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Börsentrend 20:02 Uhr

US-Haushaltsdebatte verunsichert

Anleger nehmen den Fuß vom Gas

Angesichts widersprüchlicher Signale im US-Haushaltsstreit haben die Anleger am Freitag das Tempo aus dem Aufwärtstrend genommen. Auf Wochensicht schafft der Dax dennoch ein bescheidenes Plus.

Am letzten Handelstag der Woche sind die Anleger wieder deutlich vorsichtiger geworden, so dass der Dax bei 7.405 Punkten aus dem Handel geht, nur 4,5 Zähler höher als am Vortag. Damit ergibt sich auf Wochensicht ein Zuwachs von 1,3 Prozent. Auf Monatssicht legt der Dax um zwei Prozent zu.

Im Tagesverlauf war der Dax bis auf 7.442 Punkte geklettert - nur noch 36 Punkte unter seinem im September erreichten Jahreshoch. Doch dann sorgten widersprüchliche Signale vom US-Haushaltsstreit für Verunsicherung.

Am Nachmittag folgte der Dax dann der Wall Street, wo die Anleger vor dem Hintergrund der schwelenden Haushaltskrise auf die Bremse traten. Bis zum Börsenschluss in Frankfurt halten sich die US-Anleger mit neuen Engagements zurück, weil sie eine Rede von Präsident Barack Obama in Pennsylvania abwarten wollten, von der sie sich neue Hinweise zum Stand der Gespräche erhofften. Der Dow notiert unverändert bei 13.011 Punkten.

Am Vorabend hatte der Sprecher des US-Repräsentantenhauses, John Boehner, keine "substanziellen" Fortschritte bei den Verhandlungen gesehen. Dem widersprach allerdings später der demokratische Senator Chuck Schumer, der in den Gesprächen sehr wohl Fortschritte sah.

"Das einzige, was den Markt derzeit interessiert, sind Schlagzeilen zu den Budgetverhandlungen. Konjunkturnachrichten fallen deutlich dahinter zurück", kommentiert ein US-Marktstratege. Entsprechend schrieben Börsianer den vor Handelsbeginn in New York veröffentlichten, schwachen US-Konsumdaten nur wenig Einfluss zu. Im Oktober waren die Ausgaben der privaten Haushalte überraschend gesunken, während die Einkommen nur stagniert hatten.

Euro pendelt um 1,30 Dollar

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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Der Euro kämpft den ganzen Tag mit der Marke von 1,30 Dollar. Er profitiert nach Händlerangaben weiter von einer guten Grundstimmung nach der Griechenland-Einigung. Auch die optimistischen Aussagen von EZB-Chef Mario Draghi, nach denen sich die Eurozone ab der zweiten Jahreshälfte 2013 erholen werde, kommen gut an.

Analysten mögen HeidelbergCement

Die Aktien des Baukonzerns HeidelbergCement gehören nach einem positiven Analystenkommentar von Morgan Stanley zu den stärksten Werten im Dax.

Bei Lanxess sind sich die Experten von UBS und Credit Suisse hingegen nicht einig. Während UBS-Analyst Joe Dewhurst sein Kursziel für die Aktie um zehn Prozent anhob, ist das Papier für seinen Kollegen Chris Counihan weiter ein glatter "Verkauf". Die Anleger entscheiden sich für die optimistische Variante und treiben die Lanxess-Aktie 1,7 Prozent nach oben.

Neues Ungemach für ThyssenKrupp

ThyssenKrupp: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Schlechtester Dax-Wert sind ThyssenKrupp. Die Aktie leidet unter einem negativen Pressebericht über Unregelmäßigkeiten im Osteuropa-Geschäft. Der Konzern hat selbst die Behörden eingeschaltet, um dubiose Zahlungsströme zu klären.

Metro macht Kasse

Nach tagelangen Spekulationen hat der Handelskonzern Metro jetzt bestätigt, dass die Supermärkte seiner Tochter Real in Osteuropa an den französischen Konkurrenten Auchan verkauft werden. Der Kaufpreis liegt bei 1,1 Milliarden Euro. Die Transaktion soll voraussichtlich 2013 abgeschlossen werden. Der Verkauf von Real Osteuropa an Auchan umfasst laut Metro 91 Real-Warenhäuser in Polen, Russland, Rumänien und der Ukraine sowie Immobilien von 14 Standorten. Die Geldzuflüsse will Metro vor allem zum Schuldenabbau nutzen. Insgesamt werde Metro im kommenden Jahr durch die Transaktion einen Gewinn von bis zu 50 Millionen Euro erzielen.

SAF-Holland am SDax-Ende

Größter Verlierer im SDax ist die Aktie des LKW-Zulieferers SAF-Holland. Grund ist eine Kapitalerhöhung von zehn Prozent des Grundkapitals. Die Aktien wurden zu einem Preis von 5,25 Euro platziert.

Praktiker bald raus dem SDax?

Bei der bevorstehender Überprüfung der Index-Zusammensetzung durch die Deutsche Börse muss Praktiker um seinen Platz im SDax bangen. Mit dem Börsen-Neuling Talanx stehe ein Aufsteiger in den Startlöchern, meint Sophia Wurm, Index-Analystin der Commerzbank. Auch ihr Kollege Uwe Streich von der LBBW tippt auf eine Aufnahme des Versicherers in den Kleinwerte-Index. Neben Praktiker zählen laut Streich noch Constantin Medien und Catoil zu den Wackel-Kandidaten.

