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Marktbericht 20:00 Uhr

Marktbericht neutral

Dax schießt rauf und runter

Anleger fürchten US-Konjunkturschwäche

Stand: 17.08.2015, 20:00 Uhr

Ein äußerst schwacher Empire-State-Index erinnert die Investoren daran, dass die oft beschworene Erholung der Weltwirtschaft nicht ausgemacht ist. Und von einer soliden Dax-Erholung nach dem Yuan-Schock ist auch immer noch nichts zu sehen.

Der Dax schloss mit einem Abschlag von 0,4 Prozent auf 10.940,33 Punkten. Zeitweise war er bis auf 11.113,79 Punkte geklettert. Den tiefsten Stand des Tages markierte der deutsche Leitindex bei 10.818,71 Punkten - fast 100 Punkte unter der 200-Tage-Linie, die zuletzt bei der Lagebeurteilung im Dax eine wichtige Rolle gespielt hatte. Der L-Dax verlor 0,6 Prozent auf 10.963,78 Punkte.

Dax
Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Sollte die 200-Tage-Linie bei 10.922 Punkten unterschritten werden, dürfte sich die allgemeine Aufmerksamkeit den zahlreichen Tiefpunkten der vergangenen Monate um 10.800/10.900 zuwenden, schreiben die Marktbeobachter von Index-Radar.

Empire-State-Index sorgte für Unruhe

Zumindest heute fanden sich noch genügend Anleger, die das niedrigere Niveau zum Wiedereinstieg genutzt haben. Hilfreich war sicher auch, dass es der Dow Jones nach ersten Kursverlusten wieder in die Gewinnzone schaffte. Am Abend lag er knapp 0,4 Prozent im Plus. Stützend wirkten Daten vom US-Immobilienmarkt.

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Börse 20.15 Uhr

Die Verkäufe hatten zuvor nach Bekanntgabe der frischen Daten des Empire-State-Index eingesetzt. Die Geschäfte der Industrie im US-Bundesstaat New York sind im August so schlecht gelaufen, wie seit über sechs Jahren nicht mehr. Ökonomen hatten mit einem leichten Anstieg gerechnet. Die Investoren wurden also völlig auf dem falschen Fuß erwischt.

"Angst vor einer weltweiten Konjunkturabkühlung"

Zwar spräche eine akute Schwäche der US-Wirtschaft dafür, dass die Zinswende eventuell doch weiter verschoben wird - für die Finanzmärkte grundsätzlich eine willkommene Vorstellung. Was die Welt im Augenblick aber gar nicht gebrauchen kann, wäre eine schwache US-Konjunktur - ausgerechnet in einem Moment, in dem auch China Krisensignale sendet. Auch in den Schwellenländern scheint der Konjunkturmotor ins Stottern zu geraten.

Fundamental sei regelrecht Angst vor einer weltweiten Konjunkturabkühlung ausgebrochen, meint Andreas Paciorek, Marktstratege bei CMC Markets. "Keiner spricht mehr von Zinswende, hier und da ist gar das Wort Rezession zu hören. Zusammen mit China bekäme eine Konjunkturschwäche auch in den USA den deutschen Exporteuren gar nicht gut."

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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Mit Spannung wird an der Wall Street daher auch die Veröffentlichung des jüngsten Sitzungsprotokolls der Fed am Mittwoch erwartet. Die Investoren hoffen, daraus Hinweise ableiten zu können, wie die Fed auf die Abwertung der chinesischen Währung Yuan und den Fall des Öl-Preises reagiert.

Antizyklische Kaufchance bei BMW?

BMW ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Die BMW-Aktie zählte zu den größten Kursgewinnern im Dax. Die britische Investmentbank Barclays hat die Auto-Titel auf "Overweight" hochgestuft. Angesichts der Turbulenzen in China könnte es für eine Empfehlung zwar etwas zu früh sein, doch könnte es sich für längerfristig orientierte Investoren eine Kaufgelegenheit ergeben.

Deutsche Post stark dank Barclays

Deutsche Post: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Auch die Deutsche Post hat eine positive Analystenstimme erhalten. Barclays hat die Aktie der Deutschen Post in ihr Portfolio der aussichtsreichsten europäischen Aktien aufgenommen. Grund dafür seien die guten Perspektiven für eine Erholung des Logistikkonzerns im Heimatgeschäft, hieß es am Montag zur Begründung.

RWE und Eon: "Ungünstiges Umfeld"

Dagegen hatten die Versorger mit einer negativen Branchenstudie zu kämpfen. Die Schweizer Bank Credit Suisse hat die Kursziele für Eon und RWE gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Das politische und regulatorische Umfeld in Deutschland sei fundamental ungünstig für Versorger. Zudem seien die Bewertungsmultiplikatoren nicht attraktiv.

Nestlé will Schadenersatz von Südzucker

Im MDax richteten sich die Augen der Anleger auf Südzucker. Nestlé fordert von Südzucker, Nordzucker und Pfeifer & Langen wegen des Zuckerkartells insgesamt 50 Millionen Euro Schadenersatz. Der Nahrungsmittelriese hat eine entsprechende Klage beim Landgericht Mannheim eingereicht, bestätigte ein Sprecher von Nestlé Deutschland einen Medienbericht.

Metro: Neuer Streit bei Media-Saturn

Metro ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Die Übernahme des Reparatur- und Wartungsdienstleisters RTS hat bei Media-Saturn einen Dauerkonflikt zwischen den Eigentümern des Elektrohändlers neu angefacht. Media-Markt-Gründer und Minderheitseigener Erich Kellerhals wollte den vom Media-Saturn-Mehrheitseigner Metro angestrebten Kauf per einstweiliger Verfügung stoppen, das Landgericht Ingolstadt lehnte den Antrag aber ab.

Airbus: Rekordbestellung aus Indien

Airbus: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat einen Rekordauftrag aus Indien eingeheimst: Die Billigfluggesellschaf IndiGo bestellt 250 Mittelstreckenflieger des neuen Modells A320neo, wie Airbus am Montag mitteilte. Es ist die gemessen an der Zahl der Maschinen größte Bestellung in der Geschichte von Airbus. Laut Listenpreis hat sie einen Wert von 26,5 Milliarden Dollar (knapp 24 Milliarden Euro).

Stabilus schraubt Prognose hoch

Aktien von Stabilus sind der größte Gewinner im SDax . Der Autozulieferer hat seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2015 von 575 bis 585 Millionen Euro auf rund 600 Millionen Euro erhöht und damit deutlicher angehoben als gedacht. Die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal haben dagegen nach Meinung von Händlern im Rahmen der Markterwartungen gelegen.

BVB nach Bundesliga-Auftaktsieg gefragt

Auch Aktien von Borussia Dortmund verbuchten deutliche Kursgewinne. Das überzeugende Auftreten beim 4:0 gegen Borussia Mönchengladbach zeige, dass in der neuen Saison mit schwarz-gelb zu rechnen sei, sagte Marktbeobachter Daniel Saurenz von Feingold Research. Bei Anlegern keime wohl mehr Hoffnung auf eine neue Ära unter dem neuen Dortmunder Trainer Thomas Tuchel auf.

Ströer setzt Rekordlauf fort...

Die Aktien von Ströer haben ihre Rekordtour am Montag fortgesetzt und im frühen Handel eine neue Bestmarke bei 54,70 Euro erklommen. Seit der vergangene Woche bekannt gegebenen Übernahme des meistgenutzten deutschen Webportals T-Online und des Digitalvermarkter Interactive Media von der Deutschen Telekom haben die Aktien nun mehr als ein Fünftel an Wert gewonnen.

