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Meldung


27.10.2008 15:15
Protest im Börsensaal
Globalisierungsgegner vom Netzwerk Attac haben den Handelssaal der Frankfurter Börse gestürmt und gegen den Einfluss der internationalen Finanzmärkte protestiert.
Attac-Protestaktion im Börsensaal der Frankfurter Börse (Quelle: dpa)

Als Teilnehmer einer Börsenführung kletterten sie nach eigener Darstellung von der Besuchertribüne über die Brüstung aufs Parkett. Über der Dax-Anzeigentafel entrollten die Störer ein Transparent mit der Aufschrift "Finanzmärkte entwaffnen! Mensch und Umwelt vor Shareholder- Value".

Mit der Aktion habe Attac ein Zeichen "gegen die Dominanz der Finanzmärkte" setzen wollen, sagte Stephan Schilling vom Attac-Koordinierungskreis. "Die Wut der Menschen über das Versagen von Banken und Politikern ist riesig." Die aktuelle Krise sei Ausdruck eines Wirtschaftssystems, das alle gesellschaftlichen Ziele dem Profit der Aktienbesitzer unterordne.

„Das Casino gehört geschlossen“
Der Sicherheitsdienst der Börse brachte die Attac-Mitglieder nach Polizeiangaben nach kurzer Zeit nach draußen. Die Polizei sprach von 10 bis 20 Teilnehmern, Attac von 20. Schilling sagte, er rechne nicht mit rechtlichen Konsequenzen.

In einer Attac-Mitteilung hieß es, dass die aktuelle Bankenkrise das Symptom eines Wirtschaftssystems sei, das alle gesellschaftlichen Ziele dem Profit der Aktienbesitzer unterordne. Damit müsse Schluss sein: "Das Casino gehört geschlossen." Das milliardenschwere Rettungspaket der Bundesregierung für die Banken ziele allein darauf ab, die Finanzmärkte auf Kosten der Steuerzahler so zu beruhigen, "dass der Casinobetrieb anschließend weitergehen" könne.

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