DBAG beglückt die Aktionäre

Deutlich zulegen kann die Aktie der im SDax notierten Deutschen Beteiligungs-AG (DBAG). das Unternehmen will seinen Aktionären für das Geschäftsjahr 2011/12 eine Dividende von 1,20 ausschütten, nachdem sie im vergangenen Jahr 80 Cent erhalten haben. Grund ist ein Konzernüberschuss für das Geschäftsjahr 2011/2012 (bis 31. Oktober) von vorläufig 44,5 Millionen Euro und ein Gesamtergebnis von 38,3 Millionen Euro. Im Vorjahr war ein Verlust von 16,6 Millionen Euro angefallen.

ZhongDe Waste siecht dahin

Die einstige Hype-Aktie aus China führt an der Börse nur noch ein Schattendasein. Anlässlich der Zahlen zum dritten Quartal, die durch positive Einmaleffekte zu einem Ebit von sieben Millionen Euro geführt haben, berichtet das Unternehmen über ein weiterhin schwieriges Geschäftsumfeld. Bei geringem Umsatz bewegt sich die Aktie kaum und notiert nur noch bei 1,79 Euro. Dabei war das Papier bei seiner Börseneinführung Mitte 2007 mehr als 40 Euro wert.

Manz zieht die Reißleine

Ins Plus gedreht ist die Aktie von Manz Automation. Der Spezialmaschinenbauer musste wegen der schwierigen Lage in der Photovoltaikbranche 62 Arbeitsplätze streichen. Weitere 38 Jobs wurden Medienberichten zufolge in der Slowakei und in Ungarn gestrichen. Damit wolle man die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sichern, kommentierte Firmenchef Dieter Manz.

Strabag ist skeptisch

Der österreichische Baukonzern, der auch stark in Deutschland vertreten ist, muss einen drastischen Gewinnrückgang verkraften. Im saisonal bedingt starken dritten Quartal ging das Betriebsergebnis (Ebit) stärker als erwartet auf 168 Millionen Euro zurück. Insgesamt stehen nach neun Monaten lediglich magere 1,7 Millionen Euro in den Büchern.

Die bisherige Prognose für das Ebit von 200 Millionen Euro sei daher "äußerst ambitioniert", hieß es aus dem Unternehmen. Strabag leidet besonders unter den Sparzwängen öffentlicher Auftraggeber.

Zynga-Aktien brechen ein

Um über zwölf Prozent ging es an der Wall Street nachbörslich abwärts mit der Aktie des Internet-Spieleanbieters. Das Unternehmen hat seine strategische Partnerschaft mit Facebook aufgekündigt. Künftig machen die beiden Unternehmen nicht mehr gegenseitig füreinander Werbung. Facebook erzielt bisher rund 15 Prozent seines Umsatzes mit Gebühren von Zynga, während Zynga umgekehrt 80 Prozent erzielt. Analysten äußerten sich zwar positiv, was der Aktie aber nicht half. Die Facebook-Aktie setzt dagegen ihren Erholungskurs fort.

2G spürt Anlaufkosten

Kärftig bergauf geht es mit der Aktie von 2G Energy. Der Hersteller von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Anlagen), konnte im Zeitraum Januar bis September 2012 seinen Umsatz um 8,2 prozent auf 80,9 Millionen Euro steigern. Wegen der Anlaufkosten neuer Auslandstöchter sowie einem höheren Personalaufwand blieb allerdings das operative Ergebnis (Ebit) von 4,0 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 4,2 Millionen. Für das Gesamtjahr wird nun ein Umsatz von rund 158 bis 163 Millionen Euro erwartet sowie eine knapp zweistellige Ebit-Marge.

Hydrotec auf Wachstumskurs

Die Hydrotec Gesellschaft für Wassertechnik hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres ihren Umsatz um 31 Prozent auf 1,7 Millionen Euro gesteigert. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (Ebt) stieg um 142 Prozent auf 63.000 Euro.

Stand: 30.11.2012, 20:02 Uhr

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Tagestermine am Mittwoch, 17. September

Unternehmen:
Inditex: Halbjahreszahlen, 07:00 Uhr
Richemont: Trading Statement, 07:30 Uhr
Crop Science: Jahreszahlen, 10:30 Uhr
FedEx: Q1-Zahlen

Konjunktur:
EU: Acea, Kfz-Zulassungen Juli und August, 08:00 Uhr;
Verbraucherpreise August, 11:00 Uhr
USA: Verbraucherpreise August, 14:30 Uhr;
Leistungsbilanz Q2, 14:30 Uhr;
NAHB-Index September, 16:00 Uhr;
Energieministerium Ölbericht (wöchentl.), 16:30 Uhr;
FOMC-Sitzungsergebnis, Pressekonferenz, 20:30 Uhr

Sonstiges:
Deutschland: Fortsetzung der Auto-Zulieferermesse Automechanika (bis 20.9.)
Frankreich: Fortsetzung der Rückversicherer-Jahreskonferenz in Monte Carlo (bis 18.9.)

Darstellung: