Jamie Dimon, CEO von JPMorgan Chase & Co.

Bitcoin unter 4.000 Dollar JPMorgan-Chef bringt Bitcoin unter Druck

Stand: 13.09.2017, 14:03 Uhr

Der Bitcoin ist Betrug. Und er wird in einem Crash enden. Das sagt jedenfalls der Chef der großen Wall Street-Bank JPMorgan. Der Bitcoin gerät unter Druck.

Nach der Rede von Jamie Dimon, die der JPMorgan-Chef gestern auf einer Investoren-Konferenz in New York hielt, fiel der Kurs der Kryptowährung zeitweise bis auf 4.080 Dollar. Heute ging es weiter abwärts bis auf 3.815 Dollar. Dimon bezeichnete den Bitcoin als "Betrug". Der jüngste Anstieg der Digitalwährung sei schlimmer als die Tulpenzwiebelblase im 17. Jahrhundert und "werde nicht gut enden." Der Chef von JPMorgan spielte damit auf den Tulpenfieberwahn in Holland an, in dessen Zuge die Preise für die Blumen in astronomische Höhen gestiegen waren, bis die Blase letztlich platzte.

Der Hype um die Kryptowährung hat den Kurs in diesem Jahr explodieren lassen. Seit Jahresbeginn hat sich der Preis zeitweise verfünffacht, von rund 1.000 Dollar auf knapp 4.980 Dollar in der Spitze.

Bitcoin? Gefeuert!

Dimon sprach auch eine Warnung an seine Mitarbeiter aus: Sollte einer mit der Kryptowährung handeln, würde er diesen sofort feuern. Das habe zwei Gründe: Es verstoße gegen die eigenen Regeln der Bank. Und: Solche Personen seinen dumm. Beides sei gefährlich für das Geldhaus.

Der Bitcoin stand in den vergangenen Jahren oft in der Kritik. Vor allem wegen Betrugsvorwürfen, Börsenpleiten und des Verdachts auf Geldwäsche und Terrorfinanzierung. Zuletzt entzündete sich die Kritik aber an dem rasanten Kursanstieg der Digitalwährung. Jüngst äußerte sich der renomierte Ökonom Robert Shiller dazu. Der Nobelpreisträger warnte: Wir steuen auf eine Bitcoin-Blase zu.

Der Bitcoin - kurz erklärt

Der Bitcoin entstand vor knapp zehn Jahren. Die Währung wird in Rechenprozessen erzeugt. Genutzt wird dabei die Blockchain-Technologie. Wie entsteht sie, was sind ihre Vor- und Nachteile? boerse.ARD.de hat das Wichtigste im Video kurz zusammengefasst: Bitcoin - was ist das?

EZB - virtuelle Währung der Notenbanken?

Das Erklär-Video: Bitcoin - was ist das?

Bitcoins werden in Rechenprozessen erzeugt und auf Plattformen im Internet gegen klassische Währungen gehandelt. Das Bitcoin-System nutzt die Blockchain-Technologie - eine verschlüsselte Datenbank, in der alle Transaktionen gespeichert werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Währungen unterliegt der Bitcoin keiner Kontrolle durch Staaten oder Notenbanken. Neben dem Bitcoin gibt es eine große Anzahl anderer Digitalwährungen wie Ethereum, Monero oder Ripple.

bs

Und hier sind die Rivalen

Der Bitcoin ist der bekannteste. Es gibt aber inzwischen rund 200 Geld-Neulinge, die dem Bitcoin Konkurrenz machen. Wer sind sie? Was taugen sie? Die meisten sind keine echte Konkurrenz...

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Das sind Bitcoin & Co Aus der Welt der virtuellen Währungen

Litecoin

Litecoin

Ein ernst zu nehmender Rivale des Bitcoin ist der Litecoin, den es seit Oktober 2011 gibt. In Sachen Schnelligkeit übertrumpft er den Bitcoin: Eine Überweisung dauert weniger als drei Minuten, während man mit dem Bitcoin in der Regel zehn Minuten braucht. Die Technologie dahinter ist aber leistungsschwächer, daher ist der Litecoin anfälliger für Hacker-Angriffe.

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