolf von der Comdirect. Das heißt selbstverständlich nicht, dass das auch so kommen muss.

Warten auf Arbeitsmarktdaten

Im weiteren Tagesverlauf wird der monatliche Arbeitsmarktbericht der US-Regierung für viel Gesprächsstoff sorgen. Von Reuters befragte Experten rechnen mit der Schaffung von 230.000 Jobs außerhalb der Landwirtschaft im November. Im Vormonat waren es 214.000.

Deutsche Industrie beschleunigt

Der Auftragseingang der deutschen Industrie ist im Oktober erheblich stärker gestiegen als erwartet. Laut Statistischem Bundesamt lagen die Bestellungen saison- und arbeitstäglich bereinigt 2,5 Prozent höher als im Vormonat. Volkswirte hatten im Schnitt nur mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet. Auch im Vormonat fiel der Anstieg stärker aus als zunächst gemeldet. Grund für die positive Überraschung waren vollen allem viele Aufträge aus dem Inland.

HeidelbergCement gefragt

Die Aktie von HeidelbergCement gehört am Freitag zu den stärksten Aktien im Dax. Die Citigroup hat das Kursziel für den Wert von 61 auf 69 Euro angehoben. Das Unternehmen dürfe wie der Konkurrent CRH von dem im Vergleich zum Dollar schwächer werdenden Euro sowie den niedrigeren Energiekosten profitieren. Beide Unternehmen seien stark in den USA positioniert, hieß es.

Daimler auf Rekordkurs

Daimler: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
69.89
Differenz absolut
0.85
Differenz relativ
+1.23%

Die Daimler AG hat in den ersten elf Monaten des laufenden Jahres mehr Autos verkauft als im gesamten Jahr 2013. Insgesamt setzt der Konzern 1,57 Millionen Einheiten der Marken Mercedes-Benz und Smart ab. Das war ein Plus von 10,7 Prozent. Am stärksten lief das Geschäft in China, wo die Schwaben 23 Prozent Autos verkaufen konnten.

Telekom-Werte gefragt

Aktien von Drillisch und United Internet laufen im TecDax überdurchschnittlich. Goldman Sachs hat sich optimistisch zur Telekombranche geäußert. Das Mobilfunkgeschäft werde sich in Deutschland erholen. Davon dürften demnach vor allem die Mobilfunkanbieter ohne eigenes Netz profitieren - allen voran Drillisch und United Internet.

Bei Drillisch setzte Goldman ein Kursziel von 40 Euro. Das Unternehmen bewege sich nach dem Kauf des Anbieters Yourfone von Telefonica Deutschland in neuen Sphären.

United-Internet-Aktien steigen mit dem Kursplus auf ein Allzeithoch. Der Konzern ist damit an der Börse mit rund 7,5 Milliarden Euro bewertet und damit mehr als so manches im Dax notierte Unternehmen. Goldman hat das Kursziel von 40 auf 49 Euro erhöht.

Wirecard gut gelitten

Nach dem gestrigen Zukauf in Südafrika stürmt die Wirecard-Aktie ebenfalls auf ein Rekordhoch. Das TecDax-Mitglied hatte am Donnerstag den dortigen Finanzdienstleister Amara gekauft.

Leoni: Neuer Chef kommt gut

Der Chefwechsel mit Autozulieferer Leoni wird von der Börse positiv aufgenommen. Der bisherige Finanzvorstands Dieter Bellé soll sein Amt im Mai 2015 antreten und damit dem amtierenden Vorstandschef Klaus Probst nachfolgen.

Kuka fällt in Ungnade

Die Aktien des Roboterbauers Kuka setzen ihre Talfahrt auch am Freitag fort. Das Bankhaus Lampe hat die Papiere von "Halten" auf "Verkaufen" abgestuft. Der Einstieg des Großaktionärs Voith, der seine gut 25-prozentige Beteiligung wohl nicht weiter aufstocken wolle, dürfte Übernahmespekulationen den Nährboden entziehen, hieß es. Zudem sei der Wert hoch bewertet.

Starbucks hat große Pläne

Nach dem Ende des regulären Börsenhandels in den USA meldete sich die Kaffeehauskette Starbucks zu Wort. Der Konzern will den Umsatz außerhalb des Kerngeschäfts mit Kaffee kräftig steigern. Dabei hat Starbucks Produkte wie Snacks, Bier und Wein im Visier. Bis zum Jahr 2019 will Starbucks seinen jährlichen Umsatz um fast 90 Prozent auf 30 Milliarden Dollar ausbauen und die Anzahl der Filialen von 21.000 auf 30.000 erhöhen. Die Starbucks-Aktie reagierte mit Kursgewinnen im nachbörslichen Handel.

ME

Stand: 05.12.2014, 11:55 Uhr

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