Die kräftig abnehmende Nachfrage hat offenbar drastische Folgen für die Automobilproduktion bei Daimler. Der schwäbische Konzern plane, die Produktion im Dezember und Januar für insgesamt fünf Wochen einzustellen, schreibt die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.
Die Zwangspause solle am 12. Dezember beginnen, hieß es weiter. Die FAS beruft sich auf Angaben eines Konzernsprechers, der Konzern wollte die fünfwöchige Stilllegung der Produktion allerdings nicht kommentieren.
Verhagelte Bilanz
Die Schwäche vor allem im Pkw-Geschäft hat dem Konzern bereits die Bilanz im dritten Quartal verhagelt. Daimler musste einen Umsatzrückgang um sieben Prozent auf 23,8 Milliarden Euro hinnehmen. Deutlich mehr Umsatz, nämlich 25,05 Milliarden Euro hatten die Analysten im Schnitt erwartet.
Auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) und der Überschuss blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück. Beim Ebit erreichte Daimler 648 Millionen Euro, nach Unternehmensangaben sind darin Sonderfaktoren in Höhe von 765 Millionen Euro enthalten. Im Schnitt hatten die Experten hier einen Wert von 1,3 Milliarden Euro erwartet.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern soll nur noch "mehr als sechs Milliarden Euro" betragen. Bislang war Daimler von einem Ebit von mehr als sieben Milliarden Euro ausgegangen. Diese Prognose sei allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet, hieß es.
Gestrichene Sonderschichten
Schon Anfang August hatte Daimler angekündigt, wegen der schwachen Autokonjunktur Schichten oder immer wieder einzelne Produktionstage zu streichen. Bei den Einzelvereinbarungen mit den Werken war auch bereits die Möglichkeit erörtert worden, die Weihnachtsferien zu verlängern.
Auch der Autobauer Opel hat wegen der Absatzkrise seine Produktion bereits gedrosselt. BMW will wegen der schwindenden Nachfrage weniger Fahrzeuge bauen. Ebenso fahren die VW-Töchter Seat und Skoda ihre Produktion zurück.
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