Denn sollte es Kodak nicht schaffen, seinen Aktienkurs nachhaltig über die Marke von 1,00 Dollar zu steuern, droht dem Traditionskonzern das Börsen-Aus. Am 4. Januar hatte die New York Stock Exchange Eastman Kodak eine Gnadenfrist von sechs Monaten eingeräumt.
Kein Platz für Euphorie
Während dieses Zeitraums muss sich die Kodak-Aktie berappeln. Ansonsten muss sich der Konzern nach anderen Handelsplätzen umsehen. Klare Worte von der NYSE. Doch der Börsenbetreiber duldet nun einmal keinen Pennystock über einen längeren Zeitraum.
Vor diesem Hintergrund sollte auch der gestrige Kurssprung an der New Yorker Börse nicht ganz so euphorisch gesehen werden. Schließlich hat es die Kodak-Aktie damit noch nicht einmal geschafft, die massiven Kursverluste seit dem 4. Januar wieder komplett zu kompensieren.
Wanted: 1 Milliarde Dollar
Vor einem Jahr war der Titel zudem noch rund das Zehnfache wert. Doch seither haben tiefrote Quartalszahlen und Insolvenzgerüchte die Investoren in die Flucht geschlagen. Kodak benötigt rund eine Milliarde Dollar, um den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten.
Falls es nicht gelinge, digitale Patente zu verkaufen, sei bereits im Januar oder Anfang Februar mit einem Antrag auf Gläubigerschutz zu rechnen, berichtete das "Wall Street Journal" erst in der vergangenen Woche.
Erbitterter Kampf
Allerdings sollten Anleger den Konzern auch nicht voreilig abschreiben. Denn Kodak wehrt sich mit aller Kraft gegen die drohende Insolvenz. Mit einem Management-Umbau will man das Ruder herumreißen. Künftig solle das Unternehmen aus zwei statt drei großen Geschäftssparten bestehen, teilte Kodak am Dienstag mit. Die traditionelle Filmabteilung soll aufgelöst werden und in den beiden neuen Sparten aufgehen.
Zudem überzieht der ums Überleben kämpfende Fotopionier Apple und HTC mit Patentklagen. Ausgang ungewiss. Fakt ist daher: Von einem Engagement von Privatanlegern in der Eastman-Kodak-Aktie ist eindeutig abzuraten oder höchstens etwas für extrem risikoaffine Anleger.
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