Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". "Wir ermuntern KfW und IKB, entsprechende Klagen gegen die Deutsche Bank sowie die anderen Verkäufer von Subprime-Anleihen anzustreben, zitierte das Magazin einen hohen Regierungsbeamten. Einem Händler zufolge dürfte dies auf die Stimmung für Deutsche-Bank-Aktien drücken.
Neben der Deutschen Bank sollen unter anderem auch die amerikanischen Investmentbanken Goldman Sachs, Morgan Stanley und Lehman Brothers die umstrittenen Wertpapiere an die IKB verkauft. Zudem prüfe die Bankenaufsichtsbehörde BaFin, ob Schadensersatzklagen gegen die Verkäufer der Papiere berechtigt sind.
Ringen um die IKB
Derweil geht der Verkaufsprozess für die angeschlagene Mittelstandsbank in die nächste Runde. Ab Montag erhalten ausgewählte Bieter detaillierte Einblicke in die Bücher der IKB. Ein Sprecher der IKB-Hauptaktionärin KfW bestätigte entsprechende Informationen der Nachrichtenagentur Reuters. Die KfW habe bereits am Mittwoch eine Auswahl aus den vorgelegten Offerten getroffen.
Die staatseigene KfW will ihren 43-prozentigen Anteil an der IKB veräußern und hat dafür im Januar ein Verkaufsverfahren gestartet. Nach Angaben der Förderbank liegt "eine Reihe" von Geboten aus dem In- und Ausland vor. Offiziell werden keine Namen genannt. Finanzkreisen zufolge haben unter anderem die Finanzinvestoren Lone Star, Cerberus, Ripplewood sowie JC Flowers ihren Hut in den Ring geworfen. Ihnen wird vorwiegend an dem risikobehafteten Wertpapierportfolio Interesse nachgesagt. Als strategische Bieter für das "gesunde" Mittelstandsgeschäft der IKB gelten unter anderem Landesbanken wie die WestLB oder die schwedische Großbank SEB.
Eigentlich war die IKB auf das grundsolide deutsche Mittelstandsgeschäft ausgerichtet. Jedoch hatte sie auch auf Ramschhypotheken in den USA gesetzt - und sich damit verspekuliert. Mehrmals mussten der Staat, die KfW und andere Banken zur Hilfe eilen - mit insgesamt gut acht Milliarden Euro. Den Großteil der Hilfen tragen der Bund und die KfW.
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