In einem extrem schwachen Marktumfeld gewann das Papier zum Handelsstart knapp zwei Prozent. Allerdings ändert auch das kaum etwas an dem allgemeinen Abwärtstrend der Aktie. Sie hat seit Jahresbeginn nicht weniger als ein Drittel ihres Wertes eingebüßt.
Dabei können sich die Wachstumsraten des Unternehmens, das auf die Anbahnung von Geschäftskontakten via Internet spezialisiert ist, durchaus sehen lassen. Xing hat im dritten Quartal nach vorläufigen Zahlen seinen Umsatz um 86 Prozent auf 9,18 Millionen Euro gesteigert. In den ersten neun Monaten 2008 wurden die Erlöse damit nahezu verdoppelt: von 13,13 auf 25,09 Millionen Euro.
Zahl der Premium-Kunden steigt
Die Zahl seiner zahlenden "Premium"-Mitglieder konnte Xing in den ersten drei Quartalen um 152.000 auf inzwischen 514.000 steigern. Die monatlichen Gebühren, die die Premium-Kunden entrichten, machen mit rund 20 Millionen Euro immer noch den Löwenanteil des Gesamtumsatzes aus.
Doch auch die beiden neuen Geschäftsfelder, die Xing Ende 2007 geschaffen hatte, erwirtschaften immer mehr Erlöse. Vor allem das E-Commerce-Geschäft, zum Großteil bezahlte Stellenangebote, steigt weiter. Auf Sicht der ersten neun Monate des Geschäftsjahres sorgten sie für 3,07 Millionen Euro Umsatz.
Der ebenfalls neue Geschäftsbereich Internet-Werbung steuerte 1,73 Millionen Euro zum Gesamtumsatz bei.
40 Prozent Gewinnmarge
Xing hat nach eigenen Angaben im dritten Quartal 2008 die bislang höchste Gewinnmarge seiner Geschichte erreicht. Auf Basis des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag sie bei 40 Prozent. Auf Sicht der ersten neun Monate erreichte die Ebitda-Marge 38 Prozent, dies entspricht 9,47 Millionen Euro. Konkretere Ergebnisse blieb Xing am Donnerstag noch schuldig, am 10. November sollen die endgültigen Quartal-Zahlen veröffentlicht werden.
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