Linkbild zur Suche
Linkbild zur Suche

Meldung


11.01.2012 08:44
Schafft Kodak den Turnaround?
Es ist noch viel Hoffnung drin in der Aktie von Eastman Kodak, das belegt das gestrige Plus von 50 Prozent an der Wall Street. Doch Tatsache ist leider auch: 60 Cent je Aktie sind einfach nicht genug.
Kodak easyshare mini (Quelle: Hersteller)

Denn sollte es Kodak nicht schaffen, seinen Aktienkurs nachhaltig über die Marke von 1,00 Dollar zu steuern, droht dem Traditionskonzern das Börsen-Aus. Am 4. Januar hatte die New York Stock Exchange Eastman Kodak eine Gnadenfrist von sechs Monaten eingeräumt.

Kein Platz für Euphorie
Während dieses Zeitraums muss sich die Kodak-Aktie berappeln. Ansonsten muss sich der Konzern nach anderen Handelsplätzen umsehen. Klare Worte von der NYSE. Doch der Börsenbetreiber duldet nun einmal keinen Pennystock über einen längeren Zeitraum.

Vor diesem Hintergrund sollte auch der gestrige Kurssprung an der New Yorker Börse nicht ganz so euphorisch gesehen werden. Schließlich hat es die Kodak-Aktie damit noch nicht einmal geschafft, die massiven Kursverluste seit dem 4. Januar wieder komplett zu kompensieren.

Wanted: 1 Milliarde Dollar
Vor einem Jahr war der Titel zudem noch rund das Zehnfache wert. Doch seither haben tiefrote Quartalszahlen und Insolvenzgerüchte die Investoren in die Flucht geschlagen. Kodak benötigt rund eine Milliarde Dollar, um den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten.

Falls es nicht gelinge, digitale Patente zu verkaufen, sei bereits im Januar oder Anfang Februar mit einem Antrag auf Gläubigerschutz zu rechnen, berichtete das "Wall Street Journal" erst in der vergangenen Woche.

Vom Pionier zum Pennystock
Linkbild

  • Die Eastman Kodak Company war früher einer der bedeutendsten Fotokonzerne der Welt und verdiente vor allem mit Kleinbild-Filmen viel Geld. Der Markt ist jedoch mit dem Aufkommen der Digitalkameras zusammengebrochen. Kodak gehörte zwar in der Anfangszeit der Digitalfotografie zu den treibenden Kräften, verlor jedoch später den Anschluss.

Erbitterter Kampf
Allerdings sollten Anleger den Konzern auch nicht voreilig abschreiben. Denn Kodak wehrt sich mit aller Kraft gegen die drohende Insolvenz. Mit einem Management-Umbau will man das Ruder herumreißen. Künftig solle das Unternehmen aus zwei statt drei großen Geschäftssparten bestehen, teilte Kodak am Dienstag mit. Die traditionelle Filmabteilung soll aufgelöst werden und in den beiden neuen Sparten aufgehen.

Zudem überzieht der ums Überleben kämpfende Fotopionier Apple und HTC mit Patentklagen. Ausgang ungewiss. Fakt ist daher: Von einem Engagement von Privatanlegern in der Eastman-Kodak-Aktie ist eindeutig abzuraten – oder höchstens etwas für extrem risikoaffine Anleger.

ag
JavaScript ist deaktiviert!
Zur Zeit funktionieren einige Elemente unserer Website, z.B. die Suche, Charts, Auswahlmenüs etc., nur mit aktiviertem JavaScript.
Wir bemühen uns darum, die wichtigsten Funktionen zukünftig auch ohne JavaScript nutzbar zu machen.
Links in der ARD
Social Media
Linkbild
Investitionshilfe oder Anlegerfalle?
Standort:
© hr 2012

Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, radiobremen, rbb, SR>, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, arte, PHOENIX, 3sat, KIKA, DeutschlandRadio, DW-World.de Deutsche Welle

Logos der Landesrundfunkanstalten, Einrichtungen und Kooperationen der ARD Zum Internet-Angebot des Bayerischen Rundfunks Zum Internet-Angebot des Hessischen Rundfunks Zum Internet-Angebot des Mitteldeutschen Rundfunks Zum Internet-Angebot des Norddeutschen Rundfunks Zum Internet-Angebot von Radio Bremen Zum Internet-Angebot vom Rundfunk Berlin-Brandenburg Zum Internet-Angebot des Saarländischen Rundfunks Zum Internet-Angebot des Südwestrundfunks Zum Internet-Angebot des Westdeutschen Rundfunks Zum Internet-Angebot von ARD Digital Zum Internet-Angebot von ARTE Zum Internet-Angebot von PHOENIX Zum Internet-Angebot von 3sat Zum Internet-Angebot des Kinderkanals von ARD und ZDF Zum Internet-Angebot von Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur Zum Internet-Angebot der Deutschen Welle