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Aktie des Tages


17.03.2004 10:41
Senator hilft nur noch ein Wunder
Auch vielbeachtete Kinohits wie "Das Wunder von Bern" konnten Senator Entertainment nicht sanieren. Dem Medienunternehmen droht nach umfangreichen Wertberichtigungen auf das Filmvermögen die Insolvenz.
Bild zum Artikel Trotz des Treffers mit "Das Wunder von Bern" - es wird eng für Senator. 

Anhaltende verschlechternde Marktverhältnisse in der Kinobranche und im Lizenzhandel macht Senator für die das Abschreibungsdesaster verantwortlich. Doch letztlich muss man sich in der Führungsetage an die eigene Nase fassen. Zwar hat man mit Filmprojekten wie "Das Wunder von Bern" immer wieder ein glückliches Händchen bewiesen. Am Ende blieb aber wenig hängen. So wurde der Schuldenberg immer größer. Zum Ende des ersten Halbjahres 2003 wies Senator noch 13,3 Millionen Euro Eigenkapital aus. Der Bilanzverlust betrug knapp 190 Millionen Euro.

Grundkapital in Gefahr
Überwiegend sollen ältere Filme abgewertet werden, erklärte das Unternehmen. Wie hoch die Abschreibungen ausfallen werden, teilten die Berliner nicht mit, da die endgültigen Werte offensichtlich noch nicht feststehen. Dass eine hälftige oder sogar die komplette Aufzehrung des Grundkapitals befürchtet wird, dürfte auch dem treuesten Anleger den Ernst der Situation verdeutlichen. Ob die angekündigten Gespräche mit den finanzierenden Banken den Kollaps abwenden können, darf zumindest bezweifelt werden.

Der Umsatz im Geschäftsjahr 2003 wird "aller Voraussicht nach" planmäßig zwischen 54 und 57 Millionen Euro liegen. Die massiven Probleme des Unternehmens haben zu einem heftigen Kurseinbruch geführt. Dennoch beträgt die Marktkapitalisierung noch immer rund 20 Millionen Euro.

rt
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