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11.05.2009 10:09
Stresstest besser als sein Ruf?
Die Fed verteidigt den Banken-Stresstest gegen die aufbrandende Kritik. Sinngemäß sagte ein Vertreter der US-Notenbank: Der Börsenreaktion nach zu urteilen könne es so viel Gemauschel nicht gegeben haben.
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Jeffrey Lacker hat das allerdings etwas anders formuliert: Die Reaktion der Finanzmärkte auf den Stresstest habe gezeigt, dass die Ergebnisse des Tests ein verlässlicher Indikator der vergleichsweise guten Verfassung des US-Bankensystems betrachtet werden. Das sagte der Präsident der Federal Reserve von Richmond am Montag auf einem Bankenforum in Peking. Der Stresstest habe den Märkten Vertrauen gegeben, dass die Finanzinstitutionen in nächster Zeit keine Unterstützung vom Staat bräuchten, so Lacker weiter. Das erleichtere Kapitalerhöhungen über den privaten Kapitalmarkt.

In der Tat reagierten Finanzaktien am Freitag weltweit mit einem Freudensprung auf die Testergebnisse, obwohl die Prüfung von Anfang an umstritten war und von Kritikern als PR-Aktion der Regierung verschmäht wurde.

Die Ratingagentur Moody's sprang der Fed bei. Die Ergebnisse des Stresstests stünden im Einklang mit den bestehenden Bank-Ratings.

Finanztitel wieder im Abschwung
Das "Wall Street Journal" hatte am Samstag berichtet, bei den Stresstests habe es Mauscheleien gegeben. Die US-Notenbank habe bei der Prüfung von 19 Großbanken ursprünglich weitaus größere Kapitallücken festgestellt als schließlich bekanntgeben worden sei. Die Banken hätten massiv protestiert und es zumindest teilweise geschafft, ihren Kapitalbedarf deutlich herunterzuhandeln - im Fall der Citigroup von 35 Milliarden Dollar auf fünf Milliarden Dollar.

In Deutschland trübt der Zeitungsbericht über das angeblich geschönte Ergebnis des Stresstests die Stimmung. Finanzaktien verlieren deutlich. Heißt das nun analog zur Lackerschen Kausalkette, dass der Markt den Stresstest nun doch nicht mehr als verlässlich einstuft?

bs
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