Nach den ersten drei Monaten des neuen Geschäftsjahres, das am 1. April begann, fiel ein Verlust von 540 Millionen Euro an. Das sind 38 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. Schuld daran waren vor allem Bewertungsverluste in Höhe von 432 Millionen Euro. Hinzu kamen Abschreibungen auf Finanzanlagen von 96 Millionen Euro.
Im operativen Kerngeschäft schlug sich die IKB achtbar. In den drei Segmenten Firmenkunden, Immobilienkunden und strukturierten Finanzierungen wurde ein Gewinn von 49 Millionen Euro erwirtschaftet.
Unsichere Zukunft
Beim Ausblick zeigte sich die IKB besonders vage. Entscheidend sei, wie sich die Finanzkrise weiter entwickle. Die Zukunft des SDax-Unternehmens hänge davon ab, "dass sich die Bank adäquat refinanzieren kann". Dafür seien neben der Kapitalerhöhung eine Normalisierung der Kapitalmärkte und die Wiederherstellung von Vertrauen in die Banken erforderlich. Als Voraussetzung für die Durchführung der Kapitalerhöhung Ende Oktober nannte die IKB die Haltung der EU-Kommission. Die Bank hofft darauf, dass Brüssel die Rettungsmaßnahmen für die IKB als Beihilfe genehmigt oder nicht als Beihilfe darstellt. Der bisherige Großaktionär KfW hatte die IKB vor dem Verkauf an Lone Star mit 1,25 Milliarden Euro an frischem Kapital ausgestattet.
Wer wird neuer Chef?
Bei der Suche nach einem neuen Chef scheint die IKB immer noch nicht fündig geworden zu sein. Der von der Kfw entsandte bisherige Chef Günter Bräunig soll bis Ende des Monats Vorstandschef bleiben. Eigentlich sollte er Mitte Oktober aufhören.
Die IKB-Aktie kann am Donnerstag um vier Prozent auf 1,28 Euro bei extrem niedrigen Umsätzen zulegen. Am Mittwoch hatte der Titel mit 1,23 Euro einen neuen Tiefstand erreicht. Das Papier gilt inzwischen als Zocker-Aktie. Anfang 2007 notierte die Aktie noch bei über 30 Euro.
Die Analysten von Equinet rechnen mit einem weiteren Kursverfall. Sie haben am Donnerstag das Kursziel für die IKB von 1,70 Euro auf 0,90 Euro gesenkt. Sie empfehlen die Aktie zu verkaufen ("sell").
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