...auch bei Sartorius läuft es

Im TecDax zog der Labor- und Pharmazulieferer Sartorius ebenfalls mit einem Rekord nach. Händler sprachen von einer ungebrochenen guten Stimmung für die Titel. Bereits in der zweiten Juli-Hälfte hatte die Erhöhung der Jahresziele durch den Labor- und Pharmazulieferer der Kursentwicklung frischen Schwung verliehen. Im bisherigen Jahresverlauf hat sich der Kurs bereits mehr als verdoppelt.

Bilanzskandal: Rutscht Toshiba ins Minus?

Toshiba: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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Der jüngste Bilanzskandal hat den japanischen Technologiekonzern Toshiba einem Medienbericht zufolge in die roten Zahlen gestürzt. Es sei zu erwarten, dass Toshiba für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014/15 sowie für das Vorjahr einen Verlust ausweise, meldete die Wirtschaftszeitung "Nikkei". Beobachter gehen davon aus, dass der japanische Konzern noch im August seine Bilanzzahlen veröffentlicht.

Okay für GE-Alstom?

Die EU-Kommission wird Insidern zufolge wohl die Übernahme der Alstom-Energiesparte durch General Electric für 12,4 Milliarden Euro genehmigen. "GE dürfte die Erlaubnis erhalten", sagte eine mit der Sache vertraute Person zu Reuters. Der US-Industriekonzern hatte den Wettbewerbshütern weitere Zugeständnisse gemacht.

Neue Gerüchte ums Apple-Auto

Es gibt einen neuen Beleg für das geheimnisvolle Auto-Projekt von Apple: Der iPhone-Konzern sucht laut übereinstimmenden Medienberichten Zugang zu einem Testgelände, auf dem oft auch selbstfahrende Fahrzeuge erprobt werden. Der "Financial Times" bestätigte die frühere Militärbasis in Kalifornien mit dem Namen GoMentum Station die Apple-Nachfrage.

Buffett aktiv wie einst im Mai

Warren Buffett ist möglicherweise auf der Suche nach einem neuen milliardenschweren Übernahmeziel. Seine Investmentfirma Berkshire Hathaway stockte die Beteiligung an dem US-Kabelnetzbetreiber Charter Communications seit Ende März von 5,98 auf nunmehr 8,51 Millionen Aktien auf. Das geht aus Dokumenten hervor, die der Börsenaufsicht SEC am Freitag übermittelt wurden.

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Buffett: Stationen seiner Karriere

Von 1930 bis heute

Haus in Omaha, Nebraska, in dem Warren Buffett aufwuchs

Hier wuchs Warren Buffett auf

In diesem Haus ist der am 30. August 1930 in Omaha/Nebraska (USA) geborene Warren Buffett aufgewachsen. Der heute 84-Jährige ist zu einem der reichsten Männer der Welt aufgestiegen. Allerdings erhielt Warren bereits als Junge Einblick in die Finanzwelt: Sein Vater arbeitete als Wertpapierhändler und war später republikanischer Abgeordneter im Repräsentatenhaus.

Berkshire Hathaway A: Kursverlauf am Börsenplatz Nyse für den Zeitraum 10 Jahre

Berkshire Hathaway A

Analysten loben Tesla

Tesla: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat das Kursziel für Tesla von 280 auf 465 US-Dollar angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Der Elektroauto-Hersteller habe das Potenzial, die Revolution im Bereich "Shared Mobility" (gemeinsam genutzte Fahrzeuge) entscheidend mitzubestimmen, schrieb Analyst Adam Jonas in einer Studie vom Montag. Die Aktie sei sein "Top Pick" im US-amerikanischen Autosektor.

ts

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Tagestermine am Freitag, 4. September

Konjunktur:
Deutschland: Auftragseingang Industrie Juli, 08:00 Uhr
USA: Arbeitsmarktbericht August, 14:30 Uhr
EU: BIP Q2 (vorläufig), 11:00 Uhr
Sonstiges:
China: Börse geschlossen (Feiertag)

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