Das MDax-Unternehmen gab am Montag bekannt, dass die Bundeswehr 405 Puma-Schützenpanzer bei der Kasseler PSM GmbH bestellt habe. Rheinmetall ist neben Krauss-Maffei Wegmann zur Hälfte an der Gesellschaft beteiligt. Der Auftrag hat einen Gesamtwert von 3,1 Milliarden Euro, den sich beide Firmen teilen. Mitte Juni hatte der Haushaltausschuss des Bundestags grünes Licht für den Milliarden-Auftrag der Bundeswehr gegeben - trotz erheblicher Bedenken des Bundesrechnungshofes.
Größter Auftrag in der Nachkriegsgeschichte
Für Rheinmetall ist die Puma-Order der größte Einzelauftrag seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Kampffahrzeuge sollen zwischen 2010 und 2020 an die Bundeswehr ausgeliefert werden, die ersten davon bereits im kommenden Jahr.
"Dies ist ein bedeutender Tag für uns", freute sich Rheinmetall-Chef Klaus Eberhardt. Mit dem Großauftrag werde wehrtechnisches Know-How in Deutschland und somit eine große Zahl von Jobs langfristig gesichert.
Puma ersetzt Marder
Für die Bundeswehr spielt der Puma eine Schlüsselrolle für die Modernisierung der Heeresausrüstung. Der Panzer soll den mehr als 30 Jahre alten Marder ersetzen. Der Puma bietet einen größeren Schutz vor Minen und Panzerfäusten, wie sie beispielsweise von den feindlichen Taliban verwendet werden.
Aufwind im Rüstungsgeschäft
Rheinmetall-Chef Erhardt sieht das Rüstungsgeschäft als Stabilitätsanker. Bereits im ersten Quartal konnte das MDax-Unternehmen ein Drittel mehr Bestellungen aus dem Defence-Bereich verbuchen. Den Schwung aus dem Rüstungsgeschäft kann Rheinmetall gut gebrauchen. Denn das andere Standbein des Unternehmens, das Autozuliefergeschäft, lahmt. Im ersten Quartal fuhr die Sparte einen Verlust von 45 Millionen Euro ein, der Umsatz brach um 40 Prozent ein.
Die Aktie von Rheinmetall kann am Montagmorgen leicht um knapp ein Prozent zulegen. In den letzten Wochen war der Titel bereits gut gelaufen. Seit Jahresbeginn hat die Rheinmetall-Aktie fast 30 Prozent an Wert gewonnen.
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